Gegenpol von autistisch

In einer Fernsehsendung wurde die These vertreten, es gäbe eine männliche und eine weibliche Disposition des Gehirns. Dessen Funktion würde bereits in der Embryonalphase durch Sexualhormone geschlechtsspezifisch „konfektioniert“.

Wenn nun des Guten zuviel passiert und das Testosteron überdosiert wird, kann Autismus entstehen. Dieser sei sozusagen die extremste Form der männlichen Hirn-Disposition.

Ich unterstelle mal, das stimmt (schließlich hat das ein leibhaftiger Professor gesagt, und dazu noch im Fernsehen :wink: ), dann stelle ich mir die Frage: Gibt es auch eine extrem weibliche Hirn-Disposition und wie sieht die aus ?

Hallo!

Ich „rate“ mal, dass das in den Bereich der histrionischen (hysterischen) Persönlichkeit geht

VG, Stefan

Moin, Klaus,

Autismus ist bislang noch ziemlich unverstanden, deswegen finde ich die Behauptung, das Testosteron sei schuld, reichlich gewagt.

Eine der Hypothesen geht davon aus, dass Autisten nicht in der Lage sind, die Gefühle ihres Gegenübers wahrzunehmen. Es gibt ja Menschen, die vor lauter Einfühlsamkeit ihr eigenes Leben nicht geregelt bekommen, mir ist aber kein Name für dieses Verhalten bekannt.

Gruß Ralf

ps: Nicht grüßen lässt auf eine leicht autistische Veranlagung schließen :wink:

Hallo Ralf

Eine der Hypothesen geht davon aus, dass Autisten nicht in der
Lage sind, die Gefühle ihres Gegenübers wahrzunehmen. Es gibt
ja Menschen, die vor lauter Einfühlsamkeit ihr eigenes Leben
nicht geregelt bekommen, mir ist aber kein Name für dieses
Verhalten bekannt.

Ich denke, es muss dazu auch erstmal definiert werden, was autistisch ist.
ZB kann ja Autismus bzw Asperger Syndrom zusammen mit ADS auftreten
Die Frage ist jetzt, ob es auch zusammen mit ADHS auftreten kann höchstinteressant

Ich selbst bin leider ein gefühlsblinder Mensch ;-(
In meinen Emotionen bin ich ein sehr introvertierter Mensch und zeige Emotionen nach außen auch nahezu ausschließlich auf digitale Weise, bin aber innerlich nicht so „egoistisch“ wie Asperger oder Autisten oftmals (Ich weiss, jetzt krieg ich Haue. Mir ist bewusst, dass deren Egoismus keine „normale“ Qualität hat)

Andererseits bin ich vielem klassischen ADHSlern ähnlich
Ich bin ein Knauser :wink: aber habe auch ein umgangssprachliches „Helfersyndrom“ und kann keine Bitte ausschlagen
Mitgefühl und Mitleid habe ich extrem viel, nur kann ich nicht so schnell erfassen, wann dieses angebracht ist, aber wenn ich es weiss oder vermute, dann empfinde ich so

Wie kommts?

Die Frage ist wohl, ob Gefühlsblindheit verschiedene Ursachen haben kann. Muss sie angeboren sein, oder kann sie in den ersten beiden Jahrenentstehen, wenn man sich als Kind aufgrund von ADS/ADHS oder ähnlichem nicht so auf Menschen fixiert wie „Normalos“?
Worauf ist angeborene Gefühlsblindheit zurückzuführen?
Sie könnte vielleicht einerseits durch sozusagen zu rationales Denken
entstehen
Bin selbst Theoretiker, aber könnte vielleicht doch auch davon kommen, dass zu viel auf mich einwirkt und deshalb der Fokus für das Einzelne fehlt. Andererseits muss ich zugeben, dass mich Emotionen von Menschen (mittlerweile) total faszinieren und ich versuche sie bei „besonderen“ Menschen möglichst genau zu ergründen, wie ich das bei einigen anderen Dingen meines Interesses geschafft hab, aber es will mir nicht Gelingen, auch wenn ich mich sehr bemühe. Das klappt ja schon bei „Normalos“ nicht.

Es bleibt also die Frage, ob Gefühlsblindheit und emotionsarmer Ausdruck nicht verschieden begründet ist.

VG Stefan
PS.: Grüße strengen mich auch sehr an. Meistens werden sie nicht gegeben, weil man es wirklich will, sondern weil es ausschließlich gesellschaftlich gefordert wird. Dieser ist aber ein ernst gemeinter :smile: Vielleicht mache ich auch einfach den Fehler, dass ich meinen „Fall“ als zu gewöhnlich ansehe. Die Zukunft wirds zeigen :wink:

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Hi,
entschuldige, wenn ich diese These als ziemlichen Quatsch abtue.
Ich meine, was ist das extreme Gegenteil von Krebs? Oder von einer
anderen Krankheit? Nur die Abwesenheit der Krankheit. Ok, zugegeben
hinkt dieses Beispiel ziemlich.

Aber nehmen wir doch mal ADS:
Es gibt ADHS, also solches, welches mit Hyperaktivität einhergeht.
Der Betroffene kann nicht stillsitzen, ist immer auf Action, etc etc.

Dann gibt es aber auch ADS mit Hypoaktivität - der ‚Träumer‘, die
Person, die total lethargisch ist, nichts auf die Reihe bringt, etc.

Dennoch liegt bei beiden das GLEICHE Symptom zugrunde: ADS.

Dh, das, was am Hirn bzw den Botenstoffen anders ist als bei
Nichtbetroffenen, ist bei beiden ‚gleich anders‘.

Somit wäre ein ‚Gegenteil von Autismus‘, sofern es so etwas geben
sollte, eventuell eben das gleiche Problem, nur mit gegenteiligen
Symptomen.

Halbwegs verständlich dargelegt?? I hope so.

gruss, isabel

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Klaus,

ich unterstelle mal, dass es auch Professoren gibt, die Mist erzählen. Ich habe schon welchen zugehört, bei denen ich nur still geblieben bin, weil ich einen Schein haben wollte. Deshalb würde ich mir dennoch nicht zumuten über so einen schwachen Versuch von Witz zu lachen.
Die These einer Art „Übermännlichkeit“ könnte ich in diesem Fall schon deshalb nicht für mich als geltend erklären, weil es einfach unsachlich ist ein Geschlecht per se mit einem Hormon gleichzusetzen. Der Witz ist so scheisse, dass ich dazu geneigt bin davon auszugehen, dass Herr Prof. XY in seinen Jugendjahren nicht ganz so viel zu lachen hatte. Auf einer Klassenfahrt hätten wir ihm dafür die Augenbrauen abrasiert und mit Edding nachgezogen.

Ich bin mit der Materie von Hormonhaushalten im Mutterleib leider nicht ausreichend vertraut, aber würde mich in dem Kontext auch nicht einbringen, wenn ich etwas wüsste.

Viele Grüsse,

Hilmar

hallo!

würde man den gedanken deines professors weiterführen ,gäbe es ja nur männliche autisten…:smile:
viele grüße
gerhard