GEhaltsvorstellung Dipl. Finanzwirt

Hallo, ich habe meinen Dipl. Finanzwirt (FH) diesen Sommer mit ausreichend bestanden. Meine Frage ist die folgende: Wie viel könnte ich in einer Steuerberaterkanzlei verdienen, sprich was erwiedere ich wenn ich nach meinem Gehaltswunsch gefragt werde?

Vielen Dank schonmal für eure Hilfe

Servus,

das kommt auf die Kanzlei, die konkreten Aufgaben, etwa vorliegende Berufspraxis vor der FH-Ausbildung und die Region an.

Mit den vorhandenen Angaben lässt sich sagen:

Zwischen 23 k€ und 41 k€ p.a. dürfte passen.

Schöne Grüße

MM

erstmal danke!

ist eine mittelgroße kanzlei in einer großstadt in nrw.
das studium war ein duales studium, hab also im fa gearbeitet(15 monate), naja und dann vor beginn des studiums noch 6 monate in der finanzbuchhaltung.

kannst du mir vielleicht auch sagen wie es bei großunternehmen aussieht mit der gehaltsvorstellung?
gibts da große unterschiede?wieviel könnte man dort verlangen?

grüße

sven

Servus,

in diesem Fall würde ich es mit 32 - 36 k€ probieren und auf das Gesicht des Gegenübers achten. Wobei auch hier einiges „schwimmt“: In 2004 habe ich bei einer nicht unbedeutenden StB-Kanzlei in Heidelberg gehört, man könnte mir (ohne Qualifikation, aber mit einer recht ordentlichen Praxis von Überschussrechnung bis Konzernkonsolidierung und nach schätzungsweise nicht weit von 1.000 ESt-Fällen) nicht mehr als 27 k€ bezahlen, weil die dort angestellte Steuerberaterin auch bloß 30 bekäme…

kannst du mir vielleicht auch sagen wie es bei großunternehmen
aussieht mit der gehaltsvorstellung?

Rund zwanzig Prozent mehr, andererseits mit Fortbildung in eigener Verantwortung (d.h. in der Regel hauptsächlich nach Feierabend). Aber mit einem Viererabschluss und Berufspraxis im geschilderten Umfang so gut wie nicht zu kriegen. Im Bereich FiBu-Steuern gibts in der Industrie hauptsächlich den Einstieg vom spezialisierten Diplom-Kaufmann oder -Betriebswirt her, oder (fürs „Fußvolk“) das Aufsaugen von Leuten, die vorher in StB- und WP-Kanzleien Fronterfahrung aufgebaut haben, ordentlich aus- und weitergebildet worden sind, und dann dort fehlen. Der Diplom-Finanzwirt (FH) hat zwar den Ruf des hervorragend praxistauglichen Frontschweines, und es ist auch bekannt, dass die Bewertungen dort anders sind als bei Uni-Abschlüssen, und schon in Richtung der Bewertungsmaßstäbe bei der StB-Prüfung gehen, aber erste „draußen“ verdiente Sporen sollten schon da sein. Wo FiBu-Abschluss-Steuern einen Komplex bilden, ist die kleinste Einheit Praxiserfahrung 24 Monate (= der zweite Jahresabschluss, bei dem man die Unzulänglichkeiten des ersten selbständig ausgebügelt hat).

Für Leute, die die Besonderheiten der Staatsausbildung nicht kennen, ist es sicher nützlich, wenn sich die Möglichkeit bietet, den Vierer offensiv (= auch ungefragt) zu verteidigen, etwa ihn in Relation zu den Gesamtdurchschnitten zu setzen. Hab kürzlich gehört (weiß nicht, ob das stimmt), es hätte seit 1949 in Edenkoben (RHP) insgesamt nicht mehr als vier 1,0-Abschlüsse gegeben - sowas ist ganz wichtig zu wissen, wenn jemand den Maßstab von Uni-Bewertungen anlegt.

Schöne Grüße

MM

ich würde mich lieber auf die frage nach dem vierer abschluß (den maßstab deiner fh kenne ich nun nicht)und der nicht übernahme vorbereiten.

super, danke für die rasche hilfe.
das der abschluß nicht mit normalen uni-abschlüssen zu vergleichen ist, da hast du durchaus recht! ich nehem an du bist selber dipl. finanzwirt?!

das ich mit meiner 4 „offensiv“ umgehe hatte ich auch durchaus vor, nicht umsonst wurde uns von den dozenten immer erzählt, dass wir mehr drauf hätten im bereich steuerrecht,rechnungswesen und bilanzbuchhaltung als jeder diplom kaufmann etc. eine frage aber noch, sollte ich auch direkt in meinem bewerbungsanschreiben schonmal etwas über den bewertungsmaßstab erklären oder erst, wie jetzt ja auch, in meinem bewerbungsgespräch?

das mit deiner schilderung zu den 1er kandidaten kann durchaus stimmen, 80% der leute müssen einfach mit 3 oder 4 abschließen, dass ist mehr oder weniger festgelegt.

nochmals vielen danke und schöne grüße

sven

Hallo.

das ich mit meiner 4 „offensiv“ umgehe hatte ich auch durchaus
vor, nicht umsonst wurde uns von den dozenten immer erzählt,
dass wir mehr drauf hätten im bereich
steuerrecht,rechnungswesen und bilanzbuchhaltung als jeder
diplom kaufmann etc.

Die Frage ist aber, ob die Personen, die die Bewerbung bearbeiten, das genauso sehen… Von daher sollte man in einem Anschreiben erst die Inhalte des Studiums und das eigene Können in den Vordergrund stellen. Die Note sollte man also erst zum Schluss erwähnen (sofern nötig).

stimmen, 80% der leute müssen einfach mit 3 oder 4
abschließen, dass ist mehr oder weniger festgelegt.

S. eben. Und ob die Hochschule der Zielperson auch bekannt ist. Rein ergebnismässig sieht das Ergebnis nämlich nicht gut aus…

mfg M.L.