Geldanlage in Acker?

Hallo,

Bekannte überlegen, für ne größere Summe einen Acker zu kaufen und diesen dann eben zu verpachten (Jährlich 2%). (Guter Boden, gute Lage zum Wasser, kein Bau-Erwartungsland)

Was denkt Ihr dazu?

Kann man irgendwo was dazu nachlesen?

Danke für jede Meinung und Anregung
Winni

Servus,

ja, hier:

http://www.amazon.de/Landwirtschaftliche-Taxationsle…

Aber Obacht - schon vor ungefähr hundert Jahren, als es noch Diplomstudiengänge gab, und noch nicht im Laufschritt studiert werden musste, hatte Manfred Köhne alle Mühe, den Inhalt in einem Semester mit einer zweistündigen Vorlesung durchzukriegen: Ein Mal unausgeschlafen dabei, war man gleich voll abgehängt. Nichts für mal eben nach Feierabend.

Wegen künftig zu erwartenden Pachtpreisen hab ich grad nachgeschaut, ob vom Agrar-Preisbildungspapst Erich Schmidt etwas Gebundenes erschienen ist, aber ich denke, man muss da seine Aufsätze in der „Agrarwirtschaft“ zusammensuchen. Voraussetzung für das Verständnis ist ein guter Umgang mit Differential- und Integralrechnung und mit Gleichungssystemen mit mehreren Unbekannten, alldieweil er sich nicht mit den üblichen „Kurven“ aufhält, sondern diese aus dem Stand von vornherein mit Leben füllt.

Schöne Grüße

MM

Wenn sich der Pächter nicht gut genug auskennt ist der Acker nach ein paar Jahren für den Ackerbau (Entzug der natürlichen Nährstoffe) nicht mehr zu gebrauchen und der Grund ist wertlos.
Wer sein Kapital einfach nur gut und rentabel anlegen möchte hat da jede Menge anderer Möglichkeiten.

Servus,

ein Landwirt, der heute Ackerland zupachten kann, kennt sich aus, darauf darfst Du Gift nehmen.

Schwierigkeiten kann es geben, wenn man an eine Baumschule verpachtet. Aber auch da gehts nicht um natürliche Nährstoffe, sondern im wesentlichen um P und K, eingeschränkt auch N, d.h. den im Boden vorhandenen Bestand an durch Düngung zugefügten Nährstoffen.

Je nach Boden kann bei Baumschulen und Weihnachtsbaumkulturen auch eine Wertminderung durch Bodenverdichtung und physiologische Versauerung auftreten.

Wertlos wird Ackerland dadurch nicht, es wird im Wert gemindert. Wertlos sind nicht einmal die Vorgewende, die bei Ackerbau mit schweren Maschinen teilweise dauerhaft nicht mehr für irgendwelche Kulturen geeignet sind, aber eben als Vorgewende gebraucht werden.

Problematische Nutzungen wie die genannten kann der Verpächter im Pachtvertrag ausschließen. Es ist auch möglich, sich darauf zu einigen, dass bei Übernahme und Rückgabe Bodenproben gezogen und bei Rückgabe des Stückes fehlende Nährstoffe in Geld ausgeglichen werden.

Schöne Grüße

MM

Guten Tag Bär,
kann man machen. Wenn man hinreichend bekloppt ist.
Man kann ja auch Vogelfutter auslegen und darauf warten, dass es regnet. Aber. Sobald die Bekannten erfahren, was in dem Fall so alles auf sie zurollt, werden sie ganz schnell wieder vernünftig.
Außerdem gibt es ein Grundstücksverkehrsgesetz in Deutschland.
Das bremst so einen Blödsinn ohnehin in den meisten Fällen im Vorfeld aus.
Gruß
Günther

Hallo,

Bekannte überlegen, für ne größere Summe einen Acker zu kaufen
und diesen dann eben zu verpachten (Jährlich 2%). (Guter

Morgen,

2 % Verzinsung?, wow da Frist ja die Inflation mehr auf, die Steuern sind auch nicht zu vergessen.

cu Naseweis

Hallo,

Bekannte überlegen, für ne größere Summe einen Acker zu kaufen
und diesen dann eben zu verpachten (Jährlich 2%). (Guter

Morgen,

2 % Verzinsung?, wow da Frist ja die Inflation mehr auf, die
Steuern sind auch nicht zu vergessen.

Gude Morsche,

also ich denke, daß der Ackerwert mit der Inflation (+/-) mitwachsen kann, da hast Du dann 2% über der Inflation. :wink:

Schönen tag noch
Winni

Servus,

also ich denke, daß der Ackerwert mit der Inflation (+/-)
mitwachsen kann,

von sich aus wächst der nicht, und auch nicht an irgendwelche Indizes gekoppelt. Alldieweil das Angebot (abgesehen von Landverbrauch durch Umwidmung) so gut wie unelastisch ist, hängt hier fast alles von der künftigen Nachfrage ab.

Diese zu prognostizieren, ist ein hochinteressantes Spiel, aber sprengt den Rahmen dieses Forums bei weitem.

Schöne Grüße

MM

Hi Winni,
Waehrend die meisten meiner Vorredner den „ja, aber“ Ansatz vertreten, sage ich „Warum nicht!“
Aecker und Wald zu besitzen kann nie ein Fehler sein, gerade wenn man fuer harte Zeiten vorsorgen will oder einfach Spass an der Natur hat. Die Verpachtungseinnahmen sollten nicht so die Rolle spielen. Aecker kriegt man fast umsonst, und dann geht es eher darum, jemanden zu finden, der sie ordentlich behandelt.
Tip: Ich wuerde eher Wald kaufen! Nichts ist besser als der eigene Privatwald. Am besten in der Ebene, wo man bequem Holz machen kann.
Gruss
Christoph

Hallo,

Waehrend die meisten meiner Vorredner den „ja, aber“ Ansatz
vertreten, sage ich „Warum nicht!“

So weit, so gut.

Aecker und Wald zu besitzen kann nie ein Fehler sein, gerade
wenn man fuer harte Zeiten vorsorgen will oder einfach Spass
an der Natur hat. Die Verpachtungseinnahmen sollten nicht so
die Rolle spielen.

Klar. Fragt sich nur, was in „harten Zeiten“ dann zu erlösen ist.

Aecker kriegt man fast umsonst, und dann
geht es eher darum, jemanden zu finden, der sie ordentlich
behandelt.

Mit dem „fast umsonst“ ist das so eine Sache. Um jede Ansiedlung gibt es in der Phantasie der Bewohner einen Speckgürtel, der das „Bauerwartungsland“ darstellt. Und Grundeigentümer haben in dieser Beziehung viel Phantasie. Dort ist Ackerland natürlich nur zu Phantasiepreisen zu haben. (Und die Phantsie hat reingarnichts mit den tatsächlichen kommunalen Planungen zu tun.)

Äcker von guter Qualität sind gesucht. Da werden auch gerne etwas höhere Preise gezahlt. Außerdem gibt es Beziehungsgeflechte (Verwandschaft, Vereine, gegenseitige Nachbarschaftsverpflichtungen usw.)innerhalb derer sich oft die Geschäfte abwickeln.

Äcker von schlechter Qualität sind zu haben. Dann muss man auch den Bewirtschafter suchen, der kein besseres Land bekommen kann und der vor dem schlechen Land „keine Angst“ hat. Der Pachtpreis ist natürlich auch nicht besonders hoch.

Tip: Ich wuerde eher Wald kaufen! Nichts ist besser als der
eigene Privatwald. Am besten in der Ebene, wo man bequem Holz
machen kann.

Wald, gut erreichbar und gut zu bewirtschaften, dürfte in diesen Zeiten von Privat fast gar nicht zu bekommen sein. Wer Wald hat, heizt derzeit so viel wie möglich mit Holz.

Gruß
Jörg Zabel

Hobby, Ackerland, Forstwirtschaft und Zaungäste
Servus,

Aecker kriegt man fast umsonst,

20 - 25 k€/ha für einen ordentlichen Acker: Umsonst? Nu, ich geb Dir meine Bankverbindung - überweise mir einfach ein oder zwei Mal „umsonst“, und ich bin der meisten Sorgen ledig.

Von §§ 9-11 GrdstVG, die „man“ unter Umständen empfindlich einschränken, war schon die Rede.

das hier:

geht es eher darum, jemanden zu finden, der sie ordentlich
behandelt.

gilt, abgesehen von einigen zentrumsfernen Mittelgebirgslagen, nicht mehr. Die Landwirte, die heute zupachten können, haben alle genug drauf, dass sie ihren Berufsschullehrern noch dieses und jenes beibringen können.

Und mit diesem

Tip: Ich wuerde eher Wald kaufen!

bringst Du einen Einsteiger leicht um alles, was er hat. Fehler, die man im Wald macht, bereut man achtzig Jahre lang. Und ein falsch aufgebauter Fichtenbestand liegt bei einem ordentlichen Wintersturm innerhalb einer halben Stunde flach. Den darfst Du dann als Hobbyförster grad mit allem was draufliegt verschenken, wenn Du größeren Schaden vermeiden willst.

Schöne Grüße

MM

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Hallo!
Nun erlaube auch ich mir, meinen Beitrag dazuzugeben.

Ich befürworte den Erwerb von Boden oder auch von Acker.
Ich meine, dass dies die wertbeständigste Form vielleicht überhaupt wird, zumal dies ja fast nichts kosten soll. Für mich hat die Agrarwirtschaft eine bedeutende Rolle.

Neben der Werterhaltung sollte dieses Objekt dennoch Renditen mit sich bringen; das ist doch klar.
Natürlich muss es im Interesse sein, einen Pächter zu finden, der den Acker gewinnbringend nutzt. Wer Immobilien besitzt, der möchte auch liquide und verantwortungsbewusste Mieter haben. Da bleibt auch immer ein Restrisiko.

Aber eben die Nutzung sollte ein Argument sein. Man bedenke die wachsende Bevölkerung, die abnehmenden Agrarflächen. Welche ökonomische Konsequenz wird wohl darauf folgen, wenn es vor allem nach der gegenwärtigen Krise wieder aufgehen wird, auch weltweit?

Wenn einer aber meint, die Inflation frisst mehr, dann sage ich schon einmal ganz leger, dass dies nicht von Dauer und noch nie war. Sollte einmal eine ernsthafte Inflation sein - natürlich eher außerhalb Europas – würde sich der eine oder andere vielleicht wünschen, Boden zu besitzen.

Wie ist nun genau das Angebot? Besteht die Möglichkeit an wachsenden teilzuhaben?

Boden ist knapp, und das Leben Veränderung!
Wertresident legt man zudem ja auch nicht ausschließlich an.

Aber die abwertenden Meinungen, so wie diese jenen Eindruck bei mir haben, sind nicht schön!

Gruss:
Olympus