Gelddruck inflation

Was ist eine gelddruck Inflation. Diese Frage stellt sich bzgl. der Inflation aus Volkswirtschaftlicher Sicht.

Was ist eine gelddruck Inflation. Diese Frage stellt sich
bzgl. der Inflation aus Volkswirtschaftlicher Sicht.

Gelddrucken ist der falsche Ausdruck und zudem nicht korrekt. Geld folgt immer einem Zweck. Ist es zum Ausgeben bestimmt, erhöht sich die Nachfrage und damit steigen die Preise, wodurch die Inflation steigt. Hier wird sehr oft falsch argumentiert. Inflation ist keine Erhöhung der Geldmenge, sondern eine andauernder Anstieg der Preise, vor allem hervorgerufen durch erhöhte Geldmenge.

Was den „Gelddruck“ angeht, ist das heute, auch wenn in linker Presse gerne vorgebetet wird sehr unwahrscheinlich, da die Regierung als einziger Wohltatenspender nicht in der Lage ist, Kredite bei den Banken aufzunehmen. Dass dieses Thema mit dem IWF/EWF aufgeweicht wurde, ist bedenklich. Somit gibt es niemanden, der einfach „Geld druckt“ bzw. es kann.

Früher hatten Staaten die Möglichkeit, sich Kredite direkt bei Ihrer Zentralbank zu holen. Die Zentralbanken war nicht derartig unabhängig wie heute.
Wenn von „Gelddrucken“ die Rede ist, ist gemeint dass sich Regierungen Geld von der Zentralbank via Kredit holen können, da Volkswirtschaftlich „Geld“ erst entsteht, wenn es in Händen von Nichtbanken ist (Also Staat, Unternehmen etc.)

Für den Euroraum ist es die EZB, die beschließt wieviel Geld in den Umlauf kommen darf.

Inflation ergibt sich aus der Preissteigerung. Wobei die Preissteigerung widerum festgestellt wird über den harmonisierten Verbraucherpreisindex. in diesem ist ein Warenkorb von XY Gütern enthalten und diese werden hinsichtlich des Basisjahres anaylsiert.

Zusammenhang:
Wenn der Staat mehr Geld hat zum ausgeben, schafft er zusätzliche Nachfrage. Höhere Nachfrage bedeutet höhere Preise usw…
(verinfacht dargestellt)

Gruß

Nur kleiner Nachtrag.

Natürlich kann sich der Staat bei den Banken (=Geschäftsbanken) Geld leihen , nur nicht direkt bei den Zentralbanken. Kleine aber wichtige Definitionsfrage.

Und der IWF ist keine Zentralbank im engeren Sinne dahingehend, dass er wie eine Zentralbank Geld schöpfen könnte, bzw. Geldschöpfung beeinflussen.

Grüßle

Nur kleiner Nachtrag.

Natürlich kann sich der Staat bei den Banken
(=Geschäftsbanken) Geld leihen , nur nicht direkt bei den
Zentralbanken. Kleine aber wichtige Definitionsfrage.

Ja, ist richtig. Als Nichtbank geht sie wie jeder andere Bürger auch einen kredit bei einer Geschäftsbank holen.

Und der IWF ist keine Zentralbank im engeren Sinne
dahingehend, dass er wie eine Zentralbank Geld schöpfen
könnte, bzw. Geldschöpfung beeinflussen.

Nein, das nicht aber wer zahlt in den IWF/EWF ein und auf wessen Anweisung? Die Regierung wird kein Regierungsgeld (Münzgeld) zur Verfügung stellen.

Hallo,

Natürlich kann sich der Staat bei den Banken
(=Geschäftsbanken) Geld leihen , nur nicht direkt bei den
Zentralbanken. Kleine aber wichtige Definitionsfrage.

wir reden jetzt aber von der EZB, der es schlicht verboten ist, den Staaten direkt Geld zu leihen. Es ist also keine Sache des könnens, sondern des dürfens.

Indirekt ist es im übrigen natürlich schon so, daß die EZB (wie im übrigen auch die FED, die BoE, die BoJ usw.) den Euro-Staaten ihre Haushaltslöcher finanziert, denn durch die massive Ausweitung der Geldmenge, die fast vollständig für den Kauf von Staatsanleihen genutzt wurde, passiert genau das.

Wobei das Verbot schon viel direkter umgangen wurde, nämlich durch den Kauf von Staatsanleihen http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/eine-instituti… . Insofern ist das Verbot nicht mehr das Papier wert, auf das es mal geschrieben wurde.

Gruß
Christian

Die Zentralbanken halten die jeweiligen IWF-Quoten der Länder über die Sonderziehungsrechte. Theoretisch kann dass die Zentralbank auch immer selber stemmen durch einen Tausch auf der Aktivseite.

Die IWF-Quoten wurden für die Aktion Griechenland allerdings nicht erhöht, sondern der IWF stellt das aus bestehenden Mitteln bereit, also keine neue Geldschöpfung.