Hallo zusammen,
ich habe zur Zeit Geld frei.
Da ich bereits in Fonds angelegt habe und die Zinsen hier so gering sind, überlege ich ob es sinnvoll ist Festgeld im Ausland anzulegen.
Lohnt sich so etwas?
Wo sollte man es am besten anlegen? Wie lange…
Gruß
Holger
hallo Holger,
mit sehr viel Vorsicht. Nur war hier in D einklagbar ist. Habe da leidvolle Erfahrung gesammelt.
(Emmitent + Treuhänder haben zusammen gearbeitet und als die Millionen für sie gesichert waren, verschwanden sie nach Belize)
Also nur bei Firmen, die ihren Hauptsitz in D haben, Gerichtsstand D und groß genug sind. Ist trotzdem keine Garantie, dass Du nicht die gleichen Erfahrungen machst.
Grüße
Raimund
Hallo,
weshalb nicht einfach ganz klassisch USA oder Schweiz?
Je nach Ziel und Summe gibt es hier natürlich verschiedene Vor- und Nachteile.
Ich kann jedoch nur wärmstens empfehlen, sein Investitionsportfolio derart zu splitten, dass in Deutschland nicht mehr viel verbleibt, denn wir werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Vermögenssteuer bekommen.
Grüße,
Mathias
ich habe zur Zeit Geld frei.
Da ich bereits in Fonds angelegt habe und die Zinsen hier so
gering sind, überlege ich ob es sinnvoll ist Festgeld im
Ausland anzulegen.
Lohnt sich so etwas?
Wo sollte man es am besten anlegen? Wie lange…
Gruß
Holger
Hallo Mathias,
Ich kann jedoch nur wärmstens empfehlen, sein
Investitionsportfolio derart zu splitten, dass in Deutschland
nicht mehr viel verbleibt, denn wir werden mit an Sicherheit
grenzender Wahrscheinlichkeit die Vermögenssteuer bekommen.
was soll das sein? Aufruf zur Steuerhinterziehung? [1] Auch Vermögen im Ausland wäre steuerpflichtig, genauso, wie es Erträge aus ausländischen Geldanlagen bereits sind.
Gruß
Christian
[1] 
Hallöchen,
Da ich bereits in Fonds angelegt habe und die Zinsen hier so
gering sind, überlege ich ob es sinnvoll ist Festgeld im
Ausland anzulegen.
Lohnt sich so etwas?
Wo sollte man es am besten anlegen? Wie lange…
es gibt ein Problem bei Geldanlagen im Ausland, das man bei Anlagen im Inland nicht hat: Wechselkursschwankungen.
Außerdem steigt bei einer Anlage im Ausland auch das Risiko, wie schon geschrieben wurde (Zugriffsmöglichkeit, Rechtssicherheit…).
Zu den Wechselkursschwankungen: Hohe Zinssätze dienen vielerorts dazu, Geld ins Land zu locken, das ansonsten keinen Grund hätte, dort zu sein. Das ist normalerweise kein gutes Anzeichen dafür, sondern letztlich ein Risikoaufschlag, der da gezahlt wird.
Die genannten Länder Schweiz und USA sind vom Renditeaspekt her nicht unbedingt die beste Wahl, weil dort die Zinssätze deutlich niedriger sind als bei uns.
Gruß
Christian
hallo Christian,
kleiner Fehler: wir haben mit den USA ein Doppelversteuerungsabkommen. Soll heißen, Kapitalgewinne, die in den USA schon verstuert wurden, werden in D nicht noch einmal herangezogen.
Übrigens gibt es in den USA recht interessante Anlagemöglichkeiten mit relativ hoher Rendite und guter Sicherheit.
Schweiz dagegen ist nicht unbedingt das Land der Rendite. Nicht einmal das Land der Sicherheit und des Bankgeheimnisses.
Grüße
Raimuns
Hallo Christian!
Ich kann jedoch nur wärmstens empfehlen, sein
Investitionsportfolio derart zu splitten, dass in Deutschland
nicht mehr viel verbleibt, denn wir werden mit an Sicherheit
grenzender Wahrscheinlichkeit die Vermögenssteuer bekommen.was soll das sein? Aufruf zur Steuerhinterziehung?
Das würde ich nie tun. Ich würde es eher „Aufruf zum Nachdenken“ nennen…
[1] Auch
Vermögen im Ausland wäre steuerpflichtig, genauso, wie es
Erträge aus ausländischen Geldanlagen bereits sind.
Ach ne…?
Grüße,
Mathias
Hallo Raimund,
kleiner Fehler: wir haben mit den USA ein
Doppelversteuerungsabkommen. Soll heißen, Kapitalgewinne, die
in den USA schon verstuert wurden, werden in D nicht noch
einmal herangezogen.
wenn ich mich recht erinnere, steht im DBA, daß Kapitalerträge von Deutschen nur mit 15% besteuert werden sollen. Darum muß man sich entweder selber kümmern, oder seiner Bank einen entsprechenden Auftrag erteilen. Dies wird die Bank aber nur machen, wenn auch ein gewisses Maß an Erträgen zusammenkommt.
Ansonsten werden die Erträge nämlich mit 25% (?) besteuert. Die Differenz bekommt man zwar erstattet, die 15% bleiben allemal. Ob die wiederum in D anrechenbar sind, weiß ich nicht (Frage für das Steuerbrett).
Gruß
Christian
hallo Christian,
da Kapitalanlagen wohl zu 98 % über darauf spezialiserte firmen getätigt werden,sind die 15 % kein Thema.
Du bekommst eine Bescheinigung, dass Du Deine Steuern bezahlt hast und damit ist für Dich der Kittel geflickt.
D bekommt keinen Pfennig mehr.
Was bleibt, ist das Kursrisiko € $. Das ist zwar nicht erheblich, doch kann das den Renditevorteil auffressen.
Mit der Schweiz gibt es (fast) kein Kursrisiko. Dafür sieht´s halt mit der Rendite etwas mau aus.
Ein heißer Tipp für risikofreudige Anleger: Polen. Wahrscheinlch Superrenditen.
Wahrscheinlich!?
Also Spielgeld.
Grüße
Raimund
Hi Raimund,
hallo Christian,
kleiner Fehler: wir haben mit den USA ein
Doppelversteuerungsabkommen. Soll heißen, Kapitalgewinne, die
in den USA schon verstuert wurden, werden in D nicht noch
einmal herangezogen.
Gerade anders herum. In der Regel zahlt man als Deutscher Steuerbürger wegen des DBA keine oder eine verminderte US-Quellensteuer auf US-Erträge, außer wenn es die Hausbank nicht schafft den IRS-Anforderungen gerecht zu werden und kein QI-Agreement und kein PAI mit einem anderen QI abgeschlossen hat. Einer solchen Bank würde ich als vermögender Anleger aber keine Einlagen in US-Anlagen anvertrauen.
Auf US-Zinserträge fällt für identifizierte (NYK) deutsche Staatsbürger keine und auf Dividendenerträge eine auf 15% reduzierte US-Quellensteuer an. Es gibt da noch ein paar mehr Erträgnisarten, von denen die meisten für Deutsche US-Quellensteuer-befreit sind.
Daher fällt in der Regel eine deutsche Quellensteuer an, oder es wird zumindest der Freibetrag angegriffen.
Ciao
Uwe
Hi Chris,
wenn ich mich recht erinnere, steht im DBA, daß Kapitalerträge
von Deutschen nur mit 15% besteuert werden sollen.
Das kommt auf die Ertragsart an. Zinsen haben andere Sätze als Dividenden. Außerdem hängt es von dem Status des Erträgnisempfängers: Privatperson, Behörde, Kirche, Gemeinschaftsdepot… ab.
Darum muß
man sich entweder selber kümmern,
Das hoffe ich doch nicht 
oder seiner Bank einen
entsprechenden Auftrag erteilen. Dies wird die Bank aber nur
machen, wenn auch ein gewisses Maß an Erträgen zusammenkommt.
Eine gute Bank macht das oder bietet kein Depot für US-Papiere an:smile:
Ansonsten werden die Erträge nämlich mit 25% (?) besteuert.
Kommt auch auf die Ertragsart an. Dividenden aus Aktien 30 %, Erträge aus sogenannten Royalties sogar mit 39,6 %.
Die Differenz bekommt man zwar erstattet,
Wer soll die erstatten? Etwa die Bank?
Die einzige Möglichkeit zu viel bezahlte US-Quellensteuer zurückzubekommen ist eine US-Steuererklärung: Besuch beim Konsulat, beglaubigte Kopie des Reisepasses mitbringen, US-Steuernummer beantragen, 30 USD da lassen, Steuererklärung abgeben (Einschreiben in die USA), Rückerstattung per Auslandsüberweisung abzüglich Bankspesen und möglicher Devisenkursverluste erhoffen.
die 15% bleiben
allemal.
Nur bei Dividenden, bei Zinsen 0 %.
Ciao
Uwe
sagte ich doch! o.w.T.
.
Hallo Mathias,
mit so einer Aussage bewegst du dich aber hart an der Grenze…
Wenn ein Banker so eine Äußerung in einer Beratung fallen lässt, und der Kunde wegen Steuerunehrlichkeit auffliegt und darauf verweisen kann, dann würde das böse für ihn enden.
Gruß Ivo
Hallo Holger,
das lohnt sich immer wenn du bereit bist, ein Währungsrisiko in Kauf zu nehmen.
Allerdings würde ich (wenn du schon im Festgeldbereich tätig sein möchtest) weder die Schweiz noch die USA in betracht ziehen, da niedrigere Zinsen als in der Eurozone.
Ich persönlich würde mich daher in relativ sicheren Ländern mit hohen zinsen umsehen, wie z.B. Norwegen.
Gruß ivo
Hallo Ivo!
mit so einer Aussage bewegst du dich aber hart an der
Grenze…
Nein, ich habe doch sogar ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ich mich hier jenseits der deutschen Grenze bewege…
Wenn ein Banker so eine Äußerung in einer Beratung fallen
lässt, und der Kunde wegen Steuerunehrlichkeit auffliegt und
darauf verweisen kann, dann würde das böse für ihn enden.
Ich bin kein Banker und führe hier auch kein Beratungsgespräch. Ferner habe ich niemanden zur Steuerunehrlichkeit aufgerufen. Ich selbst bezahle natürlich auch meine Steuern. Ohne Steuern geht es ja schließlich auch nicht, oder?
Grüße,
Mathias
Hallo Mathias,
wie ich schon sagte… an der Grenze.
Einer Privatperson könnte das nicht negativst ausgelgt werden 
Gruß Ivo
Hallo Holger !
Eine unmittelbare Anlage von „Festgeld“ im Ausland ist mit einigen Unwägbarkeiten verbunden. Das Währungskursrisiko wurde schon genannt, kann aber u.U. gelegentlich auch von Vorteil sein. Sicherheit, Verfügbarkeit und Rendite bilden ein „Magisches Dreieck“. D.h. hohe Zinsen mit geringem Risiko sind kaum wahrscheinlich. Bei einer Direktanlage im Ausland gelten die dortigen Gesetze des Landes und Geschäftsbedingungen der jeweiligen Bank. Landesgrenzen können auch mal geschlossen werden und bei Veränderungen der politischen Lage kommst Du u.U. nicht mehr an Dein Geld. Achtung, ausländische Banken haben manchmal keinen Sicherungsfonds bzw. nur geringe Haftungssummen.
Akzeptable Zinsangebote im kurzfristigen Bereich gibt es auch noch in Deutschland. Und wenn Du schon in Fonds angelegt hast, wäre es vielleicht interessant, das Portfolio mal zu überprüfen, was wo angelegt ist und evl. zu erweitern. An Deiner Interessenlage ausgerichtet, nicht an die der jeweiligen Bank. Im Fondsbereich kannst Du gezielt bestimmen, wo Dein Geld angelegt wird. Also in EUR oder anderen Währungen, in Deutschland/Europa oder in bestimmten Ländern, Regionen, Bereichen. Du kannst mit deutschen Fondsgesellschaften im Ausland investieren oder über in Deutschland zugelassene ausländische Fonds anlegen.
Viele Grüße
Uwe
(www.vbuw.de)
Nachtrag
Eines noch:
Wo sollte man es am besten anlegen? Wie lange…
Geld ist schnell, sehr schnell. Geld sucht sich immer die beste Anlagemöglichkeit und wir reden hier nicht von Deinen paar Kröten, sondern von Milliardenbeträgen. Wenn es irgendwo auf der Welt eine Anlagemöglichkeit geben würde, die eine Rendite nach den üblichen Risikoaufschlägen bietet, die überdurchschnittlich ist, würde das Geld sofort dorthin strömen. Das Überangebot an Geld würde die Zinsen zu Boden gehen lassen und der Vorteil wäre dahin.
Mehr Rendite kannst Du Dir also nur durch höheres Risiko erkaufen (!), egal ob Ausland oder Inland.
Die Frage ist, ob Du das Risiko eingehen willst. Aber für höheres Risiko brauchst Du nicht ins Ausland zu gehen.
Gruß
Christian