Gelber Zettel für Krankenkasse

Hallo zusammen,

ich war heute nach Jahren mal wieder beim Arzt, da ich mich wegen einer schweren Grippe für ein paar Tage krank schreiben lassen musste. Nun hab ich aber nicht nur den gewünschten „gelben Zettel“ für meinen Arbeitgeber ausgehändigt bekommen, sondern auch die Ausführung zur Vorlage bei der Krankenkasse.

Ich dachte eigentlich, dass die Krankenkasse direkt vom Arzt informiert wird, da er ja auch mit dieser abrechnet, aber so wie es aussieht, muss ich nun mit Umschlag und Porto aufwarten, um der Krankenkasse die AU-Bescheinigung zukommen zu lassen. Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, dass ich jemals meiner Krankenkasse etwas hätte zuschicken müssen.

Ist das heute Usus und völlig normal, dass der Patient sich darum kümmern muss? Und was passiert, wenn ich den Zettel nicht wegschicke? Auf dem Zettel steht zwar drauf „Bei verspäteter Vorlage droht Krankengeldverlust!“, aber meine vier Tage Grippe sind davon ja wohl nicht betroffen, oder?

Vielleicht kann mich jemand auf den aktuellen Stand bringen? Vielen Dank an alle im Voraus - und bleibt am besten gesund :smile:

Grüße,
Dennis

Hallo,

man, du Glücklicher, da warst Du aber wirklich schon lange nicht mehr krank…??
Das ist tatsächlich so: die Kopie musst Du selber an Deine Krankenkasse schicken. Relevant ist das vor allem falls Du länger als 6 Wochen krank wärest (wegen Krankengeld…).
Ich wünsche Dir gute Besserung und dass Du diese 6-Wochen-Frist nicht erleben musst!

Viele Grüße
Sophia

Hallo,
also das ist tatsächlich unterschiedlich.
Es gibt viele Arztpraxen, die die Meldungen diurekt an die
Kassen schicken - manche Kassen stellen sogar Freiumschläge dafür
zur Verfügung.
Irgenwo stand oder steht es sogar geschrieben, dass die Ärzte
für die Weiterleitung an die Kasse verantwortlich sind.
Da gibt es aber ein rechtliches Problem.
Wenn nämlich die Meldung verpätet bei der Kasse eingeht kann das
zur Verweigerung der Krankengeldzahlung durch die Kasse führen.
Dies ginge aber zu Lasten des Versicherten.
Allein schon aus diesem Grunde ist es in der Praxis doch
sicherer, wenn der Arzt dem Versicherten auch die Meldung für die
Kasse aushändigt.

Gruss

Günter Czauderna

Hallo Sophia,

vielen Dank für deine Antwort. Dass ich im Optimalfall den gelben Zettel gleich weiterreichen soll, ist mir klar. Mich würde aber interessieren, was passiert, wenn ich der Krankenkasse diesen Zettel nicht schicke. Bei meiner leichten Grippe gehe ich davon aus, dass ich innerhalb der sechs Wochen locker wieder genesen sollte und somit eh nicht für Krankengeld in Frage komme. Was aber kann mir noch passieren? Wenn das wirklich das einzige ist, befürchte ich, dass der gelbe Zettel schnell woanders landen könnte… :wink:

Viele Grüße,
Dennis

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… jawohl, das könnte ich mir auch gut vorstellen. Das ist mir bei offentsichtich kurzristigen Erkrankungen auch schon mal passiert, dass der Zettel dann woanders gelandet ist… Bisher hat das niemanden gestört bzw. ist es niemandem weiter aufgefallen… Spart meiner Ansicht nach nicht nur Porto sondern auch Kosten für die KK, die den Zettel sonst ablegen müssten.