Hallo,
kann jemand mal kurz und knapp erklären wie die Geldpolitik funktioniert? Ich bin immer davon ausgegangen, dass für alle Waren die produziert werden eine äquivalente Menge an Geld da sein muss. Aber wie schaffen es die Zentralbanken, Preise und Preisänderungen aller neuen Produkte sowie Wertverluste der älteren Produkte zu erfassen und unter einen Hut zu bringen?
Gruß
Marc
Hallo Marc,
kurz und knapp werde ich es einmal versuchen:
Die Preisfeststellung erfolgt ueber das statistische Landes- bzw. Bundesamt. Hier gibt es einen s.g. Warenkorb, fuer den monatlich der Preis ermittelt wird. In diesem Warenkorb befinden sich die gaengisten Gueter, die ein Haushalt benoetigt (Kartoffeln, Milch, Strom etc.) Hieraus ergibt sich monatlich die Inflationsrate. Die Europaeische Zentralbank (EZB) hat nun das vorangige Ziel die Preisstabilitaet zu gewahren. Hierfuer hat sie einige geldpolitische Instrumente um einer Steigerung vorzubeugen bzw. darauf zu reagieren.
Suche im Netz einfach mal unter: Offenmarktgeschaeft, Mindestreservepolitik oder Fazilitaet. Durch diese Instrumente kann die EZB die umlaufende Geldmenge erhoehen oder reduzieren.
In der Zeit der DM wurde die Geldpolitik durch die Bundesbank betrieben. Hier war es noch einfacher, die Inflation zu steuern. Mittlerweile hat die EZB die Aufgabe das zentral fuer alle EURO-Laender vorzunehmen; unterschiedliche Interessen der Laender muessen hier natuerlich auch einfliessen.
Ich hoffe, es ist nicht zu knapp formuliert.
Gruss,
Alfred
Gruss,
Alfred
Hi Alfred,
ok also ich sehe schon, es wird NICHT versucht festzustellen wieviel und zu welchem Wert produziert wurde, und dann den entsprechenden Wert mit Umlauf-Geld auszugleichen. Der Wert aller produzierten Güter die es in der EU gibt ist nicht deckungsgleich mit dem Wert allen Geldes was im Umlauf ist. Stattdessen wird eher darauf geachtet, die Preise stabil zu halten.
Vielen Dank.