Geld anlegen aber wie und wo

Hallo
Ich hab einige Fragen über meine Geldanlagen.
Das ich mich jetzt damit befassen muss, liegt an der Finazkrise in den USA.
Ich hab vor ein paar Jahren über meine Sparkasse bei der DEkaband zwei Depots abgeschlossen. Der eine heißt DEKA Struktur: 4 Wachstum und kann bis zu 50% Aktienfondsquote erhalten. Diesen hab ich im August 2007 wegen zu hoher Verluste auf 50 Euro runtergefahren. Davor hab ich gute Gewinne mit ihm gemacht. Ich hab ihn aber nicht ganz aufgelöst und zahle jeden Monat 50 Euro ein. Durch den geringen Betrag verliere ich kaum Geld.
Meine zweite Anlage ist der Deka Geldmarktplan TF. Der ist sehr sicher(ich kann kein Geld verlieren) aber er wächst auch sehr langsam. Er hat einen Wert von ca 21000 Euro.
Was mir gut gefällt ist, das ich immer auf das Geld zurückgreifen könnte. Jetzt möchte ich aus dem Topf geld herausnehmen, so ca 17000 ) und fest Anlegen. Am besten bei einer Sparkasse ( Zinszuwachssparen oder so). Wie kann ich am besten vorgehen??

Danke im vorraus

Hallo,

Der eine heißt DEKA
Struktur. … Durch den geringen Betrag
verliere ich kaum Geld.

Also wenn ich das lese, stehen mir die Haare zu Berge. Wenn du von diesem Fonds überzeugt bist, dann zahl weiter ein. Wenn nicht, dann trenne dich davon. Aber dieses „nur ein bisschen was einzahlen“ ist nichts Halbes und nichts Ganzes.

Meine zweite Anlage ist der Deka Geldmarktplan TF. Der ist
sehr sicher (ich kann kein Geld verlieren) …

Aha? Also soviel ich weiß, können auch Geldmarktfonds verlieren. Aber ich weiß ja nicht, wie dieser Geldmarktplan genau funktioniert. Ich bin nicht bei der Sparkasse und habe das auch ganz sicher nicht vor.

Jetzt möchte ich aus dem Topf geld
herausnehmen, so ca 17000 ) und fest Anlegen.

Wie fest denn? Für wie viele Jahre?

Mit den Zinsen gibt es aus meiner Sicht drei Probleme:

  • Sie sind zu niedrig.
  • Keiner weiß, ob sie bald wieder steigen oder ob das nun so bleibt.
  • Die Zinsen für langfristige Geldanlagen sind nur minimal höher als die für Tagesgeld (z.B. 30-jährige Bundesanleihe um die 4,8% und Tagesgeld um die 4,5% oder so).

Daher würde ich das Geld nicht zu lange festlegen. Also maximal für zwei oder drei Jahre. (Aber das ist meine Meinung und ich kann mich täuschen. Die Zinsen können auch noch weiter fallen.)

Was ich machen würde?

  • Neukundenangebote mitnehmen. Da gibt es teilweise bis zu 5%. Nach einem Jahr kündigst du das Konto wieder und legst das Geld anderswo an.
  • Garantiezertifikate an der Börse kaufen. Garantiezertifikate heißen die Dinger deshalb, weil eine bestimmte Mindestrückzahlung garantiert ist. Du kaufst so ein Zertifikat z.B. für EUR 97,50 und bekommst nach drei Jahren EUR 100,- zurück. Das gibt dann rein rechnerisch zwar eine Rendite von weniger als 1% p.a., aber das ist ja nur die Mindestrückzahlung. Wenn bestimmte Ereignisse eintreten, gibt es um einiges mehr.
  • Für den Rest des Geldes wäre Wachstumssparen ganz gut, wenn du keine Aktien oder sowas kaufen willst. Da müsstest du halt nach dem höchsten Zinssatz schauen.

Ach ja, bei allem solltest du die Inflationsrate nicht vergessen. Die liegt für Januar schon bei etwa 3% -> die Zinsen müssen auf alle Fälle höher als diese 3% sein, sonst machst du Verlust. (Insofern hat auch das Garantiezertifikat im Beispiel oben ein Verlustrisiko, denn weniger als 1% Rendite p.a. = Verlust. Ist aber ein kleiner Verlust. Fast so wie bei deinen Fonds …)

Schöne Grüße

Petra

Hallo,

Der eine heißt DEKA
Struktur. … Durch den geringen Betrag
verliere ich kaum Geld.

Also wenn ich das lese, stehen mir die Haare zu Berge. Wenn du
von diesem Fonds überzeugt bist, dann zahl weiter ein. Wenn
nicht, dann trenne dich davon. Aber dieses „nur ein bisschen
was einzahlen“ ist nichts Halbes und nichts Ganzes.

Der Struktur hat mir bis zum 07.2007 gute Gewinne gebracht. Ich zahle schon immer nur 50 Euro ein- mehr kann ich mir nicht leisten. Mit dem geringen Betrag hab ich nicht die monatlichen Zahlungen gemeint, sondern die Gesammtsumme die der Fond wert ist. Und das sind zur Zeit ca 300 Euro und nicht wie früher 13000 Euro. Wenn ich ihn auflösen würde müsste ich Zahlen. Deswegen lasse ich ihn auf kleiner Falmme laufen, in der Hoffnung ihn irgendwann mal wieder erhöhen zu können

Jetzt möchte ich aus dem Topf geld
herausnehmen, so ca 17000 ) und fest Anlegen.

Wie fest denn? Für wie viele Jahre?

Einen Teil so 5 Jahre, der Andere Teil kann dann auch 10 Jahre liegen

  • Neukundenangebote mitnehmen. Da gibt es teilweise bis zu 5%.
    Nach einem Jahr kündigst du das Konto wieder und legst das
    Geld anderswo an.

Meinst du damit ich soll meine Bank wechseln

  • Für den Rest des Geldes wäre Wachstumssparen ganz gut,

Meinst du damit Zinszuwachssparen oder so ähnlich

Rendite p.a. = Verlust. Ist aber ein kleiner Verlust. Fast so
wie bei deinen Fonds …)

Danke schön bissig formuliert- hast mich zum nachdencken gebracht

MfG

flo

Hallo flo,

einen direkten Zusammenhang US-Finanzkrise und Deine Dekafonds, den kann ich nicht nachvollziehen. Aber über das eigene Geld Gedanken machen, das sollst Du schon. Aber erwarte von einen Internetforum keine umfassende persönliche Beratung!

Deka-Struktur Wachstum. Extrem schlecht ist der doch gar nicht. Obwohl ich in der langfristigen Entwicklung keine besondere Managementleistung nachvollziehen kann. Eine bessere Alternative wäre z.B. der Carmignac Patrimoine, WKN A0DPW0.
Und Geldmarktplan bringt alles, was Du von einem Geldmarktfonds erwarten kannst, unbeschadet von einer Krise der US-Wohnimmobilien.
Bei 5-10 Jahren Anlagedauer solltest Du auch etwas auf die kommende Abgeltungssteuer schauen.
Vorschlag (kein Beratungsergebnis!):
5 Jahre - Staats- und Unternehmensanleihen mit Endfälligkeit
10 Jahre- Gute Mischfonds, z.B. der Carmignac Patrimoine
50,- EUR Sparplan - Guter int. Aktienfonds, z.B. Astra-Fonds, WKN 977700.

Und Deine Liquiditätsreserve kannst Du getrost im Geldmarktplan belassen. Der Aufwand, wegen Kommastellen immer den aktuellen Tagesangeboten hinterherzulaufen, lohnt wohl nicht.

Also sieh das bitte nur als Gedankenanstoß. Ungünstig ist wohl, daß Dir Dein Sparkassenberater nur Sparkassenprodukte empfielt, und anscheinend auch keine Strategie vermittelt. Und für diese bedarf es wohl einer Beratung, nicht eines Forums.

Gruß
Boris

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Hallo,

einen direkten Zusammenhang US-Finanzkrise und Deine
Dekafonds, den kann ich nicht nachvollziehen.

Na, die Freunde von der Deka raffen zwar so manches erst etwas später als der Rest der Welt :wink:, aber auch in deren Fonds dürften sich die Probleme an den Weltmärkten durch die US-Krise mittlerweile auswirken.

Deka-Struktur Wachstum. Extrem schlecht ist der doch gar
nicht. Obwohl ich in der langfristigen Entwicklung keine
besondere Managementleistung nachvollziehen kann. Eine bessere
Alternative wäre z.B. der Carmignac Patrimoine, WKN A0DPW0.

Das halte ich für einen sehr guten Vorschlag!

Vorschlag (kein Beratungsergebnis!):
5 Jahre - Staats- und Unternehmensanleihen mit Endfälligkeit

Unternehmensanleihen halte ich für ein schwieriges Thema aus Sicht eines Privatanlegers. Hierfür müsste man in der Lage sein, die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens jetzt und für die Zukunft einschätzen zu können. Ein sportliches Ziel!

Also sieh das bitte nur als Gedankenanstoß. Ungünstig ist
wohl, daß Dir Dein Sparkassenberater nur Sparkassenprodukte
empfielt, und anscheinend auch keine Strategie vermittelt. Und
für diese bedarf es wohl einer Beratung, nicht eines Forums.

Auch hier große Zustimmung.

Gruß vom Money-Schorsch

Hallo,

Das halte ich für einen sehr guten Vorschlag!

Ein sportliches Ziel!

Auch hier große Zustimmung.

… und das gleich zu Wochenbeginn :wink:))

Gruß vom Money-Schorsch

Gruß
Boris

Hallo Flo,

Der Struktur hat mir bis zum 07.2007 gute Gewinne gebracht.
Ich zahle schon immer nur 50 Euro ein- mehr kann ich mir nicht
leisten. Mit dem geringen Betrag hab ich nicht die monatlichen
Zahlungen gemeint, sondern die Gesammtsumme die der Fond wert
ist. Und das sind zur Zeit ca 300 Euro und nicht wie früher
13000 Euro. Wenn ich ihn auflösen würde müsste ich Zahlen.
Deswegen lasse ich ihn auf kleiner Falmme laufen, in der
Hoffnung ihn irgendwann mal wieder erhöhen zu können

Wie bitte? Du müsstest was zahlen, um den Sparplan aufzulösen? … Hmm, also das würde mir sehr zu denken geben.

Ich sage ja nicht, dass der Fonds prinzipiell schlecht ist, aber ich bin sehr vorsichtig, wenn mich jemand zu irgendetwas „zwingen“ will.

Würde es nicht mehr Sinn machen, die EUR 50,- beispielsweise in Wachstumssparen o.ä. anzulegen, und wenn es dann eine größere Summe ist, z.B. EUR 2.000,-, eine Position Fondsanteile oder Aktien oder ähnliches zu kaufen? Dann könntest du nämlich auf günstige Kurse warten und du kaufst eben dann, wenn es günstige Kurse gibt. Wenn nicht, kommt das Geld halt weiter auf’s Sparbuch.

  • Neukundenangebote mitnehmen. Da gibt es teilweise bis zu 5%.
    Nach einem Jahr kündigst du das Konto wieder und legst das
    Geld anderswo an.

Meinst du damit ich soll meine Bank wechseln

Nicht direkt wechseln. Ich dachte eher daran, dass du ein zusätzliches Konto bei einer weiteren Bank eröffnest. Ich denke eher im Gegenteil, dass du dein Girokonto etc. lassen solltest, wo es ist, weil so ein Wechsel der Bank viel zu viel Arbeit macht. Nur die Ersparnisse bekommen eben vorübergehend - nämlich so lange, bis das Neukundenangebot abgelaufen ist - ein anderes Zuhause. Dann wandern sie zum nächsten Neukundenangebot oder zurück zu deiner jetzigen Bank.

  • Für den Rest des Geldes wäre Wachstumssparen ganz gut,

Meinst du damit Zinszuwachssparen oder so ähnlich

Na ich meine so einen Sparplan: Im ersten Jahr gibt es 3% Zinsen, im zweiten Jahr 3,3%, im dritten Jahr 3,5%. Sowas in der Art eben. Wenn du das Geld länger liegen lässt, gibt es mehr Zinsen. Du kannst es dir ja mal hier anschauen: http://www.umweltbank.de/anlagekonditionen/default.html

Rendite p.a. = Verlust. Ist aber ein kleiner Verlust. Fast so
wie bei deinen Fonds …)

Danke schön bissig formuliert- hast mich zum nachdencken
gebracht

Nun ja … liegt wohl an diesem „Minicrash“ an der Börse. :wink: Möchte mal wissen, was das gewesen sein soll. Jetzt steht der DAX wieder bei 7.000, als wäre nichts gewesen.

Schöne Grüße

Petra

Mit einigen Punkten bin ich nicht wirklich einverstanden, aber ist vielleicht auch Geschmacksache.
Erwähnen sollte man aber auf jeden Fall, dass sämtliche Schuldverschreibungen oder Anleihen (und dazu zählen nunmal auch Garantiezertifikate) NICHT durch einen Einlagensicherungsfonds ganz gleich welcher Bank geschützt sind.

MFG
H.

Hallo Boris

Und Deine Liquiditätsreserve kannst Du getrost im
Geldmarktplan belassen. Der Aufwand, wegen Kommastellen immer
den aktuellen Tagesangeboten hinterherzulaufen, lohnt wohl
nicht.

Meinst du mit Liquiditätsreserve meine 21 ooo Euro. Wenn ich die im Geldmarktplan lasse habe ich ja kein Geld mehr zum anlegen???

Also sieh das bitte nur als Gedankenanstoß. Ungünstig ist
wohl, daß Dir Dein Sparkassenberater nur Sparkassenprodukte
empfielt, und anscheinend auch keine Strategie vermittelt. Und
für diese bedarf es wohl einer Beratung, nicht eines Forums.

Soll ich mir dann einen eigenen Finazberater holen. Woran erkennt man einen guten Berater, lohnt es sich überhaupt bei meinem kleinen Vermögen und was kostet er???

Gruß flo

Hallo Boris

Meinst du mit Liquiditätsreserve meine 21 ooo Euro. Wenn ich
die im Geldmarktplan lasse habe ich ja kein Geld mehr zum
anlegen???

Ich meine das Geld, worauf Du kurzfristig evtl. mal zugreifen mußt, also Fernseher kaputt, Urlaub, …

Also sieh das bitte nur als Gedankenanstoß. Ungünstig ist
wohl, daß Dir Dein Sparkassenberater nur Sparkassenprodukte
empfielt, und anscheinend auch keine Strategie vermittelt. Und
für diese bedarf es wohl einer Beratung, nicht eines Forums.

Soll ich mir dann einen eigenen Finazberater holen.

Ja.

Woran erkennt man einen guten Berater,

Indem Du Dich erst mal unverbindlich beraten läßt. An der Beratung und am Ergebnis solltest Du erkennen, ob Du Vertrauen kannst oder besser nicht.

lohnt es sich überhaupt bei meinem kleinen Vermögen und was kostet er???

Es lohnt sich schon, wenn das Geld für Dich wesentlich ist und Du auch Rat suchst. Folgst Du einem Tip, dann trägst Du allein das Risiko für den Erfolg/Mißerfolg. Folgst Du einer Beratung, dann gibt es auch eine Beraterhaftung.
Kosten tut das entweder ein Agio auf die empfohlenen Produkte oder ein vereinbartes Honorar.

Gruß
Boris