ich frage mich immer wieder im Winter (zum Glück ist zur Zeit keiner!), warum eigentlich bei meinem Auto oft nur die Scheiben gefrieren und der Lackbereich verschont bleibt.
Meine Erklärung ist die, dass die Scheiben anscheinend eine grobere äußere Struktur aufweisen, als der Lack, und daher die Feuchtigkeit aus der Luft besser „hängenbleibt“, wo sie dann gefriert.
Andererseits könnte ich mir auch vorstellen, dass es an der eingeschlossenen wärmeren Luft liegt, die sich im Innenraum befindet?! Aber dann müsste ja auch immer die Motorhaube gefroren sein, denn da ist es ja bekanntlich am wärmsten. Somit stelle ich die Bahauptung auf, dass es nicht an der eingeschlossenen wärmeren Luft liegt.
Wenn also ersteres zutreffen sollte, warum gibt es dann kein Glas, das nicht gefriert? Dies wäre doch in vielerlei Hinsicht sehr von Nutzen?!
Meine Erklärung ist die, dass die Scheiben anscheinend eine
grobere äußere Struktur aufweisen, als der Lack, und daher die
Feuchtigkeit aus der Luft besser „hängenbleibt“, wo sie dann
gefriert.
das mag für den Fall stimmen, daß man seinen Wagen täglich wäscht und poliert. Ansonsten ist auf dem Lack nach zwei Tagen soviel Siff drauf, daß er sicherlich rauher ist, als das Glas, das man ja gelegentlich mit dem Scheibenwischer und Wasser reinigt.
Ich weiß zwar auch keine Lösung „des Geheimnisses“, wage aber die Behauptung, daß der Lack auch zugefroren ist, was aber nicht so sehr stört, weil man durch die Motorhaube bei der Fahrt nicht so oft durchschauen muß.
Kondensation
Hallo,
abgesehen davon, daß Reif und Eis sich auch auf den Blechteilen
bildet ist der Vorgang als solcher wie folgt zu erklären:
Kondensation allg. findet immer dann statt, wenn der Taupunkt unterschritten wird (relative Luftfeuchte > 100%).
Reif ist ja nur gefrorenes Kondensat.
Kondensation an Oberflächen findet immer zuerst an den
kältesten Stellen statt (dort kühlt die feuchte Luft dann
unter taupunkt ab).
Kondensation an Flächen findet also bevorzugt statt,
wenn Flächen kälter sind als die Umgebung. Außerdem wirken
die Oberflächenrauhigkeiten und der Schmutz sicher auch als
Kondensationkerne.
Deshalb ist die Kondensation in den Morgenstunden am
stärksten, wenn die Umgebungstemp. wieder ansteigt und die
Fahrzeugteile auf Grund ihrer Wärmeträgheit eine niedrigere
Temp. haben als die umgebende Luft.
Entsprechend These 2. wird also eine Fläche bei Temperatur-
schwankungen stärker von Kondensation betroffen sein, wenn der
Körper dahinter eine hohe Wärmekapazität und einen hohen
Wärmeübergangswiderstand hat. Das trifft für die Scheiben eher
zu, als für das dünne Blech. Außerdem ist die Wärmeträgheit
des Motorblocks und anderer massiver Teile nicht zu
unterschätzen, was über einen längeren Zeitraum zur Erwärmung
von innen führt. Warme Luft im innern des Fahrzeugs würde
die Kondensation eher wirksam verhindern.
Dann ist auch ein physiologischer Effekt zu berücksichtigen.
Das Kondensat auf den Blechteilen ist nicht so auffällig und
stört beim Fahren nicht so, wie an den Scheiben.
Gruß Uwi
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