Gefahr von links, Gefahr von rechts

Weil hier so viele den Untergang von links befürchten, mal eine Stimme zum Untergang von rechts (weil „rechte Meinung“ zunehmend salonfähig wird):

Meldung der dpa
Sonntag 15. Juli 2001, 14:09 Uhr
Nürnberg (dpa) - Bundesinnenminister Otto Schily ist bei einer Rede auf dem Deutschland-Treffen der Schlesier in Nürnberg ausgepfiffen worden. Der Minister hatte von dem «von Deutschland angezettelten, massenmörderischen Zweiten Weltkrieg und vom «verbrecherischen Nazi-Regime» gesprochen sowie den Massenmord an den Juden als schlimmstes Schandmal der deutschen Geschichte bezeichnet.

Ich wiederhole, nur zum Verständnis:

  • ein von Deutschland angezettelter, massenmörderischer Zweiter Weltkrieg
  • ein verbrecherisches Nazi-Regime
  • der Massenmord an den Juden als schlimmstes Schandmal der deutschen Geschichte

und dann buhen die Leute!
Entweder ticken diese Schlesier nicht mehr ganz sauber, oder aber der Verein ist so ultrarechts angehaucht, daß die CSU als kommunistennah gelten müßte.

Fassunglose Grüße
Siegfried

oh weh oh weh

Ergänzend zu Siegfrieds Posting:

* in den letzten 20 Jahren waren es zwar nicht immer, aber meistens Politiker der konservativen Parteien, die durch Bestechung und Untreue afgefallen sind. Das schadet der Demokratie weil die Bürger langsam daran ermüden.
* auffällig ist auch, daß Diepgen, Kohl und Konsorten sich aktiv gegen die Veröffentlichung Ihrer Akten sträuben, während Mitglieder der „linken“ Parteien damit weniger Probleme zu haben scheinen. Warum ist das wohl so?
* Konservativismus bietet nicht die nötige Transparenz und Flexiblilität, um im 21. Jahrhundert wirtschaftlich überleben zu können. Stagnation und Staatsverschuldug waren unter der letzten Regierung so groß, daß der Staat haarscharf am wirtschaftlichen Ruin vorbeigeschrammt ist.
Man bedenke: China erreicht mit einem ach-so-wirtschaftsfeindlichen kommunistischen Staatswesen atemberaubende Wachstumsraten. Einzelne Politiker, die einen Wahlkampf mittels einer Roten-Socken-Kampagne führen, nutzen die an sich unbegründete wirtschaftliche Überlebensangst ihrer Wähler, um Stimmen zu fangen. Im Falle von Steffel in Berlin lenkt das aúch ganz gut von dem 7-Milliarden-Betrug ab. So viel müßte eine kommunistische Regierung erst mal in den Sand setzen. Man bedenke: Das sind in der Bundesrepublik 1000 Mark pro Kopf, die jetzt ein jeder abstottern darf.
Also: Denkt erst mal nach, ehe ihr Euch vor diesen Karren spannen laßt.

Oliver

ein typischer Beitrag von unserem Markus! Kurz und bündig!

Gruß mic

kein Text

ein typischer Beitrag von unserem Markus! Kurz und bündig!

Gruß mic

jo!

noch eine Ergänzung (weil’s gerade so schön paßt):

So sieht der O-Ton der CDU derzeit aus:
Die Bundesrepublik wird derzeit von zweifelhaften Figuren geführt. Von „Gewalttätern wie Fischer und Trittin“, von „Verbrechern wie Kanzler Schröder“ (man denke an die Plakataktion). Der Rest der Regierung ist unehrlich (Riester und Scharping) oder naiv-unerfahren (Kühnast).

Alternativen zu brennenden Themen gibt es so gut wie gar nicht (leider, denn das ist die eigentliche Aufgabe einer Opposition). Die rot-grüne Regierung geht die mehr als überfällige Reform der Renten an - seitens der CDU verfällt man in Diffamierungskampagnen. Riester lügt, Schröder betrügt. Die eigene Vergangenheit wird vertuscht. Blüm erzählte jahrzehntelang, die Renten seien sicher. Jeder Kritik daran wurde abgekanzelt und beschimpft. Die Probleme hingegen nie gelöst. Der Schaden ist dadurch heute größer denn je.

Außenminister Fischer gilt der CDU als militanter Polizistenschläger. Sofort ist der Ruf nach Rücktritt, Reue und Buße da, besonders von Angela Merkel. Für die CDU selbst ist Reue und Buße ein Fremdwort. Bis heute gab es keine Distanzierung von den Nazis in eigenen Reihen, die hohe Ämter und Würden bekleidet haben. Im Gegenteil. Franz Josef Strauß, CSU (und ehemaliges NSKK-Mitglied): „Wir sind eine Partei, die eine Heimat ist für alle diejenigen, die heute irre und unzufrieden sind, und dafür springen wir bewußt über manche Schatten der Vergangenheit, die uns sonst angehängt werden.“ Die CDU hatte keine Skrupel, Kiesinger zum Kanzler zu wählen, ein ehemaliges NSDAP-Mitglied. Auch ein Mann mit einer Vergangenheit. Von der PDS erwartet die CDU eine Entschuldigung für den Mauerbau. Wann kommt die Entschuldigung der CDU für den Nazi-Kanzler?

In Wiesbaden stolziert ein Ministerpräsident Roland Koch herum, der hämisch auf Fischers Vergangenheit herumhackt. Zitat Koch: „Diese unangenehmen Seiten seiner Vergangenheit umgeht Joschka Fischer damit, daß er sich nicht erinnert.“ Ausgrechnet Koch, der sich in der Spendenaffäre an vieles nicht erinnern konnte, immer den Ahnungslosen spielte, ausgerechnet dieser Roland Koch beklagt die Erinnerungslücken des Joschka Fischer. Und noch immer aktuell: der Skandal um die verschwiegenen CDU-Millionen. Schweigen, Gedächtnisverlust und Falschaussagen allerorten.

Flugaffäre: Zu oft soll Hans Eichel die Flugbereitschaft genutzt haben. Anlaß für eine Hetzkampagne der Opposition. Früher hatte sie sich genau darüber beklagt. Süssmuth am 21.12.1996 zu den gleichen Vorwürfen ihr gegenüber: „Auch bei dieser jüngsten Kampagne geht’s mir so, dass ich einerseits traurig bin, aber ich bin auch zornig und wütend. Denn sie können mit Kampagnen Menschen so fertig machen, daß sie überhaupt nicht mehr beachten, um welche Wahrheit es denn geht.“ Tatsache ist, daß die Flugbereitschaft von der Regierung Kohl viel häufiger in Anspruch genommen wurde als unter Schröder.

Uranmunition auf dem Balkan: Die gefährliche Munition als Topthema. Fehlende Informationen, unterdrückte Warnungen. Die Opposition hat Verteidigungsminister Scharping im Visier. Peinliches Schweigen zur eigenen Verantwortung. Volker Rühe (CDU) wußte während seiner Amtszeit als Verteidigungsminister vieles - und verschwieg es.

BSE: Plötzlich ist Deutschland nicht mehr BSE-frei. Die CDU kämpft deshalb gegen Funke und Fischer. Repnik (CDU): „Beide haben bei diesem schwierigen Thema BSE versagt, und beide müßten eigentlich den Platz freimachen.“ Was dieser Heuchler verschweigt: Das BSE-Problem gibt es schon lange. Die damaligen Minister Kiechle und Borchert spielen die Ahnungslosen - und tun es immer noch. Die angegriffenen Minister im Schröder-Kabinett übernehmen politische Verantwortung. Andrea Fischer und Karlheinz Funke treten zurück. Und die Opposition ist voller Häme. Stoiber: „Das zeigt natürlich auch, daß dem Herrn Bundeskanzler die Mannschaft langsam davonläuft.“ Der will sich als großer Macher präsentieren und stellt er seinen eigenen neuen Verbraucherminister vor. Dumm nur, daß der schon vor Amtsantritt zurücktreten muß. Gegen ihn läuft ein Steuerverfahren.

Die CDU will bekanntlich zurück an die Macht. Da stören mühsame Sacharbeit, klare Konzepte und das Bekenntnis zu eigenen Fehlern nur. Polemisieren, attackieren und diffamieren ist doch viel einfacher.

Grüße
Siegfried

ich habs auch mal gewagt, in unserer tageszeitung per leserbrief polemisch stellung gegen die auswüchse des vertriebenen-kults („das heisst nicht poznan! das heisst posen!“ „das ist nicht cracow, das ist krakau!“ „wir wurden grausam verrieben, ein verbrechen gegen die menschlichkeit, völlig unbegründet!“ „wir haben nie jemanden was getan!“ „hitler wurde nie von den sudeten und schlesiern unterstützt!“ etc.) zu beziehen.
folge waren ca. ein dutzend wütende anrufe (die haben sich sogar die mühe gemacht, meine telefonnummer herauszusuchen…), ein berg von rechtsradikaler propaganda („der verrat an den schlesiern“ „die deutschen haben keine kriegsschuld“ „gb hat den krieg angefangen“ „auschwitz ist eine erfindung der amerikaner“ „wir mussten uns gegen die juden wehren“) und jede menge anonymer zuschriften, in denen ich als „nestbeschmutzer“, „schmierfink“, „vaterlandsloser geselle“, „kommunist“ beschimpft, der „aus dem vekehr gezogen gehört“.
natürlich gab es dann noch leute, die mir differenzierter geantwortet haben, aber die waren nicht so verblendet. denen ging es dann mehr um den ton meines leserbriefs und darum, dass verbrechen verbrechen bleibt, auch wenn wir den krieg begonnen haben. da haben sie ja sogar recht, man darf eben nur nicht ursache und wirkung verwechseln. die deutschen wurden ja nicht grundlos vertrieben.

die propaganda und die anonymen zusendungen haben mich aber eigentlich nur in meiner ansicht bestärkt, dass ein grossteil dieser menschen verblendete spinner sind, deren einziger lebensantrieb der hass zu sein scheint.

…für konservativ denkende Menschen: Die Neigung zur Projektion eigener sozial unerwünschter Verhaltensweisen auf Leute, die anders sind als sie selbst. So gesehen schießen sich solche Politiker laufend selbst ins Knie :wink:

Die CDU kommt mir manchmal vor wie eine Horde von Kindern: Irgendwann Anfang der 80er hat man sie in den Sandkasten gesetzt, damit sie dort sinnvolle Sachen bauen. Stattdessen raffen die Kids den ganzen Sand auf ihre eigenen Haufen, konstruktives passiert nicht. Aus der Erkenntnis heraus, das das so nichts werden kann, werden sie 98 wieder aus dem Sandkasten entfernt. Nun stehen sie daneben und zerstören die Bauwerke derjenigen, die nun im Sandkasten sitzen und endlich mal kreativ neue Dinge entwerfen, mit billigen Wurfgeschossen.

Ich kann mich aus meiner Kindergartenzeit gut an solche Leute erinnern. Heute sind sie (im Ernst) CDU-Wähler. Alles wie gehabt.

Oliver

Hmmmm

Hallo Siegfried,

jetzt mal im ernst. Haben die schlesier einen link? ich kann in der schnelle keinen finden, hast du einen parat? ich würde gerne mehr über die schlesier wissen.

Gruß

Markus

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einen link? hunderte!

jetzt mal im ernst. Haben die schlesier einen link? ich kann
in der schnelle keinen finden, hast du einen parat? ich würde
gerne mehr über die schlesier wissen.

Sag mal, Markus

isses wirklich so schwer, ne Suchmaschine (z.B. http://www.google.de) anzuwerfen und „Schlesien“ oder „Landsmannschaft Schlesien“ einzutippen?

Da kriegste hunderte von Seiten, die sich diesem Thema widmen…

Gruß
Uschi (kopfschüttel)

Hast ja recht, entschuldige bitte.

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Jetzt wissen wir endlich bescheid.

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Eine sehr interessante Meinung. Danke dafür, ich habe wieder etwas gelernt

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Klasse. Ich hab nochwas gelernt. Man war ich verblendet. Danke für die Aufklärung.

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Hallo Markus,

ich wäre auch für eine inhaltliche Auseinandersetzung mit meinen Argumenten dankbar gewesen. Aber womöglich ist dies ebenfalls so ein Schwachpunkt der Konservativen *g*

Wo ich gerade am Meckern bin: Es ist nicht nötig, den *ganzen* Artikel in der Antwort nochmal zu zitieren. Deine Bequemlichkeit bezahlen andere mit suchender Herumscrollerei. Ist eine Frage der Nettiquette.

nix für ungut :wink:

Oliver

Hallo!

* in den letzten 20 Jahren waren es zwar nicht immer, aber
meistens Politiker der konservativen Parteien, die durch
Bestechung und Untreue afgefallen sind. Das schadet der
Demokratie weil die Bürger langsam daran ermüden.

Das könnte daran liegen, daß in den letzten 20 jahren fast ausschließlich die Union regiert hatte und daher den Linken gar keine Möglichkeit dazu geboten wurde, in größerem Maße korrupt zu sein.
Daß sie das aber auch ganz gut können, zeigen ja Berlin (wo die Sozis genauso mitgemacht haben wie die CDU) und die SPD-Spenedenaffäre.

* auffällig ist auch, daß Diepgen, Kohl und Konsorten sich
aktiv gegen die Veröffentlichung Ihrer Akten sträuben, während
Mitglieder der „linken“ Parteien damit weniger Probleme zu
haben scheinen. Warum ist das wohl so?

Vermutlich weil vieles interpretierbar sein wird.

* Konservativismus bietet nicht die nötige Transparenz und
Flexiblilität, um im 21. Jahrhundert wirtschaftlich überleben
zu können. Stagnation und Staatsverschuldug waren unter der
letzten Regierung so groß, daß der Staat haarscharf am
wirtschaftlichen Ruin vorbeigeschrammt ist.

Das stimmt.

Man bedenke: China erreicht mit einem
ach-so-wirtschaftsfeindlichen kommunistischen Staatswesen
atemberaubende Wachstumsraten.

Das zeugt von wirtschaftspolitischer Ignoranz ersten Ranges.
Man sollte sich schon mal ansehen, auf welcher Basis diese Zahlen erreicht werden und wie der Lebensstandard der Bevölkerung dort ist.
Rein auf Wachstum zu schielen ist genau der Fehler von den Euroszis. Naja, die Denke ist ja sonst auch ähnlich der des Pekinger Politbüros…

Einzelne Politiker, die einen
Wahlkampf mittels einer Roten-Socken-Kampagne führen, nutzen
die an sich unbegründete wirtschaftliche Überlebensangst ihrer
Wähler, um Stimmen zu fangen.

Aufgrund der fatalen Steuer-/Renten-(Wirtschaftspolitik der Bundesregierung ist diese Angst durchaus berechtigt.

Im Falle von Steffel in Berlin
lenkt das aúch ganz gut von dem 7-Milliarden-Betrug ab. So
viel müßte eine kommunistische Regierung erst mal in den Sand
setzen.

Die SPD war zumindest dabei.
Das sollte man nciht leugnen. Als kleiner Koalitionspartner dann die Verantwortung abzulehnen ist genau das, was die SPD der FDP früher immer vorgeworfen hatte.

Man bedenke: Das sind in der Bundesrepublik 1000 Mark
pro Kopf, die jetzt ein jeder abstottern darf.
Also: Denkt erst mal nach, ehe ihr Euch vor diesen Karren
spannen laßt.

Wie gesagt: so simpel schwarz und weiß, wie Du das hier malst, ist die Sache nicht.

Komisch ist eher, daß sich der normale SPD-Wähler, seines Zeichens ja Mitglied der „Neuen Mitte“, sich vor den Karren der Kommunisten spannen lässt. Hätte ich SPD gewählt, ich würde auf die Barrikaden gehen angesichts der Koalitionspläne in Berlin…

Grüße,

Mathias

Das könnte daran liegen, daß in den letzten 20 jahren fast
ausschließlich die Union regiert hatte und daher den Linken
gar keine Möglichkeit dazu geboten wurde, in größerem Maße
korrupt zu sein.

Könnte schon, ich würde das gar nicht mal ausschließen. Der Blick in die Länder, die ja eher SPD-regiert sind, stützt allerdings meine Ausgangsthese. Wie gesagt, Ausnahmen bestätigen die Regel, bzw. ich rede hier her von Tendenzen als von festen Gesetzmäßigkeiten.

Daß sie das aber auch ganz gut können, zeigen ja Berlin (wo
die Sozis genauso mitgemacht haben wie die CDU) und die
SPD-Spenedenaffäre.

Da habe ich eben weiter oben mit Doris drüber diskutiert, vielleicht hast Du ja Lust, Dich dort einzuklinken? Sonst haben wir hier einen redundanten Thread.

Rein auf Wachstum zu schielen ist genau der Fehler von den
Euroszis. Naja, die Denke ist ja sonst auch ähnlich der des
Pekinger Politbüros…

Was sind eigntlich "Euro"sozis?
Meinem Eindruck nach ist die SPD sehr viel mehr als die CDU bemüht, die Früchte der Wirtschaft unter Familien und sozial unterpriviligierten zu verteilen (Kindergeld und vieles andere mehr). Warum bzw. inwiefern siehst Du das anders? *grübel*

Aufgrund der fatalen Steuer-/Renten-(Wirtschaftspolitik der
Bundesregierung ist diese Angst durchaus berechtigt.

Vor wenigen Wochen noch lobten die Wirtschaftsverbände Schröder für seine Politik. Heute sagen viele (weniger die Wirtschaftsverbände), die Politik sei falsch. Wie, wo und warum wird dabei aber oft unterschlagen. Solche Behauptungen werden einfach unbelegt in die Welt gesetzt. So recht glauben tut das daher keiner.

Komisch ist eher, daß sich der normale SPD-Wähler, seines
Zeichens ja Mitglied der „Neuen Mitte“, sich vor den Karren
der Kommunisten spannen lässt. Hätte ich SPD gewählt, ich
würde auf die Barrikaden gehen angesichts der Koalitionspläne
in Berlin…

Es gibt in unserer Parteienlandschaft keine Bestrebungen, unseren Staat im kommunistischen Sinne zu verändern. Auch wenn einige versprengte Gipsköpfe in der PDS so etwas vor sich hinbrabbeln. Ich finde ehrlich gesagt schon rein die Vorstellung, mehr Kommunismus zu fordern, völlig abstrus. Politisch durchsetzbar wäre das Ganze sowieso nicht. Ganz im Gegensatz zu dem Gedankengut, was bei manchen Rechten so im Kopfe herumspukt.

Oliver

Hi!

Das könnte daran liegen, daß in den letzten 20 jahren fast
ausschließlich die Union regiert hatte und daher den Linken
gar keine Möglichkeit dazu geboten wurde, in größerem Maße
korrupt zu sein.

Könnte schon, ich würde das gar nicht mal ausschließen. Der
Blick in die Länder, die ja eher SPD-regiert sind, stützt
allerdings meine Ausgangsthese. Wie gesagt, Ausnahmen
bestätigen die Regel, bzw. ich rede hier her von Tendenzen als
von festen Gesetzmäßigkeiten.

Schon klar.
Mal sehen, was die Sozis daruas machen. Vielleicht bekommen sie es besser hin.

Einen Kommentar dazu kann ich mir allerdings nicht verkneifen: trotz Korruption scheinen die Union-geführten BLs haushaltsmäßig deutlich besser dazustehen. Woran liegt´s?

Daß sie das aber auch ganz gut können, zeigen ja Berlin (wo
die Sozis genauso mitgemacht haben wie die CDU) und die
SPD-Spenedenaffäre.

Da habe ich eben weiter oben mit Doris drüber diskutiert,
vielleicht hast Du ja Lust, Dich dort einzuklinken? Sonst
haben wir hier einen redundanten Thread.

Mache ich.

Rein auf Wachstum zu schielen ist genau der Fehler von den
Euroszis. Naja, die Denke ist ja sonst auch ähnlich der des
Pekinger Politbüros…

Was sind eigntlich "Euro"sozis?
Meinem Eindruck nach ist die SPD sehr viel mehr als die CDU
bemüht, die Früchte der Wirtschaft unter Familien und sozial
unterpriviligierten zu verteilen (Kindergeld und vieles andere
mehr). Warum bzw. inwiefern siehst Du das anders? *grübel*

Darum geht es ja: die Umverteilung ist absolut tödlich.
Warum sollte denn einer noch mehr tun als die anderen, wenn sein Plus ohnehin umverteilt werden soll?

Aufgrund der fatalen Steuer-/Renten-(Wirtschaftspolitik der
Bundesregierung ist diese Angst durchaus berechtigt.

Vor wenigen Wochen noch lobten die Wirtschaftsverbände
Schröder für seine Politik. Heute sagen viele (weniger die
Wirtschaftsverbände), die Politik sei falsch. Wie, wo und
warum wird dabei aber oft unterschlagen. Solche Behauptungen
werden einfach unbelegt in die Welt gesetzt. So recht glauben
tut das daher keiner.

Die Wirtschaftsverbände setzen sich aus Vertretern der Großindustrie zusammen.
Daher sind sie vollkommen uninteressant.

Das Geld verdienen die KMUs. Oder denkst Du im Ernst, Siemens oder VW bezahlen nennenswert Steuern?

Schröder subventioniert die Großindustrie, um seine ganzen Wahlkampfverpflichtungen, die er noch bei gewissen Gruppierungen offen hat, über Aufsichtsratsosten einzulösen.
Um den Mittelstand schert sich keiner. Und das rächt sich jetzt.

Komisch ist eher, daß sich der normale SPD-Wähler, seines
Zeichens ja Mitglied der „Neuen Mitte“, sich vor den Karren
der Kommunisten spannen lässt. Hätte ich SPD gewählt, ich
würde auf die Barrikaden gehen angesichts der Koalitionspläne
in Berlin…

Es gibt in unserer Parteienlandschaft keine Bestrebungen,
unseren Staat im kommunistischen Sinne zu verändern. Auch wenn
einige versprengte Gipsköpfe in der PDS so etwas vor sich
hinbrabbeln. Ich finde ehrlich gesagt schon rein die
Vorstellung, mehr Kommunismus zu fordern, völlig abstrus.

Dann sind wir uns ja einig.

Politisch durchsetzbar wäre das Ganze sowieso nicht. Ganz im
Gegensatz zu dem Gedankengut, was bei manchen Rechten so im
Kopfe herumspukt.

Nicht schon wieder diesen Vergleich.
Vergiß doch diese 100.000 Deppen, die sind doch nur so wichtig wie die Plattform es ist, die ihnen die Medien schafft.

Gruß,

Mathias