eine Bekannte von mir hat ca 15000-20000€ zur Verfügung.
Sie muss ein Haus verhalten und jetzt stellt sich die Frage wie Sie das Geld am besten anlegen sollte.
An dem Haus können langfristig gesehen Wartungsarbeiten anfallen (Heizkessel erneuern usw.), was wiederum heisst, dass auf das Geld kurzfristig zurückgegriffen werden muss.
Jetzt ist die Frage ob es Sinn macht, einen Teil des Geldes in einen Bausparvertrag einzuzahlen um somit evtl. einen günstigen Darlehenszinssatz zu bekommen oder ob man das Geld anderst anlegen kann.
Die Person ist mittlerweile 50Jahre alt, daher frage ich mich, ob hier ein Bausparvertrag überhaupt noch Sinn macht. Oder sollte Sie das Geld nur auf einem Tagesgeldkonto liegen lassen? Dort gibt es ja im Moment auch so um die 5%Zinsen.
Über zahlreiche Antworte würde ich mich sehr freuen
eine Bekannte von mir hat ca 15000-20000€ zur Verfügung.
Sie muss ein Haus verhalten
unterhalten?
und jetzt stellt sich die Frage
wie Sie das Geld am besten anlegen sollte.
An dem Haus können langfristig gesehen Wartungsarbeiten
anfallen (Heizkessel erneuern usw.), was wiederum heisst, dass
auf das Geld kurzfristig zurückgegriffen werden muss.
Ich notiere: Kurzfristige Anlage!
Jetzt ist die Frage ob es Sinn macht, einen Teil des Geldes in
einen Bausparvertrag einzuzahlen
Ich notiere: Bausparvertrag.
Ups, ich bin verwirrt, ich male einen Blitz zwischen „kurzfristige Anlage“ und „Bausparvertrag“, streiche dann den Bausparvertrag und fühle mich besser
um somit evtl. einen
günstigen Darlehenszinssatz zu bekommen oder ob man das Geld
anderst anlegen kann.
Ich nehme den dicken Edding und unterstreiche „ANDERS!“
Die Person ist mittlerweile 50Jahre alt, daher frage ich mich,
ob hier ein Bausparvertrag überhaupt noch Sinn macht.
Ich streiche das Wort Bausparvertrag mit dem Edding nochmal richtig :
Oder sollte Sie das Geld nur auf einem Tagesgeldkonto liegen
lassen? Dort gibt es ja im Moment auch so um die 5%Zinsen.
Über zahlreiche Antworte würde ich mich sehr freuen
Ich werfe mal ein paar Worte aufs Papier:
„Tagesgeldkonto --> x€, x sei der Gegenwert der möglichen Erneuerungsmaßnahmen“
„10-15.000€ Minus X >= 0? --> Wenn wirklich nicht langfristig zu entbehren, den Rest auf’s Tagesgeld. Wenn länger zu entbehren --> Beratung“.
Blatt auf den Tisch, Mappe zu, Licht aus, Auto an, nach Hause, Feierabend!
An dem Haus können langfristig gesehen Wartungsarbeiten
anfallen (Heizkessel erneuern usw.), was wiederum heisst, dass
auf das Geld kurzfristig zurückgegriffen werden muss.
Ich würde mich mal unverbindlich informieren, wieviel es ungefähr kostet, einen Heizkessel zu erneuern - sofern nicht schon geschehen. Diesen Teil des Geldes würde ich dann (zumindest im Winter) wahrscheinlich als Tagesgeld anlegen, und mit dem übrigen Geld versuchen, einen höheren Zinssatz zu erwirtschaften.
Ich persönlich würde Zertifikate kaufen. Die gibt es auch mit 100% Kapitalsicherung. Und man kann sie über die Börse verkaufen - falls noch mehr kaputt geht, als der Heizkessel. Ok, man hat dann u.U. einen geringen Verlust. Die Zertifikate, die ich selber habe, stehen derzeit bei 95% bzw. 97%. Es wäre nicht schön, wenn ich die jetzt verkaufen müsste, aber der Verlust hält sich in Grenzen.
Man kann auch das Geld für einen bestimmten Zeitraum (z.B. 1 Jahr) fest anlegen, um einen höheren Zinssatz als beim Tagesgeld zu bekommen. Da würde ich mit der Bank sprechen, ob man da im Notfall drankommt.
Abgesehen davon würde ich ein Zimmer des Hauses möbliert vermieten. Wenn man da einen Internetanschluss, TV, Kühlschrank, Telefon etc. anbietet, findet man schon jemanden (kommt auf die Lage des Hauses an). Hier in Düsseldorf habe ich gerade Fotos von einer Souterrainwohnung für EUR 300,- gesehen - nicht schlecht … da das Zimmer sehr nahe an der Messe liegt, würde ich das schöner möblieren und EUR 400,- dafür verlangen Selbstverständlich würde ich für meine Mieter die Verbindung zur Messe mit Bus und Bahn recherchieren (einmal umsteigen) und einen Ausdruck davon ins Zimmer legen. Natürlich gehört auch ein Schokotäfelchen aufs Kopfkissen, und das Zimmer muss gut riechen. Einen Regenschirm bekämen meine Gäste selbstverständlich auch geliehen. EUR 100,- mehr wollen schon verdient sein
Ich wuerde das Geld als Tagesgeld laufen lassen. So kommt deine Bekannte jederzeit dran und kriegt noch ein paar Zinsen (allerdings - soweit mir bekannt - deutlich unter 5%). Achte bei der Wahl der Bank auf ein klares, einfaches Angebot. Sensationszinsen werden meist durch allerlei Tricks wieder auf einen normalen Level reduziert.
In einem Bausparvertrag sehe ich wenig Sinn. Das vorhandene Geld reicht doch fuer gelegentliche Sanierungsarbeiten und auch groessere Erneuerungen. Deshalb besteht kein Bedarf fuer ein Darlehen.
Ich empfehle auf jeden Fall eine Beratung.
Bei den Bausparverträgen gibt es seit einiger Zeit Tarife die ohne Zuteilungsfrist arbeiten. Dort kannst du nach bereits 18 Monaten über das Darlehen verfügen. Je länger die Sparphase desto niedriger der Darlehenszins, wenn gewünscht. Auf der anderen Seite haben diese Tarife keine Mindestbesparung.
Wenn du auf das Darlehen verzichtest erhälst du rückwirkend eine Verzinsung von bis zu 4%. Mit einer evtl. WOhnungsbauprämie und abzüglich der Kosten kommt so noch eine sehr ordentliche Rendite zustande. Mit der Option evtl. ein günstiges Darlehen zu bekommen.
Somit hättest du eine ziemlich gleichwertige Rendite wie beim Festgeld mit der Option eines günstigen Darlehenzinses.
Leider kennen noch nicht viele diese Bausparverträge.
Allerdings ist dies wie gesagt eine Option. Hier ist wirklich eine Beratung angebracht.
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Ich persönlich würde Zertifikate kaufen. Die gibt es auch mit
100% Kapitalsicherung. Und man kann sie über die Börse
verkaufen - falls noch mehr kaputt geht, als der Heizkessel.
Ok, man hat dann u.U. einen geringen Verlust. Die
Zertifikate, die ich selber habe, stehen derzeit bei 95% bzw.
97%. Es wäre nicht schön, wenn ich die jetzt verkaufen müsste,
aber der Verlust hält sich in Grenzen.
von Zertifikaten würde ich da abraten und zwar aus vielerlei Gründen.
Ersten wird eine sichere Anlage gesucht.
Die allseits bei den Anlegern so beliebten Zertifikate mit
100% Kapitalsicherung sind da nicht zu empfehlen. Wir du selber schreibst gilt die eben nur zum Laufzeitende.
Die 100% Kapitalsicherung kostet den Anlger zudem viel Geld (Verzicht auf Erträge).
Leider haben die Banken es geschafft vielen Anleger einzureden, sie könnten damit risikolos am Aktienmarkt usw. teilnehmen. Was eben so nicht stimmt.
Da wird schon mal gern verschwiegen, dass man den Kursindex meint und nicht der Perf.index.
Und das ist ein sehr grosser Unterschied.
Zudem sollte eine Anleger der Zertifikate erwirbt, sehr genau wissen was er da erwirbt. Also die Funktionsweise und Risiken des jeweiligen Zertifikats erkennen.
Und das dürfte der allermeisten Anlegern nicht gelingen und einem Laien schon garnicht.
Und da wäre nochmal ein Hinweis auf die 100% Kapitalsicherung.
Viele Anleger trösten sich dann damit, dass sie ja nix verloren haben.
Sie vergessen aber, dass wenn man nach mehrerer Jahren nur sein Kapital zurückbekommt, man sehr viel verloren hat.
Nämlich die ganzen „Zinserträge“ der Jahre.