Geklont auf den Teller?

Hi an Euch,

ich möchte gerne eure Meinungen hören, gerade nach dem neuen Beschluss der EU zum Verkauf von Tierfleisch/milch, dass durch Tiere, die von geklonten Tieren geboren wurden, auch bei uns erlaubt.

Ist es mit dem eigenen Gefühl vereinbar?

Ist es generell überhaupt akzeptabel, künstliche Befruchtung an einem Lebewesen vorzunehmen, das nicht ausdrücklich darum bittet?

Ist es nicht eine unverständliche Moral, menschliche Schwangerschaftsabbrüche mit dem Gesetz und auch der Moral der Kirche zu erschweren, gleichzeitig jedoch der inzwischen geläufigen künstlichen Befruchtung, dem Klonen und dem Verkauf dieses Fleisches oder auch dessen Milchprodukte zu gewähren?

Möchtet ihr diese Produkte essen?

Ist alles, was inzwischen machbar ist, auch im Sinne des Konsumenten oder wird er zu wenig informiert?

Ist das Nahrungsmittelangebot nicht schon risikoreich genug durch genmanipuliertes Getreide, Zusätze, Geschmacksverstärker usw?

Ist alles eine unnötige Sorge?

Vermutlich wird auch in diesem Bereich bald die Erklärung kommen, dass unsere Welt nicht mehr mit den vorhandenen Tieren ernährt werden kann, so wie es auch beim Getreide geschieht.

Ich bin mir nicht sicher, in welches Brett ich diese Fragen stellen soll. Da aber letztendlich wir Verbraucher als Käufer dieser „Produkte“ zur Ernährung verantwortlich sind, füge ich meine Fragen mal hier ein.

Viele Grüße und danke für Antworten, S:smile:nja

Hallo Sonja!

lange nix von dir gehört

ich möchte gerne eure Meinungen hören, gerade nach dem neuen Beschluss der EU zum Verkauf von Tierfleisch/milch, dass durch Tiere, die von geklonten Tieren geboren wurden, auch bei uns erlaubt.

Meine persönliche Meinung:
Ich hab damit kein Problem (sei ehrlich: du hast nich ernsthaft was anderes von mir erwartet, oder? :wink:

Ist es generell überhaupt akzeptabel, künstliche Befruchtung an einem Lebewesen vorzunehmen, das nicht ausdrücklich darum bittet?

Naja, in Anbetracht der grundlegenderen Frage, ob es akzeptabel ist, Lebewesen in viel zu kleinen Boxen zu pferchen, sie zwangszuernähren, zu schlachten und zu fressen . . . ist das nicht eine etwas dumme Frage?
Wenn Menschen Hunger haben, zählt Moral nun mal nicht viel . . .

Ist das Nahrungsmittelangebot nicht schon risikoreich genug durch genmanipuliertes Getreide, Zusätze, Geschmacksverstärker usw?
Ist alles eine unnötige Sorge?

In diesem Fall ja.
Ich stimme dir zu, das die meisten Technologien ein gewisses Risko bedeuten, auch wenn ich die meisten davon für vernachlässigbar bzw. akzeptabel halte.

Aber in diesem Fall sind Sorgen wirklich unbegründet.
Beim Klonen wird nicht mehr und nicht weniger als ein Zwillingsbruder der Vorlage erzeugt. Bei gleicher Ernährung gibt es keine chemische, physikalische, biologische oder sonstige Methode, die beiden Tiere auseinanderzuhalten. Außer halt dem Alter, weil man sich die Mühe nur mit erwiesenermaßen preisgekrönten Mastschweinen machen wird.
Das Klonschwein ist ein Schwein wie jedes andere auch. Gleiche Inhaltsstoffe, keine Extra-Ausstattung.

Ehrlich gesagt zweifle ich am Sinn dieser Technologie.
Mag sein, das man durch das Klonen eines Super-Mastschweins die Erträge pro Stall etwas erhöhen kann. Aber auf der anderen Seite ist das ja auch keine Technik, die ein Bauer mit Hausmitteln selber machen kann. Ob bei einer ordentlichen Gewinn/Kostenrechnung da so groß was übrig bleibt?

Wie auch immer, ich denke, das man diese Zulassung eher durch die politische Brille betrachten sollte. Das ganze kommt ja auf Bestreben der Amerikaner zustande. Ich würde sagen, das diese Zulassung ein politisches Geschenk der EU für Barak Obama ist. Damit dieser zu Hause zeigen kann, was er alles durchsetzen kann.

Ob da jetzt wirklich reale Produkte in nennenswerten Mengen bei rauskommen, das würd ich erst mal abwarten. Gentechnik ist bei vielen Produkten auch erlaubt, dennoch gibt es kaum entsprechende Produkte in den Regalen.

lg, mabuse

Hallo S:smile:nja,
eigentlich würde ich dich gerne in ein Brett „Ethik“ schicken. Laut Brettbeschreibung des Brettes „Religionswissenschaft“ gehört deine Frage allerdings zu Philosophie. („Ethik: sofern die Fragen und Diskussionspunkte mit religiösen Konzepten verbunden sind. Ansonsten sind sie auch im Brett Philosophie gut platziert“) Als Atheist darf man zum Thema allerdings auch eine Meinung haben.
Unter dem Brett „Ernährung und Diäten“ kann ich dir unter Vermeidung von Abschweifungen nur antworten, dass ein Klon denselben Nährwert hat, wie das Original.
Wenn Pflanzen geklont werden, interessiert das niemand, obwohl die auch ein kompliziertes Erbgut haben. Da ist es nur oft einfacher. Ein Schnitt mit einem Skalpell und rein mit einigen Zellen in eine Nährlösung.
Nun könntest du sagen, Pflanzen sind nicht mit Tieren zu vergleichen. Hier im Forum gibt es allerdings einige, die sprechen einem Stein eine Seele zu. Andere umarmen Bäume.
Aus Dolly hätte man einen guten Braten machen können. Gefahren, wie sie teilweise bei Genmanipulationen gesehen werden, sind bei einer Kopie nicht zu erwarten.
Wenn ich die Bibel kopiere, wird daraus kein kommunistischer Klassiker.
Wenn die Kopie nicht ausreichend genau ist, dann ist das „Produkt“ nicht lebensfähig.
Grüße
Ulf

Es vermischt sich
Hi Ulf,

kannst den Fred gern verschieben, ich wusste ja selbst nicht wohin damit. Da fließen viele Faktoren zusammen, letztendlich landet es aber auf unserem Teller … oder auch nicht.
; )

Vielleicht kann dieser Link ein wenig weiterhelfen. Ich erhielt ihn von einer anderen Stelle.
http://www.foodwatch.de

Viele Grüße, S:smile:nja

Hallo S:smile:nja,

kannst den Fred gern verschieben

Das kann ich nicht.

Vielleicht kann dieser Link ein wenig weiterhelfen. Ich
erhielt ihn von einer anderen Stelle.
http://www.foodwatch.de

Ich zitiere: „Denn obwohl es nach heutigen Erkenntnissen keine gesundheitlichen Bedenken gegen den Verzehr von Klon-Fleisch gibt, kann man diese Technik aus verschiedenen, zum Beispiel ethischen Gründen durchaus ablehnen“

Wenn dir der Inhalt des Links glaubhaft erscheint, ist deine Frage kein Thema für die Bretter unter Medizin. Eine Diskussion bzgl. Ethik würde mich interessieren. Dann aber bitte im Philosophie-Brett.
Grüße
Ulf

Hi Ulf,

Wenn dir der Inhalt des Links glaubhaft erscheint, ist deine
Frage kein Thema für die Bretter unter Medizin. Eine
Diskussion bzgl. Ethik würde mich interessieren. Dann aber
bitte im Philosophie-Brett.

Nun, ich bezog mich auf den Brettnamen „Ernährung“. Dass dieser unter „Medizin“ steht, ist nicht meine Entscheidung gewesen.

Ich sehe die Problematik darin, dass ethisches Empfinden sich mit technischen Möglichkeiten und finanziellem Interesse vermischt. Das Ergebnis davon landet als Nahrungsmittel jedoch vor uns allen.

Stelle ich ein solches Thema in ein Philosophiebrett, wird es seine Grenzen schnell erreichen.
Davon abgesehen, kommt wohl kaum ein durchschnittlicher Mensch auf die Idee, sich bei Fragen der Ernährung erstmal dort umzusehen.

Letztendlich ist es aber auch unser eigenes „Wohlgefühl“ beim Essen, was uns „etwas“ gibt.
Ja, ist jetzt ein ulkiger Satz, ich denke aber mal, dass er verstanden werden kann, wenn man möchte.

Wenn ich etwas mit Ekel zu mir nehme, dann ist es fraglich, ob es die erwünschte Wirkung haben wird.
Vermutlich die Minimalste, es wird mich sättigen. Gut, das soll ein Lebensmittel ja auch tun.

Das würde aber auch bedeuten, wenn ich esse, wovon ich nix weiter weiß, dann wird es mir u.U. nur vom toxyschen Inhalt her schaden.

Es scheint schwierig zu sein auszudrücken, dass ein „gutes Gefühl“ dem Menschen mehr geben kann, als Sättigung des momentanen Hungers.

Das Fazit scheint zu sein:
Iss, was man Dir anbietet, damit gehts Dir noch am besten.

Viele Grüße, S:smile:nja

Hi Cantate,

Soweit mir bekannt, gibt es noch keine geklonten Tiere (zu
unterscheiden von genetisch manipulierten), die in dieser Form
außer in Einzelfällen existieren. Das berühmte Schaf „Dolly“
hatte so viele „Fehler“, daß es schnell starb, auch Nachkommen
überlebten nicht lange. Da gibt es noch jede Menge Probleme,
die noch nicht gelöst wurden.

Dolly wurde eingeschläfert.
Amerika und Asien haben schon seit längerem Fleisch/Milch im Umlauf von geklonten Tieren. Es gibt keine Deklarationspflicht.

…Die Grenzwerte für Zusätze beziehen sich immer nur
auf eines der Lebensmittel. Unberücksichtigt bleibt, daß wir
aber mehrere oder gar viele davon am Tag essen, also werden
die Grenzwerte ständig überschritten. Es gibt keine
Langzeitforschungen, wie die verschiedenen Zusätze gemeinsam
auf Mensch und Tier wirken.

Das möchte ja auch niemand finanzieren, wozu denn auch? Damit lässt sich kein großes Geschäft machen.

Die kurz nach dem II WK Geborenen sind auch heute noch relativ
gesund, sie haben noch überwiegend gesunde, saubere
Nahrungsmittel gegessen und konnten so einen gesunden Körper
aufbauen und damit ein starkes Immunsystem, das sie noch lange
geschützt hat. Die späteren Jahrgänge hatten diesen Vorteil
nicht mehr und haben viele Krankheiten, die damals sogar
völlig unbekannt waren.

Ja.
Und das wiederum wird vorgeschoben um zu zeigen, dass unsere Gesellschaft so gesund ist und lange lebt, wie vorher nicht.

Liebe Grüße, S:smile:nja

Hei!

Heißt der Satz nicht eigentlich:
Es gibt keine dummen Fragen, es gibt nur dumme Antworten? ; )

Asche auf mein Haupt . . .

Auch wenn wir Hunger haben, sind wir (noch) nicht gezwungen dazu auf geklontes Fleisch zurückgreifen zu müssen. Somit können wir uns ethischen Gefühlen durchaus hingeben.

Ich meinte damit, wenn wir Tiere zwecks Nahrungserzeugung so schlecht behandeln und umbringen, dann kommt’s auf das Klonen ohne Einwilligung auch nicht mehr an. Natürliche Fortpflanzung findet in dem Bereich eh mittlerweile kaum noch statt, da wird fast nur noch künstlich befruchtet. Klonen ist da nur noch ein kleiner Schritt, der unsere „Sündenwaage“ kaum noch nach unten drücken wird.

Ohne ethische Gefühle würden wir uns unter anderem auch in hemmungslosem Kannibalismus gegenseitig verspeisen. Ungeklont. Eine Alternative?

Egal, was ich jetzt sage, es ist eh das Falsche - da halt ich doch lieber mein Maul.

Ist halt nur so, das Ethik sich so gut wie nie auf Tiere bezieht - sonst wären wir nämlich alle Vegetarier.

lg, mabuse

Letztendlich ist es aber auch unser eigenes „Wohlgefühl“ beim Essen, was uns „etwas“ gibt.

Ah!
Ich denke, jetzt versteh ich auch, warum wir ständig aneinander vorbei reden.

Ich selber halte es da nämlich eher mit Papa Ratte aus dem Film „Ratatouille“:

„Essen ist wie tanken - Hauptsache, die Maschine läuft“

Natürlich hab ich auch ein paar Sachen, die ich nicht mag, aber solange es auch nur einigermaßen gut schmeckt und heiss ist, schaufel ich rein, bis kein Platz mehr ist - ohne mir groß Gedanken über Herkunft oder Inhalt zu machen.
Ist halt eine Einstellungssache.

lg, mabuse

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Hei!

Ja, ist es. Die Grenzwerte für Zusätze beziehen sich immer nur auf eines der Lebensmittel.

Das ist richtig.

Unberücksichtigt bleibt, daß wir aber mehrere oder gar viele davon am Tag essen, also werden die Grenzwerte ständig überschritten.

Das ist falsch. Die Grenzwerte werden durchaus nach einer möglichst ungünstigen Ernährung festgelegt. Meistens liegen sie sogar wesentlich darunter, weil für den technischen Zweck solche Mengen gar nicht erforderlich sind, und der Gestgeber den Standpunkt vertritt: nicht mehr als unbedingt nötig, so wenig wie irgend möglich.

Es gibt keine Langzeitforschungen, wie die verschiedenen Zusätze gemeinsam auf Mensch und Tier wirken.

Natürlich nicht. Wie soll das auch gehen? Bei 1000 Zusatzstoffen müsste man 1.000.000 Langzeitstudien für das Zusammenwirken von zwei Stoffen machen und 1 Milliarde Studien für Dreier-Gemische.
Und dann hätte man noch nicht die Wechselwirkungen mit natürlichen Inhaltststoffen überprüft. Und überhaupt gilt das alles auch für natürlich vorkommende Substanzen, denn da gibt es auch gefährliche Sachen ohne Ende, die wir täglich aufnehmen, weil sie von Natur aus vorhanden sind.

Übrigends sind die meisten Zusatzstoffe durchaus nicht künstlich, sondern von der Natur abgeschaut, sie werden nur künstlich hergestellt.

Es gibt einige Forschungsberichte von unabhängigen Wissenschaftlern (nicht von der Genindustrie bezahlt), die nachgewiesen haben, daß Gen-Mais und Gen-Kartoffeln Ratten und andere Tiere sehr krank machen, Organveränderungen u.a.m. verursachen. Im Netz kann man hierzu einiges finden.

Ja, aber es gibt auch Forschungsberichte, nachdem die CIA John F. Kennedy getötet hat. Und Berichte, nachdem das die Mafia war. Und Berichte, das das World Trade Center von der CIA gesprengt wurde. Und das das Gerät, an dem du sitzt und deinen Beitrag geschrieben hast, ein Nachbau aus einem Ufo ist. Und und und . . .

Die kurz nach dem II WK Geborenen sind auch heute noch relativ gesund, sie haben noch überwiegend gesunde, saubere Nahrungsmittel gegessen und konnten so einen gesunden Körper aufbauen und damit ein starkes Immunsystem, das sie noch lange geschützt hat.

Hmmm . . . das wären dann z.B. meine Eltern.
Die würden dir jetzt was auf’s Maul hauen, von wegen starkes Immunsystem . . .

Und ein Immunsystem baut man nicht durch Lebensmittel auf, sondern durch Infektionen mit Bakterien. Unsereiner hat ein vernünftiges Immunsystem, weil wir als Kinder im Dreck gespielt haben und auch mal Scheisse in den Mund genommen haben.

Die Kids von heute gehen
1.) kaum noch raus
2.) dürfen sich dann nicht dreckig machen
3.) werden sie mit Sagrotan abgekärchert, wenn sie wieder nach Hause kommen
4.) kacken auf keimarmen Toiletten
5.) planschen nicht im Baggersee, sondern im gechlorten Schwimmbad
und 6.) und 7.) und . . .
Woher zum Teufel sollen die denn ein vernünftiges Immunsystem bekommen?

Und so werden auch viele Allergien gemacht. Wir haben nämlich ein Immunsystem. Und wenn sich das „langweilt“, weil es keine richtigen Feinde zum bekämpfen gibt, dann sucht es sich manchmal fälschlicherweise andere Feinde. Erdnüsse beispielsweise.

Die späteren Jahrgänge hatten diesen Vorteil nicht mehr und haben viele Krankheiten, die damals sogar völlig unbekannt waren.

Als da wären?

Heute treten Krankheiten in den Vordergrund, die es immer schon gab - die aber früher nicht so beachtet wurden, weil es andere Krankheiten gab (die wir mittlerweile besiegt haben), die viel mehr Opfer gefordert haben.

Auch haben die Medien einen nicht zu unterschätzenden Einfluß:
Jedes Jahr sterben in Deutschland gut 2000 Menschen (i.W.: Zweitausend!) an der stinknormalen Grippe. Interessiert keine Sau.
Aber sobald ein paar Männekes an der Schweine- oder Vogelgrippe erkranken wird Seuchenalarm ausgerufen . . . . weil nur schlechte Nachrichten gute Nachrichten sind und wir uns abends um acht vor der Glotze unbedingt gruseln wollen . . .

Und genau in die gleiche Kategorie fällt die ganze Panik-Berichterstattung über Klonschweine auf unserem Teller. Die sind a) harmlos und b) weit und breit nicht in Sicht. Nur weil etwas zugelassen ist, bedeutet das nicht, das es auch gemacht wird. Ich bezweifle immer noch die Wirtschaftlichkeit dieses Verfahrens.

lg, mabuse

Hi an Euch,

Hi an Dich,

ich möchte gerne eure Meinungen hören, gerade nach dem neuen
Beschluss der EU zum Verkauf von Tierfleisch/milch, dass durch
Tiere, die von geklonten Tieren geboren wurden, auch bei uns
erlaubt.

Na denn…

Ist es mit dem eigenen Gefühl vereinbar?

Ja, warum nicht?

Ist es generell überhaupt akzeptabel, künstliche Befruchtung
an einem Lebewesen vorzunehmen, das nicht ausdrücklich darum
bittet?

Aber das hat doch mit Klonen nichts zu tun, nicht mal mit Massentierhaltung. Selbst Bio-Fleisch stammt häufig von künstlich befruchteten Tieren, weil man so die gewünschten Kriterien besser festlegen kann.

Ist es nicht eine unverständliche Moral, menschliche
Schwangerschaftsabbrüche mit dem Gesetz und auch der Moral der
Kirche zu erschweren, gleichzeitig jedoch der inzwischen
geläufigen künstlichen Befruchtung, dem Klonen und dem Verkauf
dieses Fleisches oder auch dessen Milchprodukte zu gewähren?

  1. Verstehe ich nicht, was Schwangerschaftsabbrüche beim Menschen mit dem Klonen bei Tieren zu tun haben soll.
  2. Halte ich auch die Erschwerung von Schwangerschaftsabbrüchen moralisch für fraglich.

Möchtet ihr diese Produkte essen?

Ja, warum nicht?

Ist alles, was inzwischen machbar ist, auch im Sinne des
Konsumenten oder wird er zu wenig informiert?

Ich denke die Information könnte besser sein. Aber das ist kein primäres Problem der Gentechnik, sondern ein Problem, dass schon 1516 zum bayerischen Reinheitsgebot führte: Lebensmittelhersteller werden immer versuchen, ihre Kosten zu reduzieren und ihren Gewinn zu maximieren. Der Konsument ist dabei nur insofern relevant, als dass er zum Kaufen angeregt werden muss.

Ist das Nahrungsmittelangebot nicht schon risikoreich genug
durch genmanipuliertes Getreide, Zusätze, Geschmacksverstärker
usw?

  1. Genmanipuliertes Getreide ist für den Konsumenten risikofrei*, auch wenn Greepeace & Co. etwas anderes zu behaupten versuchen
    (*spezielle Allergien nicht mitgezählt)

  2. Zusätze und Geschmacksverstärker sind nicht schön, aber i.d.R. ebenfalls weitestgehend* unbedenklich.
    (*spezielle Allergien nicht mitgezählt)

  3. Kann (beinahe) jeder lesen und daher selbst entscheiden, was er kauft. Ich verstehe nicht, warum z.B. genmanipulierte Produkte generell verboten werden müssen/sollen. So lange die Etikettierung ausreichend ist (siehe oben), kann doch jeder selbst entscheiden, ob und was er essen will.

Ist alles eine unnötige Sorge?

Ja, es gibt Schlimmeres, z.B. herkömmliche Belastungen unserer Lebensmittel durch Herbizide, Düngemittel, Insektizide etc.
Aber bei diesen Dingen scheint eine Aufregung gerade nicht „modern“ zu sein. Man wettert lieber gegen den neuen „Feind“ Gentechnik, und vergisst darüber die Toxine in Lebensmitteln.

Vermutlich wird auch in diesem Bereich bald die Erklärung
kommen, dass unsere Welt nicht mehr mit den vorhandenen Tieren
ernährt werden kann, so wie es auch beim Getreide geschieht.

Die Erklärung fürs Klonen ist IMHO doch, dass man erwünschte Eigenschaften direkt an die Nachkommen weitergeben kann, ohne das „Glücksspiel“ der klassischen Züchtung eingehen zu müssen.

Früher hat man eben aus einem Wurf alle die Tiere „entfernt“, die nicht den erwünschten Zuchtkriterien entsprachen. Warum das humaner oder moralischer sein soll, als ein erwünschtes Tier zu klonen will mir nicht einleuchten.

Gruß,
Sax

Hi,

Das denke ich auch - das Beispiel der Genfirma Monsanto
(Genmanipulierter Mais - die Bauern kaufen das Saatgut und
müssen! spezielle Dünger und Spritzmittel auch von Monsanto
kaufen zu Preisen, die jenseits von gut und böse sind).

Und die Bauern, die das wissen werden natürlich mit vorgehaltener Waffe gezwungen dieses Saatgut zu kaufen…

Es wird sich auch für Schweine oder Rinder eine Richtline von
einer Firma erfinden lassen, damit diese Schweine auch nur mit
bestimmten Futtermitteln gefüttert werden dürfen, der Mist als
Sondermüll entsorgt werden muss - oder was auch immer,
hauptsache es verdienen sich irgendwelche Manager dumm und
dusselig daran. Dann wird der Genpuhl auch noch patenetiert
(was für ein Schwachsinn auf Schweine-Gene die es schon ewig
gibt, aber das gibt es wohl schon) und wenn diese dann zu
Höchstpreisen verkauft werden schmeißt man sprichwörtlich den
Schinken hinter der Bratwurst her.

Entschuldige wenn es Dich überraschen wird, aber nicht alles was man so auf irgendwelchen Seiten lesen kann, entspricht der Wahrheit. Das gilt insbesondere für die Berichterstattung von Greenpeace & Co. im Zusammenhang mit Gentechnik und Bio-Patenten.

Da gehe ich doch lieber zum Bauern um die Ecke (auch wenn es
mal 10 oder 15 km sind) und kaufe dort mein Fleisch.

Klar. Weil der seine Tierchen ja nur mit Gras füttert, keine künstlichen Befruchtungen durchführt, keine Kälber schlachtet, damit die Milchproduktion gesichert ist…etc.

Gruß,
Sax

Hi cantate,

in Deinem Text sind so viele Un- und Halbwahrheiten, dass sich einem die Fußnägel aufrollen.

Ein Verschwörungstheoretiker würde Dir hingegen lachend um den Hals fallen…

Gruß,
Sax

Hallo Gaby,

Ich möchte nur auf einen Punkt eingehen und der ist wohl sehr wesentlich, denn es geht nicht um bessere Lebensmitter oder deren Produktion - es geht nur ums Geld!

Da hast du recht.
Aber warum ist das was Schlimmes?

So funktioniert unsere Welt nunmal - wenn man es drauf anlegt, dann dürfte man 80% aller techischen Errungenschaften der Menschheit letztlich auf nackte Habgier reduzieren können. Geld ist nun mal ein universeller Maßstab für Fleiß, Intelligenz und Erfolg.

Man kann durchaus geteilter Meinung darüber sein, ob dies das beste denkbare System ist, aber man sollte auch anerkennen, das dieses System überraschend gut funktioniert, und das wir es damit verdammt weit gebracht haben.

Übrigends find ich es recht merkwürdig, das auf breiter Front gegen Gentechnik, Klonen und Zusatzstoffen protestiert wird . . . und gleichzeitig ist eines der erfogreichsten Produkte der letzten Jahre zu 100% künstlich und pure Chemie ist.
Das Essen soll möglichst keine Zusatzstoffe enthalten - aber für sonne Chemie-Plörre wie Red Bull werden völlig überhöhte Preise bezahlt . . .

lg, mabuse

Hallo Mabuse,

ich habe auch nichts dagegen, dass mit technischen Errungenschaften Geld verdient wird. Problematisch wird es nur, wenn es um die Ernährung geht, da soll man natürlich auch Geld verdienen - aber auf „ehrliche“ Weise.
Ich weiß, ein endloses Thema.

Red Bull? - wer sich nur ein wenig Gedanken über das macht, was er zu sich nimmt, wird so was nie trinken - vergiften auf Raten - auch ein endloses Thema. Aber für die „Cola-Generation“ mußte ja wohl eine Steigerung her.

Viele Grüße
Gaby

Danke!
Hallo an Euch,

bevor hier noch weitere Antworten gesperrt werden und Austausch dadurch vermieden wird, möchte ich mich bei allen bedanken, die ihre Gedanken dazu schrieben.
Auch wenn ich persönlich nicht alles teilen konnte, war es auf jeden Fall sehr interessant!

Es half mir zur Information und dem Weg, zu einer eigenen Meinung zu finden.

Mit vielen Grüßen,
S:smile:nja

Hallo Sonja,

bevor hier noch weitere Antworten gesperrt werden und
Austausch dadurch vermieden wird,

Es ist nichts Neues, dass Antworten, die nicht zum Thema gehören, und besonders die, die sich im „Ton“ vergreifen und sich mehr dem Beleidigen hingeben, gesperrt und gelöscht werden.

Besser wäre es, wenn du dir demnächst für deine Fragen direkt das richtige Brett suchst und dort schreibst.

Gruß
BelRia [MOD]

Dies ist vielleicht noch hilfreich
http://www.sueddeutsche.de/wissen/489

Ich habe den Artikel gerade bei der Süddeutschen Zeitung im Internet gelesen, die Zerstörung der Artenvielfalt ist auch ein bedenkenswerter Punkt, den wir mit dem Konsum von geklontem Fleisch ermöglichen.

Dieser Gedanke war mir beim Schreiben meines Freds noch nicht gekommen.

Übergreifende Problematiken lassen sich nicht an einem Punkt festtackern.
Wäre praktisch, würde aber nicht wirklich helfen.

Das Sperren und Löschen von Antworten gefällt mir hier übrigens überhaupt nicht, es zerreißt Zusammenhänge.

Machts gut, viele Grüße, S:smile:nja

Hi

http://www.sueddeutsche.de/wissen/489

Der Link scheint nicht zu funktionieren. Zumindestens erhalte ich nur eine Fehlermeldung.

Gruß
Edith

MOD: Thread geschlossen!
Hallo Leute,

der Thread gerät immer mehr off-topic und wird hiermit geschlossen.
Ihr könnt bei Bedarf z. B. im Philosophie-Brett weiter diskutieren.

Grüße,
Nicky