Hallo allerseits?
Ich hätte die in der Überschrift schon genannte dringende Frage: Sind Ausdrücke wie „Gelbe Karte“, Foul", „Schiedsrichter“, Mannschaft" etc. eigentlich Metaphern, wenn man sie beispielsweise in einem politischen Kontext verwendet?
Meiner Meinung nach müsste z.B. die „Gelbe Karte“ in dem Satz:
>Merkel zeigt Müntefering die Gelbe Karte.
Hallo, Christian,
wörtlich genommen ist eine Metapher die Übertragung eines Bildes auf eine Situation.
In diesem Sinne ist die „gelbe Karte“, ein Bild, das aus der Welt des Sportes stammt, in einer Übertragung in die Politische Szenerie durchaus als Metapher zu bezeichnen.
Gruß
Eckard
Hallo Eckard,
danke für Deine Antwort! Die Sache ist, dass man in vielen Quellen Definitionen zu „Metapher“ findet, die in etwa wie folgt klingen: „eine Sprachfigut, worin ein Ding mit einem anferen dergestalt verknüpft wird, dass dieser Vergleich neues Licht auf den Gegenstand wirft.“ Solche Definitionen setzen voraus, dass die Metapher ZWEI Elemante hat, z.B. „das Recht“ und „mit Füßen treten“, die in eine semantische Beziehung miteinander treten, die normalerweise nicht denkbar wäre. In meinem Fall ist jedoch nur EIN Element vorhanden (z.B. „Foul“ -> „Böses Foul von Friedrich Merz.“). Es wurde also ein sprachliches Bild aus seinem angestammten Zusammenhang genommen (Sport) und in einen anderen Zusammenhang eingebettet (Politik). Ist es dann immer noch eine Metapher? Oder ein sprachliches Bild im Allgemeinen?
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]