sehe ich es richtig, dass die Geldmenge (M 3?) u.a. dadurch wächst, dass die Banken Kredite an ihre Kunden vergeben?
Zwar ist dadurch dann mehr Liquidität im Markt vorhanden, aber die muss ja auch wieder zurückgezahlt werden…Die Geldmenge ist jedoch vorübergehend dennoch gewachsen, oder?
Vielen, vielen Dank für ein kurzes Statement &
Freundlichste Grüße!
Die Geldmenge M3 besteht ja bekanntlich nur aus den Positionen auf der Passivseite. Wenn die Bank nun einem Kunden einen Kredit einräumt und der z.B. einen langfristigen Sparbrief damit kauft ( nicht in M3 enthalten ) ändert sich die Geldmenge nicht.
Dadurch und ohnehin irgendwie sowieso stellt sich die Frage nach der Relevanz von M3 oder anderen solchen Konstrukten.
Die Geldmenge M3 besteht ja bekanntlich nur aus den Positionen
auf der Passivseite. Wenn die Bank nun einem Kunden einen
Kredit einräumt und der z.B. einen langfristigen Sparbrief
damit kauft ( nicht in M3 enthalten ) ändert sich die
Geldmenge nicht.
Dadurch und ohnehin irgendwie sowieso stellt sich die Frage
nach der Relevanz von M3 oder anderen solchen Konstrukten.
Wenn man nicht ein doofer Journalist ist, sondern vernünftig recherchiert, lassen sich derartige Bewegungen durchaus nachvollziehen. M.W. waren auch nur Journalisten überrascht, als im Börsenabschwung 2001/2002 M1 kräftig stieg, während M2 und M3 unverändert blieben. Da haben die Leute halt Aktien verkauft und das Restgeld kurzfristig investiert.
Ich zweifel auch an der Aussagekraft der Geldmengen (M1,M2,M3). Vor allem, da sie von den unterschiedlichen Zentralbanken ja auch noch unterscheidlich berechnet werden.
Dennoch zählt M3 ja als Indikator für mittelfristige Inflation.
Mich würde aber vielmehr das Verhältnis von Kapital zu Waren interessieren, z.B. das Verhältnis des BIP zur gesamten Geldmenge.
Gibt es überhaupt einen Wert, der die gesamte Geldmenge (unabhängig der Laufzeit und Anlageart) darlegt?
Also die breiteste Definition ist die aggregierte Bilanzsumme aller Banken zzgl. der EZB.
Man kann, was sinnvoller wäre, die Interbankgeschäfte rausrechnen, und gleich die Konsolidierte Bilanzsumme nehmen ( steht im Monatsbericht, Statistik , 2.x , weiß nicht genau welche Tabelle , kann man auch sehr leicht in Exel importieren über das Stastic Data Warehouse ). Einziger Haken, all diese Zahlen enthalten ( wie M1-M3 auch ) nicht nur Bestände in Euro sondern auch in Fremdwährung. Die reinen Eurozahlen gibt es von der EZB leider nicht .
Ja klar, vielleicht hatte ich mich nicht richtig ausgedrückt.
Kreditgewährung kann sich auch in einem Wachstum von M3 niederschlagen, muss aber nicht. Ob und in welchem Umfang hängt von vielen Faktoren ab. ( Christian schrieb ja z.B. schon von einer möglichen sehr unterschiedlichen Entwicklung von M1 zu M3 , oder aber M3 zu Bilanzbestände usw. ).