Hallo,
ich „streite“ mich gerade mit Kollegen:
Alternativen:
- die Ganztagsbetreuung des Schuldorf Honigbärstraße
oder
- die Ganztagsbetreuung des Schuldorfs Honigbärstraße
Ich weiß, dass es darauf ankommt, ob „Schuldorf Honigbärstraße“ als Gesamtname gesehen wird oder eben nicht.
Davon ausgehend müsste es eigentlich Alternative 1 sein.
Aber es „klingt halt doof“.
Ich tendiere deshalb für Alternative 2.
Und ihr?
Gruß
Elke
Hallo!
Ich weiß, dass es darauf ankommt, ob „Schuldorf
Honigbärstraße“ als Gesamtname gesehen wird oder eben nicht.
Jein. Es gibt in Einzelfällen diese Tendenz („eine Pressemiteilung des Bund Naturschutzes“), aber sie ist mW noch nicht grammatikalisch geregelt und akzeptiert. Man betritt mit Alternative 1 also sprachliches Neuland.
Ich tendiere deshalb für Alternative 2.
Ist garantiert grammatikalisch korrekt und akzeptiert. Also würde icxh sie nehmen.
Gruß,
Max
Moin,
Ich weiß, dass es darauf ankommt, ob „Schuldorf
Honigbärstraße“ als Gesamtname gesehen wird oder eben nicht.
Davon ausgehend müsste es eigentlich Alternative 1
sein.
Aber es „klingt halt doof“.
Ich tendiere deshalb für Alternative 2.
Und ihr?
Ich auf jeden Fall auch. Ich käme nicht auf die Idee, das als Gesamtname anzusehen - und finde auch, daß es ohne „s“ doof klingt.
Gruß
Kubi
[ot] Hoch lebe der Dativ
Moin, Max,
„eine Pressemiteilung des Bund Naturschutzes“
solche Vereinsnamen fördern zwingend die Verwendung des Dativs: „XYZ ist Chef vom Bund Naturschutz“ 
Gruß Ralf
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Hallo,
nett, dass ihm mich bestätigt.
Ich auf jeden Fall auch. Ich käme nicht auf die Idee, das als
Gesamtname anzusehen - und finde auch, daß es ohne „s“ doof
klingt.
Nur als Erklärung: die Schule heißt „Schuldorf …straße“, das ist der Name mit dem sie überall zitiert wird, von daher kann ich die Sichtweise als Gesamtname schon verstehen.
Gruß
Elke
Ich weiß, dass es darauf ankommt, ob „Schuldorf
Honigbärstraße“ als Gesamtname gesehen wird oder eben nicht.
Davon ausgehend müsste es eigentlich Alternative 1
sein.
Aber es „klingt halt doof“.
Es klingt nicht nur doof, es gibt auch keine Regel warum Namen nicht gebeugt werden sollten.
lies das mal:
http://www.gfds.de/sprachberatung/fragen-antworten/b…
Und hier ein Zitat von Bastian Sick dazu:
>>Im Frühjahr 2005 zeigte der »Spiegel« alle Titelseiten, die im Laufe der 55-jährigen Geschichte des Magazins entstanden waren, in einer Ausstellung, die den Titel trug: »Die Kunst des SPIEGEL«. Noch schmerzhafter als die Unsitte, das Genitiv-s zu apostrophieren, ist die Praxis, es gänzlich zu unterschlagen. Denn das brennt nicht nur in den Augen, sondern kribbelt auch noch unangenehm in den Ohren. Der Duden stellt fest, dass das Weglassen der Genitivendung bei Eigennamen inzwischen zwar weit verbreitete Praxis sei, aber nach wie vor unkorrekt. Richtig sei »der Chefredakteur des ›Spiegels‹«, auch wenn der »Spiegel« selbst dies anders handhabe. Wann immer ich an einem Plakat vorbeikam, das auf die »Kunst des SPIEGEL« hinwies, überkam es mich, und ich begann instinktiv wie eine Schlange zu zischen: »Sss! Des Spiegelsss!« Da ich bei der Ausstellungseröffnung vermutlich in einen Zisch-Krampf verfallen wäre, bin ich gar nicht erst hingegangen. »Die Kunst des SPIEGEL« fand ohne Genitiv-s statt – und ohne mich.
Eigennamen sind nicht unantastbar. Als Teil eines Satzes oder einer Wortgruppe werden sie zu Hauptwörtern und haben ein Recht darauf, als solche behandelt zu werden. So weit die heutige ZWIEBELFISCH® Kolumne.