Geldgeschenk, ab welchem Alter?

Hallo,

ich habe schon sehr früh von meinen Onkels und Tanten etwas Süßes mit einem Geldumschlag dran zum Geburtstag oder Weihnachten bekommen.
Was denkt Ihr, ab welchem Alter kann ich das einem Kind schenken sodass sich dieses freut? Ist 6-7 Jahre zu früh bzw. kauft sich da ein Kind schon etwas mit eigenem Geld?? Das ein gekauftes Geschenk bzw. eine gemeinsame Unternehmung die kreativere Alternative ist, ist klar, aber mich interessiert Eure Meinung zum Thema Geld.

Servus,

Geldgeschenke sind angebracht, wenn die Kinder in die Pubertät kommen und sich dann auch mal was leisten wollen. So ab 12-13 Jahren also. Was drunter ist finde ich nicht so toll, außer es handelt sich um ein Sparbuch für die Zukunft o.ä.

mfg,

Hanzo

Hi,

ich bin generell kein Freund von Geldgeschenken und gerade bei Kindern und Jugendlichen bin ich der Meinung, dass diese auch wünsche haben sollten die man sich als Einzelperson leisten kann. Großanschaffungen sollten über das Sparbuch oder die Eltern finanziert werden aber das vergessen anscheinend viele. In Freundeskreis unserer Kinder haben viele schon ab 6 (in Worten sechs) das angebliche Verlangen nach Geldgeschenken, Jugendliche um die 13-14 nur noch Wünsche wie ein neuer PC, etc die durch die Geburtstagsgäste finanziert werden sollen. Da frag ich mich was aus den kleinen Wünschen des Lebens, Buch, CD, Spiel, Kinogutschein, etc, etc. geworden ist.

Mir scheinen diese Tage mehr und mehr zur finanziellen und berechenbaren jährlichen Einnahmequelle zu verkommen. Leider stehe ich mit der Ansicht schon als Außenseiter da und stoße auf verstörte Eltern wenn ich nach Sachgeschenkwünschen frage.

Viele Grüße
Me

Hallo MeToo,

Da frag ich mich was aus den kleinen Wünschen des Lebens,
Buch, CD, Spiel, Kinogutschein, etc, etc. geworden ist.

genau sowas habe ich mir z.B. von Geldgeschenken gekauft :wink:
(Das waren dann aber auch nie riesige Geldgeschenke - eher welche in einem preislichen Rahmen der genannten Dinge.)

Mir waren teilweise Geldgeschenke lieber, weil ich mir dann davon z.B. genau das Buch kaufen konnte, dass ich mir gewünscht habe - viel besser, als wenn eine entfernt verwandte Person, die mich gar nicht richtig kannte, mir gut gemeint und mit einem Lächeln mit den Worten „Gell, du magst doch Tiere?!“ ein Tierbuch (… altersgemäß für Kinder) überreichte, ich aber ein Fachbuch Ornithologie gehabt hätte…
(Jaaaaa, „dem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul“ - aber ist doch für den Schenkenden auch schöner, wenn er das Geld für etwas ausgegeben hat, das wirklich Freude macht! So geht es mir jedenfalls auch, wenn ich etwas verschenke.)

Gerade bei spontanen Wünschen, bei denen der Beschenkte nicht direkt gefragt wird sondern etwas nach dessen (vermeindlichem) Interesse ausgesucht wird, finde ich ein Geldgeschenk sinnvoller.

Von daher halte ich es bei Geldgeschenken gerade an Kinder so, dass ich ein bisschen dazu schreibe, was ich mir als Verwendungszweck vorstellen könnte (das ist nicht als Vorschrift an den Beschenkten gemeint, sondern z.B. so formuliert wie unten das Beispiel mit Omas Karte und ich finde, dass sich Kinder dann mehr darunter vorstellen können).
Das Geldgeschenk kann dabei auch erst mal an die Eltern gehen, die mit dem Kind dann das entsprechende Geschenk aussuchen gehen - so war das häufig, als ich noch ein Kind war; da kam dann z.B. eine Karte von Oma: „Liebe Nina, ich weiß dass du so gerne liest und malst. Bestimmt hast du einen Wunsch nach einem tollen Buch oder nach besonderen Stiften. Darum schenke ich dir Geburtstagsgeld, damit du dir deinen Wunsch erfüllen kannst wenn ihr wieder in die Stadt fahrt. Deine Omi“

Mir scheinen diese Tage mehr und mehr zur finanziellen und
berechenbaren jährlichen Einnahmequelle zu verkommen. Leider stehe
ich mit der Ansicht schon als Außenseiter da und stoße auf verstörte
Eltern wenn ich nach Sachgeschenkwünschen frage

Meine Zustimmung…

Viele Grüße,
Nina

Hallo Hanzo,

Geldgeschenke sind angebracht, wenn die Kinder in die Pubertät
kommen und sich dann auch mal was leisten wollen. So ab 12-13
Jahren also. Was drunter ist finde ich nicht so toll, außer es
handelt sich um ein Sparbuch für die Zukunft o.ä.

in einem niedrigeren Alter finde ich es dann okay, wenn sich das Kind etwas wünscht, das ich vor Ort nicht besorgen kann, das es aber am Wohnort des Kindes gibt oder mit dem ich mich nicht auskenne.
Beispiel: Eintritt fürs Schwimmbad (muss man vor Ort besorgen), etwas das man nur in einem bestimmten Geschäft kaufen kann (z.B. beschäftigt sich ein Kind mit Modelleisenbahn, ich will etwas dazu schenken, kenne mich aber weder aus noch habe ich ein entsprechendes Geschäft vor Ort, der Beschenkte bzw. deren Eltern haben aber einen Modelleisenbahn-Laden in ihrer Nähe).

Das Geldgeschenk geht dann aber bei jüngeren Kindern an die Eltern, die davon das Gewünschte besorgen.
Die neuen Modelleisenbahnhäuschen, genau wie gewünscht, sorgen bei einem Sechsjährigen doch eher für leuchtende Augen, als Geldscheine :wink:

Geld „einfach nur so“ (d.h. ohne dass es für einen konkreten Wunsch gedacht ist), verschenke ich aber nicht.

Viele Grüße,
Nina

Hallo,

ich bin generell kein Freund von Geldgeschenken

Ich grundsätzlich auch nicht. Für den Fall, dass jemand einen größeren Herzenswunsch hegt, für dessen Erfüllung er sparen möchte, mache ich aber gern und guten Herzens eine Ausnahme.

und gerade bei
Kindern und Jugendlichen bin ich der Meinung, dass diese auch
wünsche haben sollten die man sich als Einzelperson leisten
kann.

Klar, „sollte“ … und manchmal ist es ja auch so, aber eben nicht immer. Man hat dann aber als Schenkender noch die Möglichkeit, mal zu überlegen, womit man das Geburtstagskind erfreuen könnte. Klar, das kostet Zeit und einiges an Überlegung, aber ich bin bei Bedarf noch immer fündig geworden.

Wenn mich jetzt jemand fragt, was ich mir wünsche, fällt mir spontan auch nichts ein. Wenn ich aber irgendeinen Katalog durchblättere, habe ich danach 100 Wünsche und oft bekam ich Dinge geschenkt, von denen ich gar nicht wusste, wie gut ich sie gebrauchen kann.

Großanschaffungen sollten über das Sparbuch oder die
Eltern finanziert werden aber das vergessen anscheinend viele.

Ein Sparbuch füllt sich aber auch nicht von allein. Geldgeschenke sind da sicher eine von vielen möglichen Quellen.

In vielen Familien ist das Budget auch zu knapp, als dass Großanschaffungen für die Kinder mal eben im Vorbeigehen möglich wären, ohne dass das Geld dann an anderer Stelle fehlt.

In Freundeskreis unserer Kinder haben viele schon ab 6 (in
Worten sechs) das angebliche Verlangen nach Geldgeschenken,

Heute sind die Kinder mit allem früh dran :smile:

Jugendliche um die 13-14 nur noch Wünsche wie ein neuer PC,
etc die durch die Geburtstagsgäste finanziert werden sollen.

Je älter die Kinder werden, desto teurer werden die Wünsche, wenn sie denn überhaupt noch welche haben :wink:

Da frag ich mich was aus den kleinen Wünschen des Lebens,
Buch, CD, Spiel, Kinogutschein, etc, etc. geworden ist.

Die erfüllt man sich, sobald sie auftauchen - entweder zücken Eltern oder Großeltern gern mal dafür ihre Karten, oder man kauft sie vom Taschengeld.

Mir scheinen diese Tage mehr und mehr zur finanziellen und
berechenbaren jährlichen Einnahmequelle zu verkommen.

Dazu dienten früher primär Kommunion bzw. Konfirmation, ohne dass sich jemand daran gestört hat.

Leider
stehe ich mit der Ansicht schon als Außenseiter da und stoße
auf verstörte Eltern wenn ich nach Sachgeschenkwünschen frage.

Da musst du drüberstehen :smile:

LG
sine

Danke für Eure rege Beteiligung. Ich denke das ist ein Thema das mehr Menschen betrifft. Die meisten werden ja irgendwann mal Onkel,Tante,Pate/in, etc. Ich freue mich auf weitere Beiträge.
Herzliche Grüße!

Hallo,

ich bin generell kein Freund von Geldgeschenken

Ich grundsätzlich auch nicht. Für den Fall, dass jemand einen
größeren Herzenswunsch hegt, für dessen Erfüllung er sparen
möchte, mache ich aber gern und guten Herzens eine Ausnahme.

es geht ja weniger um den größeren herzenswunsch als um die unmöglichkeit, jahrein jahraus sinnvolle geschenke im werte von 5 euro sich zu wünschen oder zu erwerben.
das meiste in diesem preisrahmen ist müll.

warum dann nicht sammeln und was etwas größeres kaufen?
zumal wir ja alle froh sind, nicht immerzu für 5-taler-geschenke zum guschein oder kleingeschenke kaufen lostoben zu müssen.

tilli

Hallo tilli,

es geht ja weniger um den größeren herzenswunsch als um die
unmöglichkeit, jahrein jahraus sinnvolle geschenke im werte
von 5 euro sich zu wünschen oder zu erwerben.
das meiste in diesem preisrahmen ist müll.

in diesem Preisrahmen gibt es auch jede Menge Sinnvolles:

  • Bücher (sicherlich keine guten Bilderbücher, sicherlich auch kein Naturführer, aber durchaus ein preislich reduziertes Buch für so ab 14 Jahre, oder etwas Gebrauchtes)
  • Buntstifte, Malstifte (auch gute), manch anderes Bastelzubehör (Fimo, Perlen…)
  • gebrauchtes Spielzeug, gebrauchte oder auch z.T. neue „Klein-Sportgeräte“ (Springseil, Ball, Diabolo, Bumerang)

Wenn es statt 5 Euro auch mal 10 oder 15 Euro sein dürfen, geht da schon mehr…

Klar, manche sinnvollen Geschenke sind in dem Preisrahmen nicht möglich, und da finde ich das hier

warum dann nicht sammeln und was etwas größeres kaufen?
zumal wir ja alle froh sind, nicht immerzu für
5-taler-geschenke zum guschein oder kleingeschenke kaufen
lostoben zu müssen.

auch sehr sinnvoll.
Ich finde, Kinder sollten auch lernen, dass man auf manche Dinge sparen muss und dass man von etwas, das z.B. 10 oder 15 Euro gekostet hat, mitunter mehr hat als von drei, vier schnell gekauften „ramschigen“ Dingen aus’m Billigladen.

(Ich war z.B. als Kind auch froh, dass die Nachbarin - eine Art „Dritt-Oma“ für mich - mir nicht andauernd Ramsch-Spielzeug oder eklig-klebrige Süßigkeiten zugesteckt hat, wenn sie mir eine Kleinigkeit schenken wollte, sondern einfach mal ein, zwei, drei Mark… die sich irgendwann mal zum Wert eines Buchs oder etwas aus dem Bastelladen zusammenaddierten…)

Viele Grüße,
Nina