Gefühl oder Tat

nützlich / unangemessen

ertragen zu können, dass
man etwas nicht (sofort) versteht und nicht hektisch nach
einer rationalen erklärung suchen.

yepp. find ich auch. das ist eine beneidenswerte eigenschaft.

aber zum thema: die tat allein zählt, sagst du?
aber die tat ist doch von der gesinnung nicht zu trennen.

genau das ist die frage - kann man nur isoliert die tat betrachten und die gesinnung ignorieren? oder muss man das in bestimmten situationen sogar tun, um überhaupt zu einer entscheidung fähig zu sein?

sondern das war als grundsatzfrage gemeint.
ich denke auch, dass wir, wenn wir aufgeben könnten,
pauschalen gut-und-böse-vorstellungen anzuhängen, viel
flexibler auf aktuelle situationen reagieren könnten.

jawoll, und ganz genau darum gehts mir: um das konsequente reagieren auf aktuelle situationen. mein ziel ist nicht, menschen in schubladen zu stecken und zu bewerten, sondern nur einzelne taten … und auf diese dann angemessen und konsequent und möglichst berechenbar zu reagieren. und genau dafür scheint mir die gesinnungsbetrachtung nicht angemessen zu sein, weil sie keine entscheidungsgrundlagen liefert und einer gewissen beliebigkeit und manipulierbarkeit unterworfen ist.

ich glaub, ich muss jetzt auch noch was zu meinen motiven sagen, wieso mir das thema überhaupt so wichtig ist:
das buch „die evolution der kooperation“ von r.axelrod beschäftigt sich mit der bewertung von verhaltensstrategien in einem sog. „iterierten gefangenendilemma“.
das fand ich recht interessant, da es auch rückschlüsse aufs tägliche leben zuläßt, und dabei bemerkenswerterweise weder moralische noch psychologische begründungen braucht.
eine der besten beschriebenen strategien war dabei eine, die „tit for tat“ hiess, diese lautet so in etwa: beginne immer freundlich und reagiere auf verletzende/„böse“ taten sofort konsequent mit bestrafung, sei aber nicht nachtragend.
das war jetzt mehr als verkürzt, gibt aber vielleicht eine leichte ahnung vom inhalt und den dadurch aufgeworfenen fragen.
meine frage dabei war nun:
wann ist eine tat als böse/schlecht/bestrafenswert zu beurteilen und wann nicht. und insbesondere: ist das kriterium dabei nur die tat oder auch die gesinnung.

salü
m.

hallo mastroh,
leider kenne ich das buch nicht, das du erwähnst.
vielleicht magst du ja mal ein konkretes beispiel daraus geben, an dem wir unsere frage mal „abarbeiten“ *g* könnten?

grüsse - k.

mir ging es in meinem letzten posting nur darum, meinen fokus darzustellen. die frage grundsätzlich und allgemeingültig oder anhand eines beispiels erschöpfend zu klären, ist nicht unbedingt mein ansatz. anregungen gabs hier genug, mehr erwarte ich auch gar nicht. ich fand den ansatz in dem buch ganz witzig und habe versucht, ihn auf meinen alltag zu beziehen.

beispiele für die thematik gibts z.b. unter http://www.gefangenendilemma.de/Frage/was_soll_das.htm
http://www.phillex.de/gefangen.htm

ciao
m.