Hallo Joachim,
zuerst, der Akustiker kann wie jeder andere Handwerker bei Mängeln nachbessern. 2 mal muss man das hinnehmen, wenn die Kosten für einen Tausch unverhältnismäßig sind.
Wenn es dann immer noch nicht passt, kann man auf Tausch, bzw. Neufertigung bestehen.
Das ist ganz normales Recht laut BGB. Und wenn der Mangel sogar durch dritte, in diesem Fall der HNO bestätigt wird, sollte das kein Problem sein.
Gerade weil der HNO den Sitz, bzw. die Größe bemängelt sollte der Akustiker sich bemühen schnellstmöglich die Sache zufriedenstellend zu lösen. Denn er ist ja darauf angewiesen, dass der HNO seine Arbeit gut findet. Schleßlich ist er in gewissem Maße vom HNO abhängig, da dieser die Verordnungen für neue Hörgeräte ausstellt.
Der Akustiker ist doch auch auf seinen Ruf bedacht, er kann doch kein Hrgerät anpassen das Schmerzen verursacht. Dann kommt doch keiner mehr.
So und nun zur Sache selbst, leide hast du nicht geschrieben, was für eine Art von Hörgerät es ist,
Wenn es eines ist, das ganz im Ohr sitzt, ein sogenanntes Im-Ohr-Gerät dann ist es tatsächlich mit großen Kosten für den Akustiker verbunden, da er nur keine Änderungen an der Form des Gerätes selbst vornehmen kann. Eine Neue Schale zu fertigen ist teuer, dass er da zuerst schleift und versucht, ist zunächst verständlich. Aber nicht über mehrere Wochen.
Falls es ein Hinte-dem-Ohr Gerät ist, und nur das Maßohrstück verändert werden muss, dann sind es viel geringere Kosten, und wenn es nun nach so viel Nacharbeiten immer noch nicht geht, sollte das Ohrpassstück mit einem neuen Abdruck des Ohres neu gefertigt werden. Wobei der Akustiker schon die Abformung bearbeiten kann und bevor das neue Ohrstück daraus gemacht wird, kann er die bearbeitete Form ins Ohr einsetzen und kontrollieren ob bei diesem Versuch die Otoplastik ohne Druckgefühl im Ohr sitzt.
Falls du noch Fragen hast, oder es ein anderes Gerät ist, dann gerne nochmal nachfragen.
Viele Grüße und Erfolg wünscht
HOK