… denn zu Kriegsbeginn waren der deutsche Offizier und
Unteroffizier durch Ausbildung ganz klar im Vorteil und den
Allierten Pendants überlegen.
Das sagt die 1925er-Studie auch ganz klar: Ausbildung neuer Soldaten ist einer der wichtigsten Aufgaben, da die 1. WK-Soldaten beim erneuten Einsatz zu alt sind.
Dass der Deutschland nach Ende des 1. Weltkriegs auferlegte
Frieden die Gemüter mehr erhitzte als befriedete …
Ohne Zweifel. Die Amerikaner konnten sich nicht gegen die Franzosen durchsetzen. Wobei man diese wohl auch verstehen muss: 1. Keiner hat das Bild vom „Erbfeind“ so kultiviert wie Preussen. 2. Die Verwüstungen in Nordfrankreich sind ungeheuerlich gewesen. 3. Bismarck hat penibel auf die Reparationszahlungen nach dem Krieg 1870/71 gepocht.
Dass dieser Friede so ausgefallen ist, liegt wohl auch an den Deutschen: Der Versailler Friede war im Vergleich zum Frieden von Brest-Litowsk, den sie den Russen aufgedrückt hatten, noch milde (Aussage in den „Politischen Informationen“ der Bundesregierung vor div. Jahren). Meines Wissens haben sogar die Amerikaner, als sie den Brest-Litowsk-Frieden sahen, gesagt: „Jetzt gibt es nur noch Kapitulation, keine Friedensverhandlungen!“
Der 2. WK allerdings sollte ja laut Aufrüstungsplan Z erst um
1945 beginnen, zumindest wäre dann die Aufrüstung der
Wehrmacht nach Plänen vollzogen gewesen.
Der von mit genannte ZEIT-Bericht (7.3.1997) sagt, dass die 1925er-Studie auf ca. 1939/40 als Revanchekrieg kommt.
Ein Punkt hat mich noch, sagen wir, erschüttert, obwohl bekannt ist, dass die Bundeswehr auf altgediente, erfahrene Offiziere zurückgreifen musste: Eine wesentliche Rolle hat damals ein junger Reichswehr-Hauptmann gespielt. Natürlich war er in der Nazi-Wehrmacht dabei und natürlich auch beim Aufbau der Bundeswehr. 1960 ist er aus dem Generalstab ausgeschieden. Man muss bedenken, dass die planenden Offiziere ganz genau wussten, dass sie etwas taten, was gegen die Weimarer Gesetze war. Na ja, in der Bundeswehr waren sie dann endgültig geläutert, konnten „Innere Führung“ und Demokratie voll gegenüber den jungen Soldaten vertreten.
DIE ZEIT weiter: Wenn die Nürnberger Ankläger diese Papiere gekannt hätten, wäre die deutsche Generalität nicht so glimpflich davon gekommen.
Genug davon.
Gruß, Stucki