Hallo zusammen!
Meine Frage steht eigentlich schon oben: Gehört ein Laptop in jede Schultasche?
Mich würde nun interessieren, wie sie darüber denken? Was hätte dieser an einigen Schulen erprobte Vorschlag ihrer Ansicht nach für Auswirkungen (postiv gesehen und möglicherweise auch negativ)
Über eine Stellungnahme ihrerseits würde ich mich sehr freuen. Vielen Dank im Voraus!
MfG
Marie
Hallo Marie,
das hört sich aber stark nach einer Erörterung in Deutsch an…
Gehört ein Laptop in jede Schultasche?
Nein.
Was hätte dieser an einigen Schulen erprobte Vorschlag ihrer
Ansicht nach für Auswirkungen?
- Ausgrenzung finanziell schwacher Familien bzw. deren Kinder
- Kids schreiben nichts mehr mit der Hand
- Lehrer müssen sich intensiv mit dieser Methode auseinandersetzen
- Lehrer müssen PC-Hilfe leisten, wofür ihnen aber meist das Wissen fehlt
- führt zur Abhängigkeit von der Technik
- Markendenken wird gefödert
- deutliches Schriftbild
- Kids werden mit dem PC vertraut
Den Rest musst du selbst herausfinden…
Gruß
Tato
Hallo Marie,
das hört sich aber stark nach einer Erörterung in Deutsch
an…
Das finde ich aber auch. Ist sicherlich eine HA
Hab ich das nicht gestern aufgegeben???
))
Hi,
mag sein, daß es eine hausarbeit sein soll…
Wie dem auch sei; ich kenn das aus der uni. Fast jeder rennt da mit nem schlepptop rum. Muss das sein?
Nun, uni-technisch kann ichs durchaus nachvollziehn, obwohl ich eher schreibtisch-gebunden arbeite (das hat aber mehr mit meine vorliebe für games zu tun).
In einer schule?
Da muss man mehrere aspekte bedenken.
Einem lehrer, der mir so ne arbeit aufdrückt bekäm eh serst mal zu hören, daß ich dafür nur gehirnschmalz verschwende, wenn die schule auch die nötige infrastruktur böte, i.e. ein hot-spot für w-lan u.a…
Das ist natürlich überspitzt ausgedrückt, könnte/muss man aber als hypothetische bedingung in die argumentation einfließen lassen.
Nun mal ein par pros und cons:
- mit hotspot enorme recherchemöglichkeiten noch kurz vor einer stunde
- möglichkeit einer multimedialen ausbildung
- teuer -> offensichtlich werden sozialer unterschiede
- es müsste wahrscheinlich von allen ein standardisiertes modell erworben werden (wies ja auch bei TRs immer geht), was bei den anschaffungskosten unzumutbar ist.
- dann müsste es einen workshop geben, der einem die benutzung nahebringt. Woher sollen dafür die mittel kommen??? Wenn diese allerdings gibt, wäre das ein pro-punkt.
-
ruhigeres pausenklima. Die schüler recherchieren
oder zocken in netzwerken ODER ABER mehr gewalt, wenn das problem mit den sozialen unterschieden nicht gelöst werden kann, oder es aber KEIN standardmodell gibt. Dann klaut dir nämlich keiner deine 100€-schuhe, sondern deinen 1100€-compi. -
falls genügend beamer zur verfügung stehen (das sind aber meist die ersten dinger, die geklaut werden) hat man keine drögen referate mehr, sondern multimedia präsentationen
-> daraus wieder der negativ-punkt: Um so etwas sinn zu verleihen muss es natürlich auch einen power-point-kurs geben. (Woher kommen dafür die mittel???) -
die schule spart kopierkosten; denn die lehrer könnten handouts einfach über das wireless-schulnetzwerk verteilen.
-> WIEDER: um dem ganzen sinn zu geben muss jeder lehrer ebenfalls compi-kenntnisse haben. Und das bezahlt wieder KEINER…
– Hätte man also dennoch ein subvebtioniertes schulnetzwerk müsste man außerdem ständig rechtslagen prüfen, was z.b. die vervreitung von referaten betrifft, die sich geschützter multimedialer quellen bedienen.
So, das ist das, was mir so ad hoc einfällt. Strukturieren müsstest du die argumente selbst, je nachdem, zu welchem fazit du kommen möchtest.
MEIN FAZIT ist: Das alles klingt wie der sozialismus. Es würde uns paradiesische zustände an den schulen bescheren, was lehr- und lernmöglichkeiten angeht. Es würde aber an durchführbarkeit scheitern. Alles in allem halte ich ein solches thema für lächerlich, da ich selbst mein kind kaum auf eine schule schicken würde, die so etwas bietet, zeitgleich aber zu der überwiegenden mehrheit der schulen gehört, die völlig marode und asbesturchsetzt sind.
LG Alex:smile:
Hallo Marie,
noch ein paar zusätzliche Anmerkungen von mir:
- Rechtschreibung wird noch weniger beherrscht, da das nun Word erledigt.
- Schriftbild kann sich nicht richtig entwickeln
- unaufmerksamere Schüler, die heimlich im Unterricht spielen
- über entsprechende Software kann jeder so schnell sich den Lernstoff aneignen, wie er kann oder will (es gibt halt entsprechende Abgabetermine), Nachteil: Abschreiben wird noch einfacher.
So, das war meine Hilfe zu den Hausis,
Nina
Hallo MArie,
definitiv nicht.
Bestenfalls nach Hause. Aber nicht in die Schultasche. Dort gebe ich einem Notebook keine 2 Wochen. Dann ist es entweder sozialisiert - sprich geklaut oder kaputt.
In der Schule hat das wirklich noch nichts verloren.
Gruß
Peter
Als ich noch Lehrer in der Erwachsenenbildung war (Abendschule), hätte ich mir so ein Ding für jeden Schüler dringend gewünscht. Meine Recherchen nach Billig-Laptops liefen seinerzeit ins Leere. Sie waren allesamt noch zu teuer, auch gebraucht (vor ca.10 Jahren).
Heute ist es duchaus möglich, ein gebrauchtes Laptop für € 20,- bis 30,- zu erstehen (Versteigerungen). Das wäre etwa das Äquivalent von 1 bis 2 Schulbüchern. Dieses Laptop muß nichts anderes können als eine Textverarbeitung zu verwalten. Daß eine Korrektur beinhaltet ist, wäre kein Nachteil, sondern der starke Punkt, auch im Fremdsprachenunterricht. Denn es gilt die didaktische Devise: Fehler müssen korrigiert werden, bevor sie geschehen. Einmal gemachte Fehler (z. B. in HA), die dann auch noch „übernachten“, sind nur schwer wieder wegzukriegen. Sie bleiben mindestens so hartnäckig haften wie die korrekte Version. Darüber gibt es gesicherte Forschung.
Für die Fehlerkorrektur gilt: der Schüler muß immer noch entscheiden, ob seine Schreibweise zu Recht korrigiert wird, und für welchen der Korrekturvorschläge er sich entscheidet, d. h. seine Rechtschreibkompetenz bleibt unangetastet und autonom.
Diese Form der Fehlervermeidung bei gleichzeitiger Erweiterung des Bestandes nennt man im FU „prompting“, also soufflieren. Dagegen ist nichts zu sagen. Es würde das Erlernen der Rechtschreibung kolossal entlasten und verkürzen. Korrekturen durch den verfassenden Schüler am Bildschirm wären einfach und sauber.
Auch die kompositorische Gestaltung eines Textes wäre spannender. Textblöcke können in der bewährten Manier hin- und hergeschoben werden, vielleicht auch unter der Anleitung des Lehrers , der vorbeischaut. Dieser hätte nicht die altmodische Schwierigkeit, zunächst die Handschrift des Schülers entziffern zu müssen.
Zu Ende einer Arbeitssitzung (z. B. Klassenarbeit) könnte der Lehrer schön altmodisch Disketten einsammeln gehen (versehen mit dem Namen des Schülers). LAN und anderer Schnickschnack wäre schön, muß aber nicht sein.
Bei dem Einstandspreis der Hardware bestünde kaum Gefahr, daß Diebstähle häufig vorkämen.
Der beste Unterricht…
…findet komplett ohne Material statt.
Zumindest habe ich immer so empfunden, wenn
der Lateinlehrer wieder mal mit leuchtenden
Augen von Seneca oder Vergil geschwärmt hat,
wenn der Mathelehrer mit einem Zenon-Paradoxon
die periodischen Zahlen eingeführt hat.
Beim Laptop wird sich sowohl Schüler als auch
Lehrer weit mehr mit dem Medium als mit
dem Inhalt des Mediums beschäftigen und
auch beschäftigen müssen.
Ein Computer zum Computerunterricht ja,
als Frontalmedium für den Ersatz von
Video und TLP ja, aber woanders stört
er mehr als das er nützt.
Gruss, Marco
Das einzige was dir wirklich weiter hilft ist ist das Ev. Stiftische Gymnasium in Gütersloh.
dort wird unterstützt von der Bertelsmann-Stiftung ein Schulversuch mit laptops gemacht. Jeder Schüler ab Mittelstufe hat eins.
such mal die web-site und gucke ob da was drüber drin steht.
gruss
…findet komplett ohne Material statt.
Zumindest habe ich immer so empfunden, wenn
der Lateinlehrer wieder mal mit leuchtenden
Augen von Seneca oder Vergil geschwärmt hat
habe ich auch erlebt. Unvergesslich.
Beim Laptop wird sich sowohl Schüler als auch
Lehrer weit mehr mit dem Medium als mit
dem Inhalt des Mediums beschäftigen
Kidz sind schnell. Und WORD ist einfach.
woanders stört
er mehr als das er nützt.
Nur eine Frage der Zeit, bis so ein Ding an jedem Schülertisch steht. So wie früher die Tintenfässer.
Hier das gegenwärtige Preisniveau für einen guten gebrauchten Laptop (hab ich selber, diesen Typ):
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&rd=1&it…
Gruss, Jo
erst, wenn der Laptop die Größe eines Schulheftes hat, und einem somit das Mitnehmen von Heften und Büchern erspart. Die Form sollte so sein, dass man mit Stift darauf schreiben kann (ohne Tastatur!).
Diese Form wird heute in ersten Ansätzen von Tablet-PCs erfüllt (ich experimentiere damit gerade), die sind aber noch zu dick und schwer.
Ich sehne mich da nach elektronischem Papier, dass es schon als Prototyp gibt…
Die jetzigen normalen Notebooks sind zu schwer, müssen zusätzlich mitgenommen werden (als ob der Rest nicht schwer genug wäre), das Geklappere der Tastaturen wäre im normalen Unterricht fürchterlich störend, Tafelbilder mit Formeln und Bildern (Naturwissenschaften+Mathe!) sind nicht mit Tastur und Maus zu übertragen.
Stell mal die Frage, was überhaupt der Sinn des Notebooks sein soll!
Mit Word taugt er nur als (noch - s.o.) miserabler Heftersatz, ansonsten benötigt er mehr oder weniger teure Zusatzprogramme, um den Unterricht sinnvoll zu ergänzen.
Laptop in die Schultasche? Nein.
Notebook in die Schultasche? Auch nein.
Tablet in die Schultasche? Noch nicht.
Nachfolgegeneration - ja!
Grüße
Korbinian
Hi Korbinian,
Die
Form sollte so sein, dass man mit Stift darauf schreiben kann
(ohne Tastatur!).
Darf ich fragen, warum?
Unser Sohn hat Legasthenie. Auf Anraten des Spezialisten
schreibt er Druckschrift und nicht kursiv (zwischendurch -
er ist inzwischen 14 - hat er kursiv besser als Druckschrift
geschrieben - im englischen System lernen die Kinder erst
drucken - aber jetzt hat er eindeutig eine lesbarere Schrift
und bessere Rechtschreibung, wenn er druckt).
Am Keyboard schreibt er fast so schnell (bald schneller als
mit der Hand, nehme ich an) wie mit Fueller/Kuli/Bleistift,
und seine Rechtschreibung ist eindeutig besser (ohne REcht-
schreibcheck, denn den haben wir nur auf Englisch). Das
deckt sich auch mit der Information, die ich sonst zu dem
Thema habe.
Warum bestehst du also keyboardfreies Arbeiten?
Gruesse
Elke
Hallo,
ich kann mir vorstellen, dass es manchmal (so wie in deinem geschilderten Fall) bestimmte Vorteile haben kann, am Computer zu schreiben.
Aber was ich aus der bisherigen Erziehung meiner Kinder und aus Fachartikeln entnehmen kann: Das Arbeiten mit dem Computer ersetzt nicht das „ganzheitliche“ Lernen, das Fühlen und Experimentieren. Das „Malen“ der Schleifen und Linien für die Buchstaben ergibt einen anderen Lerneffekt als das gleichförmige Klappern auf der Tastatur.
Dies gilt auch für alle anderen grundlegenden Lernbereiche (außer Programmieren & Co).
Natürlich kann man alles Mögliche mit dem Computer machen - aber vieles kann man auch ohne, und das ist oft besser, weil die Einbeziehung aller Sinne wichtig ist für die Entwicklung, während beim Computer fast ausschließlich der Sehsinn beansprucht wird…
Beatrix
http://www.trixi.de
Zustimm!
naja vielleicht nicht unbedingt ganz ohne Material - aber ein Computer ist auf jeden Fall entbehrlich…
Beatrix
http://www.trixi.de
Hi Beatrix,
was du schreibst, stimmt sicher fuer die Grundschule.
Aber Schleifchen malen und all das ist, glaube ich,
in der Mittelstufe nicht mehr wirklich noetig.
Gruesse
Elke
Hi Beatrix,
was du schreibst, stimmt sicher fuer die Grundschule.
Aber Schleifchen malen und all das ist, glaube ich,
in der Mittelstufe nicht mehr wirklich noetig.
…da wäre eine tastatur manchmal echt hilfreich, denn der großteil schreibt wohl darauf schneller als mit der hand. fazit: schneller geschrieben und leserlich.
und man prägt es sich sicherlich genauso gut wie selbstgemalt ein, vielleicht noch besser, weil mans hinterher immer noch entziffern kann. außerdem kommt nix in irgendwelchen weiten des ranzens weg, weil man mal wieder ein „schmierblatt“ (o-ton lateinlehrer!) brauchte.
ich sehne mich im aufsatz oft nach ner tastatur, einfach, weil ich dann nicht ständig meine hand verkrampfen muss (ok, mag daran liegen, dass ich nicht wie alle andern mit daumen und zeigefinger, sondern mit daumen und mittelfinger schreib), und weil es allgemein schneller ginge, der zeitaufwand wäre nicht so groß (4 stunden ist schon hart).
ok, in mathe wäre ein laptop wohl hoffnunglos.
Gruesse
Elke
gruß
yvi