Hi
- Beim Ausfahren aus Ausfahrten wird der Verkehr auf der
linken Seite erwartet.
na, der Mensch ist lernfähig…
Naja, selbst Du schreibst unten "bei abbiegekollisionen tun die Fahrer der Autos immer so als ob sie überhaupt nicht wüssten wo dieser bescheuerte Radfahrer auf einmal herkam, den sie 10 meter zuvor überholt haben. Kurzzeitgedächtnisprobleme?
Autofahrer neigen dazu, andere Verkehrsteilnehmer aus ihrem Denken auszublenden.
AufAutofahrer wird der aus der Einfahrt
kommende Autofahrer achten, auf Fahrräder aus der anderen
Richtung sicher nicht mehr (ein Grund, weshalb ich Fahrradwege
auf der linken Straßenseite meide wie der Teufel das
Weihwasser).
Das sehe ich weiter als Argument, auch, wenn Du auf Lernfähigkeit hoffst.
- Das Problem beim Linksabbiegen sehe ich auch. Der Autofahrer
fixiert den Gegenverkehr, aber nicht das, was schräg hinter
ihm passiert.
da er beim rechtsabbiegen ja auch nicht schaut, was ich
täglich etwa 15 mal erlebe, heute sogar ein Streifenwagen
dabei, wäre das per se erstmal kein nachteil,
Nun, rechts abbiegende Autofahrer kann man duchaus mit einer kontrollierten Bremsung (also nicht einfach undosiert volle Pulle in die Eisen gehen) ganz heilsam erziehen. Bei Autos, die quer über die Straße geschossen kommen (heute Linksabbeiger) würde ich da eher von abraten und doch im Zweifel undosiert bremsen.
aber der Vorteil
ist ICH sehe den links abbiegenden durch die Distanz bis zur
gegenspur rechtzeitig und kann reagieren,
Danke auch. Ich soll also, wenn ich gemeinsam vor mich hinfahre, immer nachsehen, ob vielleicht ein führerscheinbewährter Totschläger von der anderen Straßenseite aus Jagd auf mich macht?
Danke auch.
was beim
rechtsabbiegenden Auto (bei normal fahrendem Radfahrer) leider
keine Toleranzzeit gibt.
Nun, auch hier kann man potenzielle Vohrfahrtmißachter oft genug gut erkennen.
Bis er dann da angekommen ist wo die Radfahrer
kreuzen, ist ein schneller Fahrradfahrer schon weit aus dem
toten Winkel in die Stoßsstangenzone hervorgedrungen.
ja, aber in einem Bereich gegen wo er nicht zu übersehen ist,
und wo er über eine gewisse strecke im Blickfeld bleibt - und
der linksabbiegende siht ohne den kopf mehr als 15° drehen zu
müssen ihn schon bedeutend früher.
Ich behaupte mal, der durchschnittliche linksabbiegende Verkehrsregelmißachter starrt wie ein Kaninchen auf die entgegenkommenden Zapfsäulenkonkurrenten. Wenn da eine Lücke kommt: schnell Vollgas - da wird nicht noch kleinlich mit Kopfwackeln Zeit verplempert.
bei abbiegekollisionen tun
die Fahrer der Autos immer so als ob sie überhaupt nicht
wüssten wo dieser bescheuerte Radfahrer auf einmal herkam, den
sie 10 meter zuvor überholt haben. Kurzzeitgedächtnisprobleme?
Ja. Gegen Fahrradunfälle hilft nur eins: Fahrräder müssen als vollwertige und gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer wahrgenommen werden. Das geht nicht, wenn Fahrradfahrer auf neben der Autospur angebrachte streifenförmige Asphaltfallen gesperrt werden. Das geht auch nicht, indem man Fahrradfahrer in die „verkehre Richtung“ fahren lässt.
Fahrradfahrer gehören grundsätzlich auf die Fahrbahn (und zwar in der richtigen Richtung). Und Fahrradfahrer müssen als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer wagrgenommen werden. Dazu gehört auch ein Wissen um die eigenen Rechte und ein sicheres Auftreten.
Dazu gehört aber auch, daß man sich als Fahrradfahrer so verhält, daß man überhaupt ersteinmal ernstgenommen werden kann, also zum Beispiel mit einem verkehrrsicheren Fahrrad - im Dunkeln auch mit Licht - unterwegs ist und nicht durch Fußgängerflächen hindurchmarodiert wie ein pubertierender Snowboarder auf Koks.
Sebastian