Hallo Ralf
Eine der Hypothesen geht davon aus, dass Autisten nicht in der
Lage sind, die Gefühle ihres Gegenübers wahrzunehmen. Es gibt
ja Menschen, die vor lauter Einfühlsamkeit ihr eigenes Leben
nicht geregelt bekommen, mir ist aber kein Name für dieses
Verhalten bekannt.
Ich denke, es muss dazu auch erstmal definiert werden, was autistisch ist.
ZB kann ja Autismus bzw Asperger Syndrom zusammen mit ADS auftreten
Die Frage ist jetzt, ob es auch zusammen mit ADHS auftreten kann höchstinteressant
Ich selbst bin leider ein gefühlsblinder Mensch ;-(
In meinen Emotionen bin ich ein sehr introvertierter Mensch und zeige Emotionen nach außen auch nahezu ausschließlich auf digitale Weise, bin aber innerlich nicht so „egoistisch“ wie Asperger oder Autisten oftmals (Ich weiss, jetzt krieg ich Haue. Mir ist bewusst, dass deren Egoismus keine „normale“ Qualität hat)
Andererseits bin ich vielem klassischen ADHSlern ähnlich
Ich bin ein Knauser
aber habe auch ein umgangssprachliches „Helfersyndrom“ und kann keine Bitte ausschlagen
Mitgefühl und Mitleid habe ich extrem viel, nur kann ich nicht so schnell erfassen, wann dieses angebracht ist, aber wenn ich es weiss oder vermute, dann empfinde ich so
Wie kommts?
Die Frage ist wohl, ob Gefühlsblindheit verschiedene Ursachen haben kann. Muss sie angeboren sein, oder kann sie in den ersten beiden Jahrenentstehen, wenn man sich als Kind aufgrund von ADS/ADHS oder ähnlichem nicht so auf Menschen fixiert wie „Normalos“?
Worauf ist angeborene Gefühlsblindheit zurückzuführen?
Sie könnte vielleicht einerseits durch sozusagen zu rationales Denken
entstehen
Bin selbst Theoretiker, aber könnte vielleicht doch auch davon kommen, dass zu viel auf mich einwirkt und deshalb der Fokus für das Einzelne fehlt. Andererseits muss ich zugeben, dass mich Emotionen von Menschen (mittlerweile) total faszinieren und ich versuche sie bei „besonderen“ Menschen möglichst genau zu ergründen, wie ich das bei einigen anderen Dingen meines Interesses geschafft hab, aber es will mir nicht Gelingen, auch wenn ich mich sehr bemühe. Das klappt ja schon bei „Normalos“ nicht.
Es bleibt also die Frage, ob Gefühlsblindheit und emotionsarmer Ausdruck nicht verschieden begründet ist.
VG Stefan
PS.: Grüße strengen mich auch sehr an. Meistens werden sie nicht gegeben, weil man es wirklich will, sondern weil es ausschließlich gesellschaftlich gefordert wird. Dieser ist aber ein ernst gemeinter
Vielleicht mache ich auch einfach den Fehler, dass ich meinen „Fall“ als zu gewöhnlich ansehe. Die Zukunft wirds zeigen 