kennt jemand das Gefuehl, ein Trauma erlitten zu haben, aber man kann sich an keins erinnern? Ich habe staendig das Gefuehl, mir ist in meiner Kindheit irgendetwas passiert, an das ich mich nicht erinnern kann und das mir verheimlicht wurde… das auessert sich bei mir dadurch, dass ich den Gedanken habe, mit irgendetwas nicht abschliessen zu koennen aber ich weiss einfach nicht, mit was? Eine unterdrueckte Erinnerung, ein Erlebnis, ich weiss es nicht, aber etwas plagt mich und ich finde keine Antworten.
Es gibt zur Zeit zwei Modediagnosen
Die eine heißt „Trauma“ und die andere "AD(H)S.
Dagegen snd „borderline“ und „Schleudertrauma“ so wie die Zeitung von gestern.
Gruß,
Branden
lass dich vom guten alten Branden nicht beirren,
dein Gefühl hat sicher nichts mit einer Modediagnose zu tun.
Ich kenne das gut, was du beschreibst. Ich habe bis zu meinem 25ten Lebensjahr ein Gefühl mit mir herumgetragen, dass irgendetwas in meiner Vergangenheit passiert war, das mein Inneres quält.
Dann hat meine Mutter endlich mal ausgepackt, was in meiner Kindheit lief und ich bekam eine Ahnung von dem, woraus dieses unbeschreibbare Gefühl entstand.
Dass du dich an kein Trauma erinnern kannst, ist ganz logisch. Da ein Kind derartige Erlebnisse noch nicht verarbeiten kann, werden sie i.d.R. sehr schnell ins Unterbewusstsein verschoben, sprich verdrängt.
Allerdings ist das Erlebnis ja stets in dir gespeichert und daher erscheint es dir nur als vages, undefinierbares Empfinden.
Ich bin der Überzeugung, du solltest diesem Gefühl trauen, es gibt m.E. keinen Grund, warum sich dein Körper/dein Geist derartiges „zurechspinnen“ sollte.
Ich wünsche dir viel Erfolg, dass es dir gelingt herauszufinden, was dir widerfahren ist! Ebenso viel Erfolg beim Verarbeiten.
vielen Dank, dass ich doch noch eine richtige Antwort bekomme…
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass mein Koerper/Geist sich sowas zurechtspinnt. Ich werde mal mit meiner Mutter reden und hoffe, endlich antworten zu bekommen.
Liebe Gruesse
sara
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mache dir aber nicht allzu viele Hoffnungen.
Wenn deine Mutter ahnungslos ist, wird sie dir nichts berichten können.
Wenn deine Mutter Mit-Verursacherin/-Wisserin des von dir als Trauma erlebten Ereignisses war, gibt es viele Gründe zu schweigen.
Und sei es nur das schlechte Gewissen.
Wenn du magst, schreib mal ne mail, was bei dem Gespräch heraus kam.
ich bin auch Gegnerin aller Modediagnosen und obwohl ich in einer Klinik mit Schwerpunkt AD(H)S arbeite, wirst du diese Diagnose von mir nie hören; auch zeigen die Kinder bei mir nie die diagnostizierten Auffälligkeiten, was m.E. für sich (mich ) spricht.
Genau auch darum nehme ich mir die Freiheit und frage dich (verwundert), wieso du meinst, eine junge Frau, die meint, dass ihr ein Trauma widerfahren sei, obliege einer Modediagnose?
Es ist ja nicht so, dass sie von ihren Eltern zum Arzt geschleppt wurde wg. z.B. depressiven Verhaltens und dieser die Diagnose „frühkindliches Trauma“ erstellt hat.
Vielmehr fühlt sie eine Schwere, ein Leid in ihrer Tiefe und sucht nach den Ursachen.
Wieso du, ausgerechnet als Psychologe, (sorry aber: mal wieder) derart von jeglicher Empathie verlassen wirst, verwundert mich zutiefst und daher möchte ich dich passend im Psychologie-Brett fragen:
Ist es denn die Langeweile der immer-wiederkehrenden Fälle, die dich zu derartigen Sprüchen hinreißt? Sind es die Sternchen von Ray, die dich stets für jeden noch so oberflächigen Spruch besegnen oder was ist es, was dich motiviert, Hilfesuchenden dumme Sprüche um die Ohren zu hauen, obwohl es dein Job ist, ihnen zu helfen?! (Ist w-w-w womöglich ein Ausgleich zu deiner Arbeit?)
Du weißt, ich bin dir wohlgesinnt,
meine Frage ist ernst,
liebe Grüße,
jeanne
Wenn deine Mutter ahnungslos ist, wird sie dir nichts
berichten können.
Wenn deine Mutter Mit-Verursacherin/-Wisserin des von dir als
Trauma erlebten Ereignisses war, gibt es viele Gründe zu
schweigen.
vielleicht gibts ja noch Außenstehende/Nachbarn/Verwandte die, offen angesprochen, mehr zu sagen haben…