Hallo Christian,
also auch wenn ich nicht der 100%ige Beitragsexperte bin, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass das von der TK tatsächlich so korrekt ist.
Der Beitrag zur freiwilligen Versicherung berechnet sich immer nach dem tatsächlich erzielten Einkommen. Wenn der Arbeitgeber für die Erfindung eine Entlohnung in Form eines Lohnes zahlt, wird das gerechnet wie normales Einkommen aus nichtselbständiger Arbeit, also wie das übliche Arbeitseinkommen, was man als Angestellter in einem Unternehmen erhält. Auch bei hauptberuflich selbständig Tätigen wird ein Lohn aus nichtselbständiger Arbeit angerechnet.
Das ist auch gesetzlich so geregelt, und gilt letztendlich für jede gesetzliche Krankenkasse. Insofern wird jede andere Krankenkasse das auch so rechnen. Und da ja inzwischen der Beitragssatz bei jeder Krankenkasse gleich ist, kommt es überall auf`s Gleiche raus.
Die privaten Versicherungen (als Selbständiger kannst du dich ja auch privat versichern), rechnen ihre Beiträge vollkommen unabhängig vom Einkommen nach dem individuellen Versicherungsrisiko aus. Sprich, dort ist es egal, welches Einkommen du hast, da wird halt der Beitrag danach festgesetzt, wie wahrscheinlich es ist, dass du mal krank wirst und Leistungen in Anspruch nimmst. Wenn du bisher immer gesund warst und es auch jetzt bist, kann das durchaus günstiger sein.
Aber auch da ist Vorsicht geboten: Bei den Privaten muss jede Leistung, die man ggf. in Anspruch nehmen möchte, extra bezahlt werden. Wenn du Familienangehörige hast, zahlen die einen extra Beitrag und sind nicht wie in der gesetzlichen Krankenkasse kostenlos mitversichert. Und mit jedem Jahr steigt der Beitrag, weil mit steigendem Alter das Versicherungsrisiko höher wird. Das kann schnell noch deutlich teurer werden, als die gesetzliche Krankenkasse. Und: Es gilt immer noch, einmal privat, immer privat. Das heißt, wer sich privat versichert hat und dann merkt, dass es auf die Dauer zu teuer wird, kommt so gut wie nicht wieder in die gesetzliche Krankenkasse zurück.
Insofern sollte man hier sehr kritisch vergleichen, ob sich das wirklich auf die Dauer lohnt.
LG
Stephan