Gegen Falschaussagen v. Jugendamt zur Wehr setzen?

Liebe Leser,
seit einem Jahr schlage ich mich mit Anschuldigungen und Vorwürfen herum, die aufgrund der falschen aktenkundigen Äußerungen von Jugendamtsmitarbeitern gegen mich erhoben werden. Ich muss etwas ausholen:

Fast drei Jahre lang betreuten mein Mann und ich zwei kleine türkische Mädchen als Adoptionspflegekinder. Aufgrund eines Amtshilfeersuchens durch das JA in B. kamen wir aus dem Nachbarkreis, sogar Nachbarland für die Pflegschaft in Betracht. Zuständig für uns war die Adoptionspflege des JA in N., das JA in B. für die Kinder. Die Vormundschaft blieb auch in B. Nach zweieinhalb Jahren stand die Adoption nicht mehr zur Debatte, da die leibl. Mutter die Kinder nicht freigab, allerdings Kontakte nie hatte und nicht anstrebte. Somit musste N. uns abgeben, die Zuständigkeit für uns wechselte zum JA nach P., die der Kinder blieb in B. Ein halbes Jahr lang hatten wir keinen Hausbesuch, keine Überprüfung. Die wenigen Kontakte zur Sachbearbeiterin Frau J. wegen Formalitäten gingen von uns aus. Mit Frau J. hatten wir Jahre zuvor in der Pflegeelternbewerbungsphase zu tun und spürten immer wieder persönliche Abneigung. Da sie auch stets betonte, dass der Kreis kaum zu vermittelnde Kinder habe und uns empfahl zur Adoptionspflege zu wechseln, gingen wir diesen Weg.
Das jüngere 5 jährige Mädchen verletzte sich 2009 im März an der Hand. Unbewerkt fingerte sie eines Tages mit ABC-Salbe (Wärmesalbe/Sportsalbe) herum, so dass sich an einem Fingerglied nach dem abendlichen Händewaschen mit warmem Wasser ein Bläschen entwickelte. Schmerzen zeigte sie nicht. Da sie nachts dran pulte, war die Stelle morgens größer geworden. Da sie rein intellektuell die Ursache kausal nicht auf die Salbe beziehen konnte, erzählte sie natürlich im KIGA, Mama sei das gewesen beim Händewaschen. Tags darauf wurden mein Mann und ich zum JA P. geladen - und uns wurde klar gemacht, dass die Kinder in naher Zukunft zur Mutter zurück sollen und wir die Kinder bald abgeben sollen. Wir sollten darüber nachdenken. Zudem hatte ich über Ostern eine Kur für 3 Wochen beantragt (muss beim JA angezeigt werden), was berufliche Gründe hatte. Eine Woche später hatten wir erneut einen Termin im JA vereinbart. Dort teilte man uns mit, dass wir die Kinder nicht mehr mit nach Hause bekommen. Sie würden jetzt schnell von uns entwöhnt werden. Die Kinder würden zu unserem Schutz herausgenommen, weil wir sonst nicht mehr zur Ruhe kämen. Die Öffentlichkeit eben. Es habe nämlich einen Anruf bei der Polizei gegeben wegen Vernachlässigung der Aufsichtspflicht. Ich muss hier betonen, dass wir als Familie zusammengewachsen waren, die Mädchen geliebt und geherzt und wie unsere eigenen Kinder erzogen wurden, sozial integriert, fröhlich und zufrieden waren . Wir konnten uns kaum verabschieden von den Mädchen, waren alle so überrumpelt und entsetzt und hatten keine Kraft zur Gegenwehr. Kontakte blieben uns verwehrt - wegen der Entwöhnung zum Wohle der Kinder…

Über ein Jahr später musste ich mich (mein Mann nicht)wegen einer Strafanzeige zur Wehr setzen: Misshandlung von Schutzbefohlenen. Meine Strafverteidiger las mir nur auszugsweise aus der Ermittlungsakte vor. Die ABC-Salbe tauchte als mögliche Ursache für das Bläschen nirgends auf. Ich soll die Kinderhände mit brühendem Wasser verbrannt haben! Während der Ermittlung bin ich nicht ein einziges Mal befragt worden, weder von der Polizei, noch vom Staatsanwalt. Nach einer Befragung der Kinder über ein Jahr nach der Herausnahme wurde das Verfahren eingestellt - gegen Zahlung von 500 € an einen gemeinnützigen Zweck. Mein Anwalt riet mir dringend dazu, weil Recht haben und Recht kriegen in Dt. zwei verschiedenen Dinge sind, obwohl sich in mir alles sträubte.

Dann schloss sich eine Schmerzensgeldforderung an von 1000 € mit gleichem Vorwurf der absichtlichen Verbrühung, angeschoben durch eine Tante der Kinder und einen neuen Vormund. Ich nahm mir einen gepriesenen Fachanwalt, „dem es nur so zwischen den Fingern juckte“ weil das JA so unglaublich handelte. Von ihm erhielt ich die Kopie der Ermittlungsakte und stieß Seite für Seite auf offensichtliche Falschaussagen:
Strafanzeige: Zeitpunkt der „Misshandlungen“ Nov./Dez. 2009 - da lebten die Kinder schon über ein halbes nicht mehr bei uns. An die Tante der Kinder sind vertrauliche Informationen über uns als Pflegeeltern gegeben worden, obwohl es ausdrücklich eine Incognitopflege war mit Auskunftssperre gegenüber Dritten. Frau J. behauptete gegenüber der Polizei, unserem Bewerberantrag als Pflegeeltern sei im Landkreis nicht stattgegeben worden. Es ist von offensichtlicher Überforderung die Rede - und von „Zuständen“ in der Pflegefamilie, die psychologisch mit den Kindern aufgearbeitet werden müssen. Die unseren Entwicklungsberichten entnommenen Maßnahmen zur Erziehung und Entwicklung wurden aus dem Zusammenhang gerissen, so dass sie sich furchtbar lesen. Menschen an unserer Seite, wie die JA-Mitarbeiterin aus N. oder unsere langjährige Frühförderin werden als befangen dargestellt, so dass sie nicht befragt wurden, u.s.w.
An uns wird kein gutes Haar gelassen. Entlastendes fehlte: die ABC-Salbe taucht nicht auf. Diverse Gutachten,die wir haben, sind nicht beigefügt. Und es fehlt der angebliche Anruf bei der Polizei.
Da ich alles Negative widerlegen konnte, glaubte ich, nun rehabilitiert werden zu können. Mein Anwalt verneinte: Ich selbst hätte das warme Wasser zum Händewaschen eingebracht. Was nun nicht in der Ermittlungsakte steht, hätte keinen Einfluss mehr auf Weiteres. Die Lügen des JA müssten in einem anderen Verfahren aufgerollt werden, eine Rehabilitation aber kaum zu erreichen. Der Anwalt riet mir zur Zahlung von 300 €, wenn dafür die Gegenseite bestätigt, dass nun alle Forderungen aus dem Pflegschaftsverhältnis abgegolten sind. Ich zahlte auf sein Anraten, fügte aber hinzu, dass ich das nur tue, weil es mir leid tut, dass das Kind an die ABC-Salbe gelangte und sich dadurch verletzte (lt. Beipackzettel kommt es sogar häufig vor). Das Schreiben der Gegenseite war wieder ein Schock: Eine Erklärung wie gefordert könne man nicht abgeben, das insbesondere über das 18te Labensjahr hinaus materielle und immaterielle Schäden nicht einschätzbar sind. Freibrief??? Mein Anwalt nahm das hin.
Ich bemühte mich mit meinem Mann um ein Gespräch mit unserem JA. Zuvor schrieb ich eine 19seitige Stellungnahme, in der ich mich zu allen Anschuldigungen äußerte und gegenteilige Beweise auflistete. Zum Gespräch nahmen wir 2 Zeugen mit: Es wurde klar, dass Ja-Chef und Leiterin des sozialen Dienstes angeblich nichts von den angestrebten Verfahren wussten. Man stellte sich aber hinter die Mitarbeiter: Diese hätten ja nicht unter Eid ausgesagt und müssten auch nichts Positives über uns berichten. Dem Vormund sei man auch nicht weisungsberechtigt - nur ein Gericht. Und die Kinder seien zu unserem Schutz aus der Familie genommen worden. Und man würde uns nach Antrag Akteneinsicht in die JA-Akte gewähren - wir würden uns wundern - und es sei darin alles genauso protokolliert wie von den JA-Mitarbeitern ausgesagt. Ich zweifelte das an.
Vier Wochen nach Antragstellung erhielten wir zwei langfristige Termine, eine Woche später wurden diese zurückgezogen. Formlose Begründung, dass das Rechtsamt festgestellt habe, dass Rechte Dritter geschützt werden sollten. Auf einen rechtskräftigen Bescheid würden wir warten müssen. Nach 3 Wochen haben wir noch nichts in der Hand.

Zwischenzeitlich bat ich einen Landtagsabgeordneten mit der Prüfung des Falls unter dem Gesichtspunkt der Demokratie, denn so kann man nicht mit Menschen umgehen. Mittlerweile weiß auch ich, dass JÄ in Dt. keiner Fachaufsichtsbehörde unterliegen und mit unglaublicher Macht ausgestattet eigenverantwortlich agieren dürfen. Es gibt unzählige unglaubliche Fälle. Mal sehen, was und ob sich von der Politik her etwas bewegen lässt.

Ich möchte aber nun eine Dienstaufsichtsbeschwerde schreiben. Auch zu einer Strafanzeige wegen Falschaussagen im Amt böte sich an - zu letzterer riet man mir im Familien-,Freundes- und Bekanntenkreis, weil dort alle so entsetzt und enttäuscht sind über dies Willkür, der die Kinder und wir zum Opfer gefallen sind.
Ich möchte etwas tun. Was aber ist der sicherere Weg? Mittlerweile haben wir viel Geld verloren für Anwälte und ungerechtfertigte Zahlungen und möchten nicht wieder eine neue Baustelle auftun, die unser Geld kostet. Ich bitte so sehr um euern Rat.

Lieben Gruß
Goline

Wenn ich Ihnen Helfen könnte würde ich sofort tun. Leider weiß ich keine Antwort auf Ihren Fall.
lg. Irmgard Noll

Hallo Goline,

das verschlägt mir die sprache, wass ich da gelesen habe. Aber sowas kenne ich auch.Das JA in meinem Bundesland reagiert auf intelligente „Mütter“ äusserst allergisch. Aber bei „Vätern“ die Ja-Sager sind halten die schützend die Hände über den Kopf.

Ich kann dir nur eines raten… mag ein schritt sein, denn du nicht willst, wegen der Kinder, aber du wirst langfristig gegen die Mühlen des JA-Apperats nichts ausrichten können. Es gibt einen Spruch der lautet… erst kommt das JA dann kommt Gott!

Hier geht es schon lange nicht mehr um die Kinder, sondern nur noch um die Machtposition des JA!

Außerdem geht es hier um deinen Ruf! Der so massiv durch geschädigt wurde. Die Kinder wirst du nie mehr wieder sehen, es sei denn du wehrst dich und zwar über die Öffentlichkeit.

Ich habe da eine Idee…

Auf Sat1 Dienstag 22:15 Akte 20.11 auf der Webseite dieser Sendung befindet sich ein „Notruf“ Knopf (Button) diesen klicken und dann deine Sache schildern.
Ich kann mir gut vorstellen, dass die Readaktion sich bei dir melden wird.

Wäre nett wenn du dich dann noch mal bei mir melden würdest.
LG Deern50

Hallo deern50,

danke für die Antwort. Ja, ich weiß, es gibt da schon so viele schlimme Fälle. Ich hätte es nie für möglich gehalten, wenn ich nun nicht selbt betroffen wäre. Man denkt da immer: Da muss doch was gewesen sein. So einfach macht sich ein Amt das nicht. Aber weit gefehlt.
Fernsehen einschalten, das haben mir schon manche geraten, aber ich bin im öffentlichen Dienst und ich weiß nicht, ob mir das noch mehr schaden kann als nützen. Ich behalte es aber im Kopf, und wenn gar nichts geht, dann muss ich diesen Schritt wagen.

Ich habe zu Anwälten nach meinen beiden Erfahrungen kein Vertrauen mehr. Erst hieß es bei beiden, da wird gegen vorgegangen, das JA kann sich eine Pfeife anzünden,… Als sie aber das Mandat hatten - und somit das Geld, wurden sie immer leiser und wollten nur noch auf einen Vergleich aus. Bin so enttäuscht - und eben auch nicht gut beraten worden.

Lieben Gruß
Goline

Liebe Frau Noll, sind Sie die Frau Noll, die das Blümchenbuch über Pit gelesen hat? Ich bin Pits Mama.
LG K.Lockenvitz

Wenn ich Ihnen Helfen könnte würde ich sofort tun. Leider weiß
ich keine Antwort auf Ihren Fall.
lg. Irmgard Noll

Ich wüsste nicht das ich ein Blümchenbuch gelesen habe.
lg. Irmgard Noll

Weiss darauf leider auch keine Antwort ,denn wir habben seit ca.4 jahren ähnliche probleme mit dem JA.Es begann damit,das unser grösser angeblich unterernährt wäre und ging bis angeblicher Morddrohung gegen ihn ,bis hin,as ich anmgeblich auf offener Strasse gesehen worden wäre,wie ich mein Sohn geprügelt hätte(war seit dem Vorabend bis 2 Tage später ca.400km weg von meinem Sohn).Wurde deswegen auch angezeigt und Polizei hat aufgrund der Beweise und zeugen,die ich hatte zu den Akten gelegt.Seit dem Tage kommt das JA ständig mit neuen und alten Anschuldigungen angerannt.Trotz aller Beweise,die die Behauptungen immer wieder widerlegen und das Familiengericht die Anträge des Jugendamtes immer wieder zurück weist,geben die nicht auf.Wie schon gesagt,das geht schon mehrere Jahre so und das auf dem Rücken eines 100 % schwerbehinderten kindes.
Ich find es auch zum ko…das die keinem Rechenschaft abgeben müssen

Hallo Goline,

diese Angelegenheit ist zu 100% reif für die Medien!!!
Eine Dienstaufsichtsbeschwerde nützt nichts. Die bekommt der Vorgesetzte der Jugendamtstante. Da brauchst eine Fachaufsichtsbeschwerde, und die sendest an die entsprechende Regierung und zugleich an das Familienministerium. Ich hatte mal einen 4 Seiten langen Brief per Email an alles was Rang und Namen hatte, geschickt. An verschiedene Politiker, Bürgermeister und Bundesländer. Das kostet nichts und geht schnell!
Ich hatte damals (vor 5 Jahren) plötzlich einen Anruf und ein Schreiben erhalten. Da wurde ich gefragt, wer darüber alles bescheid weiß. Ich gab zur Antwort: Ganz Deutschland und dass ich es in verschiedene Sprachen übersetzt an andere Länder geschickt hatte. Schon bekam ich nach knappe zwei Wochen Hilfe…
Mach es einfach und glaubt an ERFOLG…!!!
Ihr schafft es!!!

Beste Grüße
brasil pit

sorry ich wahr nicht in hamburg
Liebe Leser,
seit einem Jahr schlage ich mich mit Anschuldigungen und
Vorwürfen herum, die aufgrund der falschen aktenkundigen
Äußerungen von Jugendamtsmitarbeitern gegen mich erhoben
werden. Ich muss etwas ausholen:

Fast drei Jahre lang betreuten mein Mann und ich zwei kleine
türkische Mädchen als Adoptionspflegekinder. Aufgrund eines
Amtshilfeersuchens durch das JA in B. kamen wir aus dem
Nachbarkreis, sogar Nachbarland für die Pflegschaft in
Betracht. Zuständig für uns war die Adoptionspflege des JA in
N., das JA in B. für die Kinder. Die Vormundschaft blieb auch
in B. Nach zweieinhalb Jahren stand die Adoption nicht mehr
zur Debatte, da die leibl. Mutter die Kinder nicht freigab,
allerdings Kontakte nie hatte und nicht anstrebte. Somit
musste N. uns abgeben, die Zuständigkeit für uns wechselte zum
JA nach P., die der Kinder blieb in B. Ein halbes Jahr lang
hatten wir keinen Hausbesuch, keine Überprüfung. Die wenigen
Kontakte zur Sachbearbeiterin Frau J. wegen Formalitäten
gingen von uns aus. Mit Frau J. hatten wir Jahre zuvor in der
Pflegeelternbewerbungsphase zu tun und spürten immer wieder
persönliche Abneigung. Da sie auch stets betonte, dass der
Kreis kaum zu vermittelnde Kinder habe und uns empfahl zur
Adoptionspflege zu wechseln, gingen wir diesen Weg.
Das jüngere 5 jährige Mädchen verletzte sich 2009 im März an
der Hand. Unbewerkt fingerte sie eines Tages mit ABC-Salbe
(Wärmesalbe/Sportsalbe) herum, so dass sich an einem
Fingerglied nach dem abendlichen Händewaschen mit warmem
Wasser ein Bläschen entwickelte. Schmerzen zeigte sie nicht.
Da sie nachts dran pulte, war die Stelle morgens größer
geworden. Da sie rein intellektuell die Ursache kausal nicht
auf die Salbe beziehen konnte, erzählte sie natürlich im KIGA,
Mama sei das gewesen beim Händewaschen. Tags darauf wurden
mein Mann und ich zum JA P. geladen - und uns wurde klar
gemacht, dass die Kinder in naher Zukunft zur Mutter zurück
sollen und wir die Kinder bald abgeben sollen. Wir sollten
darüber nachdenken. Zudem hatte ich über Ostern eine Kur für 3
Wochen beantragt (muss beim JA angezeigt werden), was
berufliche Gründe hatte. Eine Woche später hatten wir erneut
einen Termin im JA vereinbart. Dort teilte man uns mit, dass
wir die Kinder nicht mehr mit nach Hause bekommen. Sie würden
jetzt schnell von uns entwöhnt werden. Die Kinder würden zu
unserem Schutz herausgenommen, weil wir sonst nicht mehr zur
Ruhe kämen. Die Öffentlichkeit eben. Es habe nämlich einen
Anruf bei der Polizei gegeben wegen Vernachlässigung der
Aufsichtspflicht. Ich muss hier betonen, dass wir als Familie
zusammengewachsen waren, die Mädchen geliebt und geherzt und
wie unsere eigenen Kinder erzogen wurden, sozial integriert,
fröhlich und zufrieden waren . Wir konnten uns kaum
verabschieden von den Mädchen, waren alle so überrumpelt und
entsetzt und hatten keine Kraft zur Gegenwehr. Kontakte
blieben uns verwehrt - wegen der Entwöhnung zum Wohle der
Kinder…

Über ein Jahr später musste ich mich (mein Mann nicht)wegen
einer Strafanzeige zur Wehr setzen: Misshandlung von
Schutzbefohlenen. Meine Strafverteidiger las mir nur
auszugsweise aus der Ermittlungsakte vor. Die ABC-Salbe
tauchte als mögliche Ursache für das Bläschen nirgends auf.
Ich soll die Kinderhände mit brühendem Wasser verbrannt haben!
Während der Ermittlung bin ich nicht ein einziges Mal befragt
worden, weder von der Polizei, noch vom Staatsanwalt. Nach
einer Befragung der Kinder über ein Jahr nach der Herausnahme
wurde das Verfahren eingestellt - gegen Zahlung von 500 € an
einen gemeinnützigen Zweck. Mein Anwalt riet mir dringend
dazu, weil Recht haben und Recht kriegen in Dt. zwei
verschiedenen Dinge sind, obwohl sich in mir alles sträubte.

Dann schloss sich eine Schmerzensgeldforderung an von 1000 €
mit gleichem Vorwurf der absichtlichen Verbrühung, angeschoben
durch eine Tante der Kinder und einen neuen Vormund. Ich nahm
mir einen gepriesenen Fachanwalt, „dem es nur so zwischen den
Fingern juckte“ weil das JA so unglaublich handelte. Von ihm
erhielt ich die Kopie der Ermittlungsakte und stieß Seite für
Seite auf offensichtliche Falschaussagen:
Strafanzeige: Zeitpunkt der „Misshandlungen“ Nov./Dez. 2009 -
da lebten die Kinder schon über ein halbes nicht mehr bei uns.
An die Tante der Kinder sind vertrauliche Informationen über
uns als Pflegeeltern gegeben worden, obwohl es ausdrücklich
eine Incognitopflege war mit Auskunftssperre gegenüber
Dritten. Frau J. behauptete gegenüber der Polizei, unserem
Bewerberantrag als Pflegeeltern sei im Landkreis nicht
stattgegeben worden. Es ist von offensichtlicher Überforderung
die Rede - und von „Zuständen“ in der Pflegefamilie, die
psychologisch mit den Kindern aufgearbeitet werden müssen. Die
unseren Entwicklungsberichten entnommenen Maßnahmen zur
Erziehung und Entwicklung wurden aus dem Zusammenhang
gerissen, so dass sie sich furchtbar lesen. Menschen an
unserer Seite, wie die JA-Mitarbeiterin aus N. oder unsere
langjährige Frühförderin werden als befangen dargestellt, so
dass sie nicht befragt wurden, u.s.w.
An uns wird kein gutes Haar gelassen. Entlastendes fehlte: die
ABC-Salbe taucht nicht auf. Diverse Gutachten,die wir haben,
sind nicht beigefügt. Und es fehlt der angebliche Anruf bei
der Polizei.
Da ich alles Negative widerlegen konnte, glaubte ich, nun
rehabilitiert werden zu können. Mein Anwalt verneinte: Ich
selbst hätte das warme Wasser zum Händewaschen eingebracht.
Was nun nicht in der Ermittlungsakte steht, hätte keinen
Einfluss mehr auf Weiteres. Die Lügen des JA müssten in einem
anderen Verfahren aufgerollt werden, eine Rehabilitation aber
kaum zu erreichen. Der Anwalt riet mir zur Zahlung von 300 €,
wenn dafür die Gegenseite bestätigt, dass nun alle Forderungen
aus dem Pflegschaftsverhältnis abgegolten sind. Ich zahlte auf
sein Anraten, fügte aber hinzu, dass ich das nur tue, weil es
mir leid tut, dass das Kind an die ABC-Salbe gelangte und sich
dadurch verletzte (lt. Beipackzettel kommt es sogar häufig
vor). Das Schreiben der Gegenseite war wieder ein Schock: Eine
Erklärung wie gefordert könne man nicht abgeben, das
insbesondere über das 18te Labensjahr hinaus materielle und
immaterielle Schäden nicht einschätzbar sind. Freibrief???
Mein Anwalt nahm das hin.
Ich bemühte mich mit meinem Mann um ein Gespräch mit unserem
JA. Zuvor schrieb ich eine 19seitige Stellungnahme, in der ich
mich zu allen Anschuldigungen äußerte und gegenteilige Beweise
auflistete. Zum Gespräch nahmen wir 2 Zeugen mit: Es wurde
klar, dass Ja-Chef und Leiterin des sozialen Dienstes
angeblich nichts von den angestrebten Verfahren wussten. Man
stellte sich aber hinter die Mitarbeiter: Diese hätten ja
nicht unter Eid ausgesagt und müssten auch nichts Positives
über uns berichten. Dem Vormund sei man auch nicht
weisungsberechtigt - nur ein Gericht. Und die Kinder seien zu
unserem Schutz aus der Familie genommen worden. Und man würde
uns nach Antrag Akteneinsicht in die JA-Akte gewähren - wir
würden uns wundern - und es sei darin alles genauso
protokolliert wie von den JA-Mitarbeitern ausgesagt. Ich
zweifelte das an.
Vier Wochen nach Antragstellung erhielten wir zwei
langfristige Termine, eine Woche später wurden diese
zurückgezogen. Formlose Begründung, dass das Rechtsamt
festgestellt habe, dass Rechte Dritter geschützt werden
sollten. Auf einen rechtskräftigen Bescheid würden wir warten
müssen. Nach 3 Wochen haben wir noch nichts in der Hand.

Zwischenzeitlich bat ich einen Landtagsabgeordneten mit der
Prüfung des Falls unter dem Gesichtspunkt der Demokratie, denn
so kann man nicht mit Menschen umgehen. Mittlerweile weiß auch
ich, dass JÄ in Dt. keiner Fachaufsichtsbehörde unterliegen
und mit unglaublicher Macht ausgestattet eigenverantwortlich
agieren dürfen. Es gibt unzählige unglaubliche Fälle. Mal
sehen, was und ob sich von der Politik her etwas bewegen
lässt.

Ich möchte aber nun eine Dienstaufsichtsbeschwerde schreiben.
Auch zu einer Strafanzeige wegen Falschaussagen im Amt böte
sich an - zu letzterer riet man mir im Familien-,Freundes- und
Bekanntenkreis, weil dort alle so entsetzt und enttäuscht sind
über dies Willkür, der die Kinder und wir zum Opfer gefallen
sind.
Ich möchte etwas tun. Was aber ist der sicherere Weg?
Mittlerweile haben wir viel Geld verloren für Anwälte und
ungerechtfertigte Zahlungen und möchten nicht wieder eine neue
Baustelle auftun, die unser Geld kostet. Ich bitte so sehr um
euern Rat.

Lieben Gruß
Goline