… zusammen geben?
Mein Sohn 16 J. hat ADS. Jetzt nachdem er eine Zusage für einen Ausbildungsplatz hat… und sich selbst unter stress setzt, sind die Noten komplett in den Keller gefallen.
Dann haben wir auf anraten des Arztes, vor lauter Verzweiflung Methylphenidat von Hexal gegeben. Als er die normale Dosierung erreichte hatte er mit Übelkeit und Schwindel zu kämpfen. Nachts hat er geschwitzt als ob er hoch Fieber hätte. Danach wurde auf Ritalin umgestellt. Auch danach ging es Ihm richtig schlecht. Nach dem Absetzen war Ihm noch eine Woche so elend, dass er nicht in die schule konnte.
Jetzt habe ich mich entschlossen Gelsemium, Okubaka und Dysto-Loges zu geben.
Kann ich das über einen längeren Zeitraum zusammen geben?
Und ist es schlimm wenn er die Tabletten schluckt, statt im Mund zergehen zu lassen?
Im moment sieht es aus als ob Ihm das ganz gut tun würde
Guten Morgen liebe Baehrchen,
ich habe Ihre Anfrage gelesen und kann ich berechtigen Wünsche nach Information gut verstehen. Ginge mir genauso, wäre ich an Ihrer Stelle.
Ich fürchte allerdings, dass ich diese relative spezifischen und konkreten Fragen (Sie haben sich viele Gedanken gemacht, wunderbar) nicht beantworten kann. Weil meine Expertise davon zwar betroffen ist, ich gerade so detailliert genau darüber aber nicht Bescheid weiß (und gerade im Moment leider auch kein Nachschlagewerk verfügbar habe). ABER: Ich gebe Ihnen folgende Idee mit auf den Weg. Kaufen Sie sich die „Rote Liste“. Haben Sie bestimmt schon mal gesehen. Dass ist das Buch, in dem auch Ärzte nachschlagen, wenn sie sich mit einer Medikamenten(neben)wirkung mal nicht sicher sind oder ein Medikament gerade mal nicht auf dem Schirm haben. Kann man bei amazon kaufen.
Ich habe jetzt noch mal kurz die „Medikamenten“ Namen ‚Gelsemium, Okubaka und Dysto-Loges‘ gegooglet und jetzt verstehe ich auch, wieso ich die nicht kannte. Das sind zT homöpathische Mittel. Jedenfalls sind keine allopathischen, zugelassenen Arzneimittel (sorry, wenn ich jetzt gerade mal den Wissenschaftler gebe).
Hm… wenn ich sie richtig verstehe, möchten Sie mehr über eine Wechselwirkung wissen zwischen "Mitteln, die Ihnen einerseits ein Arzt verschreiben würde (Methyphenidat) und solchen, die Ihnen andererseits ein Homöopath aufschreiben würde (Okubaka)? Habe ich Sie diesbezüglich richtig verstanden?
Oh Mann, da stellen Sie eine Frage, die sicherlich sehr berechtigt ist, die meine Expertise aber dann doch um einiges überschreitet (bin kein Homöopath und kenne mich bisher auch mit ‚Globuli‘ im weitesten Sinne nur sehr wenig aus).
Sind Sie Homöopathin und benötigen möglicherweise nur „einen Teil“ der Ihnen in diesem Fall fachfremden Expertise?
Sorry, das ist jetzt ein wenig ‚halbgar‘; so richtig weit komme ich da gerade nicht, aber vielleicht machen meine Hinweis ja das eine oder andere klarer? Fraglich wäre etwa, woran es liegt, dass Ihr Sohn grade auf Methyphenidat genau so reagiert? Und wie Sie Ihrem Sohn vielleicht anderweitig dabei behilflich sein können, dass er „seinen Weg zu besseren Noten auf eine für Ihn passendere Weise findet“. Ich denke da gerade etwa eine Veränderung er Lernstrategie (ABC Listen, KaWa´s, Methoden nach Vera Birkenbihl); sowie zB die Beschäftigung mit NLP (wie es etwa Thom Hartmann anregt) oder auch weiteren 'alternativen‘ Strategien (vgl Lynn Weiss, die auch als ADSlerin Ihren Doktor gemacht hat) und viele weitere (Ratey et al).
Es gibt also neben Medikamenten eine Menge andere Möglichkeiten, die gute und hilfreiche Ergebnisse evozieren (hervorlocken) können. Dazu gehört auch zB eine Verhaltenstherapie (ist heute eigentlich die Regel, dass die Gabe von Methylphenidat mit VT kombiniert wird), weil das Methylphenidat in den Hirnstoffwechsel eingreift und die ADS-artiges Weise, die Welt "zu sehen“ ja dadruch genau verändert wird. Und mit diesen Veränderungen umzugehen - insbesondere in einer Lebensphase, die mit Identitätsbildungsprozessen einhergeht, wie das nun mal so ist bei 16jährigen - muss man unter Umständen erst einmal lernen.
Insoweit würde ich mich an Ihrer Stelle, glaube ich, fragen, wie kann ich meinem Sohn denn sonst noch behilflich sein, wenn die Medikamente, die erhoffte Wirkung genau NICHT zeitigen (=hervorbringen)? Und da gibt es glücklicherweise noch andere gut funktionierende Strategien und Möglichkeiten neben medikamentöser Behandlung und auch neben (kassenzugelassener) Psychotherapie (falls die nicht wie erwünscht klappt).
Soweit erstmal, liebe baehrchen. Ich hoffe, ich konnte Ihnen die eine oder andere Idee mit auf den Weg geben.
Herzliche Grüße
Markus
Hallo
tut mir leid, aber ich bin keine praktzierende Heilpraktkerin oder Ärztin und kann dir dazu nichts sagen. Das ist in meinen Augen auch etwas, womit du tatsächlich mal zu einem HP oder naturheilkundlich ausgerichteten Arzt gehen solltest, um das durchzusprechen und der sich deinen Sohn nochmal anschaut.
Alles Gute für deinen Sohn und dich
Viele Grüße
Claudia
Ich bin keine Homöopathin und kann euch da leider nicht weiterhelfen, aber ich möchte dir als Mutter den Rat geben, einen erfahrenen Homöopathen aufzusuchen, weil das selber dran `rumdoktorn´ unter Umständen gefährlich sein kann, wobei diese niedrigen D6-Potenzen, die du ihm gibst wahrscheinlich recht harmlos sind. In größeren Städten gibt es meist auch Neurologen/Psychiater mit homöopathischer Zusatzqualifikation. Ich wünsche gutes Gelingen!
Ich bin psychotherapeutischer HP. Daher als Ansprechpartner für dein Problem nicht der richtige, tut mir leid.
Die ärztl verabreichten Medikamente haben - man kann es auch überall im Netz nachlesen - enorme Nebenwirkungen. Ich hätte da schon eher eine Alternative gesucht.
Die Umstellung auf homöopatsiche Mittel würde ich nie in Eigenregie, sondern nur in Absprache mit einem HP machen.
Generell gilt:
Medikamente so einzunehmen, wie sie verordnet werden.
Wenn sie auf der Zunge zergehen sollen - sollen sie nicht geschluckt werden. Hat schon seinen Sinn, diese Anweisungen.
Die Wirkung durch die Mundschleimhäute ist eine andere, als die im Magen!!!
Alle anderen Fragen mit einem HP klären.
VG
Hallo Baehrchen,
leider kann ich Ihnen bei Ihrem Problem nicht weiterhelfen, da ich mich in der Homöopathie nicht auskenne. Ich wünsch Ihnen und Ihrem Sohn jedoch viel Erfolg für die Zukunft.
Mit freundlichem Gruß
Jürgen
Hallo. Wenn ihm die Medikamente gut tun dann würde ich sie weitergeben. Allerdings frage ich mich wie Sie auf diese Zusammenstellung gekommen sind. Homöopathie ist ja ein relativ kompliziertes Therapieverfahren und eigentlich kann man nicht wahllos zu Präparaten greifen. Also viel Erfolg mit der Behandlung. Herzliche Grüße. Hans-Jürgen Herzog
Ich hoffe, es geht deinem Sohn jetzt besser.
Gute Besserung.
Gruß
Hallo,
ich habe mich als Heilpraktiker auf Akupunktur spezialisiert und kann über die Verwendung von Homöopathischen Substanzen wenig sagen.
Allerdings habe ich einen interressanten Tipp in Sachen Ohrakupunktur, da gibt es Möglichkeiten mit Dauernadeln auch bei ADHS einzuwirken. Nennt sich NADA und wird auch in der Suchtarbeit eigesetzt.
Die besten Grüße Jörg Hanke