Geldwerter Vorteil ?

Hallo zusammen,

angenommen ein AN bekommt von seinem AG nach der Probezeit einen Geschäfts-PKW mit Ersatz aller Verbrauchsstoffe, also auch mit allem Benzin.

Jetzt wohnt der AN ca. 50 km von der Arbeitsstätte entfernt.
Damit entsteht doch ein sehr großer geldwerter Vorteil, oder?
Was könnte man denn zukünftig als Win-Win-Situation für AN und AG gestalten (und natürlich auch real leben)?

  • Home Office?
  • Fahrtenbuch?
  • nur Umzug an den Ort des AG?
  • usw.?

Vielen Dank für Eure sachdienlichen Tipps!

Liebe Grüße
Steffi

Servus,

für/gegen einen Umzug sprechen sicherlich gänzlich andere Punkte als die Versteuerung des Sachbezuges…

Im Rahmen der Frage bewegen sich:

(1) Fahrtenbuch und
(2) mit niedrigen effektiven Gesamtkosten / km fahren. Die lassen sich beeinflussen, aber der Einfluss wirkt sich bloß mit Fahrtenbuch aus.

Eine Win/Win-Situation ergibt sich beim Dienstwagen nur, wenn der Arbeitgeber eine Möglichkeit hat, den PKW billig zu bekommen und/oder zu unterhalten, so dass der gefühlte Vorteil, der beim Arbeitnehmer ankommt, höher ist als die tatsächlichen Kosten/km.

Ein bedeutender Vorteil im Vergleich zum Bezahlen mit echtem Geld lässt sich in der beschriebenen Situation allerdings erzielen, wenn entlang der 50km Schienen liegen, die in einen Verkehrsverbund integriert sind: Dann hat der Arbeitgeber die Möglichkeit, dem Arbeitnehmer etwas zu verschaffen, was den AG viel weniger kostet als es den AN kosten würde, nämlich ein Jobticket.

Wenn dazu noch Dienstreisen in einigem Umfang im Spiel sind, gibt es auch die Möglichkeit, über die Überlassung einer Bahncard 50 oder einer Bahncard 100 nachzudenken. Bei denen gibt es viele Situationen, in denen gar kein geldwerter Vorteil zu versteuern ist, so dass die Fahrt in die Sommerferien auf Usedom tatsächlich fer umme geschieht.

Schöne Grüße

MM