Hi,
Unter normalen Umständen sollte jedes Einkommen der Kinder zu
einem Teil zur freien Verfügung abgeben werden für die Eltern.
Erstens aus Dankbarkeit der Kinder, zweitens als Beitrag für
die Haushaltkosten, und drittens bei getrennter Wohnung wegen
Bedürftigkeit der Eltern wenn das der Fall ist.
Also das sehe ich komplett anders. Minderjährige Kinder sind doch - im Normalfall, Extremsituationen jetzt mal aussen vor - nicht dazu da, ihre Eltern finanziell zu unterstützen. Weder, wenn sie Eisprinzessin sind und Millionen verdienen noch wenn sie im Supermarkt Regale einräumen. Im ersten Fall (unabhängig von Fragen zur Geschäftsfähigkeit, ich meine es rein moralisch) sind verantwortungsvolle Eltern verpflichtet, mit dem Geld vernünftig umzugehen - und zwar für das Kind und im Sinne des Kindes, und nicht, um aus „Dankbarkeit“ irgendwann mal reich zu werden.
Im zweiten Fall kann man darüber diskutieren, wie es ja hier gemacht wird,inwieweit man überhaupt in die Verwendung des Geldes eingreifen sollte. Aus Dankbarkeit einen Anteil einfordern zu wollen halte ich schon für ziemlich abstrus.
Überhaupt kann ich mich mit dem Gedanken, von Kindern Dankbarkeit zu _fordern_ nicht so recht anfreunden. Ich meine jetzt nicht die „Danke, dass du mir bei den Hausaufgaben geholfen hast“-Dankbarkeit, sowas sollte ab und an schon drin sein, sondern die große „Danke für mein Leben und dass ihr meine Eltern seid“-Dankbarkeit. Sowas kann man doch nicht einfordern, schon gar nicht von einer Minderjährigen.
Wenn mir später mein erwachsenes Kind mit etwas Abstand zur Kindheit (freiwillg!)signalisiert, „Ihr ward/seid tolle Eltern“ dann ist das die Dankbarkeit auf die ich hoffe.
Gruß
kate_
die immer noch nach der Ironie sucht…