Hi,
Was würde eigentlich schwerer wiegen: die Schwerbehinderung
bei einer Beamtin, die nicht den geringsten finanziellen
und/oder berufliche Vorteil von der neuen Stelle hat, oder die
Tatsache, dass die anderen Bewerbern Kinder haben und fast
alle Alleinverdiener sind, also auf den höheren Verdienst
angewiesen sind ?
Ich weiß nicht wie in Eurer Behörde gedacht wird, aber erstmal zählt wohl die beste Qualifikation, Erfahrung, Alter, Sozialkompetenz, Betriebszugehörigkeit vielleicht noch.
Inwieweit für euren Personalchef die „sozialen“ Kriterien eine
Rolle spielen, ist wohl eher subjektiv. Objektiv würde ich nicht
danach gehen, ob jemand auf das Gehalt „angewiesen“ ist.
Vielleicht braucht die schwerbehinderte Frau ein neues Hörgerät?
Das ist auch nicht gerade billig, wie ich gerade aus engstem Familienkreise erfahren habe. Da sind schnell einige Tausender fällig.
Meinem Arbeitgeber ist es schnurzpiepe, wer wieviel Kinder hat
und wie seine Angestellten mit dem Gehalt zurechtkommen. Zuerst
kommt die Leistung und das Fachwissen und dann lange nichts…
Woher willst Du wissen, daß die schwerbehinderte Kollegin
keinen Vorteil an der neuen Stelle hat? Wenn sie sich nichts
davon versprechen würde, würde sie sich ja nicht darum bewerben, oder?
Gehen wir davon aus, dass die schwerbehinderte Dame keine
Kinder hat, der Ehemann ebenfalls als Beamter im öff. Dienst
tätig ist und beide ganztags arbeiten.
Das sollte keine Rolle spielen. Hier geht es um eine Position und nicht darum, was der Ehepartner verdient und wieviele Kinder zu versorgen sind.
Aber es ist nur meine Meinung - ich habe bis auf ein Praktikum
nie im öffentlichen Dienst gearbeitet.