Hallo Matthias,
von der Degussa Bank wurde mir für die monatliche Anlage die
Fondsrente Gold angeboten
Hierbei handelt es sich um eine Fondsgebundene Rentenversicherung.
Als Anlage für einen Säugling??
Vielleicht, wenn Du 20 Jahre einzahlst und von der dann beginnenden Rente das Studium des künftigen Nobelpreisträgers finanzieren willst. Aber bei 50,- monatlich wird die Rente nichtmal für einmal Mensa am Tag reichen.
Also, warum nicht lieber direkt in Fonds einzahlen?
Ach so, wegen der Abgeltungsteuer.
Klar. Wer weniger Rendite macht, muss auch weniger Steuern zahlen
.
Schaun wir uns dochmal die Kosten an:
Bsp.: 50,- monatlich auf 18 Jahre ergibt 10.800 Euro Gesamteinzahlung in die Rentenversicherung.
Darauf zahlt die Versicherung ca. 4-5 % Provision vorab an die Degussa Bank. Das ist der einzige Grund, warum diese Dir dieses Produkt empfiehlt.
Diese rund 500 euro fehlen Dir (bzw. Deinem Sohn) mit Zinseszinseffekt auf die 18 Jahre. Dazu kommen noch die internen Kosten der Versicherung, die auch nicht zu verachten sind.
Das dafür, dass Du dann nur die Hälfte der Erträge versteuern musst, allerdings mit Deinem Spitzensteuersatz, statt der 25% Abgst.
Also ich würde die 50,- euro lieber direkt in einen Fonds über einen Discounter ohne Ausgabeaufschlag investieren. Aber das ist nur meine persönliche Meinung.
und zur Einmalanlage von 3500 Euro
zwei Fonds. Einmal Lingohr-Systematic-LBBI und Carmignac
Profil Reactif 100.
Die Anlage ist längerfristig vorgesehen (denke bis zum 18.
Geburtstag).
Der Lingohr ist sicher einer der besseren Fonds. Zumindest hat er eine erkennbare Strategie, die in der Lage ist, gute Ergebnisse zu erzielen.
Ob das für 18 Jahre so bleibt, wirst Du überwachen müssen.
Von Carmignac ist eher der Patrimoine (http://www.carmignac.de/foto/articoli_allegati_710.pdf) sehr bekannt für langfristig gute Ergebnisse.
Der „Profil Reactif“ ist ein Dachfonds. Warum dieses kostenintensive Konstrukt, wenn ich eine solide Performace auch günstiger haben kann?
Auf was sollte man generell bei der Anlage achten ?
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Nach guten Aktienphasen die Gewinne mal auf die Seite in sichere Anlageformen (z.B. offener Immofonds) packen.
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Das Depot nicht auf das Kind eröffnen. Wer weiß ob der Filius mit 18 nicht gerade ein bisserl „schräg“ drauf ist und schon ist das schöne Geld ruckzuck futsch
Viel Erfolg und alles Gute für den Nachwuchs wünscht der Money-Schorsch