Geldanlage/Vorsorge für meinen Sohn

Hallo,

ich informiere mich zur Zeit über die beste Möglichkeit für meinen halbjährigen Sohn Geld anzulegen. Sowohl Einmalzahlungen wie auch eine monatliche Rate bis 50 Euro.
von der Degussa Bank wurde mir für die monatliche Anlage die Fondsrente Gold angeboten und zur Einmalanlage von 3500 Euro zwei Fonds. Einmal Lingohr-Systematic-LBBI und Carmignac Profil Reactif 100.
Die Anlage ist längerfristig vorgesehen (denke bis zum 18. Geburtstag).

Auf was sollte man generell bei der Anlage achten ?

Hat jemand Erfahrung mit der Fondsrente Gold und mir Vor-/Nachteile nennen ?

Vielen Dank

Auf was sollte man generell bei der Anlage achten ?

Dass sie sicher und rentabel ist.

Hat jemand Erfahrung mit der Fondsrente Gold und mir
Vor-/Nachteile nennen ?

Warum gibst Du dich mit einem Angebot zufrieden. Hole noch drei weitere ein und vergleiche sie.

Guten Tag Matthias,
auf Ihre Frage, worauf man achten sollte, fällt mir ein, dass es nicht
schlecht wäre, wenn zumindest die Einlage in siebzehneinhalb Jahren
noch da wäre. Zum Beispiel. Ob Ohrenfonds und Konsorten dafür die
richtige Adresse sind, kann niemand heute sagen.
Wenn Sie eine mündelsichere Anlage wählen, stellt sich das Problem nicht. Zum Beispiel.
Wenn Sie auf www.modern-banking.de klickern, ergibt sich vielleicht
eine Alternative für Sie. Dort sind die aktuellen Kurse für
solche Anlagen gelistet.
Gruß
Günther

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Hallo Matthias,

von der Degussa Bank wurde mir für die monatliche Anlage die
Fondsrente Gold angeboten

Hierbei handelt es sich um eine Fondsgebundene Rentenversicherung.
Als Anlage für einen Säugling??

Vielleicht, wenn Du 20 Jahre einzahlst und von der dann beginnenden Rente das Studium des künftigen Nobelpreisträgers finanzieren willst. Aber bei 50,- monatlich wird die Rente nichtmal für einmal Mensa am Tag reichen.
Also, warum nicht lieber direkt in Fonds einzahlen?
Ach so, wegen der Abgeltungsteuer.
Klar. Wer weniger Rendite macht, muss auch weniger Steuern zahlen :wink:.

Schaun wir uns dochmal die Kosten an:
Bsp.: 50,- monatlich auf 18 Jahre ergibt 10.800 Euro Gesamteinzahlung in die Rentenversicherung.
Darauf zahlt die Versicherung ca. 4-5 % Provision vorab an die Degussa Bank. Das ist der einzige Grund, warum diese Dir dieses Produkt empfiehlt.
Diese rund 500 euro fehlen Dir (bzw. Deinem Sohn) mit Zinseszinseffekt auf die 18 Jahre. Dazu kommen noch die internen Kosten der Versicherung, die auch nicht zu verachten sind.

Das dafür, dass Du dann nur die Hälfte der Erträge versteuern musst, allerdings mit Deinem Spitzensteuersatz, statt der 25% Abgst.

Also ich würde die 50,- euro lieber direkt in einen Fonds über einen Discounter ohne Ausgabeaufschlag investieren. Aber das ist nur meine persönliche Meinung.

und zur Einmalanlage von 3500 Euro
zwei Fonds. Einmal Lingohr-Systematic-LBBI und Carmignac
Profil Reactif 100.
Die Anlage ist längerfristig vorgesehen (denke bis zum 18.
Geburtstag).

Der Lingohr ist sicher einer der besseren Fonds. Zumindest hat er eine erkennbare Strategie, die in der Lage ist, gute Ergebnisse zu erzielen.
Ob das für 18 Jahre so bleibt, wirst Du überwachen müssen.

Von Carmignac ist eher der Patrimoine (http://www.carmignac.de/foto/articoli_allegati_710.pdf) sehr bekannt für langfristig gute Ergebnisse.
Der „Profil Reactif“ ist ein Dachfonds. Warum dieses kostenintensive Konstrukt, wenn ich eine solide Performace auch günstiger haben kann?

Auf was sollte man generell bei der Anlage achten ?

  1. Nach guten Aktienphasen die Gewinne mal auf die Seite in sichere Anlageformen (z.B. offener Immofonds) packen.

  2. Das Depot nicht auf das Kind eröffnen. Wer weiß ob der Filius mit 18 nicht gerade ein bisserl „schräg“ drauf ist und schon ist das schöne Geld ruckzuck futsch

Viel Erfolg und alles Gute für den Nachwuchs wünscht der Money-Schorsch

Wenn Sie eine mündelsichere Anlage wählen, stellt sich das
Problem nicht. Zum Beispiel.

Hallo,

das mit der Mündelsicherheit ist sone Sache. Dieser Status sagt mehr über die Rechtsform der Anlage, als ihren Inhalt aus.

Aber Mündelsicherheit und Investmentfonds ist kein Widerspruch in sich.
Hier findet man eine große Auswahl an Fonds, denen die Mündelsicherheit bereits bescheinigt wurde:

http://www.bvi.de/de/investmentfonds/anlegen_mit_fon…

Gruß vom Money-Schorsch

Also, warum nicht lieber direkt in Fonds einzahlen?
Ach so, wegen der Abgeltungsteuer.
Klar. Wer weniger Rendite macht, muss auch weniger Steuern
zahlen :wink:.

Wobei, wenn das Depot auf den Namen des Kinds läuft und man es nicht ganz doof macht, ohnehin keine Steuer anfällt (die jährlichen Erträge bleiben unter dem Grundfreibetrag von siebentausendirgendwas Euro).

Viele Grüße,
Sebastian

Wobei, wenn das Depot auf den Namen des Kinds läuft und man es
nicht ganz doof macht, ohnehin keine Steuer anfällt (die
jährlichen Erträge bleiben unter dem Grundfreibetrag von
siebentausendirgendwas Euro).

Richtig. Nur hat eben dann das „Kind“ ab dem 18. Geburtstag die uneingeschränkte Verfügung über das Geld. Da besteht dann oft die Gefahr, dass mehr Kohle sinnlos verblasen wird, als das Finanzamt abgezogen hätte.

Der Money-Schorsch

ich empfehle wie so oft, ein tagesgeldkonto.
aktuell gibt es hierfür bis zu 5 % Zinsen, soviel gibt es sonst nirgendwo. Das ganze Fonds-Zeug birgt immer die Gefahr, dass das auch mal nach unten gehen kann und dann haben Dir Deine Ersparnisse reichlich wenig gebracht.

An das Geld von Tagesgeldkonten kannst Du jederzeit ran, wenn nötig, kannst jederzeit soviel einzahlen wie Du willst, kannst es aber auch lassen, wenn es finanziell gerade nicht passt … bist an keine Laufzeiten gebunden und bekommst wie gesagt aktuell soviel Zinsen wie bei keiner anderen Geldanlage mit gleicher Sicherheit.

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