Hallo,
ich habe eine Bekannte die sehr großen "Gefühlsschwankungen unterliegt.
Mehrere Tage hintereinander ist sie supernett und freundlich, und dann plötzlich von einem auf den anderen Tag setzt sie ein „Motzgesicht“ auf, ist extrem aggressiv und macht Schuldzuweisungen. Sie wirkt dann auch depressiv.
Zwei bis drei Tage später ist plötzlch wieder alles wie weggeblasen und sie ist wieder freundlich und nett. Dies tritt abwechselnd schon seit ein-bis zwei Jahren auf, scheint aber in letzter Zeit schlimmer zu werden und die Phasen der „Depression“ scheinen länger anzudauern.
in Freund, der sie auch kennt, meint manchmal:„Sie ist wie Dr. Jacqueline und Mrs. Hyde.“
Auch hat er die Befürchtung daß es eine Vorstufe für eine psychische Erkrankung wie Schizophrenie oder manisch-depressives Verhalten sein könnte.
Was denkt ihr?
Liebe Grüße,
Ralf
Hallo,
ich habe eine Bekannte die sehr großen "Gefühlsschwankungen
unterliegt.
eine solche Bekannte habe ich auch. Nur können die Stimmungsschwankungen innerhalb von Stunden und Minuten vorsichgehen. Die Gute wirkt wie ausgewechselt.
Das Beschriebene muß kein Zeichen für eine psychische Störung oder von Frühzeichen sein (sogenannte Prodromalsymptome). Notwendig für Ersteres wäre ja, daß die Person leidet bzw. erhebliche psychosoziale Beeinträchtigungen durch ihre Stimmungsschwankungen erleidet. Dennoch ist es richtig, daß solche Stimmungsschwankungen bei einer Reihe von Störungen auftreten können, insbesondere bei affektiven Störungen (z.B. bei der rezidivierenden kurzen depressiven Störung oder bei der Zyklothymie) und auch bei Persönlichkeitsstörungen (z.B. Borderline Persönlichkeitsstörung). Es kann aber auch alles im Rahmen des „Normalen“ sein. Also bitte nicht mit den Störungsnamen als „Diagnose“ herumlaufen.
Beste Grüße