eine sicherere anlage zur zeit als aktienfonds?
wo bekomme ich eine übersicht über diese fonds (wertpapier-kenn-nr.) oder wer kann mir welche empfehlen?
vor allem zu welchen erträgen?
johanna
eine sicherere anlage zur zeit als aktienfonds?
wo bekomme ich eine übersicht über diese fonds (wertpapier-kenn-nr.) oder wer kann mir welche empfehlen?
vor allem zu welchen erträgen?
johanna
Liebe Johanna,
von den Geldmarktfonds muß ich Dir heftigst abraten, da Du dort durch die Bank nur sehr magere Renditen erzielst.
Für eine sichere und einigermaßen renditeträchtige Anlage sehe ich das täglich verfügbare Konto der Finansbank an, bei dem Du 5 % Zinsen p.a. erhälst und ständig auf Deine Einlage verfügen kannst. Dieser Zinssatz gilt ab einem Kontoguthaben von DM 10000,- und ist abgesichert (z.B. bei Konkurs der Finansbank) bis Euro 20000,-. Also durchaus ein attraktiver Geldparkplatz.
Ich hoffe, ich mache mich hier nicht wegen Werbung strafbar, aber ich denke das Wissen sollte ich weitergeben. Weitere ähnlich verzinste Konten kannst Du bei der Stiftung Warentest (Finanztest erfragen). Ich habs auch dorther.
Viele Grüße
Dietmar
Dietmar hat recht!
Um sicher anzulegen nehme einen „grossen“ Aktienfond, den du allerdings lange halten musst. Oder nehme einen Mischfond (Aktien+Renten). Auf keinen Fall Optionsscheine kaufen!!!
Ausführliche Infos über Fonds mit Fondssparplänen (langfristig sehr, sehr vorteilhaft) bei www.direktanlagebank.de, das ist ein wachsendes und sehr solides Unternehmen!
MfG
Hi,
Geldmarktfonds dienen der kurzfristigen Anlage und nicht einer langfristigen Investition. Wenn Du Geld für einen Zeitraum von ca. 1 Monat bis 1 Jahr zwischenlagern willst, bist Du bei einem Geldmarkfond schon richtig. Richtig ist allerdings auch, daß Du bei manchen Banken höhere Zinsen erhälst (dazu unten der im Titel angekündigte Rundumschlag). Ebenso richtig ist aber auch, daß Geldmarktfonds ursprünglich gar nicht für Privatkunden geschaffen wurden, sondern für Unternehmen, die dieses Instrument reichlich nutzen. Nur haben die Privatkunden solange gequengelt, bis man eben die Dinger auch für Privatkunden aufgelegt hat. Jetzt wird halt gequengelt, daß die Rendite nicht hoch genug ist. Höher geht auch gar nicht, weil die Fondsgelder am Geldmarkt (daher der Name) bzw. in kurzlaufende Anleihen angelegt werden. Die Rendite wird also immer im Bereich des Geldmarktsatzes (abzgl. Gebühren) liegen, durch geschickte Anlage vielleicht einen Hauch darüber (oder auch mal darunter).
Um es nochmal festzuhalten: Die Geldmarktfonds ermöglichen Privatkunden den Zugang, der ihnen früher verschlossen war (Anlage am Geldmarkt ab DM 1 Mio.). Die Anlage ist sehr sicher und die Rendite liegt bei allen Fonds im Bereich des Geldmarktsatzes, die Gebühren sind relativ niedrig (0,15-0,5% p.a. soweit ich informiert bin). Anlagezeitraum ist kurz bis mittelfristig. Fast alle Fondsgesellschaften bieten Geldmarktfonds an, teilweise mehrere, z.B. mit Anlage im Ausland oder in Renten.
Gruß
Christian
Und hier für den interessierten Leser der Rundumschlag:
An dieser Stelle mal ein kurzer Hinweis zum Thema FirstE, Finansbank und wie sie alle heißen. Keine „normale“ kann bei deren Sätzen mithalten. Die „normalen“ Banken orientieren sich an den Interbankensätzen (eben dem Geldmarkt), d.h. an den Sätzen, zu denen sich Banken untereinander Geld leihen. Liegt die Interbankenspanne bei 4,5-4,6 kann eine Bank (eigentlich) nur ab 4,6% aufwärts Geld verleihen und nur für 4,5% und weniger Anlagen hereinnehmen, ansonsten macht sie bei diesem Geschäft Verlust. Wer mehr Zinsen zahlt, subventioniert dies durch andere Quellen (z.B. FirstE). Wenn jedoch immer mehr Kunden diese hohen Zinsen genießen, werden diese Quellen irgendwann nicht mehr groß genug sein, um diese Sätze zu halten und sie werden sich dem Normalmaß annähern.
Eine andere Möglichkeit ist, daß die Bank im Ausland sitzt (z.B. die genannte Finansbank). Dazu kann man stehen, wie man will. Die Einlagensicherung wird in Europa sowieso irgendwann harmonisiert. So sicher wie in Deutschland ist angelegtes Geld nirgendwo (natürlich gilt das nur für Anlagen bei bei einer Bank, die dem Einlagensicherungsfond angeschlossen ist, also praktisch für alle). Die höheren Sätze ergeben sich natürlich nicht aus der eventuell unsicheren Anlage, sondern vor allem daraus, daß die Kostenstrukturen bei ausländischen Banken anders sind. Ist ja nichts verwerfliches. Aber auch hier, gerade im grenznahen Bereich, werden sich die Kosten angleichen und damit auch irgendwann die Zinssätze.
Natürlich kann man in Deutschland auch eine Volksbank oder Sparkasse finden, die entweder Kampfsätze macht, um Kunden zu behalten, oder einfach auf kaufmännische Vernunft verzichtet. Beides geht nicht lange gut. Entweder ist der Laden irgendwann pleite bzw. muß fusionieren. Oder aber die Kunden freuen sich über die hohen Anlagesätze und machen die richtigen Geschäfte woanders. Dann gilt auf Dauer wieder: Geringere Sätze oder Pleite/Fusion. Ich habe fertig (bis auf weiteres).
Lieber Christian,
das geschilderte Szenario, daß über dem EURIBOR liegende Zinsen auf Dauer nicht gehalten werden können, wurde bisher in der Realität nicht bestätigt. Als Beispiel sei die schon langjährig existierende BMW-Bank genannt, die bis heute weit über dem Euribor (vorher Fibor) liegende Zinsen für täglich verfügbare Konten anbietet.
Selbst, wenn eine Bank die Zinsen wieder Senken müsste, ist es ein Leichtes, das Kapital zu einer anderen zu transferieren, da täglich verfügbar.
Geldmarktfonds können diesen Anlagen in keinem Punkt das Wasser reichen.
Schönen Gruß
Dietmar
Hi Dietmar,
im Prinzip bestätigst Du nur meine Ausführungen. Bei der BMW-Bank (für VW gilt das gleiche) geht es darum, die gesamte Geschäftsbeziehung im Hause zu behalten, d.h. die Finanzierung nicht an andere Banken zu verlieren (also auch Quersubventionierung). Der Gewinn wird nicht durch das Geldgeschäft an sich erzielt, sondern über die gesamte Kundenbeziehung inkl. Autokauf.
Mir gehts ja nicht um die Kundensicht, sondern um die Bankseite. Daß die Kunden durch die hohen Zinsen profitieren, ist unbestritten. Es ist nur „unfair“ von „normalen“ Banken zu erwarten, daß sie derart hohe Zinsen auch darstellen können. Es kommt halt in der Bankpraxis vor, daß unsereins vorgeworfen wird, daß diese oder jene Bank höhere Zinsen zahlt als wir.
Wie ich ebenfalls ausführte, sind Geldmarktfonds im Ursprung nicht für Private entwickelt worden, sondern für Unternehmen. Ich würde auch nie einem Privatanleger zu Geldmarktfonds raten, obwohl ich genug Kollegen habe, die dieses Instrument nutzen.
Noch eine Information nebenbei: Dienstleistungunternehmen sind die angenehmeren Kunden: Die wissen, daß Dienstleistung Geld kostet. Ich habe als Kunden Industrieunternehmen, die allen ernstes für DM 10 Mio. Anlagebetrag für einen Tag 15 Banken anrufen, um 0,01% bessere Zinsen rauszuholen. Das muß man mal in DM/Tag umrechnen (DM 2,70). Da lohnen sich die Telephonate nicht. Ähnliches gilt für den gemeinen Privatkunden. Es gibt gute und schlechte Banken. Eine Bank von Format erliegt dem Kampf um zehntel-Prozente nicht, weil sich der Ärger effektiv nicht lohnt. Man sollte lieber bei der Bank bleiben, die insgesamt besser ist. Die Jagd nach Rendite mag zwar spannend sein, führt aber bei den üblichen Volumina kaum zu wesentlichen Vorteilen.
Gruß und frohes Neues Jahr
Christian
das geschilderte Szenario, daß über dem EURIBOR liegende
Zinsen auf Dauer nicht gehalten werden können, wurde bisher in
der Realität nicht bestätigt. Als Beispiel sei die schon
langjährig existierende BMW-Bank genannt, die bis heute weit
über dem Euribor (vorher Fibor) liegende Zinsen für täglich
verfügbare Konten anbietet.Selbst, wenn eine Bank die Zinsen wieder Senken müsste, ist es
ein Leichtes, das Kapital zu einer anderen zu transferieren,
da täglich verfügbar.Geldmarktfonds können diesen Anlagen in keinem Punkt das
Wasser reichen.Schönen Gruß
Dietmar