Gefahren bei Mietkauf?

Hallo,
hat jemand Erfahrung mit Mietkäufen von Wohnungen?
Normale Mieten sind recht hoch; leider habe ich nicht genügend Eigenkapital um ‚klassisch‘ eine Wohnung zu finanzieren.

Mein Kundenbetreuerin in der Bank wußte nicht von Mietkäufen. Sind Mietkäufe unseriös? Oder unterstützen Banken so etwas nicht, weil sie eher ihre Bausparverträge verkaufen wollen?

Gibt es Webseiten mit näheren fachlichen Informationen?
Mit welchen Konditionen ist so etwas verbunden?

Danke und viele Grüße
Denis

Hallo Denis,
ich habe leider nur wenig Ahnung vom Mietkauf. Unter google habe ich einen Artikel gefunden, der beschreibt die Angelegenheit eher negativ.

http://www.manager-magazin.de/geld/geldanlage/0,2828…

Ich bin aber der Auffassung, dass man auch ohne grosses Eigenkapital Immobilien erwerben sollte. Wenn man die monatliche Rate gut schultern kann, steht m.E. nichts im Weg. Vielleicht ist es auch sinnvoll, die Groesse (somit den Kaufpreis) ein bisschen zu verkleinern und man kommt so ins Eigenheim.
Es gibt durchaus Banken, die eine Finanzierung ueber den gesamten Kaufpreis anbieten. Dann muss als Eigenkapital „lediglich“ die Notarkosten, Grunderwerbsteuer und die Grundbuchkosten eingebracht werden. Wenn Eure Hausbank auf 20-30% Eigenkapital pocht, einfach mal bei anderen Instituten nachhoeren.
Gruss,
Alfred

Hallo,

beim Mietkauf muss man zwischen eher privaten Modellen, bei denen durch günstige Erwerbskonditionen außerhalb des Erwerbes stehende Motivationen priviligert werden sollen, und gewerblich vertriebenem Mietkauf. Ersters kann interessant sein, zweites wird leider üblicherweise mit Bauerfängermethoden betrieben und bewegt sich oft am Rande der Legalität. Zumindest ist es eigentlich nie günstiger als eine klassische Finanzierung und kann dies auch nicht sein. Denn wenn man sich die Anbieter ansieht, dann sind das alles keine Weltkonzerne mit dicken Brieftaschen, die hier unter der Ausschaltung von Banken eine bessere Verzinsung ihres eingesetzten Kapitals bekommen würden, sondern grundsätzlich kleine Buden, die für die Vorfinanzierung des Baus selbst auf den Kapitalmarkt angewiesen sind. Und wie will ich dann im Verkauf günstiger sein, als im Einkauf?

Tatsächlich wird in diesem Marktsegment mit viel Taschenspielertricks gearbeitet um mit unter dem Strich extrem teuren und insbesondere auch riskanten Modellen schlechten Risiken angeblich den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen. Tatsächlich geht die Sache oft genug ganz böse aus, und wo sie funktioniert, war sie dann deutlich teurer als eine klassische Finanzierung.

Ganz anders sieht es aus, wenn z.B. ein älterer Mensch gegen Pflege, oder ein Handwerker oder Bauer gegen Betriebsübernahmen, … bereit ist, eine schlechtere Verzinsung zu akzeptieren und das Geld nicht sofort benötigt und daher einen Mietkauf anbietet.

Gruß vom Wiz, der schon oft wegen seiner zahlreichen Äußerungen und Publikationen zum Thema von gewerblichen Mietkaufanbietern angegangen worden ist, die aber nie auch nur ansatzweise einen Gegenbeweis antreten konnten

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Jetzt weiß ich nicht wohin mein Dankeschön-Email reingefallen ist.
Hier nochmal:
Danke für Eure Ausführungen und ein schönes Wochenende,
Ich hatte ebenfalls ein etwas skeptisches Gefühl hierzu.
Denis

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Meine Meinung ist, dass ein Mietkaufmodell erhebliche Risiken beinhaltet, wobei jeder Einzelfall zu prüfen ist. Ich habe bisher noch kein gewerbliches Modell gefunden, dass funktioniert. Wer ein funktionierendes Mietkaufmodell findet, kann mir gern schreiben.

Beim Mietkaufmodell treffen sich meistens ein Käufer und Verkäufer, die nicht optimal aufgestellt sind. Der Käufer kann nicht finanzieren und der Verkäufer kann die Höhe des Kaufpreis nicht in einer Summe am Markt durchsetzen.

Wer Fragen hat, kann mich anrufen.

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