Das ist ja ein prima Argument… mein „Investment“ liegt tot
im Schrank herum.
Richtig, es liegt nur rum und tut nix! Keine Firmen- oder Börsenpleite kann dem Edelmetall etwas anhaben. Kein schlechter Fondsmanager kann es verzocken, kein Politiker hat darauf mit irgendwelchen zukünftigen Gesetzen Zugriff.
Folglich erzielt es auch keine Erträge, die
ich versteuern müsste… aber ob das eine positive Eigenschaft
ist?
Keine Erträge ist richtig, halt nur Wertsteigerung gegenüber dem buntbedruckten Papiergeld. Die Kaufkraft bleibt in etwa gleich, bzw. steigt normalerweise nur moderat.
73% von einem Ertrag X nach Steuer ist immer noch besser als
100 % von keinem Ertrag, finde ich.
Richtig, wenn man sich am Ende des Investments mehr kaufen kann als am Anfang, d.h. die Rendite abzügl. Steuern höher war als die reale Inflation. Viele Investments, festverz.Wertpapiere, Versicherungen erreichen das eben nicht. Dann ist das Investment, trotz Verzinsung bzw. Rendite als „Rückwärtssparen“ zu bezeichnen.
Ich bin übrigens nicht gegen ein vernünftiges Fonds-Investment! Ich verachte aber die Einstellung vieler Deutscher sich mit Geld Geld zu kaufen und sich mit mageren Zinsen(Abfall von Rendite) abspeisen zu lassen während die Banken, Bausparkassen und Versicherungen und deren Aktionäre riesige Gewinne erzielen. Dann doch lieber gleich deren Aktionär werden.
Du meinst vermutlich mit der Abgeltungssteuerfreiheit, dass
man später zu einem hoffentlich höheren Preis verkaufen kann.
Diese Form der Abgeltungssteuerfreihei gilt allerdings im
Moment auch für „richtige“ Investitionen. Zusätzlich ist bei
einem echten „Investment“ davon auszugehen, dass es auch
Erträge erzielt. Warum sollte man mit Gold im Mittel mehr als
einen Inflationsausgleich erhalten, wenn das Kapital nicht
arbeitet? Ausserdem ist der Goldkurs geradezu gruselig volatil
und erst kürzlich massiv gestiegen… nicht wirklich ein
„stabiles“ Investment.
Richtig, der Goldpreis hat in den letzten Jahrzehnten geschwankt. Dies war auf politische Interventionen und Verkäufe von Notenbanken zurückzuführen. Edelmetalle sind nun mal knapp und nicht beliebig vermehrbar(wie Geld). Die Nachfrage ist und bleibt höher als das geförderte Volumen und somit steigt eben der Preis. Mit einem Edelmetallsparplan kann man die Schwankungen prima für sich nutzen(cost everage).In einem Jahr schaun´mer dann mal wie sich der Goldpreis entwickelt hat.
Wer Edelmetalle hat und diese derzeit veräußern möchte, darf sich gerne an mich wenden.
So, jetzt hab ich mal meine Meinung zu all den Goldpostings
der letzten Zeit gesagt
. Meine Frage an dich: warum siehst
du es anders?
Prima, seine Meinung zu äußern ist immer gut - Fragen zu stellen auch!
Denke, warum ich das anders sehe habe ich oben erläutert.
Bin neugierig.
Sehr gut.
Eine Eigenschaft die heute leider vielen Menschen fehlt!
LG Sachwerteonkel