hi j…,
ich weiss auch nur, veränderungen machen wie viele andere dinge menschen oft angst, und je älter man wird, desto anhänglicher sind
oft wohl die menschen in sachen gewohnheit.
aber im gegensatz zu dir betrachte ich weder sms, noch den netzjargon oder auch das ständige sprechen unter lauter angelezismen als eine veränderung die angst macht.
insofern kann man sicher nicht behaupten dass jede ablehnung oder kritik an vermeindlich neuen dingen gleichzeitig mit angst behaftet ist.
bin ein gutes beispiel*g:
im falle der sms kann ich pers. sagen - es nervt mich einfach -
vor allem wenn es mehrzeiler sind oder die anfrage eine antwort erfordert die mehr als 5 worte hat…
zwischenzeitlich geht mir das handy insgesamt derart auf den keks,
dass ich schon geraume zeit das handy gar nicht mehr mitnehme wenn
ich wo bin - es sei denn ich erwarte etwas bestimmtes oder halte es
von mir aus für sinnvoll - sprich - ich sehe keinen sinn mehr darin
von dem scheissding mein leben bestimmen zu lassen.
lästig ist also das richtige wort - mit angst hat es null zu tun.
netzsprache nervt weil ich sie nicht verstehe und man dann gleich türkisch reden kann - wobei man damit ja nun nicht ständig konfrontiert wird, also schalte ich hier auf durchzug…
tja und dann das leidige thema der angelezismen - ich unterscheide hier in begriffe die es im deutschen so nicht gibt - die also eine wortreiche umschreibung erfordern würden - das ist ok.
aber es ist doch schon arm wenn jemand nicht mehr in der lage ist einen zusammenhängenden satz zu sagen ohne die anwendung von cool, hip, hipe,
blabla… meeting ist ok, brainstorming auch aber irgendwo wirds dann zuviel finde ich - habe das gefühl vor mir steht ein wortkrüppel - falls du verstehst was ich meine.
die kunst der muttersprache ist sich auch in ihr auszudrücken -
das ist mal meine ableitung eines satzes von*weissnimmer* - der sich vor laaaaaaanger zeit zur übermässigen verwendung von fremdworten geäussert hat - als ich das lass war ich 17 und selbst eine die nichts mehr sagen konnte ohne permanente benutzung von div. fremdworten - d.h., der normalsterbliche konnte mich gar nicht mehr verstehen.
das aber kann ja nicht der sinn der sache sein…
in folge dessen glaube ich wirklich, viele die nur noch wenige deutsches „sprachgut“ verwenden, sich sonst im englischen bewegen aber immer noch erwarten verstanden zu wollen kompensieren etwas - man will weltmännisch wirken oder besonders anders im schlimmsten falle gar gebildeter*
ich habe nun sicher das thema ein stück weit verfehlt was deine konkrete frage betrifft - nur halte ich es für nicht unwesentlich gerade im zusammenhang mit deiner frage - eben nicht in schubladen
zu denken und in manchen fällen mag es gar eine mischung sein.
meine eltern haben handys, hassen sie aber wie die seuche - weil sie damit nicht so gut umgehen können - benutzen sie aber auf reisen wie
eben ein normales telefon - das langt ja.
deinen worten zufolge müsste ich ja jede funktion eines handys anwenden und immer nach dem neusten suchen, sonst wäre ich ängstlich…
ich würde mal sagen, ich bin einfach nur gesund was das betrifft, will nicht der sklave meines handys werden sowie ich auch nicht jede funktion meines rechners benutze - weil es eben nicht nötig ist.
man braucht z.b kein megagrafikprogramm wenn man nie verwendung dafür hat.
ergo - sind 2 dinge mind. die hinter - brauche ich nicht, will ich nicht, nervt mich - stecken können…
im gegenzug stellt sich für mich die frage - wieso kann es nicht veränderungen geben die das gute des alten nicht zwangsläufig ausmerzen? - z.b die deutsche sprache?
LG
nina