Geisteskrank oder koerperlich, aber nicht beides

Hallo Freunde der Medizin

Ich habe gelesen, dass Schizophrene viel seltener an Krebs leiden,
als sie es statistisch muessten. Zur Begruendung stand dabei, dass
Krankheit viel tiefer liegende Ursachen hat, als Mediziner gemeinhin
glauben. Also sind beispielsweise Einfluesse wie Kanzerogene oder
aehnliches keine Ursache von Krankheit, sondern krank wird der
Mensch, wenn im ganzen physischen und sozialen System etwas nicht
stimmt. Solche Disharmonien druecken sich dann in Form von
Krankheiten aus, und zwar entweder in koerperlichen oder
Geisteskrankheiten. Hat die Disharmonie einen Weg gefunden, sich zu
entladen, dann braucht sie keine anderen Wege mehr und deshalb haben
die meisten Menschen nur eine schwere Krankheit und nicht mehrere.
Ich halte diese Ansicht fuer sehr esoterisch und fantastisch, aber
wie denkt ihr darueber? Und stimmt die Aussage vom Anfang?

Gruss, Tychi

Hallo,

sicher gibt es - wissenschaftlich belegbar - sich klar ausschließende Krankheiten, weil z.B. ein im Übermaß vorhandenes Stoffwechselprodukt verhindert, dass sich andere Produkte bilden können, bestimmte Erreger keine Angriffsfläche mehr finden, …

Was allerdings dieser Eso-Schmonzes soll, dass sich psychische und physische Erkrankungen ausschließen sollen, weiß ich auch nicht. Sicherlich soll damit mal wieder etwas verkauft werden.

Gruß vom Wiz, der gerade den Todesfall eines Menschen erlebt hat, der an Krebs, Demenz und Depressionen litt, was ja wohl das beste Gegenbeispiel für diese Schwachsinnsthese ist

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Tichy

Das Körper, Seele und Geist eine Einheit bilden und eine Störung in einem bereich auf einen anderen übertragen werden kann, sollet m.E. klar sein.

Das es psychosomatische Krankheiten gibt ist heute umbestritten. (geht soweit, dass wenn der Arzt nichts findet, dass er den Patienten zB an den Psychologen überweisst). Aber das es auch somatopsychische Krankheiten gibt, wird leider kaum beobachtet.

Gerade in Schizophrenen und Depressiven bereich gibt es einige Studien, dass viele die darunte leien, eine glutenunverträglichkeit haben und/oder einen Fettsäurestoffwechselproblem haben und weiteres.
Bei gewissen Menschen werden dioe Proteine aus gluten nicht richtig aufgespalten und gelangen in den Blutstrom, Dort haben sie opiate Wirkungen. In einer studie wurde mal festgestellt, dass 35% (!!!) der Insassen in einer psychiatrischen klinik eine Glutenunverträglichkeit haben. Das Gehirn besteht vorallem aus Fettsäuren. Ein Fehlen der richtigen Fettsäuren kann sich nachteilig auswirken.
Niacinmangel und eine Belastung mit Colostrienbakterien (Behandlung: Lactobazillus GG) sind weitere mögliche Faktoren.
Kurz gesagt, viele sind (auch) „geisteskrank“ besser gesagte psychisch krank, weil sie (auch) körperlich krank sind.
Aber das will die Psychiatrie trotz Studien nicht wahrhaben. Das eigentlich unnötige Leiden von Abertausenden ist die Auswirkung davon.

Gruss
beat

hi Tychi

Wenn man die reinen Zahlen nimmt lässt sich das Phänomen eventuell statistisch erklären.
Geistig Kranke Menschen haben eine geringere Lebenserwartung als geistig Gesunde und zwar weil die Suizidrate viel höher ist!
Mit jedem geistig Kranken der sein Leben durch Selbstmord beendet „verschwindet“ ein Mensch der in späteren Jahren potientell an Krebs sterben könnte.

Viele Grüße
sue

Studie
Hi Beat,
hast Du eventuell den Namen oder den Erscheinungsort der Studie?
Würde mich sehr interessieren.

Viele Grüße
sue

Solche Disharmonien druecken sich dann in Form von

Krankheiten aus, und zwar entweder in koerperlichen oder
Geisteskrankheiten. Hat die Disharmonie einen Weg gefunden,
sich zu
entladen, dann braucht sie keine anderen Wege mehr und deshalb
haben
die meisten Menschen nur eine schwere Krankheit und nicht
mehrere.

Hallo Tychi
Obwohl ich grundsätzlich den anderen Postern zustimme, hat mich Dein Posting doch an etwas erinnert. Die Homöopathen hatten ähnliche Gedanken, etwa in dem Sinne: Die stärkere Krankheit besiegt die schwächere oder drückt sie weg. Und noch etwas anderes fiel mir sogleich ein:
Im 18. oder 19. Jahrhundert etwa hat man in damaligen Psychiatrien psychotische Patienten (z.B. heutzutage als schizophren zu diagnostizierende)versuchsweise mit Injektionen von Krankheitserregern (Krätze o.ä.) infiziert. Daraufhin beobachtete man des öfteren eine Besserung der psychischen Symptomatik bei geichzeitiger körperlicher Neuerkrankung. Man trieb gewissermaßen den Teufel mit dem Beelzebub aus. Ein heutzutage durchaus schwer zu interpretierender medizinischer Vorgang!
Gruß, Branden

Hallo Sue

Kollege ((ehem) leichter Asperger, u.a. wegen einer Glutenunverträglichkeit) der die entsprechende Bestandesstudie hat, weilt gerade in den Ferien auf Cran Canarien.
Aber bei unklaren neurologoschen Grunderkrankungen habe ich ein Hinweis. Trifft dort auf 35% zu:
Hadjivassiliou M, Gibson A, Davies-Jones GAB, Lobo AJ, Stephenson TJ, Milford-Ward A: Does cryptic gluten sensitivity play a part in neurological illness? Lancet 1996; 347: 369–371. MEDLINE
Weiss nicht, ob Kollege die gleiche Studie meinte.

Für Autismus gibts einige Arbeiten von Prof. Dr Shadock (Achtung, eventuell Name falsch geschrieben) und Studien von Dr Reichelt und Kollegen (Uni Oslo). Insbesondere die neuste Studie nach wissenschaftlichen Standard zeigt eine klare Besserung bei einer gluten- und kaseinfreien Diät auf.

Für ADS gibt es einige Studien von Prof Dr Egger (Leiter kinderspital Meran) jedoch auf Besserung bzw verschwinden der ADS Syntome bei einer oliantigenen Diät, dh nicht nur einer weizenfreien Diät. Auskunft dazu u.a. bei www.elpos.ch/ERN

Entsprechende Erfahrungen haben wir in der CH (Selbsthilfegruppe in Gründung) und die deutschen Kolelgen-Gruppe Stoffwechsel AG zu dutzenden ja zu hunderten gemacht.

Ähnliche Aussagen (FÜR dEPRESSIONEN, sCHIZOPHRENIE, ads UND Autismus)gelten übrigens auch für Omega3 (EPA) Mangel

Bist Du Ärztin?

Gruss
beat

1 „Gefällt mir“

off topic
hi beat,
nein bin ich nicht, warum ist das wichtig???
Ansonsten --> Vika

Grüße
Sue

Hallo,

Ich habe gelesen, dass Schizophrene viel seltener an Krebs
leiden, als sie es statistisch muessten.

das kann ich schwer glauben. Unter Schizoprenen ist der Anteil der Raucher nämlich besonders hoch, so daß auch das Risiko für Lungenkrebs sowie andere Lungenkrankheiten und Herzkrankheiten erhöht ist.

Deiner Grundthese kann ich auch nicht zustimmen, weil z.B. bei Depressiven das Risiko eines Herzinfarktes drastisch erhöht ist.

Gruß,

Oliver Walter

Hallo Oliver,

Unter Schizoprenen ist der Anteil
der Raucher nämlich besonders hoch,

Interessant! *g* Warum ist das denn so?

Würde mich über eine Antwort freuen (–:

Gruß

Oliver

Hallo Oliver,

Unter Schizoprenen ist der Anteil
der Raucher nämlich besonders hoch,

Interessant! *g* Warum ist das denn so?

es gibt mehrere Hypothesen, warum Stoffabhängigkeit bei Schizophrenie so häufig ist (neben Nikotin- auch Alkoholabhängigkeit):

a) Zufall,
b) Stoffabhängigkeit erhöht das Risiko, daß die Schizophrenie ausbricht,
c) Stoffabhängigkeit und Schizophrenie bedingen sich gegenseitig positiv,
d) Stoffabhängigkeit entsteht als Folge eines Selbstmedikationsversuchs mit der Droge,
e) Stoffabhängigkeit und Schizophrenie haben eine oder mehrere gemeinsame Ursachen.

Martin Winkler hat zur Selbstmedikationshypothese auf seiner Website einen Artikel geschrieben:

Rauchen als Selbstmedikation bei psychischen Problemen
http://web4health.info/de/answers/add-nicotine-selfm…

Grüße,

Oliver

2 „Gefällt mir“

Hi Sue

nein bin ich nicht, warum ist das wichtig???
Ansonsten --> Vika

Ist nicht wichtig, aber wäre schön, wenn dies eben auch mal ein Psychiater aufnehmen würde, nebst den sehr seltenen Ärzten die dies wissen.

Grüße
Beat

Dr. Hamer, der sog. Scharlatan, der von den Behörden rund um den Globus gejagt wird, hat in seiner Theorie der neuen Medizin auch diese Phänomene erwähnt, soweit ich mich erinnere. Das gesamte Konstrukt findet man unter www.neue-medizin.de

Jau, danke! Diesmal EIN Stern (–: Bis dann!

Gruß

O.