hi zusammen,
in letzter zeit lese ich viel literatur über kriegs- und staatsführung. sunzi zb verspricht jedem general der seine ratschläge befolgt eine siegesserie…aber wenn ich es in der praxis betrachte, scheint es doch nicht zu wirken…
zb: er prophezeit das man sich selbst und den feind kennen muss…
nehmen wir den irakkrieg.
die amis wissen mit wem sie es zu tun haben…versuchen den gegner überall wehzutun wie es nur geht…aber am ende sind die menschen nicht still
oder machiavellis ansicht…das man in eine stadt einen despoten installieren soll und den wieder absetzten (anschliessend selber als held dazustehen)…
a:saddam war n schurke
b:die amis haben ihn verjagt
c:als dankeschön gibts immernoch kein frieden…
muss man die theorien neu auflegen?? oder gelten mittlerweile andere regeln??
mfg
asi
Hi, da kann man durchaus auch anderer Meinung sein.
einerseits sind die Erkenntnisse vonm Sunzi etc. keine Naturgesetze, sondern vor dem Hintergrund der hsitorischen und militärtechnischen Gegebenheiten zu sehen.
andererseits…agieren die USA wirklich in Kenntnis der Sachlage, oder eher aufgrund ihrer Ignoranz der Verhältnisse im Irak? Schließlich habe sie schon in Vietnam lernen können, dass man es sich nicht unbedingt mit der Mehrheit der Bevölkerung verderben sollte. Schließlich sind in Folge des USA-Krieges im Irak weit mehr Zivilisten ermordet worden und die wirtschaftliche Lage der Bevölkerung schlechter als sie unter Saddam je war. Derzeit sind die USA dort eher „public enemy“ als Befreier.
Um Deinen Verweis auf Maciavelli zu entkräften - die USA haben einen Diktator gestürzt und sich anschließend selbst (oder einen Strohmann)als Diktator installiert. Wenn jetzt jemand wiederum die USA aus dem Land wirft - der könnte sich dann tatsächlich von den Irakis als Befreier feiern lassen. Insofern stimmt das Zitat wahrscheinlich.
Ich bin nun kein Fan von Saddam, aber dort wurde Teufel mit Beelzebub ausgetrieben.
A.
Deine Beispiele widerlegen nicht die Theorien, sondern zeigen nur am Beispiel einer überheblichen Militärgroßmacht was passiert, wenn man sich nicht daran hält.
zb: er prophezeit das man sich selbst und den feind kennen
muss…
nehmen wir den irakkrieg.
die amis wissen mit wem sie es zu tun haben…versuchen den
gegner überall wehzutun wie es nur geht…aber am ende sind die
menschen nicht still
Obwohl im allgemeinen bekannt ist, daß die Araber zweitklassige Soldaten, dafür aber erstklassige Guerillas sind (siehe israelisch-arabischer Konflikt) gingen die Amerikaner davon aus, die irakische Armee in ein paar Schlachten zu schlagen und mit der Kapitulation des Irak’s wäre alles in Butter. Hätte vielleicht auch geklappt, wenn man sich zumindest an Machiavelli gehalten hätte:
oder machiavellis ansicht…das man in eine stadt einen
despoten installieren soll und den wieder absetzten
(anschliessend selber als held dazustehen)…
a:saddam war n schurke
b:die amis haben ihn verjagt
c:als dankeschön gibts immernoch kein frieden…
Das Saddam ein Despot von Daddy Bush war und viele Iraker froh waren ihn loszusein ist das eine, wenn der „Befreier“ sich aber als Besatzer gebärdet und Kriegsgefangene entgegen den Genfer Konventionen behandelt oder „Kollateralschäden“ unter Zivilisten anrichtet, so daß sogar die ärgsten Feinde Saddams in den Widerstand gehen, dann ist das der Beweis, daß einige Leute in der USA mal besser Sunzi oder Machiavelli lesen sollten.