Geld für 5 Jahre anlegen

Hallo,

weiter unten wurde ja bereits über Überseecontainer diskutiert. Allerdings ist es mir wichtig, dass ich mein Geld (relativ) sicher und ohne, dass ich dabei täglich das Geschehen an der Börse beobachten muss, anlegen kann… Ich halte das Risiko für Container jetz zwar eher gering trotz Wirtschaftskrise, da es ja derzeit eigentlich gerade sinnvoll ist global zu investieren… dennoch bin ich jetz eher skeptisch und überlege eine Alternative. Oder mit welchem maximalen Verlust müsste man denn bei Containern rechnen?
Ansonsten überlege ich mir auch Garantiefonds auf 5Jahre, die zumindest gesichert sind, ich aber eher ein schlechteres Bauchgefühl habe:smile:.
Welche weiteren Geldanlagen für die Laufzeit von etwa fünf Jahren gäbe ies den noch als Alternativen?
Danke für Tips, mfg Dandelione

Welche weiteren Geldanlagen für die Laufzeit von etwa fünf
Jahren gäbe ies den noch als Alternativen?

Wie wäre es mit Wertpapieren des Bundes. Sicherer geht nicht, Zinsen gibts auch und der Bund braucht zur Zeit jede Menge Kohle.

Hallo Dandelione,

[http://www.deutsche-finanzagentur.de/cln_117/nn_1034…](http://www.deutsche-finanzagentur.de/cln_117/nn_103492/DE/privateAnleger/Bundeswertpapiere/BundesobligationenBobls/bundesobligationen-bobls node.html? nnn=true)

Gruß
Fritz

Hallo Dandelione,

Allerdings ist es mir wichtig, dass ich mein Geld
(relativ) sicher und ohne, dass ich dabei täglich das
Geschehen an der Börse beobachten muss, anlegen kann…

Also müssen tust du gar nichts. Aber in den zwei Stunden, die du wöchentlich brauchst, um eine Anlegerzeitschrift zu lesen, dir deine Gedanken über Geldanlage zu machen und entsprechend zu handeln, kannst du eine Menge Geld einfach dadurch verdienen, dass du die richtigen Entscheidungen triffst.

Oder mit welchem
maximalen Verlust müsste man denn bei Containern rechnen?

Falsche Fragestellung. Meine Frage wäre hier: Welche maximalen Verluste akzeptiere ich für eine Anlage, die mir eine Rendite von 4,5% p.a. bietet? Antwort: Gar keine.

Ich halte ohnehin nichts davon, irgendeine Anlageform mit einer Benchmark zu vergleichen, z.B. einen Fonds mit dem DAX. Es nützt mir überhaupt nichts, dass der Fonds 10% besser war als der DAX, wenn er trotzdem Verlust gemacht hat.

Meine persönliche Benchmark ist das Sparbuch. Alles, was weniger Rendite bringt als das Sparbuch, ist schlecht.

Ansonsten überlege ich mir auch Garantiefonds auf 5Jahre, die
zumindest gesichert sind, ich aber eher ein schlechteres
Bauchgefühl habe:smile:.

Ich kenne deine Garantiefonds zwar nicht, aber wenn du ein schlechtes Bauchgefühl hast, lass es sein.

Welche weiteren Geldanlagen für die Laufzeit von etwa fünf
Jahren gäbe ies den noch als Alternativen?

Ich bin ja für Unternehmensanleihen, wenn du es gerne „ruhig“ hast. Pass aber auf, dass du keine nachrangigen Anleihen kaufst, und auch keine, bei denen die Zahlungen ausgesetzt werden können.

Hier hast du eine Suchmaschine: http://bondboard.de/index.php
Sie ist nicht besonders gut, aber besser als nichts.

Ach ja, wie man so etwas kauft: Du brauchst ein Depot. Dazu bietet sich ein Onlinebroker an, der keine monatlichen Gebühren verlangt. (Meine Hausbank verlangt für das Depot jährliche Gebühren.) Ich bin mit IngDiba ganz zufrieden.

Dann suchst du dir eine oder mehrere Unternehmensanleihen aus, je nachdem, um welchen Betrag es geht. Die kannst du ganz normal an der Börse kaufen. … Du kannst natürlich auch Aktien kaufen. Aber das willst du ja nicht :wink:

Schöne Grüße

Petra

Aber ob das im tieferen Sinne „sicher“ ist, zumindest bei Laufzeiten, die in eine schöne kommende Inflation hinein gehen?
Bei allen „sicheren“ Anlagen sollte man besser zur Zeit auch die Laufzeit im Auge haben.Die besser nicht zu lang ist, um nicht vielleicht 3-4% Rendite, wenn´s hoch kommt mit 5 (naiv geschätzt) oder aber auch sehr viel mehr % Inflationsrate gleich wieder zu verlieren, ab 3-4 % geht dann nämlich durchaus Kapital verloren.
Im Moment sich da lange festzulegen, da raten doch sogar hochkonservative Fachkundige ab.
Nie war es m.E. wichtiger, flexibel zu bleiben, als heute.
1-2 Jahre in eine solide Unternehmensanleihe, dann neu überdenken, das wäre mein Senf dazu.

Gruß,Zahira

Bei allen „sicheren“ Anlagen sollte man besser zur Zeit auch
die Laufzeit im Auge haben.

Die ist doch vom Fragesteller vorgegeben, 5 Jahre.

Die besser nicht zu lang ist, um

Bundeswertpapiere sind in allen möglichen Laufzeiten erhältlich.

nicht vielleicht 3-4% Rendite, wenn´s hoch kommt mit 5 (naiv
geschätzt) oder aber auch sehr viel mehr % Inflationsrate
gleich wieder zu verlieren, ab 3-4 % geht dann nämlich
durchaus Kapital verloren.

Bei welcher Anlageform ist der Verlust von Kapital ausgeschlossen ?

Im Moment sich da lange festzulegen, da raten doch sogar
hochkonservative Fachkundige ab.

Das bestreitet niemand.

Nie war es m.E. wichtiger, flexibel zu bleiben, als heute.
1-2 Jahre in eine solide Unternehmensanleihe, dann neu
überdenken, das wäre mein Senf dazu.

Du würdest Unternehmensanleihen Bundeswertpapieren vorziehen und hast Dich oben über Kapitalverlust ausgelassen ?

Augen auf beim Unternehmensanleihen-Kauf!

Ich bin ja für Unternehmensanleihen, wenn du es gerne „ruhig“
hast. Pass aber auf, dass du keine nachrangigen Anleihen
kaufst, und auch keine, bei denen die Zahlungen ausgesetzt
werden können.

Hallo,
derzeit sind Unternehmensanleihen ja gerade Mega-in. Aber leider ist es dafür eigentlich zu spät. U-Anleihen waren mega-spannend, wie die Risiko-Spreads wegen der Krisenangst sprunghaft angestiegen sind. Mittlerweweile sind sie wieder deutlich zurück gekommen und die wenigen frühen Anleger haben ordentliche Kursgewinne eingestrichen. Aber diese Sondersituation ist vorbei!
Mit Blick auf die Zukunft sind die Risiken immens. Zwar scheint die Rezession gestoppt, dennoch ist das Ertragsniveau der meisten Unternehmen sehr niedrig.
Experten wie Ratingagenturen rechnen mit steigenden Ausfallraten in der Breite. Das bringt steigende Spreads und sinkende Kurse.
Selbst wenn man ein Unternehmen herausgesucht hat, welches keine Probleme bekommt, das Gesamtmarktrisiko wird auch bei dieser Anleihe eingepreist.
Mein Eindruck ist, dass derzeit nur noch Anleger am hinteren Ende der Informationskette U-Anleihen kaufen und die Risiken mit Blick in den Rückspiegel nicht wahrnehmen.

Dann suchst du dir eine oder mehrere Unternehmensanleihen aus,
je nachdem, um welchen Betrag es geht. Die kannst du ganz
normal an der Börse kaufen. … Du kannst natürlich auch
Aktien kaufen. Aber das willst du ja nicht :wink:

Auch -oder gerade- hier tut Streuung not! Wer nicht über verschiedene Unternehmen und Branchen streuen kann, sollte lieber einen Fonds nehmen.
Experten sagen, dass der Investmentprozess von U-Anleihen komplexer ist, als der von Aktien.
Mir macht es echt Angst, dass so viele Privatanlger sich auf einmal mit so einem absoluten Profithema beschäftigen. Die nächste Welle der Enttäuschungen scheint mir vorprogrammiert… .

Der besorgte Money-Schorsc

Konkrete Risiken?
Hallo,

was sind denn die konkreten Risiken von Unternehmensanleihen? Mir ist klar, dass der Betrieb an sich bankrott gehen kann und man sein Geld nicht mehr sieht. Aber was noch mehr?

Ist eine festverzinsliche Anleihe auf ein deutsches Dax Unternehmen mit bis zu 5 Jahren Laufzeit so ein Profiprodukt, dass ein Privatanleger die Finger davon lassen sollte?

Oder redest Du von einer ganz anderen Art Unternehmensanleihe?

MfG

Bei allen „sicheren“ Anlagen sollte man besser zur Zeit auch
die Laufzeit im Auge haben.

Die ist doch vom Fragesteller vorgegeben, 5 Jahre.

Und aus diesem Grunde habe ich hinzugefügt, dass lange Laufzeiten bei Anleihen im Moment so eine Sache sind.

Die besser nicht zu lang ist, um

Bundeswertpapiere sind in allen möglichen Laufzeiten
erhältlich.

Bundeswertpapiere…kann man denn wirklich zu denen raten…
Da war der Hinweis auf Unternehmensanleihen oben schon nicht schlecht.
Anyway, es gilt bei beiden die Laufzeit mit zu bedeken.

nicht vielleicht 3-4% Rendite, wenn´s hoch kommt mit 5 (naiv
geschätzt) oder aber auch sehr viel mehr % Inflationsrate
gleich wieder zu verlieren, ab 3-4 % geht dann nämlich
durchaus Kapital verloren.

Bei welcher Anlageform ist der Verlust von Kapital
ausgeschlossen ?

Naja, der Verlust durch Inflation ist nicht nur nicht ausgeschlossen, sondern sehr wahrscheinlich um nicht zu sagen gesichert.

Im Moment sich da lange festzulegen, da raten doch sogar
hochkonservative Fachkundige ab.

Das bestreitet niemand.

Sag ich doch.

Nie war es m.E. wichtiger, flexibel zu bleiben, als heute.
1-2 Jahre in eine solide Unternehmensanleihe, dann neu
überdenken, das wäre mein Senf dazu.

Du würdest Unternehmensanleihen Bundeswertpapieren vorziehen
und hast Dich oben über Kapitalverlust ausgelassen ?

Das ist fast schon eine Frage des Glaubens.
Ja, ich würde eine Unternehmensanleihe eines Unternehmens, das für das systemrelevant ist, vorziehen. Ebenso sicher, naja, unter gewissen Prämissen sogar sicherer, und die Rendite ist doch höher.

Hallo,

was sind denn die konkreten Risiken von Unternehmensanleihen?
Mir ist klar, dass der Betrieb an sich bankrott gehen kann und
man sein Geld nicht mehr sieht. Aber was noch mehr?

Das ist das Ausfallrisiko. Das besteht aber schon darin, dass man die vereinbarten Zinsen nicht bekommt, weil die Company nicht zahlen kann.

Dazu kommt noch das Kursrisiko. Der Kurs kann von Nachrichten zum Unternehmen beeinflusst werden. Z.B. wenn eine Verschlechterung der Bonität erwartet wird oder eintritt (z.B. Abstufung im Rating).
Dazu kommt die allgemeine Risikoeinschätzung. Wenns z.B. in der Konjunktur kritisch wird (siehe z.B. Anfang diesen Jahres), will der Markt mehr Risikoprämie = höhere Rendite = Kursverlust.
Hierzu kommt dann noch das allgemeine Risiko sinkender Kurse bei steigenden Zinsen (z.B. wegen Inflation), das bei jeder Anleihe besteht.

Es gilt also ganz schön viel zu beachten, oder?

Ist eine festverzinsliche Anleihe auf ein deutsches Dax
Unternehmen mit bis zu 5 Jahren Laufzeit so ein Profiprodukt,
dass ein Privatanleger die Finger davon lassen sollte?

Dass ein Unternehmen im Dax notiert ist, sagt etwas über seine Börsenkapitalisierung aus, aber nicht über die Bonität und die anderen oben genannten Themen.
Auf jeden Fall sollte man nicht in ein Unternehmen investieren (wie bei Aktien) sondern breit streuen.

Oder redest Du von einer ganz anderen Art Unternehmensanleihe?

Nein.

Gruß vom Money-Schorsch

Hallo Zahira,

vermutlich hat kaum ein Unternehmen der Welt ein besseres Rating als unser Staat. schlechteres Rating = mehr Risiko = mehr Ausfallwahrscheinlichkeit = höhere „Zinsen“.

Das Risiko bestimmt die „Zinsen“, nicht der Gewinn, den ein Unternehmen/Schuldner damit macht oder machen will.

Gruß
achim

@Petra_44 : Meines Erachtens sollte nicht das Sparbuch, sondern Bundespapiere / Festgeld etc. der Maßstab sein, an Risiko und Mehrertrag gemessen werden sollten.

Merci
Danke für die hilfreichen Beiträge :smiley:. lg

Das Risiko bestimmt die „Zinsen“, nicht der Gewinn, den ein
Unternehmen/Schuldner damit macht oder machen will.

Schon klar.
Aber die Zeiten haben sich geändert.Will sagen, das Risiko und seine Vorrausetzungen hat sich in allen Anlageklassen geändert.
Bundesanleihen sicher?
Eine Glaubensfrage.
Mindestens so sicher erscheinen mir solide Unternehmen, die haben wenigstens keine bailoutschulden, müssen in ihrer Politik nur auf den eigenen Laden Rücksicht nehmen etc und können dennoch , weil die LÖeute eben noch glauben, Staatsanleihen seien sicherer höhere Renditen zahlen.
Zur sicheren Staatsanleige noch dieses:

http://diepresse.com/home/wirtschaft/finanzkrise/508…

Was sich gerade mal wieder als die womöglich in der Zukunft relativ sicherste Anlageform zeigt ist die nie ihren Wert verlierende Währung Gold.
Auch eine Glaubensfrage.

Hallo,

Mindestens so sicher erscheinen mir solide Unternehmen, die
haben wenigstens keine bailoutschulden, müssen in ihrer
Politik nur auf den eigenen Laden Rücksicht nehmen etc und
können dennoch , weil die LÖeute eben noch glauben,
Staatsanleihen seien sicherer höhere Renditen zahlen.

niemand zahlt höhere Zinsen weil er kann. Nur weil er muss!
Das allgegenwärtige Grundgesetz der Kapitalanlage( höhere Rendite = höheres Risiko) wird auch durch die Auswirkungen der Finanzkrise nicht ausgeschaltet.
Bei einem so effizienten Markt wie dem für Staatsanleihen, wären die Renditen schon angestiegen, wenn Deine Einschätzung der Lage nahe an der Realität wäre.
Solange Unternehmen kein eigenes Geld drucken können wird wohl weiterhin gelten, dass Staatsanleihen sicherer sind als Unternehmensanleihen.

Gruß vom Money-Schorsch

Hallo,

Dazu kommt noch das Kursrisiko. …
Es gilt also ganz schön viel zu beachten, oder?

Anscheinend. Ich ging davon aus, dass gerade das Kursrisiko bei festverzinslichen Anleihen nicht besteht. Also dass man, vorausgesetzt man verkauft nicht zwischendurch, den vollen Nominalbetrag + Zins ausbezahlt kommt. Oder täusche ich mich jetzt?
Das sind natürlich dann keine Anleihen mit denen man 2-stellige Zinssätze bekommt.

MfG

Da täuscht du dich nicht… wobei auch hochverzinsliche Produkte durchaus zu 100% zurück zahlen können^^

Solange Unternehmen kein eigenes Geld drucken können …

Das ist natürlich durchaus ein Argument.

Hi,

es gibt ein neues Produkt auf dem Markt mit Bankgarantierten 24 % im Jahr. Einfach dort anlegen und monatlich 2 % Zinsen erhalten.

Gruß
Darius

Scherz oder unseriös.
Hi,

"
es gibt ein neues Produkt auf dem Markt mit Bankgarantierten 24 % im Jahr. Einfach dort anlegen und monatlich 2 % Zinsen erhalten.
"

na entweder ist deine Aussage ein Scherz oder völlig unseriös.

Ich hoffe mal aus das erstere.

Gruss
Börsenfan1968

zur Klarstellung
Hallo

Du würdest Unternehmensanleihen Bundeswertpapieren vorziehen
und hast Dich oben über Kapitalverlust ausgelassen ?

Das ist fast schon eine Frage des Glaubens.
Ja, ich würde eine Unternehmensanleihe eines Unternehmens, das
für das systemrelevant ist, vorziehen. Ebenso sicher, naja,
unter gewissen Prämissen sogar sicherer, und die Rendite ist
doch höher.

bei dieser Aussage musste ich schon mit dem Kopfschütteln.

Diese würde bedeuten, dass der Garantiegeber (der Staat) „unsicherer ist“ als der Garantienehmer (das Unternehmen).

Dies ist logischerweise unsinnig und „keine“ Frage des Glaubens.

Nur mal so zum Nachdenken.

Gruss
Börsenfan1968