würde mir von experten gerne einige tipps und ratschläge bezüglich geldanlage anhören.
habe ca. 50.000 euro, die ich gerne „gut“ und „sicher“ anlegen möchte.
vorab schon allen eine „herzliches dankeschön“ für hinweise und infos.
mfg
rene
Tips für die Anlage von 50.000 Euro gibt es viele. Die wenigsten davon sind wirklich zielführend, da sie ja gar nicht die individuelle Situation des Anlegers berücksichtigen.
Von Deiner individuellen Situation hängt z. B. ab, wie lange das Geld angelegt werden soll. Davon hängt ab, welche Anlageklasse möglich ist. Nicht zuletzt deshalb gibt es einen sogenannten Wertpapierhandelsgesetzfragebogen, der (z. B. vom Bankkunden) diese Informationen abfragt. Dieser Fragebogen reicht aber keineswegs aus, um eine gute Beratung zu leisten. Er informiert nur über die Kenntnisse des Kunden zum Thema Geldanlage.
Was willst Du also hören? Die berühmten todsicheren Insidertips?
Ich rate Dir, dass Du Dich von einem unabhängigen Berater beraten lässt. Du findest solche in Deiner Region über whofinance.de. Dabei solltest Du darauf achten, dass der Berater das Geschäft schon mindestens 10 Jahre lang macht und nicht zu einem der großen Vertriebe (MLP, AWD, OVB etc.) gehört, da diese nur scheinbar unabhängig beraten.
Es ist leider nicht möglich bei einer so kurzen Aufgabenstellung fundiert zu antworten.
Wie lange soll das Geld angelegt werden?
Welches Risiko sind Sie bereit einzugehen?
Wofür soll das Geld verwendet werden (z. B. Altersvorsorge, Immobilie, Vermögensaufbau)?
Gibt es weitere Reserven, auf die jederzeit zurückgegriffen werden kann?
Grundsätzlich sollten Sie darauf achten, nicht alles auf ein Pferd zu setzen und so das Risiko zu streuen und natürlich zunächst alle Verbindlichkeiten abzulösen, da man immer mehr Zinsen bezahlt, als bekommt
Aus dem Bauch heraus und ohne weitere Informationen würde ich einen Teil aufs Tagesgeldkonto packen (Zinsen etwas über 2 % variabel). Einen Teil in einen Aktienfonds stecken (z. B. DWS Akkumula), vielleicht auch einen Mischfonds einstreuen (z. B. Carmignac Patrimoine) und zuletzt einen kleinen Betrag spekulativer anlegen, z. B. in Rohstoffe (z. B. BR World Mining).
Abraten würde ich momentan zu Anlagen in Immobilienfonds (offene aufgrund der aktuellen Problematik und geschlossene generell). Ebenso zu Anlagen in festverzinslichen Wertpapieren, da diese vermutlich durch steigende Zinsen zukünftig eher belastet werden (besonders Langläufer) und natürlich alle Anlagen vom grauen Kapitalmarkt (Windkraft, Schiffsbeteiligung & Co.)
Fazit: Bei so einer Entscheidung sollte man sich unabhängig beraten lassen - gehen Sie zu einem Menschen Ihres Vertrauens, der möglichst unabhängig ist und keiner Vertriebsgesellschaft angehört (AWD, MLP, OVB & Co.) - im Zweifel suchen Sie sich einen Finanzmakler, der auf Ihrer Seite steht und für seine Beratung auch haftet.
Wenn Sie Geld für die Beratung ausgeben wollen, lohnt sich auch ein Honorarberater.
wie lange soll das Geld angelegt werden? Grundsätzlich gibt es drei konkurrierende Ziele: Rendite, Sicherheit, Verfügbarkeit. Soll der Schwerpunkt auf „Sicherheit“ liegen, geht das zu Lasten von „Rendite“ und von „Verfügbarkeit“. Früher galten Anleihen von kreuzgesunden Unternehmen oder von Staaten immer als „sicher“, aber nach der Bankenkrise ist man sich da nicht mehr so einig. Die zentrale, ungeklärte Frage ist: Ist die Bankenkrise wirklich schon vorbei, oder kommt das dicke Ende noch - von der Antwort hängt indirekt ab, ob „Anleihen“ wieder als sicher gelten können.
Wirklich sicher ist im Moment nur das dürftig verzinste Tagesgeld, weil es über die Bankensicherung doppelt abgesichert ist.
Bei einem Anlagehorizont von mehr als 15 Jahren halte ich aber auch die Beimischung einer geringen Aktienquote (etwa zehn Prozent des Alagekapitals) für sinnvoll, weil es einen Rendite-Kick gibt, der bei so langer Laufzeit auch nicht das Risiko erhöht. Vorausgesetzt, man verkauft den Aktienanteil diszipliniert wieder, sobald der Fonds (immer Fonds, keine Einzelwerte - dafür ist die Gesamtanlagsumme zu klein) sein Renditeziel von - sagen wir mal - 15 Prozent erreicht hat.
Ich kann Sie gerne beratend unterstützen, da Geldanlagen
meine Spezialität sind. Gehöre zu keinem
Strukturvertrieb!!
Meine Kontaktadresse: [email protected]
Konservative Geldanlage
In jedem Fall sollte in Ihrem Fall die Anlage in festverzinslichen Papieren überwiegen. Sehr sicher sind in diesem Fall Staatsanleihen von Staaten mit besonders hoher Bonität z.B.: Deutschland, Australien, Kanada und je nach Risikoneigung nur ein geringer Teil, vielleicht 20 Prozent in Rohstoffe und Aktien von entwickelten Märkten. Am sichersten und gebührenschonensten können Sie dies über ETF-Fonds abwickeln, weil hier keinerlei Ausgabeaufschläge anfallen und die Anlage provisionsfrei ist. Alle angesprochenen Märkte können damit abgebildet werden.