Gefahr bei Abtreibung

Liebe Experten,

ich habe jetzt gehört dass bei einer Absaugungs-Abtreibung die 98%ige Wahrscheinlichkeit besteht dass bei folgenden Schwangerschaften das Kind zu früh auf die Welt kommt, da die Gebärmutter durch die Absaugung geschwächt wird.

Dementsprechend ist es sehr wahrscheinlich, das eine Frau die eine Abtreibung gemacht hat, nurnoch kranke/behinderte Kinder auf die Welt bringt.

Mann, ich bin schockiert, die sagten doch alle dass die Abtreibung so risikolos sei…

Wie sieht die Sache wirklich aus?

ich habe jetzt gehört dass bei einer Absaugungs-Abtreibung die
98%ige Wahrscheinlichkeit besteht dass bei folgenden
Schwangerschaften das Kind zu früh auf die Welt kommt, da die
Gebärmutter durch die Absaugung geschwächt wird.

Davon weiss ich jetzt nichts, bin aber auch kein Gynäkologe. Klingt aber ein bisschen arg brutal, also übertrieben.

Dementsprechend ist es sehr wahrscheinlich, das eine Frau die
eine Abtreibung gemacht hat, nurnoch kranke/behinderte Kinder
auf die Welt bringt.

Das ist nun wirklich Schwachsinn hoch zehn.

Wie sieht die Sache wirklich aus?

Die Sache sieht wirklich so aus, daß die seelischen Schäden tausend mal schlimmer als die körperlichen sind. Aber weil das ja vorneweg alle viel besser wissen und damit ja auf jeden Fall klar kommen gibt es viele Ärzte die einem Horrorgeschichten erzählen, weil körperliche Schmerzen ein besseres Argument als seelische sind.

So schauts aus.

ich habe jetzt gehört dass bei einer Absaugungs-Abtreibung die
98%ige Wahrscheinlichkeit besteht dass bei folgenden
Schwangerschaften das Kind zu früh auf die Welt kommt, da die
Gebärmutter durch die Absaugung geschwächt wird.

Davon weiss ich jetzt nichts, bin aber auch kein Gynäkologe.
Klingt aber ein bisschen arg brutal, also übertrieben.

Es wurde gesagt, dass das daran läge dass die Gebärmutter Schleimhaut verliert, die unersetzbar wäre…

Hi Philipp,

Es wurde gesagt, dass das daran läge dass die Gebärmutter
Schleimhaut verliert, die unersetzbar wäre…

So prinzipiell wurde das gesagt? Na ja, es handelt sich schließlich um einen chirurgischen Eingriff, bei dem es immer auch zu Komplikationen kommen kann (Verletzungen des Gebärmutterhalses, der Gebärmutterschleimhaut etc.). Kann, aber nicht muss!

Die Abtreibungspille ist sicherlich eine „schonendere“ Alternative.

Gruß

Kathleen

hallo philipp,

ich habe jetzt gehört dass bei einer Absaugungs-Abtreibung die
98%ige Wahrscheinlichkeit besteht dass bei folgenden
Schwangerschaften das Kind zu früh auf die Welt kommt, da die
Gebärmutter durch die Absaugung geschwächt wird.

kannst du glaubwürdige quellen nennen?

Mann, ich bin schockiert, die sagten doch alle dass die
Abtreibung so risikolos sei…

wer bitte ist „alle“? wen meinst du damit? und wenn „alle“ schon sagen, daß es risikolos ist, wo kommen dann die mit der 98%-these her?

ich glaube, zuerst einmal solltest du lernen, behauptungen - gleich welcher art - kritischer zu hinterfragen.

eine abtreibung ist sicher nicht so easy wie ein besuch beim frisör. andererseits sind schwangerschaft, -abbruch und alles drum herum moralisch und ethisch heillos überfrachtet. aber für die schwangere ist es oft ein viel größeres psychisches problem als ein physisches. einfach zur tagesordnung übergehen ist dann nicht.

gruß
ann

das Kind zu früh auf die Welt kommt, da die
Gebärmutter durch die Absaugung geschwächt wird.

Dementsprechend ist es sehr wahrscheinlich, das eine Frau die
eine Abtreibung gemacht hat, nurnoch kranke/behinderte Kinder
auf die Welt bringt.

Hallo,

das impliziert schon, dass zu früh geborene Kinder automatisch krank bzw. behindert sind. Ich kenne einige ehemalige Frühchen, die als Erwachsene weder krank noch behindert sind, also kann der Zusammenhang schonmal nicht stimmen. Wenn mir jemand, der sagt frühgeboren=behindert außerdem sagt Abtreibung=demnächst Frühgeburt (weobei die = mich „höchstwahrscheinlich“ zu ersetzen sind), wäre ich bei Letzterem auch skeptisch.
Natürlich sind die Risiken sowohl einer Frühgeburt als auch einer Abtreibung nicht zu unetrschätzen, aber bei so einer vereinfachenden Darstellung würde ich auf unseriöse Abtreibungsgegnerpropaganda tippen und würde nach einer weiteren Quelle suchen.
Hast du ja auch schon getan :wink:, ich wollte bloß nochmal meine Skepsis ausdrücken.

tschöö

Sonja

kannst du glaubwürdige quellen nennen?

ja, mehrere Frauenärzte

wo kommen dann die mit der
98%-these her?

Von denselben Ärzten

ich glaube, zuerst einmal solltest du lernen, behauptungen -
gleich welcher art - kritischer zu hinterfragen.

Darum frage ich ja hier nach.

Mann, ich bin schockiert, die sagten doch alle dass die
Abtreibung so risikolos sei…

Also für das Kind ist eine Abtreibung nicht risikolos, sondern tödlich. Und für die Mutter gibt es eine Reihe von Risiken, von körperlichen (Du sprachst ein Beispiel an) bis hin zu psychischen.

Benni

Hi
ich kenne diverse Frauen die Abgetrieben haben und bei nachfolgenden Geburten keinerlei Aussergewöhnliche Ereignisse auftraten, ausser bei einer, deren Hebamme im Stau steckenblieb die sie zur Geburt abholen wollte, und sie das Kind allein auf der Couch bekam.
HH

Hallo Philipp!

Werde doch selbst zum Experten.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?DB=pubmed
Da ist so etwa alles gelistet, was irgendwas mit medizinisch auch nur halbwegs relevanten Ergebnissen existiert.
Also einfach unter http://dict.leo.org/ ein paar entsprechende englische Schlagworte eingeben und aufpassen, sich nicht von den Informationsmengen erschlagen zu lassen, die rauskommen.

Gruß, Stefan

Hallo Philipp,
bin zwar kein Experte (auch ein Arzt, speziell kein Gynäkologe), versuche aber trotzdem eine Antwort:
Eine Abtreibung ist ein großer körperlicher und seelischer Eingriff. Speziell die Methode der Absaugung und deren Risiken sind nicht zu unterschätzen. Je nachdem, ob die Frau, bei der der Eingriff vorgenommen wird, bereits ein Kind/Kinder hat oder kinderlos ist, sind nach m. M. folgende Punkte zu beachten: Bei einer Frau, die bereits Kinder geboren hat, ist der Muttermund bereits gedehnt. Die für die Absaugung erforderliche künstliche Weitung des Muttermundes ist dabei einfacher, als bei einer Frau, die noch keine Kinder geboren hat.
Es kann also trotz vorsichtiger Vorgehensweise des behandelnden Arztes zu einer Überdehnung kommen, die dann bei nachfolgenden Schwangerschaften Probleme hervorrufen kann (vorzeitige Öffnung des Muttermundes mit erhöhter Gefahr einer Frühgeburt).
Eine weitere Komplikation kann die Verletzung des Uterus beim Schwangerschaftsabbruch sein, da n. m. K. eine Absaugung meist mit einer nachfolgenden Ausschabung einhergeht, um sicherzustellen, dass alle Reste entfernt wurden.
Auch hier kommt es auf das fachliche Können des Arztes an.
Die psychischen Folgen eines Schwangerschaftsabbruches (egal aus welchen Gründen - persönliche oder medizinische Indikation) können teilweise verheerend sein (das wurde ja bereits angesprochen).

Mir ist keine Studie bekannt, die speziell einen Zusammenhang zwischen vorausgegangenem Schwangerschaftsabbruch und behinderten Kindern belegt. Es soll aber Studien geben, die einen Zusammenhang zwischen Abbruch und nachfolgenden Problemen bei Schwangerschaften (Fähigkeit, überhaupt schwanger zu werden, Risikoschwangerschaften, Komplikationen, Frühgeburten usw.) begründet erscheinen lassen.

Das hat nichts mit natürlichen Fehlgeburten zu tun, die nach Ansicht eines bekannten Frauenarztes (Prof. Dr. Kraatz, ehemaliger Chefarzt der Gynäkologie der Charité Berlin) die ebenfalls natürliche Antwort/Lösung von Programmierfehlern der Natur darstellen (wenn ich die Zahl richtig im Kopf habe, die er in seiner Autobiografie dazu nannte, waren es über 90 % der Fehlgeburten, bei denen Entwicklungsfehler/schwere Entwicklungsstörungen des Föten vorlagen).

Ein Schwangerschaftsabbruch ist immer die allerletzte und schlechteste Option der Familienplanung. Die Möglichkeiten zur Verhütung sind so umfassend, dass eigentlich für fast jedes Problem eine Verhütungsoption zur Verfügung steht. Die Verantwortung für Verhütung liegt bei beiden Partnern, wobei heute neben der Verhütung von ungewünschten Schwangerschaften auch und nicht zuletzt der Schutz vor Aids erforderlich ist.

Anzunehmen, dass ein Schwangerschaftsabbruch eigentlich nur ein Klacks ist, morgens schnell hin, kurz absaugen und gut, ist naiv.
Deiner Vita entnehme ich, dass Du Schüler bist (leider kein Alter).
Sowohl Eltern als auch die Schule sind in der Verantwortung, hier vertrauensvolle Aufklärung zu leisten, bevor die Notbremse inform eines Abbruches gezogen werden muss.

Einen schönen Abend wünscht trotzdem Bommelmops

Es wurde gesagt, dass das daran läge dass die Gebärmutter
Schleimhaut verliert, die unersetzbar wäre…

Sehr interessant. Viele Frauen haben hormonbedingt eine zu dicke Gebährmutterschleimhaut, was zu nicht unerheblichen und lästigen Problemen führt. Um diese Schleimhaut wieder auf ein normales Maß zu reduzieren, führt man eine Ausschabung durch (war früher auch eine Abtreibungemethode und wird meines Wissens für die Reste, die nach der Absaugung verbleiben immer noch verwendet). Allzu unersetzbar ist die Gebärmutterschleimhaut ohnehin nicht, weil sie sich nämlich jeden Monat wieder neu auf- und im „Regelfall“ durch die Blutung wieder abbaut. Ich halte das, was man Dir da gesagt hat also für Blödsinn und Angstmacherei. Im übrigen würde es mich mal interessieren, worum es Dir eigentlich geht? Um die Überprüfung von irgendetwas, daß Du nur vom Hörensagen aus Laienquelle weißt? Oder um etwas Ernsteres? Solltest Du in der Situation sein, mit einer Partnerin vor einer ungewollten Schwangerschaft zu stehen, dann tut euch beide den Gefallen und informiert euch an der richtigen Stelle, z.B. hier http://www.profamilia.de/topic/home

Und hier kannst Du auch etwas erfahren, über die beiden Methoden: http://www.gesundheitpro.de/Schwangerschaftsabbruch-…

Beste Grüße

Avera

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