Hallo
Ich bin gerade beim Auswerten eines Experimentes zur Gefrierpunktserniedrigung.
Dabei sollten wir ein Reagenzglas mit Salzlösung und eins mit Wasser abkülen, im 5-Sekunden-Abstand messen und aus den Messdaten die Gefrierpunktserniedrigung ablesen (über längere Zeit konstanter Wert bzw. das nach einer Unterkühlung auftretende Maximum). Jetzt sollen wir den osmotischen Koeffizienten f nach folgender Formel ausrechnen:
ΔT = k(A) * ( m(B) / m(A) * M(B) ) * z(B) * f(B)
A ist das Wasser, B ist das gelöste Salz.
Die kryoskopische Konstante k von A, die Massen, die Molmasse von B und die Ionenzahl z von B sind bekannt.
Soweit ist alles klar.
Dann steht in der Anweisung:
Für die Masse m(A(s)) des unmittelbar nach Aufheben der Unterkühlung ΔTU abgeschiedenen festen Lösungsmittels gilt mit guter Näherung:
m(A(s)) * ΔFH = (m(A) + m(B)) * ΔTU * Cp
ΔFH ist die Schmelzenthalpie, Cp die Molwärme des Wassers.
Auch das leuchtet ein.
Doch jetzt steht da, dass in der Gleichung für ΔT die Masse des Wassers m(A) durch m(A)-m(A(s)) ersetzt werden muss.
Das würde ja bedeuten, dass der Gefrierpunkt durch die Unterkühlung weiter erniedrigt wird und dass demzufolge das Temperaturmaximum, welches nach Aufhebung der Unterkühlung auftritt, unter dem eigentlichen Gefrierpunkt liegt. Das kann ich mir aber nicht erklären. Wieso stellt sich nach Aufhebung einer (leichten) Unterkühlung nicht die Gefriertemperatur ein?
Johannes