Geld vom Ferienjob alles selbst behalten?

Hi,

Unter normalen Umständen sollte jedes Einkommen der Kinder zu
einem Teil zur freien Verfügung abgeben werden für die Eltern.
Erstens aus Dankbarkeit der Kinder, zweitens als Beitrag für
die Haushaltkosten, und drittens bei getrennter Wohnung wegen
Bedürftigkeit der Eltern wenn das der Fall ist.

Also das sehe ich komplett anders. Minderjährige Kinder sind doch - im Normalfall, Extremsituationen jetzt mal aussen vor - nicht dazu da, ihre Eltern finanziell zu unterstützen. Weder, wenn sie Eisprinzessin sind und Millionen verdienen noch wenn sie im Supermarkt Regale einräumen. Im ersten Fall (unabhängig von Fragen zur Geschäftsfähigkeit, ich meine es rein moralisch) sind verantwortungsvolle Eltern verpflichtet, mit dem Geld vernünftig umzugehen - und zwar für das Kind und im Sinne des Kindes, und nicht, um aus „Dankbarkeit“ irgendwann mal reich zu werden.
Im zweiten Fall kann man darüber diskutieren, wie es ja hier gemacht wird,inwieweit man überhaupt in die Verwendung des Geldes eingreifen sollte. Aus Dankbarkeit einen Anteil einfordern zu wollen halte ich schon für ziemlich abstrus.

Überhaupt kann ich mich mit dem Gedanken, von Kindern Dankbarkeit zu _fordern_ nicht so recht anfreunden. Ich meine jetzt nicht die „Danke, dass du mir bei den Hausaufgaben geholfen hast“-Dankbarkeit, sowas sollte ab und an schon drin sein, sondern die große „Danke für mein Leben und dass ihr meine Eltern seid“-Dankbarkeit. Sowas kann man doch nicht einfordern, schon gar nicht von einer Minderjährigen.
Wenn mir später mein erwachsenes Kind mit etwas Abstand zur Kindheit (freiwillg!)signalisiert, „Ihr ward/seid tolle Eltern“ dann ist das die Dankbarkeit auf die ich hoffe.

Gruß
kate_
die immer noch nach der Ironie sucht…

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Das ist ja auch alles richtig. Wenn man sie nicht anhält, dann
kann sie es nicht wissen, wie man es besser machen könnte. Ihr
jüngerer Bruder hingegen, der hockt auf seinem Geld. Und
überlegt ganz genau für was er wieviel ausgeben möchte.

Hallo,
ich sehe es so wie Sarah - und die Menschen sind nun mal verschieden.
Ich würde es als Empfehlung geben, dass sie doch einen Teil sparen soll, aber nicht vorschreiben.

Ich weiß noch genau, wie ich mir von meinem ersten selbstverdienten Ferienjob einen teuren Pullover gekauft habe - das war dann mein Lieblingsstück und ich habe ihn lange getragen…
Es war einfach ein tolles Gefühl - sich was leisten vom selbsterarbeiteten Geld!

Beatrix

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Hallo Biene,

Was sie selbst verdient , dass sollte ihr Geld sein, was auch immer sie damit machen will.
Was sie geschenkt bekommt (oder vererbt), da misch du dich ein und sorge dafür, dass etwas bleibt.

Gruß
Hardey

Eingeforderte Dankbarkeit

Unter normalen Umständen sollte jedes Einkommen der Kinder zu
einem Teil zur freien Verfügung abgeben werden für die Eltern.
Erstens aus Dankbarkeit der Kinder, zweitens als Beitrag für
die Haushaltkosten, und drittens bei getrennter Wohnung wegen
Bedürftigkeit der Eltern wenn das der Fall ist.

…Ist meiner eigenen Erfahrung nur die Hälfte wert. Meine Mutter hat sich mal von unserem Taschengeld selbst ein Muttertagsgeschenk gekauft, weil wir es verbummelt hatten. So richtig glücklich war sie damit nicht. Wir haben auch nichts daraus gelernt. Heute weiß ich, wie traurig sie gewesen sein muss, weil wir sie vergessen haben. Aber ein Gespräch darüber hätte sicher mehr gebracht, als sich Ihr Dankesgeschenk selbst zu kaufen.

Außerdem setzen Eltern ja Kinder aus eigener Entscheidung in die Welt, die Kinder sind an dieser Entscheidung ja nicht beteiligt, warum also grundsätzliche Dankbarkeit?

Als Beitrag zur Haushaltsführung: Jein. Nicht bei einem Ferienjob. Bei anderem, regelmäßigem Einkommen aus Ausbildung oder richtiger Arbeit sollte man darüber reden.

Grüße
kernig

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Mahlzeit!

Ich glaube, ich werde hier nicht richtig verstanden.

Ich denke du wirst hier sehr genau verstanden.
Das du solche Antworten nicht hören magst konnten wir ja nicht wissen.

Gruß
Stefan

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Hallo,

Wenn du unsere Meinungen nicht akzeptierst, wieso willst du
sie dann hören?

Ich akzeptiere doch die Meinung anderer, ich denke das hier
ist ein Diskussionsforum.

Wenn jemand eine Meinung schreibt, die von deiner abweicht, und du daraufhin deine Meinung noch einmal wiederholst, ist das für mich keine Diskussion.

Grüße,
Moritz

Hallo

sie geht noch nicht, das ist noch in der Schwebe.

Hm, da sollte sie aber eher drin bestärkt werden …
Wenn es noch nicht mal sicher ist, dann würde ich auf keinen Fall solche Zwangssparmaßnahmen ergreifen. Dagegen kann sie sich dann ja noch ganz leicht zur Wehr setzen (indem sie eben den Job nicht macht).

Seit sie Taschengeld bekommt, kann sie selber über das gesamte
Taschen geld verfügen, sollte wohl auch so sein. Ich glaube,
ich werde hier nicht richtig verstanden. Und darum sehe ich
ja, wie lange es dauert, bis alles weg ist.

Das kann bei selbstverdientem Geld durchaus anders aussehen.
Wenn beim ersten selbstverdienten Geld noch nicht, dann vielleicht beim zweiten selbstverdienten Geld. Und falls nicht - was kann man machen? Es ist letzten Endes ihr Leben. Man kann andere doch nicht zu ihrem Glück zwingen.

Wenn man sie nicht anhält, dann
kann sie es nicht wissen, wie man es besser machen könnte.

Wieso, wenn man was selber ausprobiert und entsprechende Erfahrungen macht, dann kann man sich doch auch sagen, wie man es besser machen könnte. -

Ich weiß nicht, wann sie das noch lernen soll, wenn nicht jetzt. Sie ist doch in 3 Jahren erwachsen, und dann kann sie sich in richtige Schwierigkeiten bringen, wenn das ihre erste Gelegenheit sein sollte, mal richtig viel Geld auszugeben. Mit 18 ist „richtig viel Geld“ meistens sehr viel mehr Geld als mit 15.

Oft muss man den Jugendlichen einfach nur was zutrauen, dann machen sie schon ihren Weg.

Viele Grüße
Simsy

Hallo Biene,

habe da als schlechtes Beispiel für immer alles Geld nach Lust und Laune ausgeben meinen Bruder - bis 25 wohnte er Zuhause, hat viel nebenbei verdient, mußte nichts Zuhause abgeben oder Grundbedarf selbst einkaufen. Effekt: Offenbahrungseid mit 31, Zwangsversteigerung des Hauses mit 54. Zwischendurch hat er über eine Million gehabt.
Hat nie gelernt, mit Geld zu haushalten.

Sag Deiner Tochter klipp und klar, dass sie einen bestimmten (nicht zu hohen, da ja nur Ferienjobs mögllich sind) Anteil am Führerschein selbst bezahlen muß.
Wie sie das macht, sollte dann ihre Sache sein, Freiraum im Umgang mit Geld muß auch sein.
Sie kann jedes Jahr ein bißchen zurücklegen oder im letzten Jahr alles - stell ihr das frei.
Und konsequent kein Führerschein ehe das Geld nicht da ist(Konsequenz ist da ganz wichtig).

Was auch gut ist: ihr ihren Anteil für Kleidung, Handy etc. auszuzahlen und sie selbst einkaufen und einteilen lassen.
Kenne das vom Schülerbafög - meine Eltern haben mich davon alles außer Schulbücher, Wohnen und Essen selbst zahlen lassen und das war eine gute Übung.
Also ein höheres Taschengeld mit mehr Eigenbeteidigung am Grundbedarf.

Gruß, Havke