Geeigneter Anfängerhund: Welpe? oder Senior?

Hallo!

Ich mache mir Gedanken zum Kauf eines treuen Vierbeiners!
Zwar habe ich bislang Erfahrungen mit Hunden in meiner Kindheit, später im Tierheim und einem Pflegehund (ein Riesenschnauzer) gesammelt, mit dem ich intensiven Kontakt und den Alltag eines Hundebesitzers über einen langen Zeitraum erleben durfte.

Bisher vertrat ich die Meinung mir lieber einen Welpen anschaffen zu wollen, damit man den Hund in und auswendig kennen lernt. Da er auch Kontakt zu kleinen Kindern und zu vielen Fremden event. hat.

Ist es also empfehlenswert das ich mir einen Welpen kaufe???

Mit freundlichen Grüßen,
Anna P. alias Pocahontas

Hallöchen!

Generell würde ich eher von einem Welpen abraten wenn man Hundeanfänger ist. Man kann sehr viel falsch machen in der Hundeerziehung, mit Kleinigkeiten, die einem gar nicht wirklich auffallen, aber große Wirkung haben. Und gerade in der Prägungsphase können solche Kleinigkeiten echte Macken ausprägen, die dann oft nur mit sehr viel mehr Mühe wieder ausgebügelt werden können.
Bei einem älteren Tier kann man nach dem Charakter schauen (muss ja nicht gleich ein Senior sein…ab 2 Jahre oder so), man weiß erst mal mehr oder weniger worauf man sich einlässt… und ein im Wesen schon gefestigtes Tier verzeiht kleine Fehler eher.
Auf der anderen Seite finde ich es auch nicht richtig, jedem Hundeneuling den Welpen ausreden zu wollen…es kommt auch immer auf die Person an. Hat die Person sich wirklich intensiv mit der Verantwortung, die mit einem Welpen auf einen zukommt auseinader gesetzt: Stubenreinheit, zunächst permanente Beaufsichtigung, Sozialisierung und Grunderziehung als Anfänger definitiv auf dem Platz, Flegelphase ausbügeln von eventuellem Fehlverhalten (beim Hund und eventuell bei betroffenen 3. ), Zerstörung, möglicherweise erhöhte Tierarztkosten (unsere 1jährige hatte sich beim übermütigen Spiel zB unter anderem einen Ast in den Hals gerammt…Op mit Nähen und Mandelentfernung…), erneute Flegelphase in der Pupertät mit hartem ausloten der Grenzen… usw
…ist das alles klar und auch wirklich bewusst aufgenommen mit allen Konzequenzen die sich daraus ergeben… ja, warum nicht auch ein Welpe.
Generell ist aber ein schon gefestigter Hund meiner Meinung nach der empfehlenswertere Start in diese Aufgabe. Manchmal tut man sich selbst keinen Gefallen mit einem Welpen, und wenn es richtig blöd läuft kann man sich mit Momenten der Inkonzequenz oder des menschlichen aber nicht hungerechten Verhaltens einen sehr anstrengenden Hund basteln…

Ich persönlich habe jetzt (bewusst)zwei Welpen in der Familie miterlebt, war auch aktiv an der Erziehung beteiligt und eine starke Bezugsperson für beide Hunde. Aber um ehrlich zu sein, wenn ich mich irgendwann für meinen eigenen Hund entscheide wirds vermutlich ein schon älteres Tier werden… Welpen sind süß und knuffig, aber eben auch recht anstrengend… und allein würde ich mir persönlich keinen zumuten…zu zweit nur wenn es dementsprechnden von den zeiten auch klappen würde zB…

lieben gruß
aj

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Moin Anna

vorab: Bitte denk dran daß du in der Ausbildung bist und danach in deinem Beruf du lange und viel Arbeit musst. Daher, egal welches Alter der Hund hat, er muss lang allein sein, also Ausschlussgrund für einen Hund.

Hast du Zeit und Nerven, schaff dir einen Welpen an. Es gibt nix tolleres als einen Welpen. Klar, es gehen viele Dinge kaputt und man rennt viel und oft hinterher.
Wenn du mit Kids viel zu tun hast, kommt aus meiner Sicht nur ein Welpe in Frage. Jeder „gebrauchte“ Hund hat seinen Fehler, meine eigenen eingeschlossen.
Na und, ich nehm die Fehler als gegeben hin. Aber wenn Kinder unterwegs sind, muss der Hund/Welpe von klein auf lernen was er nicht darf. Darf also keine potentielle Zeitbombe sein.

Daher… für deinen beschriebenen Fall wenn es bei dir wirklich passt(wenigstens max. 4 Stunden alleine usw.) dann Welpe.

Gruß Steffen

Hi

Ein Welpe ist ein Baby. Und wie das bei einem Baby so ist muss man immer dafür da sein. Den kann man nicht alleine lassen. 2 Wochen Urlaub reichen da auch nicht.
Bei der Erziehung kann man sich zwar direkt Rat holen (Welpenschule, Hundeschule etc.) aber dennoch ist man oft auf sich allein gestellt wenn eine Situation daheim eintritt und da sollte der Besitzer schon wissen wie er reagieren muss damit der Hund das daraus lernt was er lernen soll.

Die müssen auch oft raus, evtl. auch Nachts bis sie länger einhalten können bis zum Morgen.
Stubenreinheit will auch trainiert werden (aber das klappt bei Hunden ja gut, schaffen auch Anfänger), da bleiben Malheure nicht aus.

Scheint mir Anfänger haben besonders in der Autoritätfrage Probleme weil Welpen ja so süß sind und die muss man immer knuddeln aber auch bei denen muss konsequent erzogen werden.
Denn dann kommt das Flegelalter ^^
Und als Anfänger fällt dir Konsequenz vielleicht schwer und du gibst dann lieber auf wenn der Hund nicht hört anstatt dich durchzusetzen.

Willst da wirklich über all durch? XD

Hundeschule kostet auch Geld und als Anfänger kommt man nicht drum herum wenn einem der Hund nicht ganz egal ist.

Dann wird ein Welpe vielleicht auch einiges zernagen und kaputt machen.

Mit Beratung bekommst nen guten Anfänger Hund, nicht grad Senior, is ja blöd wenn der Hund schon 2-3 Jahre später des Tierarzt’s bester Kunde wird oder gar eingeschläfert werden muss, aber schon aus’m Flegelalter raus.

Wenn dir oben alles zu traust, viel Zeit, Geduld, Nerven, Konsequenz und den Willen für Hundeschule und Co. mit bringst, kannst dir auch einen Welpen holen. Da wäre die nächste Frage die Größe und dann die Rasse. Weil Beratung bei Welpen is bisschen schlecht, da kann man ja nicht reingucken wie der mal wird. Da kannst nur verallgemeinern und nach Rasse und Elterntiere gehen (wie die so sind).

Als Familienhund n ruhigen mittelgroßen?

MfG
Lilly

von Null ( 0 ) bis Alt ( 15 )
Hallo,

Ich mache mir Gedanken zum Kauf eines treuen Vierbeiners!

Das ist natürlich erst einmal toll.

ABER: Wie dir bereits geantwortet wurde, solltest/musst Du Deine persönliche Lebenssituation (Ausbildung, wieviel Zeit hast Du für den Vierbeiner, etc.) mit in Deine Überlegungen einbeziehen.

Und plötzlich wird die Sache eng.

Zwar habe ich bislang Erfahrungen mit Hunden in meiner
Kindheit, später im Tierheim und einem Pflegehund (ein
Riesenschnauzer) gesammelt, mit dem ich intensiven Kontakt und
den Alltag eines Hundebesitzers über einen langen Zeitraum
erleben durfte.

O.k. aber sprichst/verstehst Du auch „Hundesprech“?
Was, „um alles in der Welt“ meint der jetzt mit „Hundesprech“?
Nun, Hunde sind exzellent Kommunikatoren - viel viel besser und vielseitiger und differenzierter als wir Menschen. Hunde verstehen uns. Immer und ihnen unterlaufen garantiert und nie Kommunikationsfehler. Die Fehler machen immer nur wir Menschen. Es liegt an uns. Es liegt an uns unsere Vierbeiner zu verstehen.
Kannst Du die Körpersprache eines Vierbeiners verstehen und richtig interpretieren?
Kannst Du die Mimik eines Vierbeiners richtig deuten?
Die allermeisten Menschen vermögen es nicht und sie wissen es nicht einmal.
Unter diesen Gesichtspunkten/Überlegungen wäre die Variante Null ( 0 ) die richtige Entscheidung - nämlich auf die Anschaffung eines Hundes erst einmal zu verzichten.

Wenn Du aber unbedingt die Nähe eines Vierbeiners suchst (kann ich persönlich sehr gut verstehen) - jedes Tierheim ist für Unterstützung dankbar (mit den Hunden laufen, sie füttern und sich mit ihnen beschäftigen - denn unsere vierbeinigen Freunde leiden seelisch im Tierheim)…
Die Variante Alt (15) bedeutet - wähle einen alten Hund. Einen alten, mit dummen Menschen erfahrenen Hund. Von ihm kannst Du lernen - insbesondere „Hundesprech“ :smile:

Ich hoffe, dass diese Einlassungen Dir eine Hilfe für die richtige Entscheidung waren

Freundliche Grüsse
Ray

Hallo,
ich würde auch eher von einem Welpen abraten, Hundeerziehung ist ein 24h-Job, da kann man nicht auf Nachbarn, Kinder oder Freizeit/Urlaub/Wochenende bauen. So ein Welpe oder später ein Halbstarker denkt sich in 2 h Alleinsein mehr Unfug aus, als Du in 2 Wochen wieder gutmachen kannst :wink:

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Tierheimen gemacht - nicht nur persönlich, auch bei Vermittlungen. Es gibt fast für jede Lebenssituation, auch für „viel allein lassen in der Wohnung“, oder „viel Streß mit Kindern“ den passenden Hund, und auch Tieren, die 2 oder 3 Jahre alt sind, kann man noch eine Menge beibringen. Gerade wenn der Hund in Einzelhaltung leben soll, würde ich lieber einen älteren Hund nehmen, der das schon kennt, und dem Welpen zumindest die Chance auf ein Leben im Rudel lassen - auch wenn ja leider nicht viele das Glück haben.
Grüße
Brigitta

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Guten Morgen Anna,

Anfänger ist nicht gleich Anfänger - nach meinem Geschmack. Wenn Du eins begriffen hast, nämlich, dass der Hund nur klare Anweisungen und ein eindeutiges, konsequentes und selbstbewusstes Verhalten Deinerseits versteht, hol Dir einen Welpen, den Du auf Dich und Dein soziales Umfeld prägen kannst.

Ach ja: Mindestens 75 Prozent der Hundehalter in Deutschland sind nicht befähigt, einen Hund zu halten - vergiss das nicht, das rassistische Denken, das die Gene über die Prägung stellt, sollte auch immer in Deinem Hinterkopf sein.

Ach ja, die Hundeschule: Sehr wichtig! Ansonsten wird Mensch nie und nimmer seinen Hund in den „Griff“ bekommen.

Und vergiss bitte nicht das exklusive Futter, das natürlich kostet - genau so wie der regelmäßige Tierarztbesuch. Jetzt müsste doch die Frage kommen, ob Du Dir als Azubi überhaupt einen Hund finanziell leisten kannst. Das sind Kosten über Kosten…

Jetzt aber ernsthaft: Wenn Du Zeit und die „richtige“ Einstellung zu diesem Vierbeiner hast - und das ist das A und O -, dann ist es letztlich egal, ob Welpe oder Senior. Ein Senior kann Dir durch die Vorprägung mehr Zeit und Geduld abverlangen als ein Welpe in der „Flegelzeit“.

Viele Grüße

Susan

Hallo,

bisher haben wir fast nur gehört, was Du von einem Hund erwartest. Erzähl doch mal ein bißchen darüber, was Du einem Hund zu bieten hast: wieviel Zeit kannst Du mit ihm verbringen, wie soll sein Tagesablauf sein, wer sind seine Bezugspersonen, hast Du Interesse an Hundesport, hast Du ausreichend Geld für Futter, Tierarzt usw. …?

Gruß,

Myriam

ein Hund als ständiger Lebensbegleiter gewünscht…

bisher haben wir fast nur gehört, was Du von einem Hund
erwartest. Erzähl doch mal ein bißchen darüber, was Du einem
Hund zu bieten hast: wieviel Zeit kannst Du mit ihm
verbringen, wie soll sein Tagesablauf sein, wer sind seine
Bezugspersonen, hast Du Interesse an Hundesport, hast Du
ausreichend Geld für Futter, Tierarzt usw. …?

Wohl wahr! :smile: Zuerst zu der Geldfrage, auf Grund meiner Ausbildung zur Altenpflegerin. Ja!, ich bin in der Lage für einen Hund aufzukommen, für alle ‚Grundkosten‘ und ebenfalls für alle ‚Eventualitäten‘, Tierarzt, etc. gerüstet!

Mein Traum (ob es auch genauso funktioniert ist natürlich nicht vorhersehbar) den Hund so viel wie möglich in mein Leben einzubinden. Ich habe den ganzen Vormittag für das Tier Zeit oder den ganzen Nachmittag. Die Arbeiszeit beträgt pro Tag 7Stunden. In dieser Zeit würden aber mehre Personen zur Verfügung stehen. Feste Bezugspersonen: Zwei kleine Kinder, Großeltern und vor allem mein Lebensgefährte.

Wenn möglich würde ich den Hund sogar gerne in meine Arbeit mit einbinden (Ja, das wäre prinzipiell möglich), großer Garten, Pause, angrenzendes Waldstück und eine Horde des kleinen privaten Heimes von Senioren die entzückt wären!

Ich bin ein seltener Nachtschwärmer und betätige mich liebend gerne sportlich, also auch Hundesport liebend gern! Natürlich soll er bei allen Ausflügen dabei sein wenn es möglich ist (Cafe, Eisdielen, Wanderungen, später vllt sogar Fahrradtouren usw.) außerdem steht ihm ein großer Garten und ein Park der direkt dahinter liegt (für die kleinen Geschäftsrunden) zur Verfügung.

Mein Traum also mein Schatten als Hund, obs so klappt weiß ich nicht, dass kann ich ihm zumindest bieten und eben meine bisherigen Gedanken dazu. Übrigens mache mir schon seit Jahren Gedanken über einen Hundekauf, also ein lang ersehnter Wunsch…

MfG Anna P.
Pocahontas

Hallo

gerade als Hundeanfänger würde ich nicht nur auf das Alter, sondern auch auf die Rasse des Hundes achten. Nicht alle Rassen sind pflegeleicht. Es gibt genügend Hunderassen, die alleine schon aufgrund ihres Charakters sehr hohe Anforderngen an den Besitzer stellen oder die einfach nur gefordert werden wollen. Solche Rassen gäbe es viel, wie z.B. den irischen Terrier. Und als Anfänger solchen Hund…aus weia. Dann sagt irgendwann mal der Hund zum Herrchen „Platz“…und Herrchen spurt!

Gruss

Iru

Hallo,

OK, da Du vollzeit berufstätig bist, fällt ein Welpe meiner Ansicht nach flach. Welpen sind in den ersten Monaten wie Babys/Kleinkinder, sie benötigen dauernde Betreuung und eine intensive Erziehungsarbeit. Klar könnte das in Deiner Abwesenheit jemand anders übernehmen (Großeltern z.B., der Lebensgefährte wird ja wohl auch tagsüber arbeiten), aber wir reden hier nicht nur von Gassigehen. Es kann ganz übel ausgehen, wenn Deine konsequente Erziehung durch zu viele Bezugspersonen mit unterschiedlichen Standards sabotiert wird.

Schaue Dich bei den Tierschutzorganisationen in Deiner Gegend um, die mit Pflegestellen arbeiten. Wenn ein Hund dort schon mehrere Wochen lebt, kann man recht sicher sagen, wie er sich mit Kindern, Alten, Fahrrädern usw. versteht, ob er souverän genug ist um sich als „Therapiehund“ für Senioren zu eignen, ob er gesundheitlich in Ordnung ist usw. Du kannst den Hund mehrfach besuchen und Fragen stellen. Der Charakter ist bekannt. Der Hund wird schon stubenrein sein, evtl. schon an der Leine laufen, sitz und platz beherrschen. Das alles wird Dir das Abenteuer Hund einfacher machen. Was die Rasse angeht: Pudel, Labrador, Goldie, Spitz, Sennenhunde und deren Mischlinge, nicht zu klein, nicht zu groß, kastriert, ab 3 Jahre. Alternativ studiere die Kleinanzeigen, oft werden Hunde aus Zeitmangel oder als Scheidungswaisen abgegeben. Hier muss man aber aufpassen, es werden gerne kleine Macken verschwiegen! Eins muss Dir klar sein: irgendeine Macke hat jeder Hund, auch der von Dir selbst aufgezogene Welpe!

Gruß,

Myriam

Hi,

Ach ja, die Hundeschule: Sehr wichtig! Ansonsten wird Mensch
nie und nimmer seinen Hund in den „Griff“ bekommen.

Das ist doch Humbug. Mein Hund hat nie ne Hundeschule gesehen. Habe sie mit 1,5 Jahren aus dem Tierheim geholt, Straßenhund, ohne irgendwelche „Erziehung“.

Hab’ vorher viel über Hunde gelesen und hin und wieder einen Gast-Hund gehabt, so dass ich schon über etwas praktische Erfahrung verfügte. Habe ihr alles grundlegende beigebracht - wichtig ist wie bei Kindern: konsequentes Verhalten, und zwar immer - nicht mal aus Lustlosigkeit was durchgehen lassen.

Sie ist heute kein „Drill“-Hund. D.h. sie erlaubt sich auch mal Trödeleien, mal nicht zu hören, wenn irgendwo was viel spannenderes ist als Frauchen, aber ich bin sehr zufrieden mit meiner Erziehungsarbeit und dem, was sie daraus gemacht hat.

Gruß,

Anja

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