Gehirnforschung 'beweist' die Existenz Gottes?

Hallo alle,

ganz abgesehen von der Frage, ob der Mensch die Existenz Gottes überhaupt beweisen muss: Was haltet Ihr davon?


Bislang kein Beweis für seine Existenz:

Ist Gott im Gehirn?

Hamburg (rpo). Ist Gott im Gehirn lokalisierbar? US-Forscher haben per Gehirn-Scan in Versuchspersonen Gotteserfahrungen lokalisiert. Bei den Experimenten zeigte sich auch, dass religiöse Erfahrungen häufig durch elektromagnetische Stimulierung gewisser Teile ihres Gehirns erzeugbar sind.
Die Forschungsergebnisse sind unterschiedlich deutbar. Man kann in ihnen auch eine Bestätigung der Existenz Gottes sehen. So zitierte die katholische Zeitschrift „Kirche in“ (Wien) den Neurologen Michael Persinger von der kanadischen Laurentian University mit den Worten „Gott lebt irgendwo zwischen dem Scheitel- und dem Schläfenlappen.“ Es sei für denkende und glaubende Menschen schon immer sicher gewesen, „dass die Gottesidee ebenso nicht aus den Sägespänen entstand wie die Flöhe“. Der Mensch sei nämlich „von Gott zu Gott hin erschaffen.“

Die Fähigkeit, ihn, wenn auch in sehr beschränkter Weise, begreifen zu können, liege in unserer von Gott konstruierten geistig- seelisch-personalen Struktur begründet. Dass dabei die neuralen Wissenschaften paradoxerweise gerade in der Zeit einer fortschreitenden Säkularisierung, also „Gottesvergessenheit“, immer mehr Indizien und Belege lieferten, sei, zumal für den gläubigen Menschen, Trost, Hoffnung und Vorgabe zur Glaubensentscheidung.

Nach Meinung des ebenfalls mit einschlägigen Befunden hervorgetretenen indischen Neurologen Vilayanur Ramachandran (University of California) bedeutet die Tatsache der Existenz einer neuronalen Basis für religiöse Erfahrungen im Gehirn nicht, Gott sei ein Produkt der Biologie des Menschen, existiere also sonst nicht. Andere Forscher betonen, diese Tatsache sei andererseits auch kein Beweis dafür, dass es Gott gebe. Der Radiologe Andrew Newberg (University of Pennsylvania, USA) meint, die Neurowissenschaft könne zwar nicht das Rätsel lösen, ob Gott unseren Geist schuf oder unser Geist Gott, doch könne sie die Natur und Bedeutung mystischer Erfahrungen erhellen.

Kirche steht Forschung kritisch gegenüber

In der katholischen Zeitschrift „Missio aktuell“ (Aachen) wird zu den Bemühungen, „in unseren grauen Zellen die Schaltzentrale des Glaubens ausfindig zu machen“, kritisch gefragt, was mit jenen Menschen sei, die zwar an Gott glauben, aber nie ein übersinnliches Erlebnis hatten. „Schließlich basiert in den wenigsten Fällen der Glaube an Gott, Allah oder einen anderen Allmächtigen auf übersinnlichen Empfindungen.“

Gehirn-Scans lieferten unbestritten überwältigende Beweise dafür, „dass Wahrnehmung und Denken sowie Gefühle grundsätzlich mit bestimmten Gehirntätigkeiten einhergehen“, heißt es in der katholischen Zweimonatspublikation. Und weiter: „Ist Gott damit wirklich erforschbar geworden? Bei genauerem Betrachten belegen die Untersuchungen nicht mehr und nicht weniger als den Umstand, dass in bestimmten Regionen unseres Gehirns bei religiösem Empfinden Aktivitäten stattfinden - oder eben nicht.“

Ein Beitrag der evangelische Zeitschrift „Zeitzeichen“ (Berlin) setzt sich mit der These auseinander, dass Religion und Gottesglauben sich im Laufe der Evolution, der stammmesgeschichtlichen Entwicklung, in das Gehirn des Menschen „einprogrammiert“ haben, damit dieser mit dem Dasein besser fertig wird oder auch dem Chaos der materiellen Welt eine Ordnung abringen kann. Dass also Religion ein Teil der Überlebenstrategie der Gattung Mensch sei. Die Theologen nähmen solche Aussagen mit gemischten Gefühlen auf, heißt es dazu in „Zeitzeichen“. „So wird Gottesglaube zu einem Selektionsvorteil.“

Zu der Frage, ob es nun angemessen sein könnte, von Gott zu reden, sagten jene Thesen der Altertumsforschung und der Biologie noch überhaupt nichts. Zitiert wird dazu der Verhaltensforscher Volker Sommer (London): „Theologen und Naturwissenschaftler können hinsichtlich der Frage nach Gott eigentlich nicht zu gemeinsamen Aussagen kommen.“

Die katholische Zeitschrift „Herder Korrespondenz“ (Freiburg) berichtete über eine Tagung von Dogmatikern und Fundamentaltheologen des deutschen Sprachraums, die ebenfalls ein Schlaglicht auf die Diskussion warf. Ein Teilnehmer, Georg Essen (Nijmegen/Niederlande), sagte, dass sich mit „dem Einsickern des Naturalismus in unsere Lebenswelt“ die Voraussetzung zum Verstehen von Gott verändern. Es entfalle die Möglichkeit, mit der Existenz Gottes als einer vom Menschen verschiedenen Wirklichkeit zu rechnen.

Quelle: http://www.rp-online.de/news/wissenschaft/allgemein/…

Hallo Alexander,

ganz abgesehen von der Frage, ob der Mensch die Existenz
Gottes überhaupt beweisen muss

eben!

Entweder ich glaube oder lasse es bleiben.

Wer Gott erfahren hat, braucht keine Beweise mehr, wer Beweise braucht wird ihn nie erfahren.

Gandalf

Hallo Alexander,

die Schlussfolgerungen haben leider einige Fehler, denn ähnlich könnte ich behaupten, Gehörtes würde nur in einer bestimmten Gehirnregion existieren. Hierzu gibt es nämlich analoge Versuche.
Nun vertrauen wir aber alle darauf, dass das was wir hören wirklich eine Ursache außerhalb unseres selbst hat. Ähnlich wird durch die von dir zitierte Forschung der Gläubige weiterhin darauf vertrauen, dass G’tt (oder was auch immer) außerhalb existiert.

Schalom,
Eli

Gehirnforschung ‚beweist‘ die Existenz von Birnen?
sind BIRNEN im Gehirn lokalisierbar? US-Forscher
haben per Gehirn-Scan in Versuchspersonen BIRNENerfahrungen
lokalisiert.

„dass die
BIRNENidee ebenso nicht aus den Sägespänen entstand wie die
Flöhe“.

oh mann, wie armselig. der streit zwischen idealisten und realisten ist tausende jahre alt. die idee, daß die welt eigentlich in unserer vorstellung existiert, ist ebenso uralt.

noch armseliger ist, daß wiedermal versucht wird, mit neurologischer forschung für philosophische positionen zu argumentieren.

die frage nach der existenz gottes bezieht sich natürlich auf eine existenz unabhängig von einem anderen bewußtsein. sonst wäre es eben keine existenz, sondern ein bewußtseinsinhalt.

antwort an den artikel: thema verfehlt.

gruß lehitraot.

Hallo Alexander!

Mit materiellen Mitteln kann zwar die Materie erforscht werden, aber nicht der Geist. Zur Erforschung des Geistes sind geistige Mittel erforderlich.

Gott, unser allerliebevollster Vater im Himmel, der im Leib Jesu die Erde betrat, will mit dem Herzen gesucht werden. Das ist das richtige geistige Mittel. Wer Gott nur mit dem Verstand sucht, wird ihn nie finden, sondern sich nur immer mehr von ihm entfernen.

Wer näher zum Himmelsvater kommen will, der liebe IHN über alles und seinen Nebenmenschen wie sich selbst und halte die 10 Gebote Moses. Und er handle wie der barmherzige Samariter

Gruß Helmut

Hallo Alexander,

die Antwort steht ja schon im Artikel,

Nach Meinung des ebenfalls mit einschlägigen Befunden
hervorgetretenen indischen Neurologen Vilayanur Ramachandran
(University of California) bedeutet die Tatsache der Existenz
einer neuronalen Basis für religiöse Erfahrungen im Gehirn
nicht, Gott sei ein Produkt der Biologie des Menschen,
existiere also sonst nicht. Andere Forscher betonen, diese
Tatsache sei andererseits auch kein Beweis dafür, dass es Gott
gebe.

Und schon sind wir wieder genau da, wo wir angefangen haben. Die Existenz Gottes ist nicht bewiesen. Seine Nicht-Existenz auch nicht. Folglich werden gläubige Menschen weiter „nur“ glauben müssen und Ungläubige weiter nicht an Gott glauben. Und beide Gruppen werden dies -wie schon immer- mit ihren subjektiven Erfahrungen und Empfindungen rechtfertigen. Und diese subjektiven Empfindungen sollte man einfach respektieren, ansatt sich immer gegenseitig zu missionieren.

Gesülze…
Hallo Helmut

Mit materiellen Mitteln kann zwar die Materie erforscht
werden, aber nicht der Geist. Zur Erforschung des Geistes sind
geistige Mittel erforderlich.

Hat dein Lorber ganz richtig erkannt, ein Verbot für geistige Getränke hat er nicht erlassen. Warum wohl? Ein Schelm…

Gott, unser allerliebevollster Vater im Himmel, der im Leib
Jesu die Erde betrat, will mit dem Herzen gesucht werden.

Muskel zu Muskel…

Wer Gott nur mit dem Verstand sucht, wird ihn nie finden,sondern sich nur immer mehr von ihm entfernen.

Haben die Lorberianer noch oder haben sie nicht mehr? Verstand meine ich.

Wer näher zum Himmelsvater kommen will, der liebe IHN über
alles und seinen Nebenmenschen wie sich selbst und halte die
10 Gebote Moses. Und er handle wie der barmherzige Samariter

All die, die in solchem Gesülze ersoffen sind, werden wohl als Kollateralschäden abgebucht.
Wenn du deine Mitmenschen liebst, verschone sie bitte mit der lorberschen Heilslehre - Lachen ist zwar gesund, totlachen weniger…

Hast du mich noch lieb?
Max

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Hallo.

Hallo alle,
ganz abgesehen von der Frage, ob der Mensch die Existenz
Gottes überhaupt beweisen muss: Was haltet Ihr davon?

Ich finde, man sollte genau diese Frage erst einmal klären.
Meiner Meinung muss man die Existenz nicht beweisen, denn selbst wenn man es beweisen könnte, würde es an der ganzen „Gibt es Gott wirklich?“-Diskussion nichts ändern. So ist es doch immmer bei Beweisen.

Philosophisch kann man jeden Beweis knacken. Daran kommt man nicht vorbei.

Letztendlich wird jeder, der an Gott glaubt, weiter an ihn glauben, jeder der nicht an ihn glaubt, wird es auch weiterhin nicht tun.

Was mich aber wundert ist, dass diejenigen, die jeweils eine andere Meinung haben als diejenigen mit der entgegengesetzten Meinung immer versuchen müssen, Beweise zu finden und den anderen versuchen ihren Glauben aufschwatzen zu müssen. Und das mit allen Mitteln. (Was ja auch überall in der Welt zu beobachten ist).

Eine sachliche Diskussion ist sowieso schon lange nicht mehr möglich. Letztendlich hat jeder seine eigene Meinung dazu; ich glaube nicht an Gott. (Egal ob es ihn jetzt gibt oder nicht)
Es ist auch nicht wichtig. So lange jeder mit seiner Einstellung glücklich ist, ist alles in Ordnung.

Ich vermisse in den Diskussionen immer das freundliche soziale Verhalten. Und das ist nach meiner Meinung Gott. Respekt, den anderen so akzeptieren wie er ist usw.
Und wenn ich Gott definieren sollte, dann würde ich ihn als den eigenen Charakter verstehen, einen virtuellen Freund, den gedachten Lenker des eigenes Lebens bezeichnen.
Also schon im Kopf, nein, besser in seiner eigenen Gedankenwelt.
Und das ist auch gut so.

Gruss
Thomas

Hallo alle,

ganz abgesehen von der Frage, ob der Mensch die Existenz
Gottes überhaupt beweisen muss: Was haltet Ihr davon?
Ist Gott im Gehirn?

> Bin auch dafür: Gott und die Welt entstehen im Gehirn !

Hamburg (rpo). Ist Gott im Gehirn lokalisierbar?

> Er- Gott ist sicher nicht da, jedoch weiss man, dass irgenwo im limbischen System „mystische Gefühle“ erzeugt werden.

Kirche steht Forschung kritisch gegenüber

> leider ist es so - die Kirche mag die Wissenschaft gar nicht! Diese Aussage ist besonders bemerkenswert: Die Religion macht unser Dasein etwas erträglicher !

Mit besten Grüssen. hardy