Hallo,
kann mir jemand den etymologischen Hintergrund des Wortes „Geheimnis“ erklären?
Gruß
Heinz Gralki
Hi,
kann mir jemand den etymologischen Hintergrund des Wortes
„Geheimnis“ erklären?
Der ist geheim.
*kicher*
Anja
Hallo!
kann mir jemand den etymologischen Hintergrund des Wortes
„Geheimnis“ erklären?
Im GRIMM steht Einiges zu GEHEIM und GEHEIMNIS.
Gruß!
H.
Hallo Heinz!
Ganz allgemein: aus dem Adjektiv „geheim“ und der Nomenendung „-nis“ wird das Substantiv „Geheimnis“.
Aus dem Grimm:
_ geheimnis , n. f. subst. zu geheim, erst seit dem 16. jh. (s. 2); mhd. hiesz es heimlîche f., dann auch heimlîcheit, wie noch nhd. heimlichkeit (5), mhd. doch auch geheime f., diesz gleichfalls noch nhd., auch geheimde f. und geheim n., über alle aber hat sich geheimnis erhoben, doch nur in einer bed., die von dem begriffskreis jener blosz ein theil ist (vgl. doch 2, f). nnl. geheimenis f. n., gleichfalls erst seit dem 16. jh. (mysterium, arcanum Kil.), nun auch geheimnis (wol nach dem hd.), doch herscht da im leben geheim n. noch vor. nd. im Brem. wb. 2, 614 heimnis, aus dem 16. jh. heimenus f._
Und zum Adjektiv:
_ geheim , adj. zu heim, wie heimlich, mit dem es an sich zusammenfällt, eine jüngere schwesterbildung dazu; denn die bildung mit -lîch erscheint schon ahd. (Graff 4, 951), die mit ge- erst gegen die nhd. zeit.
1)
a) mhd. ist geheim noch nicht bezeugt, auf jeden fall nicht gangbar, wol aber, wenn auch selten, ein subst. geheime f. (s. d.), heimlichkeit, während ahd. vom ganzen worte noch keine spur ist. als nd. ist bei Schiller u. Lübben nur das subst. verzeichnet, aus dem 16. jahrh. (nnd. geheem adj. gibt Dähnert 147a); vgl. gehêmig unter geheimig. auch im mnl. fehlen beide, das adj. geheem tritt erst im 16. jahrh. auf, wird aber erst im 17. jahrh. eigentlich gangbar, es scheint von hochd. einflusz zu kommen (s. unter c). dafür herscht im mnd. und mnl. die alte bildung, hêmelik, heimelik, wie mhd. heimelîch; auch nhd. ist heimlich noch vorherschend im volke, geheim mehr ein bücherwort, wie es schon Adelung angibt, heimlich ‚mehr im gemeinen leben‘, geheim ‚in der anständigen und edlen schreibart‘ (doch vgl. 3). wäre da einmal das adj. später entstanden, als sein subst.? erst aus diesem rückwärts gebildet? wie das z. b. zwischen dem adv. und seinem adj. vorkommt (s. z. b. gefänglich). s. auch unter 7 a. e., geheimd adj. im verhältnis zu geheimde subst.
b) noch einen anlasz zu solcher rückwärtsbildung kann geheimer dargeboten haben, im anfang des 15. jh., ‚mein geheimer‘, vertrauter, geheimer berater[…]_
bzw.
_ heimlich , adj. und adv. vernaculus, occultus; mhd. heimelîch, heimlîch, heinlîch. dem sinne nach sich mit dem adj.
heimisch berührend, ist heimlich im allgemeinen von jeher mehr in anwendung gewesen und daher auch begrifflich reicher ausgebildet worden. es bedeutet
- zunächst von personen einheimisch, an einem bestimmten orte zu hause, gegensatz zu fremd […]
- von thieren, im hause lebend, zahm, gegensatz zu wild[…]
- aus der bedeutung des heimatlichen und häuslichen flieszt die vorstellung des traulichen und vertrauten[…]
4) aus dem heimatlichen, häuslichen entwickelt sich weiter der begriff des fremden augen entzogenen, verborgenen, geheimen, eben auch in mehrfacher beziehung ausgebildet._
War es das, was du meintest?
Gruß
Dine
Hallo
Habt herzlichen Dank für Eure Mühe, mir bei meinem kleinen Problem zu helfen. Ein wenig hatte ich ja auch selbst schon recherchiert aber die Ergebnisse waren für meine Zwecke nicht ganz befriedigend.
Im Wort steckt der Stamm „Heim“. Meine Frage ist einfach die, wie die Bedeutung des Wortes „Heim“ durch die Vorsilbe Ge- verändert wird. Dazu gibt’s bei Grimm keine Auskunft.
Gruß
Heinz
Hallo, Heinz,
Im Wort steckt der Stamm „Heim“. Meine Frage ist einfach die,
wie die Bedeutung des Wortes „Heim“ durch die Vorsilbe Ge-
verändert wird. Dazu gibt’s bei Grimm keine Auskunft.
es hat wohl weniger mit der Vorsilbe zu tun als damit, was der Begriff „Heim“ - u. a. - impliziert: Was im eigenen Heim, im häuslichen Bereich geschieht, ist für Außenstehende üblicherweise nicht zugänglich.
Vielleicht helfen die Ausführungen auf: http://homepages.uni-tuebingen.de/henrike.laehnemann… und http://books.google.de/books?id=sJnMcggp_1QC&lpg=PT1… weiter.
Gruß
Kreszenz