es gibt leider keine narrensicheren Geräte, hier gilt noch mehr als anderswo die alte Messknechtregel „Wer misst, misst meist Mist“.
Ohne einen Kurs sehe ich keine Chance, mit einem Geigerzähler ein halbwegs verwertbares Ergebnis zu bekommen, zumal bei einer Messung im Normalfall immer an der Empfindlichkeitsgrenze des Gerätes operiert wird. Da täuscht oft schon das Eigenrauschen eine furchterregende Strahlung vor.
In Messtechnik-Labors an Ingenieurschulen sollte sich ein Laborknecht finden lassen, der einem den Umgang erklärt (dauert eine Stunde oder auch zwei), der weiß dann auch zum Gerät was zu sagen.
richtige antwort, kann man nur so unterschreiben. wird aber vermutlich nix bringen, denn wenn ich schon die worte „normale Strahlenbelastung in Lebensmitteln, Haus und Garten“ und „Tschernobyl- Reststrahlung“ lese, wird es sich vermutlich weniger um einen wissenschaftlichen ansatz handeln. da wird man mit einer wünschelrute besser beraten sein.
die Bundeswehr bietet manchmal Strahlenmessgeräte gebraucht an. Nach der Fragestellung haben aber weder du noch deine Bekannte das nötige Wissen, so ein Gerät zu bedienen oder die Ergebnisse zu intepretieren. „Wenn’s knattert dann böse“ reicht nicht. Ausserdem ist längst nicht jedes Gerät für jede Strahlunsgart geeignet. Mit dem falschen Gerät könntest du eine tödliche Bedrohung glatt übersehen.
Für billig Geld gibt es auf dem Markt absolut nix!
Um Reste der Tschernobyl-Kontamination zu finden brauchst Du einen sog. Vielkanaler oder 1 Kanaler mit variablen oberen und unteren eV-Schwellen. Zusätzlich eine Bleiburg, damit Du die Umgebungsstrahlung ausschließt.
Ich habe so was damals von meinem Arbeitgeber gekauft. Gewicht der Bleiburg (ohne den Bodenabschirmakku) ca. 110kg, Nutzvolumen ca. 150ml, Wandstärke 5,5cm.
Alles steinalt (40 Jahre), funzt aber noch prima, da die Szintillometerkristalle immer in Bleimänteln gelagert sind.
Ein Freund wollte damals wissen, ob H-Milch mit Cs kontaminiert sei.
Da es sich z.T um sehr weiche Strahlung handelt (wir hatten die untere Schwelle auf 30kV runtergeschraubt) konnten wir die Milch in Kondome abfüllen und versuchten zu messen. Gefunden haben wir in der Milch praktisch nix, aber ein oberpfälzer Granit (Oberviechtacher aus dem Aschatal) hat ganz schön geknattert. Ein SRAT Szintillometer hat den schon nicht mehr als schwächlich wahrgenommen und ein GRAETZ X50 -das damalige Standardgerät beim THW (Katastrophenschutz)- ignorierte den vollständig.
Also vergiss das Ganze und geh an ein Institut für Kernphysik oder Chemie und lass dir dort erklären, warum das für unter n*10e5 € an Gerätekosten kaum zu realisieren ist.
Gruß von Olschi
seinerzeit Strahlenschutzbeauftragter für den Umgang von umschlossenen und offenen radioaktiven Stoffen.
Also, die Billigdinger fangen bei 300 Euro an (Conrad)
Da es sich irgendwie nach nem Scherz anhört, solltest du dir nen gebrauchtes Billigteil holen oder selbst einsbauen, wenn du weißt, was du tust (ja das geht)
Zunächst mal danke an alle, die mir sachlich und gut geraten haben.
(Auf überhebliche Kommentare kann ich auch in diesem Brett verzichten.)
Tatsächlich war ich, als Laie, der den Geigerzähler zwar vom Funktionsprinzip her, aber sonst nur aus diversen TV-Sendungen kennt, eigentlich der Meinung: „Je gefährlicher, desto knatter.“
Und natürlich habe ich mich auch ein wenig umgesehen, z.B. hier:
Meine Meinung, als Laie, war, dass man, wenn man Alpha-, Beta- und Gammastrahlung misst, ja eigentlich nichts falsch machen kann.
Überrascht war ich einerseits, dass ich auf Meinungen stieß, nach denen alles unter 10 000.- Euro Schrott sein sollte und andererseits im Internet Angebote für rund 42.- Euro fand.
Die Grundidee war übrigens, eventuelle Strahlenbelastung durch AKWs festzustellen.
Die Grundidee war übrigens, eventuelle Strahlenbelastung durch
AKWs festzustellen.
Das ist eine ganz andere Aufgabenstellung, als Lebensmittel zu messen. Für eine Langzeitmessung (falls man den staatlichen Meßstellen mißtraut) in der Luft ist ein Geigerzähler schon brauchbar. Um herauszufinden, ob die evtl. erhöhte Belastung vom KKW kommt oder vielleicht der Nachbar ein neues Granitpflaster verlegt oder sein Dach mit Schiefer eingedeckt hat, genügt der aber nicht.
Ein blöder (?) Vergleich dazu (mir fällt aber spontan kein besserer ein) - wenn du in deinem Zimmer nur die Helligkeit mißt und es dunkler wird, kann das verschiedene Ursachen haben. Nur als Beispiel könnte es Nacht werden, draußen ein Unwetter sein, irgendjemand einen riesigen LKW vor dem Fenster geparkt haben, die Fenster dreckig sein, …
Tatsächlich war ich, als Laie, der den Geigerzähler zwar vom
Funktionsprinzip her, aber sonst nur aus diversen TV-Sendungen
kennt, eigentlich der Meinung: „Je gefährlicher, desto
knatter.“
Im Prinzip Ja …
… das gilt aber nur kurzeitige Exposition.
Bei sehr hoher Strahlung werden die meisten Zellen in deinem Körper einfach durch die Strahlung gekillt. Entsprechend lebst du nicht mehr lange, meist nur noch Stunden bis Tage.
Hier rattert und kanttert dein Geigerzähler wie wild. Solche Dosen bekommst du aber nur bei Atombomben oder einem SuperGAU ab. Geziehlt werden solchge Dosen in Medizin, bei Knochenmarkstransplatationen eingesetzt. Dabei geht es darum das entartete Knochenmark abzutöten, bevor das neue transplantiert wird.
Mit solchen Dosen kann man auch sterilisieren. Erlaubte Anwendung ist in der Medizin, wo Materialien so sterilisiert werden. Unerlaubt ist dise Methode bei Lebensmitteln (gerne z.B. bei Gewürzen angewendet).
Niedrige Strahlendosen haben eine andere Wirkung: Zellen werden nicht direkt abgetötet sondern das Erbgut wird zerschossen, also verändert. Das Resultat ist dann meist Krebs.
Bei der Aufnahme über die Nahrung ist das Gemeine, dass der Körper die Isotope nicht als solche erkennen kann und sie z.B. im Knochen einbaut. Nach Jahren zerfällt das Isotop und kann das Erbgut einer Zelle beschädigen. Ursache und Krebs liegen in diesem Jahre bis Jahrzehnte auseinander.
Um herauszufinden, ob die evtl. erhöhte Belastung
vom KKW kommt oder vielleicht der Nachbar ein neues
Granitpflaster verlegt oder sein Dach mit Schiefer eingedeckt
hat, genügt der aber nicht.
Hallo Rene.
Ist ja hochinteressant. Also strahlen Granit oder Schiefer anscheinend von Natur aus?
Aber diese Strahlung ist dann doch auch, eventuell in geringstem Maße, gesundheitsschädlich?
Muss ich sie, wenn ich das Risiko der Gesundheitsschädigung (Krebsrisiko) minimieren möchte, zumindest theoretisch, nicht ebenso meiden?
Um bei deinem Beispiel zu bleiben: Wenn ich es möglichst hell im Zimmer haben möchte, werde ich doch auch alles tun um die Faktoren, die zur Verdunkelung führen, auszuschalten. (Etwa zuerst mal Fenster putzen. )
von Granit oder Kacheln des Wohnzimmertisches bekommst Du in der Regel „nur“ Gamma-Strahlung und nur wenig ab.
Die Zerfälle in normaler Milch sind da schon stärker, vor allem weil „in Deinem Körper“. Auch die „Hintergrundstrahlung“ ist wesentlich stärker. Im Flugzeug ist die Strahlung nochmal (grob) Faktor ~20 erhöht.
Krebs entsteht täglich in Deinem Körper, so wie Du Dich täglich mit Vieren und Bakterien infizierst oder irgendwo anstößt. Sterben wirst Du nur, wenn es zuviel für Deinen Körper ist. (z.B. mit 100km/h Kopfüber an einem Baum anstoßen )
Ich habe keine Panik und ich werde auch keine bekommen. (In meinem Alter ist eh (fast) alles zu spät.
Es geht mir eher um die Prinzipien.
Angenommen ich wäre noch jung und suchte eine Wohnung, wäre ich dann, unabhängig von anderen Kriterien, gut beraten, wenn ich eine auswählte, die in einem strahlungsarmen Gebiet liegt?
Würde ein „normaler“ Geigerzähler mir dabei helfen, das fest zu stellen?
Es gibt doch, soweit ich weiß, Gebiete in Deutschland, in denen das Krebsrisiko höher ist, als anderswo.
Hi, von dem Schieferdach des Nachbarn bekommt man tatsächlich nur Gammastrahlung ab,
von den Fliesen, Granit, Schieferboden im eigenen Haus bekommt man natürlich schon Beta und falls man Barfuss geht auch Alphastrahlen (aber nur auf der Haut) ab.
Meiner Beobachtung nach sind in den handelsüblichen Materialien die Werte ca 3-5 mal so hoch wie die sonstige Umgebungsstrahlung (Natürlich, Tschernobyl, Atombomben) , aber eben nur in unmittelbarer Nähe (cm Bereich).
Also ehrlich gesagt ich sehe mir das schon vorher an bevor ich das zB. im Bad oder wo eben sonst noch eine Fussbodenheizung hinkommt. Es kribbelt sonst so ungut auf der Fußsohle nein im Ernst es muss eben nicht sein, es gibt genügend schöne Alternativen die nicht Strahlen.
Die meisten strahlenden Urgesteine und Baustoffe enthalten Spuren von Uranverbindungen oder Glasuren die selbstverständlich Alpha- und Betastrahler sind.
Im Garten würde ich aber schon Granit und Porphyr verlegen.
Zumal hier ja kaum geschnitten etc. wird um den Stein zu verlegen.
Ansonsten solllten die Steine, Fliesen nur nass geschnitten werden und nicht mit der Flex.