Hallo, Ihr Wissenden!
Mir ist in den letzten Wochen furchtbar viel passiert, zuviel, als das ich noch mit dem Verarbeitem hinterherkäme (Trennung vom Freund, der mich betrogen hat, email von meinem Vater, zu dem ich seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte und dem es jetzt sehr schlecht geht uvm).
Normalerweise bin ich sehr emotional und habe immer einen intensiven Draht zu meinen Gefühlen. Das Problem ist Folgendes: Ich habe seit Wochen das Gefühl, einfach zuzumachen und meine Gefühle wegzusperren. Ich kann mit der Realität, wie sie ist, nicht umgehen, fühle mich im falschen Film, in einem Alptraum, und funktioniere nur noch. Nichts kommt richtig an mich ran. Alles fühlt sich falsch an und scheint mich gar nicht zu betreffen. Ich stehe neben mir und bin Statist in meinem eigenen Leben…Ich kann auch nicht weinen, seit Wochen nicht.
Darauf haben mich auch Freunde schon angesprochen, daß sie das Gefühl haben, daß ich die Realität bzw. den Bezug zur Realität verliere.
Ich kenne mich so nicht, kann aber auch nicht raus.
Jetzt habe ich Angst vor dem „dicken Ende“, dem Moment, in dem alles zusammenbricht bzw. über mich hereinbricht und wirklich ankommt.
Ist das eine normale Verarbeitungsstrategie? Wie kann ich wieder „zu mir“ kommen? Kennt Ihr dieses „Gefühle unter Glas“-Syndrom? Und was kann ich dagegen tun? Wie kann ich das, was passiert ist, wirklich verarbeiten?
Danke im Voraus für Eure Antworten!