Geestrücken = schlechter Boden

Hi,

ich habe gleich 2 Fragen bezüglich schlechtem Pflanzenwachstums.
Also wir haben überwiegend sandige Böden jedoch eine relativ zuverlässige Sprengleranlage mit natürlichem Dünger (minimale Anteile von Jauche, Düsen verstopfen/veralgen noch nicht:wink:

  1. Wir haben eine Heinbuchenhecke, die zwar jedes Jahr grün wird aber über 4 Jahre hinweg noch nicht die Größe/Außmaßen erreicht hat, dass man Sie vernünftigt schneiden kann. Was machen wir falsch? Muss noch mehr gedüngt werden? Wasser gibt es 2x nächtlich 5min lang, so dass es morgens noch feucht aussieht.
    1.1 Darf ich Hecken wirklich immer und zu jeder Zeit schneiden?

  2. Direkt am Teich haben wir einen kleinen Bambus. Laut Gärtner wächst der so rasant, dass er super als Blickschutz dient. Nun ist er schon 1,5 Jahre alt und meines Erachtens max 5cm höher als beim Kauf. Ist hier vielleich noch immer zu wenig Wasser vorhanden? Muss er vielleicht richtig eingesumpft werden?
    2.1 Darf ich Bambus schneiden?

Gruß Oekel

Hi
Mein Vorschlag zur Buchenhecke wäre mal mit dem Bewässern Düngen dort aufzuhören
Der Grund ist das die Pflanzen dann mit ihren Wurzeln mehr in die Erde gehen mussen um sich das Wasser selber zu holen.Dabei werden sie kräftiger und wiederstandsfähiger.Auch wachsen sie dann besser,man kann nämlich auch so pi mal Daumen sagen je größer das Wurzelwerk ist umso größer ist auch der oberirdische Teil
Auch wird beim regelmäßigen Gießen so nach und nach der Boden verdichtet
Was ich machen würde ist den Boden unter den Hainbuchen dick mit Rindenmulch abzudecken Das hält zum einen die Feuchtigkeit und es sammeln sich Regenwürmer an die den Boden dort auflockern

Nein Hecken darf man nicht zu jeder Zeit schneiden.Grundregel ist das nur in Monaten geschnitten werden darf die den Buchstaben r im Namen haben ( vogelschutz)
Rechtlich ist es jedoch von Bundesland zu Bundesland verschieden Wo lebst Du?

Das Problem das Bambus nicht wächst hatte ich noch nicht Meistens breitet er sich ganz kräftig aus: Vielleicht mit der Grabegabel die Erde darunter mal lockern? - Nicht besonders Rücksicht auf die Wurzeln nehmen, der ist zäh

Bambus kann geschnitten werden Dann sieht er allerdings nicht mehr so gut aus
Braucht ihr ihn als Sichtschutz?
Bis hierhin erst mal und viel Erfolg im Garten…

Woher kommt der Ausdruck Geestrücken ?

Gruß
Bachstelze

Hallo!

@bachstelze: Geest=der erste Anstieg an der Küste (mein Bild dazu ist der „Buckel“ gegenüber den Landungsbrücken in Hamburg…)
siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Geest (hätteste auch mal selber googeln können, Du! :smile:)

zum Gebüsch: sei doch froh, dass die Hainbuche nicht von null auf 80 aus allen Löchern quillt (stell Dir vor, Du musst das nämlich jedes Jahr schneiden, was an die Hecke hinwächst…)
4 Jahre ist schon einiges an Zeit, aber die Hainbuche (ai, nicht ei) ist ja kein Gras oder Nadelgehölz…
Frage: wie gross wurden die Pflanzen gesetzt und ab wann findest Du die Größe fürs Schneiden ausreichend?
(Baumschulpflanzen=reichlich gepäppelt, damit schnell verkaufbar bekommen am neuen Ort regelmässig einen sog. Pflanzschock und brauchen einige Zeit bis sie „loslegen“…) ausserdem wird eine Hecke erst durchs Schneiden und die dadurch angeregte reiche Verzweigung dicht und geschlossen…

Ausserdem ist der magere und trockene Eiszeitsand des Geest vielleicht wirklich nicht der beste Boden dafür… - ich würde aber nicht dauernd rumdüngen und gießen, das macht die nur faul… (Hainbuchen sind die natürliche Waldgesellschaft im Baltikum, da düngt und giesst auch keiner… bei uns kommen sie gerne da vor, wo auch Eichen wachsen; beide halten im Gegensatz zur Rotbuche(Waldbuche) auch Tonboden aus, da gibt es im Sommer heftige Trockenrisse und bei Nässe Luftmangel im Boden, sind also durchaus robust…)

Bambus: auch da würde ich weniger gießen/düngen, eher mal den Standort mit den Bedürfnissen vergleichen (Licht, Wasserkonkurrenz, verfügbarer Wurzelraum…) und wie bachstelze sagt: gekappter Bambus sieht sch… aus (wächst oben nimmer weiter, weil er im Prinzip ein Gras ist…)

cu kai