Gehaltsumwandlung als LV und Riester von MLP

Hallo!

Mein Mann und ich lassen uns gerade von MLP beraten bezgl. Altersvorsorge und
sollen noch dieses Jahr abschließen wegen der garantierten Zinsen von 3,25 %. Wir
sind verheiratet, mein Mann Angestellter und ich selbständig (aber
rentenvers.pflichtig). Wir haben jeder bereits eine kombinierte BU mit
fondsgebundener LV, er zahlt monatlich ca. 200 Euro und ich ca. 120. Weiterhin
hat mein Mann schon einen Riester mit höchster möglicher Förderung abgeschlossen,
das Produkt heisst „balance invest“ und es werden ca. die Hälfte der Beiträge in
Aktien angelegt. Alles schön und gut, aber das Problem ist ja, dass man nie
weiss, wieviel die Produkte wirklich „bringen“, da ja die Kosten nicht richtig
transparent sind.

Nun schlägt der MLP-Berater vor, dass mein Mann eine Gehaltsumwandlung mit
höchstmöglichem steuerlich absetzbarem Beitrag machen soll (im Prinzip ja ne gute
Sache, wegen Steuern sparen und bis 2008 auch soz-Beiträge), aber er schlägt
dafür eine Lebensversicherung mit Mindest-Todesfallschutz vor (den brauchen wir
eigentlich im Moment noch gar nicht weil keine Kinder und kein Haus), die sich
„Standard Life“ nennt, eine wirklich rentable englische LV, die in den letzen
jahren 13-14 % gebracht hat, die Kosten sind gezillmert auf 10 Jahre. Aber: Woher
weiss ich, wieviel meiner gezahlten Beiträge auch wirklich gespart und somit mit
dieser Rendite steigen werden, wenn mir keiner sagt, was für Todesfall runter
geht, und vor allem für die Provision und Kosten des Vertrages. ich habe den
MLP-Berater danach gefragt, und er meinte, das würde man bei keiner LV erfahren.
Ich finde das ein UNDING - stimmt das wirklich? Da kauf ich ja die Katze im Sack,
und das für mein ganzes Leben, bis 65!!!

Weiterhin empfiehlt der Berater mir die gleiche Riester-Rente abzuschließen wie
mein Mann. Super Rendite, tolles Produkt, aber woher weiss ich was die
tatsächlich kostet?

Also meine Fragen: Würdet Ihr das abschließen?

Gibt es Möglichkeiten, doch zu erfahren, wie hoch die Kosten (effektiv) sind? Und
vor allem, ist es echt so, dass die Berater einfach so ihre Provision
„verschweigen“ dürfen, die ja angeblich bei mind. 8 % liegt!!!

Gibt es noch andere Wege, eine Gehaltsumwandlung abzuschließen, ohne LV?

Vielen Dank für Eure Einschätzung!

Andrea

Hi

Also Grundsätzlich ist dieser Fragenkatalog recht gross denn DU hier gestellt hast und das Gebiet sehr umfangreich, so dass wir hier vermutlich keine gescheite Beratung hinbekommen werden :wink:

Grundsätzlich:
Die Gehaltsumwandlung geht in mehrere Produkte einzubinden, eine davon wäre eben die Lebensversicherung. Ich selbst empfehle meinen Kunden immer die Pensionskasse, bei welcher man später die Entscheidung hat, bekomme ich das Geld auf einmal oder als Rente bis zu meinem Tod gezahlt.

Das Thema der Riester-Rente spare ich mir denn hiervon halte ich persönlich nicht viel … Ist eben gesetzlich :smile:

Gruß Thomas
www.Mein-Vorsorgeberater.de

P.S. Wir dürfen nicht nur die Provision verschweigen, wir müssen es im Grunde genommen denn rausgeben dürfen wir diese eh nicht. Ist ja auch ganz einfach, wir arbeiten für unsere Provisionen, arbeitest Du freiwillig umsonst ? - 8% sind aber zu hoch !

Hallo Andreas,
ob ich das abschließen würde ist keine eigentliche Frage und zeugt von deiner Unentschlossenheit, was nicht negativ gemeint ist!! Ich bin nicht in eurer Situation und kenne eure auch nicht, als das ich hingehen kann und dazu einen wirklichen Rat geben.

Zu dem Thema Kosten würde ich mich direkt an die Versicherung wenden, wenn euer Berater euch da keine Auskunft geben will oder kann. Die Versicherung wird euch die Kosten offenlegen. Da diese Tarife beim BAfi liegen, könnte man auch da nachhaken aber ich denke, die Versicherung ist an guten Kunden interessiert und sollte schon auf Anfrage (was MM auch sofort im Antrag stehen könnte) ihre Kosten offenlegen. Im Fondbereich geht das ja auch.

Wenn ihr wissen wollt, ob ihr gut beraten worden seit oder ob die Produkte was taugen, laßt euch von einem anderen Berater mal Gegendarstellungen machen oder laßt euch von eurem Berater-MLP ein Vergleich ausdrucken (Vergleichsprogramme Morgan&Morgan, etc.) In diesem sind alle Bereiche (Kosten, Ausschüttungsquote, Rücklagen, eingehaltene Ausschüttungen, etc.) aufgschlüßelt. Wenn euer Berater-MLP nicht dazu in der Lage sein sollte, tja dann… Es ist die tägliche Praxis, das Kunden mit einem anderen Angebot zu einem kommen und dieses muß und kann verglichen werden. Mittlerweile ist die Kostenquote bei den Versicherungen einer der wichtigsten Kriterien geworden und daher verstehe ich das sträuben eures Beraters nicht. Der macht doch bei euch richtig Geld!!

Wie dem auch sei, ich hab da meine eigenen Erfahrungen (mit MLP-Berater) und bin da wohl schon konditioniert.

Alles Gute bei eurer Entscheidung.

Gruß

Martin

Hallo Andrea,

die Standard Life soll wohl in Form einer Direktversicherung
abgeschlossen werden. Ich empfehle stattdessen eine Pensionskasse,
dort findet ein Bruttogehalstumwandlung ohne Pauschalversteuerung
wie in der Direktversicherung statt.

Im Riestervertrag kannst du sehr wohl die Kosten feststellen,
die Kosten müssen laut Zertifizierung angegeben werden.
Das Riester von den meisten Beratern nicht empfohlen wird
liegt an den mageren Provisonen und an dem komplexen
Sachverhalt.

Was ich sehr interessant finde das du auf die Kostenquote
schaust. Viel wichtiger wäre es doch was an Rendite heraus
kommt. Das ist abhängig welche Anlagestrategie verfolgt wird.
Ein Fonds hat über ein 30 jährige Laufzeit eine Kostenquote
bis zu 30 % ( Für die Mathematiker unter Beachtung der
Zahlungströme auf Barwertbasis).

Grüße

Björn

Hallo Andrea,
mein Vorschlag.
Lege Du fest, wie viel zusätzliche Rente Du dann brauchst.
Angenommen 700 EUR pro Monat in 30 Jahren.
600EUR x 200 = 140.000 EUR
Nach 30 Jahren brauchst Du aber für die gleiche Kaufkraft wegen der Inflation (ang.2%) dann
255.000 EUR.
Jetzt schau, was Deine Versicherung abwirft (bei5 oder 6% Wertentw.). Angenommen 100.000 EUR.
Der Riestervertrag bringt ang. 30.000 EUR.
255 - 100 - 30 = 125
Du brauchst bis dahin nun noch 125.000 EUR.
Jetzt prüfe, was Du derzeit für das Alter noch zurücklegen kannst.
Angenommen 120 EUR.
Um daraus in den 30 Jahren 125.000 zu machen, brauchst Du eine Rendite von 6,3%.
Und jetzt schau, welche Anlagen Dir im Durchschnitt jährlich diesen Ertrag sicher erwirtschaften.
Und hier ist Streuung angesagt, wegen der Sicherheit. Da 120 EUR kaum zu teilen gehen, dann eben mit einem Produkt anfangen und später Streuen, wenn erst die Basis geschaffen ist. Und auch auf die Steuer achten.
Da Du schon genug versichert bist, dann empfehle ich, nun andere Komponenten hinzuzufügen. Allein die Versicherungen sind der Heilsbringer nicht, aber bis zu einem gewissen Anteil schön ein nützlicher Baustein.
Such Dir hierzu einen Berater Deines Vertrauens.
Evtl. kann Deine bestehende Vers. durch eine Pensionskasse sinnvoll ersetzt werden, dann muß aber genauer geprüft werden, ob da Sinn drin ist.
Die Kosten. Sicher sind die Wichtig, aber doch kaum das Kriterium. Wichtig ist doch, welche Leistung kann ich real erwarten bei welchem Aufwand.
Wenn Du Kuchenappetit hast, fragst Du den Bäcker, welche Sorte die geringste Kostenbelastung hat, oder schaust Du, worauf Du Appetit hast und ob die Größe den verlangten Preis Dir wert erscheint?
Der Aufwand zum Ergebnis ist doch wichtiger als sicher zu sein, daß hierbei möglichst keiner verdient hat.
Aber wenn das wichtig ist, die Kosten kann jeder Vertreter sicher erfragen. Es ist nicht nur die Provision.
Meine Erfahrung: MLP verkauft am liebsten Versicherungsverträge. Und das hat auch seinen Grund.
Boris

Hallo Björn,

da der Arbeitgeber durch eine Direktversicherung auch Sozialbeiträge spart, zahlt er meist die Pauschalsteuer. Dann ist es unerheblich, ob man PK oder DV nimmt. :smile:

Gruß
Marco

PS: Wenn man die steuerliche Sache betrachtet.

Hallo Andrea,

die Standard Life soll wohl in Form einer Direktversicherung
abgeschlossen werden. Ich empfehle stattdessen eine
Pensionskasse,
dort findet ein Bruttogehalstumwandlung ohne
Pauschalversteuerung
wie in der Direktversicherung statt.

Aber dann wäre mein Mann doch nicht nur an diesen Vertrag gebunden, sondern an
die Firma, oder? Ist es nicht so, dass er die DV auch bei künftigem jobwechsel
weiterführen kann, während die Pensionskasse da nicth so flexibel ist?

Im Riestervertrag kannst du sehr wohl die Kosten feststellen,
die Kosten müssen laut Zertifizierung angegeben werden.
Das Riester von den meisten Beratern nicht empfohlen wird
liegt an den mageren Provisonen und an dem komplexen
Sachverhalt.

Was ich sehr interessant finde das du auf die Kostenquote
schaust. Viel wichtiger wäre es doch was an Rendite heraus
kommt. Das ist abhängig welche Anlagestrategie verfolgt wird.
Ein Fonds hat über ein 30 jährige Laufzeit eine Kostenquote
bis zu 30 % ( Für die Mathematiker unter Beachtung der
Zahlungströme auf Barwertbasis).

Klar, aber die Rendite ist ja nicht garantiert… Aber ok, ich denke schon, dass
das Riester-Produkt MLP balance invest ok ist, und dass es ne gute Rendite hat,
und Kosten stehen da auch gut aufgelistet, irgendwas mit 2%. ich habe mich nur
gefragt, wo dann die Provision bleibt, und dachte, dass es da noch versteckte
Kosten geben müsste. Aber bei der Gehaltsumwandlung ist es doch wirklich wichtig,
was habe ich davon , wenn mir von 100 eingezahlten Euros nur 80 bleiben, und die
dann ne Rendite von 10 % bringen, dann fahre ich evtl. mit einer anderen
Versicherung besser, die transparentere Kostenstrukturen hat, und weniger
abzieht, aber etwas weniger Rendite hat, oder?

Viele Grüße,

Andrea

Grüße

Björn

Hallo Boris!

Vielen Dank für Deine Tipps:

Jetzt prüfe, was Du derzeit für das Alter noch zurücklegen
kannst.
Angenommen 120 EUR.
Um daraus in den 30 Jahren 125.000 zu machen, brauchst Du eine
Rendite von 6,3%.
Und jetzt schau, welche Anlagen Dir im Durchschnitt jährlich
diesen Ertrag sicher erwirtschaften.
Und hier ist Streuung angesagt, wegen der Sicherheit. Da 120
EUR kaum zu teilen gehen, dann eben mit einem Produkt anfangen
und später Streuen, wenn erst die Basis geschaffen ist. Und
auch auf die Steuer achten.

Was meinst du hiermit genau? ich suche nach einer Möglichkeit, Geld für später zu
sparen, aber sobald man einen gewissen Betrag zusammenhat, sind doch die Steuern
zu zahlen für die Zinserträge - wie soll man das verhindern??? Das ist ja gerade
das geniale an der LV, deshalb überlegen wir ja, ob wir das machen mit der
Gehaltsumwandlung für meinen Mann als LV. Wie gehts denn anders??? Gibts auch
einen Fondssparplan oder üähnliches, der nicht versteuert werden muss?? Oder was
anderes nettes, wo ich nicht die Katze im Sack kaufen muss und weiss, wieviel mir
von meinen Beiträgen abgezogen wird, bevor die (ungarantierte) Rendite sich
einstellt?

Die Kosten. Sicher sind die Wichtig, aber doch kaum das
Kriterium. Wichtig ist doch, welche Leistung kann ich real
erwarten bei welchem Aufwand.
Wenn Du Kuchenappetit hast, fragst Du den Bäcker, welche Sorte
die geringste Kostenbelastung hat, oder schaust Du, worauf Du
Appetit hast und ob die Größe den verlangten Preis Dir wert
erscheint?
Der Aufwand zum Ergebnis ist doch wichtiger als sicher zu
sein, daß hierbei möglichst keiner verdient hat.
Aber wenn das wichtig ist, die Kosten kann jeder Vertreter
sicher erfragen.

Aber er sagt, er kann es nicht. Jedenfalls erfahren wir nicht, wieviel für den
Todesfall draufgeht, obwohl das der kleinstmögliche Todesfallschutz ist in der
Standard Life. Und von Provision redet er auch nicht - er meint, das sei ganz
normal, dass die Gesellschaften diese Infos nicht herausgeben. ist das wirklich
so?

Vielen Grüße,

Andrea

Hallo Martin!

Vielen Dank für deine Antwort!

Die Versicherung wird euch die Kosten offenlegen.

Da diese Tarife beim BAfi liegen, könnte man auch da nachhaken
aber ich denke, die Versicherung ist an guten Kunden
interessiert und sollte schon auf Anfrage (was MM auch sofort
im Antrag stehen könnte) ihre Kosten offenlegen. Im
Fondbereich geht das ja auch.

Wie geht das konkret? Kann man da im internet irgendwelche Listen einsehen? oder
ruft man da an beim BAfi (hab ich noch nie gehört)

Wenn ihr wissen wollt, ob ihr gut beraten worden seit oder ob
die Produkte was taugen, laßt euch von einem anderen Berater
mal Gegendarstellungen machen oder laßt euch von eurem
Berater-MLP ein Vergleich ausdrucken (Vergleichsprogramme
Morgan&Morgan, etc.) In diesem sind alle Bereiche (Kosten,
Ausschüttungsquote, Rücklagen, eingehaltene Ausschüttungen,
etc.) aufgschlüßelt.

Was ist Morgan&Morgan? Ist das ein LV-Produkt, das du empfeheln kannst? Wo kriegt
man das (auch über MLP oder lieber wo anders abschließen?)? Ich bin wirklich auch
dankbar für konkrete Tipps!!!

Vielen Dank und viele Grüße

Andrea

Hallo Andrea

Aber dann wäre mein Mann doch nicht nur an diesen Vertrag
gebunden, sondern an
die Firma, oder? Ist es nicht so, dass er die DV auch bei
künftigem jobwechsel
weiterführen kann, während die Pensionskasse da nicth so
flexibel ist?

Eine Pensionskasse kann zu einem anderen Arbeitgeber mitgenommen
werden.

Klar, aber die Rendite ist ja nicht garantiert… Aber ok, ich
denke schon, dass
das Riester-Produkt MLP balance invest ok ist, und dass es ne
gute Rendite hat,
und Kosten stehen da auch gut aufgelistet, irgendwas mit 2%.
ich habe mich nur
gefragt, wo dann die Provision bleibt, und dachte, dass es da
noch versteckte
Kosten geben müsste. Aber bei der Gehaltsumwandlung ist es
doch wirklich wichtig,
was habe ich davon , wenn mir von 100 eingezahlten Euros nur
80 bleiben, und die
dann ne Rendite von 10 % bringen, dann fahre ich evtl. mit
einer anderen
Versicherung besser, die transparentere Kostenstrukturen hat,
und weniger
abzieht, aber etwas weniger Rendite hat, oder?

Der Riestervertrag wird ihrgendwo um die 8-12 % Kosten haben.
Bei der Gehaltsumwandlung ist es erstmal die Frage welchen
Versicherer du dir aussuchst. Was hilft dir der günstigte
Versicherer der ein schlechte Überschußbeteiligung im
Endeffekt erwirtschaftet. Das günstige Kosten mit guten
Ertrag korrelliert ist meist nur eine Angabe von Testern, Ratern
denen keine anderen Kriterien einfallen. Eine gute Abteilung
für Kapitalanlagen bei einem Versicherer kostet eben Geld.
Und wir werden noch einige Versicherer erleben die mit Step-Downanleihen, Ausschüttung aus den stillen Reserven Ihre schlechten
Überschußbeteilligungen „verändern“.

Grüße

Björn

Hallo Andrea,
ich geh davon aus, daß Eure Risiken in Punkto Todesfallschutz, Berufsunfähigkeit, Haftpflicht, Unfall usw. abgeklärt sind und Ihr die bestehenden Versicherungen weiterzahlen wollt. Dann empfehle ich für Euch ergänzend:

100 EUR monatlich in den Quadriga-Ansparplan. Die Durchschnittsrendite betrug bisher 23% p.a., wir rechnen mit 15%. Nach 30 Jahren habt Ihr 565.500 EUR.

100 EUR monatlich in den Steward & Spencer-Fonds. Die Durchschnittswerte betrugen bisher um die 20% p.a., wir rechnen mit 15%. Nach 30 Jahren habt Ihr 565.500 EUR.

Jetzt habt Ihr noch angenommen 5.000 EUR. Die zahlt Ihr einmalig in den KG-Fonds V. Dieser hatte noch nie weniger als 20% p.a., wir rechnen mit 15%. Nach 30 Jahren habt Ihr 333.000 EUR.

Quadriga und Steward & Spencer sind steuerfrei, der KG-Fonds muß versteuert werden. Aber 25% Ertrag versteuern (jährlich) ist doch besser, als 3,25 garantiert und steuerfrei zu haben.
Alles zusammen macht 1,464 Mio EUR. Oder eine Rente ohne Kapitalverzehr von 7.320 EUR p.m.
(bei jeweils 20%, was noch immer unter dem bisherigen Durchschnitt liegt, wären das schon 4,3 Mio EUR)

Wie hoch die Kosten bei den von mir empfohlenen Anlagen sind, das kann ich Dir genau benennen, nicht aber die von Standart Life. Aber für alles, was ich vertrete.
Meine Angaben hierzu sind aber nach Abzug der Kosten.

Also zusammengefaßt:
Bei einer Versicherung seid Ihr, was den Anlageerfolg anbelangt, auf Gedeih und Verderb dem Erfolg dieser Gesellschaft ausgeliefert. Und hier gibt es klare Anlagerichtlinien, an die sich auch die Gesellschaft halten muß. Und wenn es auf dem Markt für Kakaobohnen etwas zu verdienen gibt, dann muß auch Standard Life zuschauen, da dies dort nicht vorgesehen ist.
Meine Empfehlung gilt für jetzt und Heute. Da das Geld immer verfügbar ist, sollte deshalb ab und an nachgeschaut werden. Und immer wenn ein bedeutsames Häufchen zusammengekommen ist, beraten werden, wie dann weiterverfahren. Also keine Strategie automatisch bis zum Ende, sondern etwa alle halben jahre den Berater zumindest telefonisch konsultieren.
Ein zusätzlicher Aufwand, der sich rechnen sollte.
Auch kann das Geld zwischendurch verwendet werden, z.B. Hauskauf … , was wichtig wäre, wenn die Gesamtrendite besser ist als erwartet.
Grundsätzlich meine ich, in Eurer Situation kann anfangs mit wenig Kapital schon ein etwas höheres Risiko, aber trotzdem vertretbar, eingegangen werden. Und je mehr das Vermögen wächst, desto sicherer dann die Folgestrategieen.
Übrigends, alles Kapital zu sicheren 4% ergeben insgesamt 154 TEUR. Selbst wenn eine Teilanlage (was ich ausschließe, aber nicht garantieren kann) total ausfallen würde, immer noch viel besser als die Sicherheit der 4%.
Alle Anlagen sind zum Vertrieb in D zugelassen und unterliegen sehr umfangreichen Kontrollsystemen.

Gruß
Boris

Hallo!

Mein Mann und ich lassen uns gerade von MLP beraten bezgl.
Altersvorsorge und
sollen noch dieses Jahr abschließen wegen der garantierten
Zinsen von 3,25 %.

Was hat denn die Standard Life mit der Garantieverzinsung von 3,25% zu tun? --> du kannst dir etwas Zeit lassen

Wir

sind verheiratet, mein Mann Angestellter und ich selbständig
(aber
rentenvers.pflichtig). Wir haben jeder bereits eine
kombinierte BU mit
fondsgebundener LV, er zahlt monatlich ca. 200 Euro und ich
ca. 120. Weiterhin
hat mein Mann schon einen Riester mit höchster möglicher
Förderung abgeschlossen,
das Produkt heisst „balance invest“ und es werden ca. die
Hälfte der Beiträge in
Aktien angelegt. Alles schön und gut, aber das Problem ist ja,
dass man nie
weiss, wieviel die Produkte wirklich „bringen“, da ja die
Kosten nicht richtig
transparent sind.

Die Kosten sind gerade bei den englischen Policen transparent. Wenn du Transparenz möchtest, nimm eine CMI, Canada Life, Skandia, wobei ich die Canada empfehle mit dem Produkt Can Generation

Nun schlägt der MLP-Berater vor, dass mein Mann eine
Gehaltsumwandlung mit
höchstmöglichem steuerlich absetzbarem Beitrag machen soll (im
Prinzip ja ne gute
Sache, wegen Steuern sparen und bis 2008 auch soz-Beiträge),
aber er schlägt
dafür eine Lebensversicherung mit Mindest-Todesfallschutz vor
(den brauchen wir
eigentlich im Moment noch gar nicht weil keine Kinder und kein
Haus), die sich
„Standard Life“ nennt, eine wirklich rentable englische LV,
die in den letzen
jahren 13-14 % gebracht hat, die Kosten sind gezillmert auf 10
Jahre. Aber: Woher
weiss ich, wieviel meiner gezahlten Beiträge auch wirklich
gespart und somit mit
dieser Rendite steigen werden, wenn mir keiner sagt, was für
Todesfall runter
geht, und vor allem für die Provision und Kosten des
Vertrages. ich habe den
MLP-Berater danach gefragt, und er meinte, das würde man bei
keiner LV erfahren.

Stimmt für Deutschland, aber nicht für die Engländer

Ich finde das ein UNDING - stimmt das wirklich? Da kauf ich ja
die Katze im Sack,
und das für mein ganzes Leben, bis 65!!!

Hast du ja schon mit deinen fondsgebundenen (200 + 120)

Weiterhin empfiehlt der Berater mir die gleiche Riester-Rente
abzuschließen wie
mein Mann. Super Rendite, tolles Produkt, aber woher weiss ich
was die
tatsächlich kostet?

Also meine Fragen: Würdet Ihr das abschließen?

Gibt es Möglichkeiten, doch zu erfahren, wie hoch die Kosten
(effektiv) sind? Und
vor allem, ist es echt so, dass die Berater einfach so ihre
Provision
„verschweigen“ dürfen, die ja angeblich bei mind. 8 % liegt!!!

8% von was? von dem Versicherungswert? bei welcher LV soll das denn sein?

Gibt es noch andere Wege, eine Gehaltsumwandlung
abzuschließen, ohne LV?

Vielen Dank für Eure Einschätzung!

Andrea

Hallo Sven!

Was hat denn die Standard Life mit der Garantieverzinsung von
3,25% zu tun? --> du kannst dir etwas Zeit lassen

Es geht ja nur um die Garantieverzinsung - auch wenn man hofft, dass die nicht
zum Tragen kommt :smile:) sondern mindestens das doppelte.

Hast du ja schon mit deinen fondsgebundenen (200 + 120)

Stimmt, aber eine reicht mir…aber wenn du sagst, die englischen LV sind
transparent, dann nützt mir das nichts, weil ich ja immer noch den Faktor „MLP“
dazwischen habe, wo ich die Kosten (Provision etc.) nicht gesagt kriege. Oder
kann man direkt bei Standard life die Versicherung abschließen und ist das
empfehlenswert? Wo gehe ich da hin???

Weisst du zufällig, ob es noch andere Wege gibt, eine Gehaltsumwandlung
abzuschließen, ohne LV?

Danke und viele Grüße,

Andrea

Hallo Björn!

Der Riestervertrag wird irgendwo um die 8-12 % Kosten haben.

Aber in den Vertragsbedingungen steht nur 2% des Tarifbeitrages zzgl. 21 Euro
Stückkosten p.a. und natürlich Kosten, wenn ich den Vertrag kündige. Und dann
steht da noch
Kostensatz für Zulagen, die dei Beitragssumme erhöhen: 5,4% der Zulage

Die 5,4 % verstehe ich nicht (bezieht sich das nur auf die Riester-Zulagen vom
Staat?), und ich wollte Dich mal fragen, wie du auf 8-12 % Kosten kommst. Gibt es
noch Möglichkeiten, Kosten zu „verstecken“, z.B. wo sind die Provisionen des
Maklers??

Vielen Dank, das ist dann auch das letzte mal, dass ich dich nerve :smile:)

Viele Grüße,

Andrea

Hallo Thomas!

Grundsätzlich:
Die Gehaltsumwandlung geht in mehrere Produkte einzubinden,
eine davon wäre eben die Lebensversicherung. Ich selbst
empfehle meinen Kunden immer die Pensionskasse, bei welcher
man später die Entscheidung hat, bekomme ich das Geld auf
einmal oder als Rente bis zu meinem Tod gezahlt.

Was sind das für Produkte, die man bei einer Gehaltsumwandlung nehmen kann - nur
Renten und Lebensversicherungen? oder auch Fondssparplan? und was genau ist der
Vorteil der Pensionskasse -bei der LV krieg ich doch alles steuerfrei oder lasse
es auf dem „Entnahmekonto“, und entnehme Summen wenn ich sie benötige (alles
steuerfrei). Und wenn ich möchte, kann ich daraus auch ne regelmäßige
Rentenzahlung machen.

Vielen Dank und viele Grüße,

Andrea