Geldanlage Alternative zu Sparbuch gesucht

Hallo,
Ich würde gerne mein Geld besser anlegen, als ich dies derzeit mit
meinem Sparbuch tue. Die Verzinsung ist trotz der mittlerweile
ansehnlichen Summe sehr frustrierend. Welche anderen
Anlagemöglichkeiten könnt ihr mir empfehlen?Es geht darum Rücklagen
anzusparen und dies möglichst risikolos zutun. Entschuldigt bitte,
die sehr allgemeine Frage, bin erst seit kurzen Volljährig und Herr
meiner Ersparnise. Freue mich über alle Antworten.

Viele Grüße

Informatics

Hi,

google doch mal nach Tagesgeldkonto:
Meist kostenlose Kontoführung, kannst jederzeit an das Geld ran und bringt zur Zeit so zwischen 2 und 2,5 % Zinsen. Also allemal mehr als ein Sparbuch.

Gruß
Andi

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Hallo Informatics,

prüfe mal, ob Bundeswertpapiere für Dich in Frage kommen.

Durchschnittliche Rendite für Bundesobligationen,
von Anfang 1993 bis Ende 2002, = 4,7236883 %,
(jährliche Zinsauszahlung).

Durchschnittliche Rendite für Bundesschatzbriefe Typ B,
von Anfang 1993 bis Ende 2002, = 5,21825 %,
(Zinsansammlung).

Derzeit liegen die Renditen etwa bei 3 bzw. 3,5 %.

www.Deutsche-Finanzagentur.DE
www.BundesWertpapierVerwaltung.DE

Freundliche Grüße
Fritz

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Zwei Möglichkeiten

Hallo,

Hallo Informatics,

Ich würde gerne mein Geld besser anlegen, als ich dies derzeit
mit
meinem Sparbuch tue.

Sicher verwahren oder doch anlegen?

Die Verzinsung ist trotz der mittlerweile
ansehnlichen Summe sehr frustrierend. Welche anderen
Anlagemöglichkeiten könnt ihr mir empfehlen?Es geht darum
Rücklagen
anzusparen und dies möglichst risikolos zutun.

Ja, risikolos, da schau Dir die Antworten unten an. Sie sind erschöpfend.

Entschuldigt
bitte,
die sehr allgemeine Frage, bin erst seit kurzen Volljährig und
Herr
meiner Ersparnise. Freue mich über alle Antworten.

Erste Möglichkeit: Otto Normalverbraucher muß hart arbeiten, um sich Geld zu verdienen. Weil er selbst schon auf Arbeit viel Schweiß vergossen hat, soll der Sparbetrag SICHER verwahrt werden, nicht auch noch arbeiten müssen. Otto selbst geht schließlich schon genug Risiken ein, wenn er arbeiten geht. Dann nicht auch noch die Ersparnisse. Dann sind Bundeswertpapiere geeignet. Aber derzeit keine zu lange Laufzeit. Und ergänzend Tagesgeldkonto mit gutem Zins. Da ist wenigstens die Geldentwertung aufgewogen.
Beispiel: 10.000 Euro ergeben bei sicheren 2,5% nach 10 Jahren sicher 12.800 Euro.

Zweite Möglichkeit: Geld besitzt die positive, sehr oft verkannte Eigenschaft, daß es außer zum Sammeln und Ausgeben noch zum Arbeiten taugt. Wie einen persönlichen Sklaven kannst Du Dein Geld zum Arbeiten schicken. Allerdings nicht ganz ohne Risiko. Wie das eben mit der Arbeit so ist. Mal angenommen, Du schickst 10 mal je 1.000 Euro auf Arbeit mit der Maßgabe, jeweils im Jahr 10% zu erwirtschaften. Wenn das klappt, dann hast Du in 10 Jahren 25.937 Euro zur Verfügung. Da Arbeit nicht ohne Risiko ist, nehmen wir an, ein Tausender erleidet einen Arbeitsunfall. Und so schlimm, daß er daran sogar verendet. Dir bleiben dann noch 23.343 Euro. Aber noch immer mehr als die gesicherten 12.800 von oben …

Ein weiterer Vorteil vom Geldsklaven. Selbst wenn Du krank bist, nicht arbeiten kannst, oder arbeitslos, oder eben nur mal keine Lust auf Arbeit hast. Geld arbeitet weiter! Und nicht nur zum Wachsen an sich. Den Geldverdienst kannst Du Dir auch regelmäßig entnehmen. Eben als zweites Einkommen…

Nun meine ich nicht, 10 verschiedene Aktien sollst Du kaufen. Aber mit einem sinnvollen Anlagemix aus Staatspapieren, Unternehmensanleihen, verzinslichen Genußrechten mit Gewinnbeteiligung, Private Equity, Alternative Investments, Beteiligungen … sind richtige Renditen bei vertretbarem Risiko schon möglich. Auch mit relativ wenig Kapital. Mal nachdenken.

Obwohl die Zinsen weltweit im Keller, die Aktienkurse noch nicht wieder erholt, werden die, die richtig Geld haben, immer reicher. Ob die selbst immer mehr arbeiten???
Dem Normalverdiener wird aus allen Medien eingetrichtert, sein Geld wirklich SICHER zu verwahren, kein Risiko einzugehen, jedem Verführer zu mißtrauen, der mehr als 4% Erwartung weckt…
Ich glaube nicht, daß ein Herr Ackermann bei seiner eigenen Bank ein Sparbuch unterhält. Auch glaube ich nicht, daß ein Herr Quandt Bundesschatzbriefe in seinem Depot verwahrt…

Ich will absolut nicht dem Risiko die Tore öffnen. Hohes Risiko bedeutet noch lange nicht hohe Erträge. Aber viele Einzelrisiken sinnvoll kombiniert können sich in der Summe ganz stark minimieren.

Viele Grüße

Informatics

Freundliche Grüße in der Hoffnung, einen Gedankenanstoß geliefert zu haben.
Boris

Hi Informatics

Ich stand nach Weihanchten vor dem selben Problem.

Mittlerweile habe ich (als Laie :wink: ) herausgefunden, dass viele Dachfonds dauerhaft eine höhere Rendite als der Markt bringen. Interessanterweise bringt auch der Markt oftmals mehr % als unsere Sparbücher. Sicher, der Markt kann auch mal stark ins minus gehen, allerdings halte ich dieses Risiko bei einem vorsichtigen Dachfonds und bei langfristiger Anlage für durchaus vertretbar.

jetzt ist die Frage noch was du willst: Langfristige Anlage? Oder steht bei dir in einem oder zwei Jahren eine große Anschaffung an, eigene Wohnung oder ähnlichem?

Fonds kannst du genau wie Aktien zwar jederzeit wieder verkaufen (Eigentlich sind Aktienfonds nichts grossartig anderes als Aktien, nur dass du dich nicht selbst um Analyse und Portfolio Gestaltung kümmern musst) allerdings besteht kurzfristig doch ein Risiko, dass du am Ende weniger Geld über hast als du reingesteckt hast. Dieses Risiko ist nunmal der Preis dafür, dass du eine hohe Rendite erreichen willst, und je langfristiger du planst, desto geringer ist dieses Risiko.

Hoffe ich konnte dir ein wenig helfen :smile:

Ich muss weg

Hallo Boris,

Mal angenommen, Du

schickst 10 mal je 1.000 Euro auf Arbeit mit der Maßgabe,
jeweils im Jahr 10% zu erwirtschaften. Wenn das klappt, dann
hast Du in 10 Jahren 25.937 Euro zur Verfügung. Da Arbeit
nicht ohne Risiko ist, nehmen wir an, ein Tausender erleidet
einen Arbeitsunfall. Und so schlimm, daß er daran sogar
verendet. Dir bleiben dann noch 23.343 Euro. Aber noch immer
mehr als die gesicherten 12.800 von oben …

Ja, wenn das mal klappt… :wink:

Skeptische Grüsse
Andi

Hallo skeptischer Andi,

Ja, wenn das mal klappt… :wink:

Die Praxis. Ein frustrierter Sparer tauscht aus eigenem Antrieb oder der Empfehlung eines Beraters oder Vertreters folgend sein Sparbuch gegen eine rentablere Anlage. In all den Fällen, wo die erwartete Rendite problemlos kommt spricht keiner mehr darüber. Aber wenn diese Anlage Totalausfall erleidet, ist der Sparer oft ruiniert. Und das sind berechtigterweise die Fälle für die Medien und Verbraucherschützer. Unberechtigt ist aber die Schlußfolgerung, alles was nach Rendite riecht zu verteufeln. Es gibt eine Fülle von bewährten Anlagemöglichkeiten, die seit Jahren etabliert sind und Renditen zwischen 5 und 15% erwirtschaften. Und das auf der Grundlage völlig unterschiedlicher Marktvoraussetzungen. Das ist wichtig. Nicht daß alle Einzelpositionen dem gleichen Risiko unterliegen. Also viele verschiedene Aktien oder Aktienfonds bedeuten keine wirkliche Streuung.
10% p.a. fürs Gesamtdepot, das ist so mein internes Ziel für meine Beratung. In der regionalen Presse veröffentliche ich hierzu auch regelmäßig ein Musterdepot. Ohne eine Umschichtung vornehmen zu müssen, waren es in 2004 ca. 9,5%.

Skeptische Grüsse
Andi

Freundliche Grüße
Boris

hallo boris,

dankesehr, das war dein bisher bester beitrag hier!
der vollständigkeit halber, würde ich in einfachen worten noch anmerken, welche möglichkeiten zur risikominimierung es gibt.
nur damit nicht alle wieder ihr geld in 10 verschiedenen telekomaktien anlegen.

strubbel
€:open_mouth:)

hallo informatics,

mit discountzertifikaten kannst du mit geringerem risiko mehr als mit bundesschatzbriefen machen.
auch solltest du dir überlegen, ob du dein geld langfristig nicht lieber gewinnbringend anlegen möchtest.
die zeiten sind sehr günstig dafür.
risiko kann man minimieren.

strubbel
$:open_mouth:)

Hallo,

wenn Du die gleiche Langfristsicherheit suchst, könntest Du Papiere auf den Rentenperformance-Index kaufen. Dies ist ausführlich im Heft Nr. 52/04 auf S.52 der „Börse-online“ erklärt. Die Verzinsung als Kursgewinn (also keine anzugebenden Zinsen) war 37 % in den letzten 6 Jahren (6,17% pro Jahr nominell oder sechste Wurzel aus 1,37 macht 5,387 % pro Jahr inkl. Zinseszinseffekt). Versteuerungsrisiko wird im Heft erklärt. DE 000 HV0A0B3. Es gibt zwar Kursschwankungen, aber es kann mittelfristig nur bergauf gehen (Zinslauf+Zinseszins).

Recht gut und vermutl. vor Hartz IV sicher (Stand Sommer 2004) war auch der Altersicherungsfonds von ADIG (Heft nr. 32 Börse-online).

Es gibt auch Hedge-Fonds mit mind. 9 %/a, die dank guten Risikomanagements seit 10 Jahren gut erscheinen (z. B. Phönix Managed Account).

MfG
E. Lenz

hallo,

die anlage in renten ist imho im moment riskanter als in deutsche aktien.

strubbel
R:open_mouth:)

Hallo,
Danke für die tollen Tipps.Hört sich doch viel versprechend an :smile:

Viele Grüße

Informatics