Geld anlegen!?

Hallo Leute,

also ich habe da ein „Problem“
Ich habe 18.000 Euro geerbt und weiß nu nich wie ich die anlegen soll.

  1. Im Moment bin ich noch Student (BioMedizin ca. noch ein halbes Jahr), also hab ich noch keine Ahnung wie es mit den Finanzen weitergehen wird, aber im Moment komm ich sehr gut mit meiner Kohle hin. (600€)
  2. Im September wird wohl meine kleine Tochter auf die Welt kommen. Das ist gut so und auch gewollt :wink: -muss man ja heute dazu sagen- :smile:
  3. Meine Freundin arbeitet und hat auch einen sicheren Job. Da kommt jetzt nich endlos viel bei rum aber ca. 30.000@ brutto/p.a.
  4. am 01.12.2011 bekomme ich meine „Jugend“ Lebensversicherung ausbezahlt 36.000€

So jetzt habe ich hier ma mein ganzes Leben auf den Tisch gepackt :smile: aber ich denke ma das sind so die Eckdaten die ihr haben müsstet um mir einen Rat zu geben.

Wie soll ich nu das Geld anlegen. Im Moment ligt es bei der Sparkasse mit stinkenden 2%.
Ich bin nu weder besonders risikofreudig, noch -avers. Lasse mich aber gerne beleren.
Ich war schon mal bei dem Sparkassen-Typen und der rät mir zu einem DEKA-Dachfond mit Wachstumsoption (also max. 50%) Aktien… aber der will natürlich sein Zeug losbekommen…

Was tun?

LG Peter

hallo peter,

hier ist nicht der richtige ort, daß du eine anlageberatung bekommst. das wäre unverantwortlich.
aber lass mich mal das im allgemeinen von männern ganz gut verstandene gleichnis mit dem fußball bringen:
aufteilen der anlagesumme auf verschiedene riskikoklassen funktioniert wie eine fußballmannschaft.
konservative anlage ist wie die verteidigung, bestehend aus torwart und verteidiger.
dann einen teil flexible anlage zwischen sicherheit und chancen, das ist dem mittelfeld entsprechend.
und damit die sache rendite bringt, ähnlich dem poldi im sturm, eine etwas risikoreichere anlage mit höherer rendite.
wie du die ganze sache gestaltest, also welche mannschaft für dich spielt, ob fonds, zertifikate, renten, etfs usw., ist eine weitere große frage.
wichtig ist, daß wenn einer gefoult wird, nicht alle spieler umkippen.

strubbel
$:open_mouth:)

Hallo Strubbel,

Ok… das hab ich kapiert :smile: sehr anschaulich :smile:

gibt es irgentwelche Beratungsstellen, die nich von ner Bank gesponsort sind? Also die neutral beraten können?

LG Peter

Hallo,

ich würde als erstes mal ein ganz normales Tagegeldkonto bei einem Discountbroker eröffnen. Hier bekommst du momentan für die ersten 6 Monate 4,5% und dannach ca. 3,25%. Von diesem Konto aus könntest du auch jeden Fonds, Sparplan, Aktien etc. kaufen bzw. bedienen.

Bei einer Bankempfehlung wäre ich sehr vorsichtig. Dort ist der Verkaufsdruck so hoch, dass die „beste Beratung“ oft unter den Tisch fällt.

Ein (meiner Meinung nach) gute und meist neutrale Sache sind Börsenvereine. Hier findest du oft sehr kompetente Leute die sich für dieses „Hobby“ zusammengetan haben. Die Erfahrungen dieser Leute sind vielseitig und die sind nicht am Verkauf von irgendeinem Produkt interessiert. Schau doch mal im Internet in einer Großstadt bei Dir in der Nähe.

Ansonsten ist der schon genannte Tip das Risiko zu verteilen auf z.B. Aktien,Renten, Wachstumsfonds etc. absolut richtig. Auschlaggebend ist hier aber auch deine persönlich Bereitschaft Risiken einzugehen.

Gruß
nala

Hallo Peter,

also theoretisch kannst Du Unabhängigkeit nur von jemandem erwarten, den Du für eine neutrale Beratung bezahlst. Vielleicht googelst Du mal unter „Honorarberatung“ oder „certified financial planner (cfp)“ da gibt es Verbände, die Dir einen Kontakt in Deiner Region empfehlen.

Ob sich das aber bei diesem Betrag schon lohnt weiß ich nicht. Die Jungs werden halt nach Aufwand bezahlt und der ist unabhängig von der Höhe der Anlagesumme.

Alternative wäre ein Makler ein Lösungsansatz. Die haben wenigstens keine Vorgaben, leben aber halt von Provisionseinnahmen.

Mal was anderes:
Macht es denn in Deiner Lebenssituation wirklich Sinn, schon langfristig anzulegen?
Wenn das Baby da ist, werdet Ihr sicher diverse liquiditätsfressende Anschaffungen tätigen müssen… :wink:

Dann ist irgendwann das Studium zu Ende. Eventuell steht ein Umzug an, oder zumindest eine neue Wohnung, oder… .

Lange Rede kurzer Sinn:
Ich würde wie schon von Strubbel geschrieben ein Tagesgeldkonto oder einen Geldmarktfonds nutzen oder versuchen bei einem Fondsdiscounter einen offenen Immobilienfonds ohne Ausgabeaufschlag zu bekommen und mich solange über einen soliden Rückhalt freuen, bis klar ist, was Du wirklich langfristig anlegen kannst

Euch alles Gute!

Schorsch

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moin,

ich sehe 18k schon als vernuenftiges eigenkapital fuer eine immobilie:

ich kenne eure jetzige wohnsituation nicht, aber prinzipiell ist man mit einer immobilie nie schlecht beraten, wenn die lage stimmt!

du weisst, was du jetzt an miete zahlst, lass dir ausrechnen , was ne huette mit zins + tilgung kostet - dann kann eine immobilie wie ne grosse spardose sein.

dann bau noch eine klausel ein, dass deine 2011 faellige lv als sondertilgung einfliessen kann.
gruss
khs

hallo
eins würde ich garantiert nicht machen,bei diesen geringen betrag noch irgendwo beraterkosten investieren.tagesgeldkonto bei DiBa,1822Direkt
oder comdirekt ,evt. einen teil in Aktienfonds anlegen

Hallo,

vorsicht, u.U. wird die steuerfreie LV dann schlagartig steuerpflichtig!
…bei dieser Kombination

Aber ein wenig komplex, um dieses im Forum zu erörtern.

Detlev

dann bau noch eine klausel ein, dass deine 2011 faellige lv
als sondertilgung einfliessen kann.
gruss
khs

Hallo,

mein Brötchengeber bietet im Moment 3,7% für ein Jahr. Dafür kommt auch ein Berater zu Euch - wenn gewünscht.
Freistellungsauftrag etc. werden vor Ort erledigt. Provisionen fließen auch nicht - sozusagen ehrenamtlich ,-)

Einer unserer 7.000 Außendienstler betreut Dich gerne.
Darüber hinaus gibt`s auch Banken, die nicht nur Verkaufsprogramme haben, sondern auch jede Menge faire Berater (um die Banken auch mal in Schutz zu nehmen)

Honorarberater für „Peanuts“ würde ich eher nicht empfehlen.

Bausparen, wenn Anspruch auf Wohnungsbauprämie: 3% Zinsen, +Bonus und bauen muß man auch nicht.

Rentenfonds sind prima, wenn diese steigen - selbiges gilt für Aktien.

Alles eine Frage der Risikobereitschaft und des Beraters.

Detlev

also ich habe da ein „Problem“
Ich habe 18.000 Euro geerbt und weiß nu nich wie ich die
anlegen soll.

  1. Im Moment bin ich noch Student (BioMedizin ca. noch ein
    halbes Jahr), also hab ich noch keine Ahnung wie es mit den
    Finanzen weitergehen wird, aber im Moment komm ich sehr gut
    mit meiner Kohle hin. (600€)
  2. Im September wird wohl meine kleine Tochter auf die Welt
    kommen. Das ist gut so und auch gewollt :wink: -muss man ja heute
    dazu sagen- :smile:
  3. Meine Freundin arbeitet und hat auch einen sicheren Job. Da
    kommt jetzt nich endlos viel bei rum aber ca. 30.000@
    brutto/p.a.
  4. am 01.12.2011 bekomme ich meine „Jugend“ Lebensversicherung
    ausbezahlt 36.000€

So jetzt habe ich hier ma mein ganzes Leben auf den Tisch
gepackt :smile: aber ich denke ma das sind so die Eckdaten die ihr
haben müsstet um mir einen Rat zu geben.

Wie soll ich nu das Geld anlegen. Im Moment ligt es bei der
Sparkasse mit stinkenden 2%.
Ich bin nu weder besonders risikofreudig, noch -avers. Lasse
mich aber gerne beleren.
Ich war schon mal bei dem Sparkassen-Typen und der rät mir zu
einem DEKA-Dachfond mit Wachstumsoption (also max. 50%)
Aktien… aber der will natürlich sein Zeug losbekommen…

Was tun?

LG Peter

moin,

Grüß Gott!

ich sehe 18k schon als vernuenftiges eigenkapital fuer eine
immobilie:

Wenn man mal davon ausgeht, dass eine Eigenkapitalquote von mindestens 20% als vernünftig anzusehen ist, dann ergibt sich hiermit ein möglicher Preis für die Immobilie von 90.000,- Euro.
Für eine dreiköpfige Familie in einer Universitätsstadt.
Gibts das? Wenn ja wo?
(Ja, ich weiß. Kosten für Grunderwerbsteuer usw. sind unterm Tisch…)

ich kenne eure jetzige wohnsituation nicht, aber prinzipiell
ist man mit einer immobilie nie schlecht beraten, wenn die
lage stimmt!

So ein Stdent wird heutzutage wohl damit zu rechnen haben, dass er nicht am Standort seiner Uni seinen ersten Job findet. Dann nach kurzem die Immo wieder verkaufen zu müssen ist wohl eher riskant.
Würde ich nicht machen. Macht zu unfelxibel.
Alte Weisheit: Eine Immobilie macht immobil. :wink:

du weisst, was du jetzt an miete zahlst, lass dir ausrechnen ,
was ne huette mit zins + tilgung kostet - dann kann eine
immobilie wie ne grosse spardose sein.

Das blöde an Spardosen ist halt, dass sie keine Rendite erwirtschaften. Bei selbstgenutzten Immobilien kann man trefflich ergebnislose Grundsatzdiskussionen darüber führen, ob sich das unter dem Renditeaspekt lohnt. Kommt wohl sehr auf die Lage an. Selbstläufer ist es auf jende Fall keiner!

Ich würde erst dann eine Immo kaufen, wenn Du weißt, wo es Dich zumindest für einen längeren Zeitraum hinverschlägt.

Gruß Schorsch

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Guten Tag Norrin Radd,
Sie haben das Glück und gehören zu denjenigen, die in der Regel
nicht überfordert sind, wenn Sie sich über einige Stunden hinweg einen
zusammenhängenden Text vornehmen sollen. Und das ist mein Vorschlag
an Sie und Ihre Freundin: Angesichts der Ereignisse, die demnächst bei
Ihnen anstehen, sollten Sie sich die Mühe machen und den Bereich Sparen, Alters- und sonstige Vorsorge und Wohneigentum selbst in die
Hand nehmen und sich anhand von Literatur schlau machen (jede x-beliebige Bahnhofsbuchhandlung, die Verbraucherberatung oder das
Netz). Das kostet ein wenig Ihrer Freizeit und Ihres Gehirnschmalzes
und birgt in sich den Vorteil, dass Sie und Ihre demnächst junge
Familie mehrere Tausend Euro an Vermittlungsprovisionen für Verträge aller Art einsparen können, wenn Sie die Dinge selbst in die Hand nehmen. Wenn Ihnen das zu dumm ist oder Sie sich die Mühe nicht machen
wollen, dann können Sie so verfahren wie ca. 96 % der Bevölkerung.
Die geht zur Bank, zur Sparkasse, zum Finanz- oder Versicherungsmakler
oder läßt sich den Versicherungsvertreter ins Haus kommen.
Und wundern sich dann nach z.B. 12 Laufzeit ihrer Rentenversicherung, dass sie zwar schon 20 Tausend Euro Beiträge gezahlt haben, ihr Rückkaufswert im Kündigungsfall aber leider nur bei 18300 Euro steht.
Mit guten Wünschen für
Sie und Ihre demnächst junge Familie
Günther

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Darüber hinaus gibt`s auch Banken, die nicht nur
Verkaufsprogramme haben, sondern auch jede Menge faire Berater
(um die Banken auch mal in Schutz zu nehmen)

Hallo Detlev,

das finde ich gut!
Endlich mal jemand der positive Erfahrungen gegen die allgemeine Schelte setzen kann!

Wen meinst Du denn konkret? Das wäre doch mal ein wertvoller Tipp für alle Verbraucher!

Gruß Schorsch

…Ihnen anstehen, sollten Sie sich die Mühe machen und den
Bereich Sparen, Alters- und sonstige Vorsorge und Wohneigentum
selbst in die
Hand nehmen und sich anhand von Literatur schlau machen (jede
x-beliebige Bahnhofsbuchhandlung, die Verbraucherberatung oder
das
Netz). Das kostet ein wenig Ihrer Freizeit und Ihres
Gehirnschmalzes
und birgt in sich den Vorteil, dass Sie und Ihre demnächst
junge
Familie mehrere Tausend Euro an Vermittlungsprovisionen für
Verträge aller Art einsparen können, wenn Sie die Dinge selbst
in die Hand nehmen.

… aber darüber bitte nicht das aktuell ebenso wichtige Selbsstudium der Gynäkologie, Kindermedizin, Fahrzeugtechnik, Haushaltselektrik, Architektur, Bauingenieurwesen usw…
vergessen!
Was man da alles sparen kann!!!
:wink:

Gruß Schorsch

hallo nochmal,

entweder wirklich selbst in die thematik einlesen (aktien, fonds, zertifikate, etf, reits, private equity, anleihen, pfandbriefe) oder zur verbraucherzentrale traben. die nehmen nur ein geringes entgelt.
die banker hier im brett reagieren auf letzteren tip allerdings allergisch.

strubbel
€:open_mouth:)

Guten Tag Money-Schorsch,

ich gebe es zu: Die von Ihnen gepflegte Sorte von Humor liegt mir durchaus. Und mehr noch: Ich fand Ihren Beitrag wirklich witzig.

Nur.
Reduziert man ihn auf seinen Gehalt, so fällt mir auf, dass da ein wenig Wehmut hereinspielt, der - bezogen auf die Sache - fehl am Platze ist.
Ich will es Ihnen so erklären:

Wissen Sie, wie lange eine Ausbildung zum KFZ- oder Elektromeister
dauert ? Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, nach welcher Zeit
ein Bauingenieur fertig gebacken ist ? Haben Sie den Schimmer eines
Anflugs von Ahnung, wie lange es dauert, bis ein Mediziner nicht nur
Mediziner sondern Facharzt für Frauenheilkunde ist ?

Ich will mich mit Ihnen nicht in den einzelnen Fällen um ein Jahr hin oder her streiten. Das wäre nur müßig und führt in der Sache ebenso wenig weiter.

Was ich aber will, ist, dass Sie zur Kenntnis nehmen, wie wenig an
Qualifikation es bis heute bedarf, damit jemand im Auftrag einer
renommierten Bausparkasse oder Versicherung Kunden berät und Verträge vermittelt. Die Qualifikation liegt nahezu bei Null.
Daran hat auch die seit Jahren bestehende brancheninterne Ausbildung
nur wenig verändert. Denn derjenige, der diese leichten Hürden nicht nimmt und bei scheinselbständiger Tätigkeit das Handtuch nicht von selbst wirft, darf dennoch weitermachen. Die anderen, die die Hürde nehmen, sind dann „Fachmann“ oder „Fachfrau“.
Ein Titel ohne Mittel und zudem geeignet, das unkundige Publikum
vielleicht zu beeindrucken. Von einer gründlichen Ausbildung kann hier die Rede nicht sein. Die Teilnehmer werden in sogenannten Seminaren
über wenige Wochen hinweg geschult. Dass selbst die sogenannten Dozenten in diesen sogenannten Seminaren regelmäßig nie einen Vorlesungssaal von innen gesehen haben, sei nur am Rande bemerkt.

Die Prüfung, die auf Fahrschulniveau abläuft, wird - bezeichnenderweise - längst nicht von allen Probanden bestanden.

So, und jetzt sind wir wieder bei meiner Empfehlung an einen knapp
fertig gebackenen Akademiker, dem ich geraten habe, sich zwanglos selbst in diese Dinge einzulesen. Sie haben den Vorschlag durch Ihren Kommentar mit Spott bedacht. Offenbar trauen Sie dem jungen Mann
weniger zu als einem Gutteil der bundesdeutschen Vertreterschar, die
in Schnellbleicheschulungen ihr Fachwissen erwerben - oder eben auch nicht - und danach ungehemmt auf die unkundige Bevölkerung losgelassen werden.
Das ist ein starkes Stück. Und wirft - zumindest für mich - auch ein
bezeichnendes Licht auf Ihre Person.

Gruß
Günther

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off topic…
Hallo Günther,

schöne Argumentation - hat Spaß gemacht, die kleine, aber feine und bedachte Antwort zu lesen.

Meine Idee: erst mal für ein halbes Jahr zu ca. 4% bei Postbank oder Cortal Consors anlegen.
ODer nur die Hälfte davon dort und die andere Hälfte als Tagesgeld bei DiBa.

Sich dann viele Meinungen anhören, dabei lernen,
aber erst am Schluss entscheiden.
Wer als Berater drängelt ist meist unseriös.

Ich war schon mal bei dem Sparkassen-Typen und der rät mir zu
einem DEKA-Dachfond mit Wachstumsoption (also max. 50%)
Aktien… aber der will natürlich sein Zeug losbekommen…

Aktien stehen gerade ziemlich hoch. Ich habe keine Lust zu kaufen.

Gruß JoKu

Hallo Peter,

Informationen kannst Du auch unter: www.bund-der-sparer.de
abrufen.
LG Suzanne

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