Gefahren bei Antiquitäten-Versteigerungen

Liebe Leute,

versteigere demnächst im Auftrag teurere Antiquitäten (>1000€). Nun möchte ich wissen, welche Gefahren dies birgt. Wenn ich mir vom Käufer den BEtrag überweisen lasse und anschließen per ausreichend versichertem Paket die Antiquität absende, wo könnte man mich evtl. noch betrügen? Spaßbieter lassen wir mal außen vor, sondern wo kann etwas bei der Bezahlung/Ware etc. schief laufen?

Viele Grüße,
Daniel
Team: Nachname entfernt

Hi Daniel,
im Endeffekt dieselben Sachen wie bei anderen Auktionen auch: der Käufer könnte behaupten, es ist nur Schrott angekommen - entweder weil Du angeblich zu schlecht verpackt hast oder weil die Antiquität schon vorher kaputt war. Von daher immer einen Zeugen beim Verpacken dabeihaben.
Oder er behauptet, die Ware ist nicht echt. Vielleicht hast Du Echtheitszertifikate etc., die Du beilegen kannst (auch als Kopie)?
Ich weiß ja nicht genau, welche Art von Antiquitäten Du meinst. Geschirr und zerbrechliche Dinge würde ich, weil schlecht zu verpacken, lieber anderweitig loswerden. Ich würde auch Selbstabholung anbieten, macht sich bei diesem Wert nicht schlecht.

Apropos Wert: neben Überweisung würde ich auch für den Käufer sichere Zahlungsmethoden wie Nachnahme oder PayPal etc. anbieten. Damit baust Du mehr Vertrauen auf.

MfG
Julia

Hallo,

denke vor Allem auch daran, dass die gewöhnlich Versicherung der Post lediglich eine Pauschalversicherung von 500,-€ beinhaltet. Alles was diesen Wert übersteigt muss nachversichert werden.
Gruß
4-season

Hallo Daniel,

da fällt mir spontan der Treuhandbetrug ein. Wenn jemand per Treuhandservice abwickeln möchte, was man bei 1.000,00 EUR+ nicht guten Gewissens verweigern kann, solltest Du unbedingt auf dem Treuhandservice von eBay bestehen. Andere Seiten könnten Fakes sein.

Eine weitere Möglichkeit wäre, nachträglich einen Preisnachlaß wegen vermeintlicher Schäden zu fordern. Dagegen kann man sich zum einen schützen, in dem man sich darauf nicht einläßt sondern nur komplette Rückabwicklung anbietet. Dabei besteht aber immer die Gefahr, daß der Artikel vor dem Rücktransport mutwillig beschädigt wird. Deswegen sollte der Artikel vor dem Versand von allen Seiten fotographiert werden und diese Fotos sollten nicht alle ins Internet gestellt werden.

Ist der Höchstbieter aus dem Ausland, also schwer greifbar, dann besteht bei dieser Summe auch immer die Möglichkeit des Dreickbetrugs. Dagegen kann man sich eigentlich gar nicht sinnvoll schützen, außer man verweigert die Lieferung ins Ausland.

Das wären so die gängigsten Maschen…

Allerdings sehe ich die Gefahr bei Antiquitäten nicht so sehr, da sie für den Betrüger eher schwer wieder zu veräußern sind, zumal man gerade so hochwertige Stücke schnell wieder aufspüren kann, wenn sie im Internet erneut angeboten werden. Gefährlich ist es da schon bei Serienware, wie z.B. teurer Elektronik.

viele Grüße,

Ralf